#Metoo am Arbeitsplatz.

Fotolia: Roman Stetsyk
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Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist für viele Beschäftigte leider noch immer Realität. Das zeigt der Arbeitsklimaindex der Arbeiterkammer Oberösterreich.

56 Prozent der befragten Frauen gaben an, schon selbst sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erfahren zu haben. 38 Prozent waren mit abfälligen Bemerkungen konfrontiert – das sind um vier Prozent mehr als bei der letzten Befragung vor zwei Jahren. Angestarrt oder gemustert wurden 36 Prozent der Befragten, auch diese Zahl ist um sechs Prozent angewachsen. Zwölf Prozent waren Opfer von körperlichen Übergriffen. Auch hier ist ein Anstieg um ein Drittel zu verzeichnen.

Sexuelle Belästigung ist zumeist ein Ausdruck von Machtverhältnissen und löst enormen Schaden bei den Betroffenen aus. Auch das Betriebsklima wird oft dadurch zerstört. Arbeitgeber haben eine Fürsorgepflicht für ihre Beschäftigten, Betroffene haben die Möglichkeit sich zu wehren. Durch die mediale Aufmerksamkeit durch die #Metoo Debatte ist die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Problematik gelenkt worden und es hat eine Sensibilisierung zum Thema stattgefunden.

Auch in anderen Bereichen nehmen Frauen in der Arbeitswelt vermehrt Diskriminierung wahr. 4 von 10 Frauen sehen sich beim Einkommen gegenüber ihren männlichen Kollegen benachteiligt, fast 30 Prozent fühlen sich bei Bewerbungen, Beförderungen und Karrieresprüngen diskriminiert. Jede fünfte Frau findet, dass sie weniger Wertschätzung erhält als männliche Kollegen.

Die Gleichstellung auf allen gesellschaftlichen Ebenen muss endlich umgesetzt werden und ein Ende der Diskriminierung in der Arbeitswelt ist längst überfällig.

Lesen Sie hier, was Betroffene tun können.

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