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	<title>Vera Erlachner &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Vera Erlachner &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Klagen über Klagen – Google auf der Anklagebank</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/08/03/klagen-ueber-klagen-google-auf-der-anklagebank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 17:08:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[UserInnen setzen sich zur Wehr: französisches Gericht entscheidet gegen Google; in den USA wird eine Sammelklage eingebracht; und auch in Österreich geht es um die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)…]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="731" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet-1024x731.png" alt="" class="wp-image-14417" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet-1024x731.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet-300x214.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet-150x107.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet-768x548.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/Datenkrake-google_pixabay_bearbeitet.png 1084w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: pixaby, Vera Erlachner</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>UserInnen setzen sich zur Wehr: französisches Gericht entscheidet gegen Google; in den USA wird eine Sammelklage eingebracht; und auch in Österreich geht es um die Einhaltung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)…</strong></p>



<span id="more-14414"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der Artikel wurde am 29.7.2020 erstmals am <a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" data-type="URL" data-id="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Blog Arbeit und Technik (öffnet in neuem Tab)">Blog Arbeit und Technik</a> publiziert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Google hat momentan alle Hände voll zu tun. Frankreichs Datenschutzbehörde <a href="https://www.cnil.fr/fr" aria-label="CNIL">CNIL</a> war die erste, die Bussgelder von einem Internetkonznern einforderte. Im Jänner 2019 wurde über google wegen Intransparenz, also einem Verstoß gegen die DSGVO, eine<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.cnil.fr/sites/default/files/atoms/files/san-2019-001.pdf" target="_blank" aria-label=" Strafe  (öffnet in neuem Tab)"> Strafe </a>von 50 Millionen Euro verhängt. Im Kern geht es darum:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Nach Ansicht der CNIL macht <a href="https://www.zeit.de/thema/google" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Google (öffnet in neuem Tab)">Google</a> den Nutzerinnen und Nutzern Informationen zur Verwendung der erhobenen Daten und zum Speicherzeitraum nicht einfach genug zugänglich. Die Angaben seien über mehrere Dokumente verteilt und nur über mehrere Links und Buttons erreichbar. Zudem seien einige der Informationen unklar formuliert. Die Behörde teilte zudem mit, dass die von Google eingeholte Zustimmung zur Anzeige personalisierter Werbung ungültig sei, weil die Nutzerinnen nicht ausreichend informiert würden. Die Vielfalt der beteiligten Google-Dienste wie YouTube, Google Maps oder der Internetsuche sei nicht ersichtlich.</p><cite><a href="https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-01/frankreich-datenschutzbehoerde-cnil-google-strafe-dsgvo" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Die Zeit (öffnet in neuem Tab)">Die Zeit</a> vom 21.Jänner 2021</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Gegen die Entscheidung wurde beim höchsten Verwaltungsgericht in Frankreich Berufung eingelegt, da das Hauptquartier in Irland sei, weshalb auch die irische Behörde zuständig sei. Ob man sich bei den google-AnwältInnen durch einen umständlichen und langen Prozess außerhalb Frankreichs, eine Verzögerung oder ein milderes Urteil erhoffte, sei dahingestellt. Denn ein Verfahren bei der <a href="https://www.dataprotection.ie/" aria-label="irischen">irischen </a><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.dataprotection.ie/" target="_blank" aria-label="Datenschutzbehörde (öffnet in neuem Tab)">Datenschutzbehörde</a>, die sich bislang im Gegensatz zur französischen Datenschutzbehörde <a rel="noreferrer noopener" href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2014/12/17/update-zur-sammelklage-gegen-facebook/" target="_blank" aria-label="nicht durch besonders strenges (öffnet in neuem Tab)">nicht durch besonders strenges</a> oder rasches Vorgehen auszeichnete, wäre für Google vermutlich positiver ausgegangen. Schlussendlich musste <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.derstandard.at/story/2000118206052/dsgvo-franzoesisches-gericht-bestaetigt-datenschutzstrafe-gegen-google" target="_blank" aria-label="Google nun doch zahlen (öffnet in neuem Tab)">Google nun doch zahlen</a>.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Mit fremdem Namen surft man nicht</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In Kalifornien wurde eine <a href="https://www.derstandard.at/story/2000117853182/us-sammelklage-gegen-google-wegen-zugriff-auf-nutzerdaten" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Sammelklage gegen den Internetriesen (öffnet in neuem Tab)">Sammelklage gegen den Internetriesen</a> eingebracht. Google wird vorgeworfen trotz von Usern gewählter Privatsphäreneinstellung Daten gesammelt zu haben. Die Privatsphäre-Einstellung als funktionslose, symbolische Geste? Laut <a href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/google-in-usa-milliarden-klage-wegen-zugriff-auf-nutzerdaten-16797901.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="mehreren Zeitungsberichten  (öffnet in neuem Tab)">mehreren Zeitungsberichten </a>weist der Google-Sprecher die Vorwürfe energisch zurück. Tatsächlich steht am Chrome-Startbildschirm des Inkognito-Modus</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Ihre Aktivitäten sind eventuell weiterhin sichtbar für:</p><p>– Von Ihnen besuchte Websites;</p><p>– Ihren Arbeitgeber oder Ihre Bildungseinrichtung;</p><p>– Ihren Internetanbieter“.</p><cite>Chrome-Browser Mitteilung im Inkognito-Modus</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Warum es dann überhaupt „Inkognito“ heißt? „Mit fremdem Namen“ surft man ja offenbar nicht. Zwar werden der Browserverlauf, Cookies und Websitedaten nicht gespeichert, wohl sind die Aktivitäten aber für die besuchten Websites sichtbar. Erst ein zusätzlicher Schritt, der wohl nicht jedem/r UserIn gleich ins Auge fällt, ermöglicht es in einem untenstehenden Kasten Drittanbieter-Cookies zu blockieren.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Android Advertising ID – der Tracker in deiner Hand</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Nun hat auch die Organisation <a rel="noreferrer noopener" href="https://noyb.eu/en" target="_blank" aria-label="noyb (öffnet in neuem Tab)">noyb</a> (<em>Europäisches Zentrum für digitale Rechte</em>) <a rel="noreferrer noopener" href="https://noyb.eu/en/complaint-filed-against-google-tracking-id" target="_blank" aria-label="Klage gegen den Konzern eingebracht (öffnet in neuem Tab)">Klage gegen den Konzern eingebracht</a>: Google soll seine NutzerInnen nach erstmaliger Verwendung eines jeden neuen Smartphones mit einer „<em>Android Advertisting ID</em>“ getrackt haben. Die gesammelten Daten wurden dann an viele andere Werbefirmen weitergegeben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Selbstbestimmung der UserInnen über ihre Daten wird somit untergraben oder sogar unmöglich gemacht. Denn die ID lässt sich nicht löschen, nur neu erstellen. Und in diesem Punkt stimmt die Vorgehensweise noch weniger mit der Europäischen <a rel="noreferrer noopener" href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2018/07/24/was-sie-schon-immer-ueber-die-dsgvo-wissen-wollten/" target="_blank" aria-label="Datenschutzgrundverordnung  (öffnet in neuem Tab)">Datenschutzgrundverordnung </a>überein: Darin ist nämlich bestimmt, dass der/die UserIn eine echte Wahl haben muss.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Die „Einwilligung“ der betroffenen Person muss freiwillig für den bestimmten Fall, in informierter Weise und unmissverständlich abgegeben werden.</em></p><cite>DSGVO Artikel 4, Ziffer 11</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Das Fehlen der Entscheidungsfreiheit der UserInnen und die automatische Erstellung dieser ID, ohne Einwilligung des/der UserIn sind klare Verstöße gegen de DSGVO. Zudem kann die ID nur durch eine andere ersetzt werden: die bereits gesammelten Daten können nicht gelöscht werden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>“It is grotesque: Google claims that if you want them to stop tracking you, you have to agree to new tracking. It is like cancelling a contract only under the condition that you sign a new one. Google´s system seems to structurally deny the exercise of users´ rights.”</em></p><cite><em><a href="https://noyb.eu/en/complaint-filed-against-google-tracking-id" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Sterfano Rossetti, Datenschutzanwalt bei noyb.eu (öffnet in neuem Tab)">Sterfano Rossetti, Datenschutzanwalt bei noyb.eu</a></em></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist grotesk: Google fordert, wenn du von ihnen nicht getrackt werden willst, musst du neuem Tracking zustimmen. So als würde man einen Vertrag nur unter der Bedingung kündigen können, dass man einen Neuen unterschreibt. Das Google-System scheint BenutzerInnen-Rechte strukturell zu missachten.“ (eigene Übersetzung)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klage wurde von&nbsp;<em>noyb&nbsp;</em>bei der österreichischen Datenschutzbehörde eingebracht, diese könnte Google mit einer Strafe von bis zu vier Prozent des globalen Gewinns bestrafen (das wären rund fünf Milliarden Euro).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind gespannt!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Viko, Telko – Datenschutz-K.O.?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/04/27/viko-telko-datenschutz-k-o/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 12:38:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit und Technik]]></category>
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		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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		<category><![CDATA[Videokonferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Video-Telefonie bringt uns in Zeiten des analogen Abstands digital näher zusammen. Praktisch, effizient und schnell. Aber auch datenschutzfreundlich? Was sind die wichtigsten Fragen? Was sollte dabei beachtet werden?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-1024x768.png" alt="" class="wp-image-13411" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-1024x768.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-300x225.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-150x113.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-768x576.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302-1536x1152.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/20200330_095302.png 2001w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: GPA-djp</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Video-Telefonie bringt uns in Zeiten des analogen Abstands digital näher zusammen. Praktisch, effizient und schnell. Aber auch datenschutzfreundlich? Was sind die wichtigsten Fragen? Was sollte dabei beachtet werden?</strong></p>



<span id="more-13404"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Viele ArbeitnehmerInnen gehen momentan ihrer Arbeit zu Hause nach. Der&nbsp;<a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2020/03/20/homeoffice-leichter-gemacht/" aria-label="Home-Office–Arbeitsplatz">Home-Office–Arbeitsplatz</a>&nbsp;benötigt viele technische und rechtliche Mittel. Um auch die soziale Komponente abzudecken, oder Wichtiges effizient(er) besprechen zu können, verwenden viele sogenannte&nbsp;Video-Konferenz-Tools. Trotz der schnellen Digitalisierungswelle im Zusammenhang mit der Corona-Krise, dürfen wir aber den Schutz unserer Daten nicht vergessen! Aber welche Tools sind datenschutzfreundlich(er) und wie kann ich feststellen, welche ich verwenden kann und von welchen ich lieber meine Maus lasse? Welche Fragen sollte man ich vorab stellen?<br>Wir haben eine Checkliste mit den wichtigsten Fragen erstellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor man mit einer Video-Konferenz startet, sollte man sich über das gewählte Tool und dem Datenschutz-Verständnis dessen Anbieters informieren. Die folgende Liste versammelt die wichtigsten Fragen, die man sich stellen sollte,&nbsp;<strong>ehe&nbsp;</strong>man eines der vielen Video-Konferenz-Tools installiert:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Zuerst ist es wichtig, sich im eigenen Unternehmen darüber zu informieren, ob es nicht bereits ein&nbsp;eigenes, unternehmensinternes Videochat-Tool&nbsp;gibt? Oder muss doch auf ein Saas-Lösung (Software as a Service) zurückgegriffen werden?</li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="2"><li>Welche Angebote an Software stammen&nbsp;aus der EU&nbsp;und welche nicht?<br>Man sollte hier auf jeden Fall auf einen&nbsp;europäischen Dienst bevorzugen, da diese der DSGVO unterliegen. Stammt er beispielsweise aus den USA, sollte vorab geklärt werden, ob ein angemessenes Schutzniveau (in diesem Fall eine Privacy-Shield-Zertifizierung) vorhanden ist.</li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="3"><li>Welche Versionen gibt es an verfügbaren Tools? Und gibt es davon auch eine für Unternehmen? Oftmals gelten für&nbsp;„Business“-Tools&nbsp;und&nbsp;kostenpflichtige Abos&nbsp;erhöhte Datenschutzstandards.</li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="4"><li>Was hält der/die&nbsp;zuständige Datenschutzbeauftragte/r&nbsp;von diesem Tool? Auf jeden Fall muss mit einer Saas-Lösung ein Auftragsverarbeitungsvertrag abgeschlossen werden (Art. 28 DSGVO).</li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="5"><li>Dann sollten die&nbsp;technischen und organisatorischen Maßnahmen&nbsp;geprüft werden:<ul><li>Werden die&nbsp;Daten verschlüsselt&nbsp;übertragen? Kann das Tool dies überhaupt?</li><li>Können die&nbsp;Datenschutz-Einstellungen manuell angepasst&nbsp;werden?</li><li>Werden&nbsp;Aufzeichnungen des Gesprächs&nbsp;angeboten? Und falls ja, wie lange und wo werden diese Aufzeichnungen gespeichert? Wie wird sichergestellt, dass die Teilnehmer:innen über die Aufzeichnung benachrichtig werden? Und wer kann auf diese zugreifen?</li><li>Werden die in einer Konferenz&nbsp;geteilten Dateien und Chat-Nachrichten&nbsp;gespeichert? Wenn ja, wo und wie lange?</li></ul></li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="6"><li>Die&nbsp;KommunikationsteilnehmerInnen sind über die Zwecke, Arten und den Umfang&nbsp;der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten zu informieren (Art. 12, 13 DSGVO). Dies gilt auch für deren Verarbeitung im Rahmen einer Telefonkonferenz. Sowohl die Aufnahme in die&nbsp;Datenschutzerklärung&nbsp;als auch das&nbsp;Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten&nbsp;(Art. 30 DSGVO) könnte hier erforderlich sein. Daher muss unbedingt der zuständige Datenschutzbeauftragte informiert werden!</li></ol>



<ol class="wp-block-list" start="7"><li>Welche&nbsp;Schulungen&nbsp;benötigen die&nbsp;MitarbeiterInnen, um das Tool überhaupt verwenden zu können? Gibt es dazu bereits schriftliche Informationen oder Videos, die einen schnellen Überblick verschaffen? Sind diese auch für weniger IT-affine KollegInnen verständlich?</li></ol>



<p class="wp-block-paragraph">Berücksichtigt man vorab all diese Fragestellungen ist man einer datenschutzfreundlichen Variante der online Video-Kommunikation auf jeden Fall ein Stückchen näher.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Vorab genaue Informationen einzufordern und diese wichtigen Fragen zu stellen, ist auch in Zeiten einer Krise wichtig!</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vorbilder unserer Checkliste findet man <a href="https://www.datenschutzexperte.de/blog/datenschutz-im-unternehmen/videokonferenz-und-datenschutz/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)">hier</a> und <a href="https://datenschutz-generator.de/dsgvo-video-konferenzen-online-meeting" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)">hier</a></p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><em>Dieser Beitrag ist am 9.4.2020 am&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="Blog Arbeit und Technik (öffnet in neuem Tab)">Blog Arbeit und Technik</a>&nbsp;erschienen.</em></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf den Spuren des Online-Trackings</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/12/17/auf-den-spuren-des-online-trackings/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 08:53:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
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					<description><![CDATA[Cookies, Fingerprints &#038; Likes. Wer verfolgt mich da?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="577" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1-1024x577.png" alt="" class="wp-image-12350" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1-1024x577.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1-150x85.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1-300x169.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1-768x433.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/AdobeStock_287204325-1.png 1501w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Cookies, Fingerprints &amp; Likes. Wer verfolgt mich da?</strong></p>



<span id="more-12347"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Internetgiganten (wie Google, Apple, Facebook &amp; Amazon (GAFA)) sammeln – im wahrsten Sinne des Wortes –&nbsp;<strong>alle möglichen Daten</strong>. Jede Eingabe, jedes Like und jede Verknüpfung zu Freund*innen wird gespeichert und verwertet. Das ist (hoffentlich) mittlerweile niemandem mehr neu!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jede Eingabe hinterlässt Spuren</strong>, die ausgelesen werden (können). Dieses „Fährten lesen“ nennt man „Web-Tracking“. Welche Auswüchse das Webtracking und die Datensammelei in den letzten Jahren angenommen hat, und welche Macht Internetkonzerne nicht nur in der virtuellen, sondern auch in der realen Welt übernommen haben, zeigt die Marktmacht der GAFA.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Cookies und die süße Versuchung der unbegrenzten Überwachung?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Web-tracking-tools sind dazu da, User*innen zu identifizieren. Hierfür werden&nbsp;<em>Cookies</em>, kleine Dateien auf dem Computer des/der Besuchers*in abgespeichert, um beim nächsten Besuch den/die User*in wieder erkennen zu können. Tut dies nur die Website auf der man sich gerade befindet, kann es dem Besuch dienlich sein (Passwörter müssen nicht neu eingegeben werden etc.).&nbsp;<strong>Tracken Dritte</strong>&nbsp;mein Online-Verhalten – ohne mein Wissen, geschweige denn meine Zustimmung – über die Grenzen der eigentlich aufgerufenen Websites hinweg, dann bekommt man als Nutzer*in leichte Gänsehaut. Daraus entsteht nämlich ein sehr&nbsp;<strong>umfassendes Bild</strong>&nbsp;der/des Users*in, das Auskunft über Vorlieben, Interessensfelder und möglicherweise auch der politische Einstellung, sexuelle Präferenzen und religiöse Ansichten, geben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die mittlerweile auf fast jeder Website zu findenden Like-Buttons von Facebook beispielsweise sind ein sichtbares Merkmal dafür und ermöglichen eine Verfolgung und Verknüpfung mit dem eigenen Account,&nbsp;<a href="https://t3n.de/news/tracking-facebook-dich-web-verfolgt-344044/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="ob eingeloggt oder nicht spielt dabei kaum eine Rolle (öffnet in neuem Tab)">ob eingeloggt oder nicht spielt dabei kaum eine Rolle</a>. Auch User*innen ohne Facebook-Account werden von Facebook getrackt und Shadow-Profile über sie erstellt. Offen und ehrlich schreibt Facebook dazu:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Cookies ermöglichen es Facebook dir die Facebook-Produkte anzubieten und die Informationen zu verstehen, die wir über dich erhalten, einschließlich Informationen über deine Nutzung anderer Webseiten und Apps, und zwar unabhängig davon, ob du registriert bzw. angemeldet bist oder nicht.“</p><cite><a href="https://www.facebook.com/policies/cookies/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="https://www.facebook.com/policies/cookies/ (öffnet in neuem Tab)">https://www.facebook.com/policies/cookies/</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Im Vergleich zu den sogenannten&nbsp;<a href="https://netzpolitik.org/2014/how-to-analyze-browser-fingerprinting-bhaviour-tracking/" aria-label="„">„</a><em><a href="https://netzpolitik.org/2014/how-to-analyze-browser-fingerprinting-bhaviour-tracking/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Browser-Fingerprints (öffnet in neuem Tab)">Browser-Fingerprints</a></em><a href="https://netzpolitik.org/2014/how-to-analyze-browser-fingerprinting-bhaviour-tracking/" aria-label="“">“</a>&nbsp;gibt die IP-Adresse geradezu eine ungenaue Auskunft über den/die User*in: Der&nbsp;<strong>„Fingerprint“</strong>&nbsp;umfasst wesentlich mehr Angaben (verwendeter Browser, das Betriebssystem, die installierten Schriftarten und Plugins), die beim Surfen für eine nutzer*innengerechte Darstellung übermittelt werden. Diese tragen wesentlich dazu bei, den/die User*in identifizierbar zu machen und können eben nicht, wie bspw. Cookies, abgelehnt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man kann sich das so vorstellen:<br>Egal was wir tun, wohin wir gehen oder welches Gefühl wir ausdrücken – ständig steht jemand hinter uns und notiert jeden Schritt, jede Entscheidung und alles was wir tun.<br>Danach verkauft er all diese Notizen und macht Geld damit, unsere Schwachstelle(n) herauszufiltern und nutzbar zu machen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Aktivitäten auf Facebook, die Likes und die „reactions“ mittels Emojis, und die Verknüpfung all dieser Daten mit dem seitenübergreifenden Surfverhalten der Nutzer*innen ergeben eine riesige Datenmenge!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vom Auto bis zur Zahnpasta. Wir wissen wann du was wirklich willst!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Daten bilden die Grundlage für das „<a href="https://de.ryte.com/wiki/Behavioral_Targeting" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Behavioral Targeting (öffnet in neuem Tab)">Behavioral Targeting</a>“ (nutzungsbasierte Online-Werbung), also für personalisierte Werbung. Aufgrund der großen Menge an Daten, über die solche Konzerne verfügen, werden Profile erstellt. Werbung kann so, mit&nbsp;<a href="https://www.wired.com/story/facebooks-targeted-ads-are-more-complex-than-it-lets-on/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="nie zuvor dagewesener Präzision, (öffnet in neuem Tab)">nie zuvor dagewesener Präzision,</a>&nbsp;gezielt auf kleinste, ganz spezifisch ausgewählte Kund*innengruppen zum „bestmöglichen“ Zeitpunkt ausgeschickt werden. Auch das<a href="https://theintercept.com/2018/04/13/facebook-advertising-data-artificial-intelligence-ai/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="zukünftige Kaufverhalten (öffnet in neuem Tab)"><strong>zukünftige Kaufverhalten</strong></a>&nbsp;kann durch die Menge an Daten berechnet und vorausgesagt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau hier wird es gruselig: Konzerne verdienen ihr Geld damit unsere Daten zu sammeln, zu analysieren und zu clustern und verkaufen dann Vorhersagen, also unsere zukünftigen Entscheidungen, oder kurz gesagt: unsere Zukunft. Sie verkaufen&nbsp;<em>Vorhersageprodukte</em>&nbsp;und der/die Nutzer*in sind die&nbsp;<em>Rohstofflieferant*innen</em>&nbsp;dafür, erklärt&nbsp;<a href="https://shoshanazuboff.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Shoshana Zuboff (öffnet in neuem Tab)">Shoshana Zuboff</a>&nbsp;in ihrem Buch „<em><a href="https://besserewelt.at/zuboff-shoshana-das-zeitalter-ueberwachungskapitalismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus (öffnet in neuem Tab)">Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus</a></em>“ auf Seite 22.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zunehmende Vernetzung über das&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Internet_der_Dinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Internet of Things (öffnet in neuem Tab)">Internet of Things</a>&nbsp;erlaubt es unsere Persönlichkeit, körperliche Leistungsfähigkeit (Fitness-Tracker etc.) und auch Emotionen für einen solchen Markt nutzbar zu machen.&nbsp;<a href="https://besserewelt.at/zuboff-shoshana-das-zeitalter-ueberwachungskapitalismus" aria-label="Zuboff&nbsp;">Zuboff&nbsp;</a>stellt fest, dass auch das nächste Level bereits erreicht ist: Die Verhaltensdaten werden nicht nur gesammelt; Verhalten wird bereits angestoßen, herausgekitzelt, um die&nbsp;<em>„Herde in Richtung profitabler Ergebnisse</em>“ zu treiben (<a href="https://besserewelt.at/zuboff-shoshana-das-zeitalter-ueberwachungskapitalismus" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Details dazu auf Seite 23 (öffnet in neuem Tab)">Details dazu auf Seite 23</a>).</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><a href="https://netzpolitik.org/2016/nach-nacktimnetz-so-schuetzt-du-dich-und-deinen-browser/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Kostenlos gibt es nicht – wenn du nichts bezahlen musst, bist du das Produkt (öffnet in neuem Tab)">Kostenlos gibt es nicht – wenn du nichts bezahlen musst, bist du das Produkt</a>!</p><cite><a href="https://netzpolitik.org/2016/nach-nacktimnetz-so-schuetzt-du-dich-und-deinen-browser/" aria-label="Ingo Dachwitz, Netzpolitik.org">Ingo Dachwitz, Netzpolitik.org</a></cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie Google bietet auch Facebook seine Dienste „<strong>kostenlos</strong>“ an. Facebook wirbt damit, kostenlos zu sein und auch zu bleiben, da es nur darum ginge, die Menschen auf der ganzen Welt miteinander zu verbinden. Der deutsche&nbsp;<a href="https://www.zeit.de/kultur/2018-04/facebook-mark-zuckerberg-geschaeftsmodell-datenmissbrauch" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Bundesverband Verbraucherzentrale hat wegen unlauterer Werbung dagegen geklagt (öffnet in neuem Tab)">Bundesverband Verbraucherzentrale hat wegen unlauterer Werbung dagegen geklagt</a>. Die Klage wurde zurückgewiesen, weil der/die Nutzer*in nicht mit Geld bezahlen muss. Aber die Richter*innen stellten fest, dass eine „Gegenleistung in Form der Datenübertragung“ geleistet werde.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Jemand ohne Schutz gibt vieles preis</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann ich mich vor diesem Tracking schützen, oder zumindest den Preis meiner Daten verteuern?</p>



<h4 class="wp-block-heading">Facebook-<strong>Einstellungen verwalten</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den „Einstellungen für Werbeanzeigen“ kann lediglich das geändert werden,&nbsp;<strong>was ich als User*in sehen will</strong>. Nicht, wie die Beschreibung vermuten lässt, welche Informationen Facebook weitergeben darf.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2019/11/facebook_Werbekunden_Vera_29112019_bearb-300x197.png" alt="" class="wp-image-4688" width="219" height="144"/><figcaption>Werbekunden Liste, entnommen aus einem Facebook Account</figcaption></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">In den&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/settings" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Einstellungen (öffnet in neuem Tab)">Einstellungen</a>&nbsp;kannst du deine „Werbepräferenzen“ verwalten und auch herausfinden, was&nbsp;<strong>laut Facebook&nbsp;</strong>deine Interessen sind. Zudem bekommt man hier einen Überblick, welche Firmen sich für das eigene Profil interessiert haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage, die sich immer wieder aufdrängt: wer hat ihnen das erlaubt? Ich? Vermutlich. In einem kleingedruckten Text auf Seite 235 der Nutzungsbestimmungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Opt-out: Youronlinechoices</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="http://www.youronlinechoices.com/at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Youronlinechoices&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">Youronlinechoices&nbsp;</a>ist eine Website von europäischen Online-Werbeagenturen (<a href="https://www.edaa.eu/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="EDAA (öffnet in neuem Tab)">EDAA</a>), auf deren Website man sich über personalisierte Werbung informieren und einzeln, je Werbetreibenden, das Anzeigen von&nbsp;<strong>personalisierter Werbung deaktivieren</strong>&nbsp;kann. Für jede teilnehmende Firma einzeln, gültig nur für dieses eine Gerät, nur für diesen Browser… absichtlich aufwendig? Und Werbung wird trotzdem geschalten, jedoch keine personalisierte. (wie das verhindert werden kann, kann&nbsp;<a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2018/12/06/digitale-selbstverteidigung-was-kann-ich-tun/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)">hier</a>&nbsp;nachgelesen werden)</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Browsererweiterungen und -einstellungen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für diejenigen, die&nbsp;<strong>Firefox</strong>&nbsp;nutzen, kann man sich in den Einstellungen unter „Datenschutz &amp; Sicherheit“ zwischen „Standard“, „Streng“ und „Benutzerdefiniert“ wählen.&nbsp;<a href="https://epicenter.works/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Epicenter.Works (öffnet in neuem Tab)">Epicenter.Works</a>&nbsp;empfiehlt außerdem das Addon&nbsp;<a href="https://www.eff.org/privacybadger" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="PrivacyBadger (öffnet in neuem Tab)">PrivacyBadger</a>&nbsp;für Firefox.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die&nbsp;<a href="https://settings/content" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Chrome-Nutzer*innen (öffnet in neuem Tab)"><strong>Chrome</strong>-Nutzer*innen</a>&nbsp;bietet der Browser unter den erweiterten Einstellungen die Möglichkeit Cookies und Websitedaten zu blockieren und auch alle bereits gespeicherten zu löschen. Über den&nbsp;<a href="https://chrome.google.com/webstore/detail/privacy-badger/pkehgijcmpdhfbdbbnkijodmdjhbjlgp" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Chrome Webstore (öffnet in neuem Tab)">Chrome Webstore</a>&nbsp;lässt sich die Erweiterung Privacy Badger installieren!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier nochmal der Hinweis: Nicht alle Cookies sind schlecht, manche von ihnen werden auch nur gespeichert, um die Nutzung der Website zu ermöglichen, zu vereinfachen und zu beschleunigen!</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2019/12/Panopticlick_Testergebnis_firefox_02-12-2019-255x300.jpg" alt="" class="wp-image-4731"/></figure></div>



<p class="wp-block-paragraph">Um zu erfahren, wie&nbsp;<strong>schützend&nbsp;</strong>die Einstellungen des Browsers und der Add-Ons tatsächlich sind, hat die&nbsp;<a href="https://www.eff.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Electronic Frontier Foundation (öffnet in neuem Tab)">Electronic Frontier Foundation</a>&nbsp;– eine nonprofit Organisation, die sich für Grundrechte im digitalen Raum einsetzt) ein Projekt gegründet:&nbsp;<a href="https://panopticlick.eff.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Panopticlick&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">Panopticlick&nbsp;</a>. Lässt man das Programm laufen, zeigt sich wie einzigartig und damit identifizierbar man als Nutzer*in ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Einzelner kann man sich vor personalisierter Werbung und den online Datenkraken nur beschränkt schützen;&nbsp;<strong>für einen effektiven Schutz braucht es Gesetze</strong>. Einerseits liefert die europäische Datenschutzgrundverordnung Ansatzpunkte für informationelle Selbstbestimmung; andererseits die in Verhandlung befindliche europäische Verordnung für ePrivacy.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>wo setzt die ePrivacy-Verordnung an?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Dass sich die Richtlinie schon&nbsp;<a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2018/08/28/another-brick-in-the-wall-die-e-privacy-vo/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="länger in Bearbeitung befindet (öffnet in neuem Tab)">länger in Bearbeitung befindet</a>, aber einer Ausweitung der europäischen&nbsp;<a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2018/10/25/offener-brief-zur-eprivacy-verordnung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Datenschutzregeln auf elektronische Kommunikation eigentlich sehr dringlich (öffnet in neuem Tab)">Datenschutzregeln auf elektronische Kommunikation eigentlich sehr dringlich</a>&nbsp;wäre, wurde auf dem A&amp;T-Blog schon mehrfach besprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Verordnung würde das Erstellen von NutzerInnenprofilen nur mit&nbsp;<strong>explizitem Einverständnis des/der Nutzer*in</strong>&nbsp;möglich machen. Das manuelle Verwalten der Privatsphäre-Einstellungen und die zusätzliche Installation von Browsererweiterungen wäre nicht mehr nötig. Man könnte sich von Browser aus sicher fühlen und jede/r, auch die vielleicht nicht so IT-affinen Menschen, wären<a href="https://netzpolitik.org/2017/sechs-gruende-warum-die-totlangweilig-klingende-eprivacy-verordnung-fuer-dich-wichtig-ist/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="&nbsp;automatisch aufgrund der datenschutzfreundlichen Voreinstellungen (öffnet in neuem Tab)">&nbsp;automatisch aufgrund der datenschutzfreundlichen Voreinstellungen</a>&nbsp;geschützt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mai 2019 beantwortete der damalige Kanzler Kurz Fragen rund um den&nbsp;<a href="https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVI/AB/AB_03098/index.shtml" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Stand der ePrivacy-Verordnung (öffnet in neuem Tab)">Stand der ePrivacy-Verordnung</a>&nbsp;und deren Fortgang unter österreichischer Ratspräsidentschaft: Es wurde ein Fortschrittsbericht vorgelegt, der der nächsten, also der rumänischen Ratspräsidentschaft weitergegeben wurde.&nbsp;<a href="https://netzpolitik.org/author/alexander-fanta/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Alexander Fanta (öffnet in neuem Tab)">Alexander Fanta</a>, EU-Korrespondent in Sachen Datenschutz von&nbsp;<a href="https://netzpolitik.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="netzpolitik.org (öffnet in neuem Tab)">netzpolitik.org</a>, befürchtete einen&nbsp;<a href="https://netzpolitik.org/2019/eu-staaten-koennten-eprivacy-verordnung-abwracken/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="stillen Tod der ePrivacy-Reform in den Gremien (öffnet in neuem Tab)">stillen Tod der ePrivacy-Reform in den Gremien</a>; die nunmehr finnische Ratspräsidentschaft gibt jedoch Hoffnung und zeigt sich optimistisch. Die&nbsp;<strong>Weiterarbeit</strong>&nbsp;auf Grundlage des finnischen Vorschlages wurde&nbsp;<strong>einstimmig vereinbart</strong>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erich Moechel, von FM4, schreibt im Juli 2019 noch von einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="„unendlichen Geschichte“ (öffnet in neuem Tab)" href="https://fm4.orf.at/stories/2988494/)" target="_blank">„unendlichen Geschichte“</a> einer sehr schlanken ePrivacy-Verordnung. Wir werden sehen!</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Beitrag ist erstmals am Blog&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/ (öffnet in neuem Tab)">http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/</a>&nbsp;erschienen. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Der materielle Hintergrund unserer virtuellen Welt</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/12/03/der-materielle-hintergrund-unserer-virtuellen-welt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Dec 2019 12:07:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Klimakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Erlachner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=12225</guid>

					<description><![CDATA[Bewusst(er) digitalisieren: Die Diskussionen rund um Klimaerwärmung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz schwappt in alle unsere Lebensbereiche über. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="704" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX-1024x704.png" alt="" class="wp-image-12226" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX-1024x704.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX-150x103.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX-300x206.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX-768x528.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Garbage-IT_pixabay-by-DarkWorkX.png 1920w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto:  DarkWorkX (pixabay) </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bewusst(er) digitalisieren: Die Diskussionen rund um Klimaerwärmung, Nachhaltigkeit und Klimaschutz schwappt in alle unsere Lebensbereiche über. </strong></p>



<span id="more-12225"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Auch im IT-Bereich wird das Thema Nachhaltigkeit immer wichtiger. „Digitale Nachhaltigkeit“ kommt in den bisherigen Debatten rund um die digitale Transformation aber noch viel zu wenig vor, erklärt Christian Thorun (Gründer des&nbsp;<a href="https://www.conpolicy.de/" aria-label="ConPolicy-Instituts für Verbraucherpolitik">ConPolicy-Instituts für Verbraucherpolitik</a>) in seinem Workshop im Rahmen der&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/digitalisierung-welt-retten-chancen-risiken-digitaler-innovationen-nachhaltigen-konsum" aria-label="re;publica 2019">re;publica 2019</a>&nbsp;in Berlin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Smart manufacturing</em>,&nbsp;<em>smart agriculture smart conservation, smart building</em>&nbsp;und&nbsp;<em>smart energy</em>&nbsp;sollen laut der Studie der&nbsp;<em><a href="http://systemtransformation-sdg.gesi.org/" aria-label="Global e-Sustainability Initiative&nbsp;">Global e-Sustainability Initiative&nbsp;</a></em>(Zusammenschluss großer Telekommunikations- und IT-Unternehmen) dabei helfen, die 17&nbsp;<a href="https://sustainabledevelopment.un.org/?menu=1300" aria-label="„Sustainable Development Goals“ der UN">„Sustainable Development Goals“ der UN</a>&nbsp;bis 2030 zu erreichen. Laut dieser Studie können mithilfe von IK-Technologien bis zum Jahr 2030 20 % der weltweiten CO2-Emissionen eingespart werden. Diese Annahme kann, sollte und muss allerdings hinterfragt werden. Sehr smart! Aber auch hier gibt es eine andere (dunkle) Seite.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Die zwei Seiten des Mikrochips!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Meinung, dass Digitalisierung zu einer nachhaltigeren Wirtschaft, einer Schonung der Ressourcen und Energieeffizienz beitragen wird, ist weit verbreitet, merken die AutorInnen des Buchs&nbsp;<em>„<a href="https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1" aria-label="Smarte Grüne Welt?">Smarte Grüne Welt?</a></em>“ an. Digitalisierung kann helfen, physische Ressourcen zu sparen. Als Beispiel vergleichen sie die erforderliche Größe von Festplatten, die das Volumen aller Bücher der British Library (die größte Bibliothek der Welt) in London beinhaltet (drei externe Festplatten mit je zwölf Terabyte). Diese Dematerialisierung erscheint vielen von uns als Verringerung des Ressourcenverbrauchs; aber ist das tatsächlich so? Die Antwort auf die Frage ist nicht so leicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die digitalen Geräte benötigen ja selbst einiges an Ressourcen. Angefangen von deren Herstellung über deren Nutzung bis hin zu deren Recycling brauchen die kleinen und großen Gerätschaften so einiges an Rohstoffen und Energie.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Von der Produktion über die Nutzung bis hin zum Recycling</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was in einem digitalen Gerät drin steckt, welche Ressourcen dafür verbraucht werden und wie, also unter welchen Umständen, diese Geräte gebaut werden, darf bei einer Debatte über Digitalisierung nicht ausgeklammert werden.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile-1024x614.png" alt="" class="wp-image-12234" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/smartphone_bestandteile.png 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Rohstoffe, die für die Herstellung von Smartphones, Laptops, aber auch Elektroautos und Photovoltaik-Anlagen benötigt werden, werden oftmals in Gebieten abgebaut, in denen kein funktionierender Staat die Einhaltung von Standards und Schutzbestimmungen überwachen kann. Beispielsweise wird Kobalt in der Demokratischen Republik Kongo abgebaut und dies passiert laut&nbsp;<a href="https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1" aria-label="Amnesty International">Amnesty International</a>&nbsp;unter „grausamen Bedingungen“ von Männern, Frauen und auch Kindern. Die Nachfrage nach Kobalt ist nach wie vor riesig (nicht zuletzt wegen der hohen Nachfrage nach Elektroautos) und rund die Hälfte des weltweiten Vorkommens dieses Rohstoffes lagert im Kongo. Kinderarbeit, Schutzstandards, die nicht kontrolliert werden sowie Zwangsumsiedelungen aufgrund von Industrieminen sind nur einige Teile des&nbsp;<a href="https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1" aria-label="„hohen Preises“ dieses Rohstoffs">„hohen Preises“ dieses Rohstoffs</a>. Auch wird den meisten von uns die Berichterstattung rund um die hohe&nbsp;<a href="https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1" aria-label="Selbstmordrate in den Produktionsstätten von Foxconn">Selbstmordrate in den Produktionsstätten von Foxconn</a>&nbsp;in Erinnerung sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem&nbsp;<a href="http://www.chinalaborwatch.org/report/120" aria-label="Institut für Ökonomie und Ökumene Südwind">Institut für Ökonomie und Ökumene Südwind</a>&nbsp;werden allein für die Ressourcengewinnung für ein Mobiltelefon 35,3 kg Materialien be- und verarbeitet (der sog. „ökologische Rucksack“). Hinzu kommen weitere 8,2 kg in der Produktionsphase des Geräts. Und das ist erst der Beginn des Smartphone-Lebens!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Unsichtbare Stromfresser und Emmissionenverursacher</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Hilfe von&nbsp;<strong>Apps&nbsp;</strong>lassen sich faire, nachhaltig agierende Produzenten von fast allem finden und Produkte und Dienstleistungen können quasi auf einen Klick miteinander verglichen werden. Leihen, Tauschen, aber auch Co-Working, Co-Consuming und Co-Producing kann forciert werden. Anleitungen für Reparaturen (<a href="https://diybook.de/wartung-service" aria-label="diybook&nbsp;">diybook&nbsp;</a>oder&nbsp;<a href="https://de.ifixit.com/" aria-label="ifixit">ifixit</a>&nbsp;), Plattformen über die man weiterverkaufen od. weiterschenken (<a href="https://www.kleiderkreisel.at/" aria-label="Kleiderkreisel&nbsp;">Kleiderkreisel&nbsp;</a>oder die bekannteste&nbsp;<a href="https://www.willhaben.at/iad" aria-label="willhaben">willhaben</a>), oder auch verleihen (bspw.&nbsp;<a href="https://fragnebenan.com/" aria-label="fragnebenan&nbsp;">fragnebenan&nbsp;</a>oder&nbsp;<a href="https://www.leila.wien/" aria-label="Leila">Leila</a>), tragen dazu bei, die Nutzungsdauer von Produkten zu verlängern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viola Muster (<a href="https://www.conpolicy.de/" aria-label="ConPolicy-Instituts für Verbraucherpolitik">ConPolicy-Instituts für Verbraucherpolitik</a>&nbsp;) gibt im&nbsp;<a href="https://19.re-publica.com/de/session/digitalisierung-welt-retten-chancen-risiken-digitaler-innovationen-nachhaltigen-konsum" aria-label="Rahmen der re;publica 2019&nbsp;">Rahmen der re;publica 2019&nbsp;</a>zu bedenken, dass Apps zwar „nett und wichtig“ seien, aber wir auch unseren „digitalen Konsum“ reduzieren müssen. Mit jeder Suchanfrage und jeder verschickten Nachricht werden Daten erzeugt und somit Energie verbraucht. Darüber besteht wenig bis gar kein Bewusstsein. Wer macht sich schon im Vorhinein Gedanken darüber, wie viel Strom die Suche nach dem Namen des neuesten Albums der Lieblingsband oder das Verschicken des lustigen Katzenvideos verbraucht?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine einzige&nbsp;<strong>Google-Suchanfrage</strong>&nbsp;benötigt laut Google selbst ca. 0,4 Kilowattstunden – mit einer Kilowattstunde Strom kann man bspw. einen&nbsp;<a href="https://www.energie.web.de/ratgeber/wissen/kwh-berechnen/" aria-label="Waschgang mit der Waschmaschine">Waschgang mit der Waschmaschine</a>&nbsp;betreiben. Eine Suchanfrage alleine fällt nicht ins Gewicht; aber bei 3,8 Millionen Suchanfragen pro Minute sind die dadurch entstehenden Emissionen nicht zu vernachlässigen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Eine E-Mail verursacht etwa 10 g CO2; das entspricht der Klimabilanz einer Plastiktüte, erklärt&nbsp;<a href="https://www.arte.tv/de/articles/die-e-mail-erzeugerin-von-treibhausgasen" aria-label="Gary Cook im Arte-Interview">Gary Cook im Arte-Interview</a>.</p><cite>Gary Cook, Spezialist für digitale Technologien bei Greenpeace</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Laut&nbsp;<a href="https://storage.googleapis.com/planet4-international-stateless/2017/01/35f0ac1a-clickclean2016-hires.pdf" aria-label="Greenpeace">Greenpeace</a>&nbsp;verbrauchte der IT-Sektor bereits 2012 etwa 7 % der global verbrauchten Elektrizität. Das entspricht beispielsweise dem Stromverbrauch von Großbritannien. Denn auch wenn digitale Anwendungen virtuell und immateriell erscheinen, benötigen sie doch eine reale, materielle Grundlage um zu funktionieren (bspw. ressourcen-aufwendige&nbsp;<a href="https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-stromfresser-internet-100.html" aria-label="Rechenzentren">Rechenzentren</a>). Diese Unsichtbarkeit der verwendeten Infrastruktur lässt vergessen, dass dafür einiges an Energie verbraucht wird.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2019/11/IMG_20190801_172956-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-4613"/><figcaption><a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Microsoft-versenkt-Rechenzentrum-im-Meer-4075442.html" aria-label="Microsoft versenkt Rechenzentren im Meer">Microsoft versenkt Rechenzentren im Meer</a>, um Energie zu sparen (Symbolbild v. Clara Fritsch)</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Zehn Minuten Video-Streaming in HD auf einem Smartphone beispielsweise benötigt ebenso viel Energie wie ein Herd mit 2 Kilowatt Leistung, der fünf Minuten lang auf höchster Stufe läuft, zeigt eine Berechnung im Rahmen des&nbsp;<a href="https://www.heise.de/tr/artikel/Wie-Digitalisierung-das-Klima-belastet-4339249.html" aria-label="Shift Projects">Shift Projects</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Jahren nahm der&nbsp;<strong>Stromverbrauch&nbsp;</strong>von Netzwerken und Datenzentren immens zu. Die 24/7 zur Verfügung stehende Infrastruktur geht Hand in Hand mit dem explodierenden Daten-Traffic unserer digitalen Welt.&nbsp;Die Datenlage ist schwierig, aber man geht davon aus, dass allein<a href="https://storage.googleapis.com/planet4-international-stateless/2017/01/35f0ac1a-clickclean2016-hires.pdf" aria-label="&nbsp;Datenzentren 2030 13 Prozent des globalen Stromkonsum verbrauchen">&nbsp;Datenzentren 2030 13 Prozent des globalen Stromkonsum verbrauchen</a>&nbsp;werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Herausforderung besteht darin, die digitale Infrastruktur auf&nbsp;<strong>Erneuerbare Energie</strong>&nbsp;umzustellen. Der&nbsp;<a href="https://storage.googleapis.com/planet4-international-stateless/2017/01/35f0ac1a-clickclean2016-hires.pdf" aria-label="Clicking Clean Report">Clicking Clean Report</a>&nbsp;zeigt, dass Apple und Google die Pole Position innehaben: Bei beiden Unternehmen steigt die Versorgung mit Erneuerbarer Energie parallel zum Unternehmenswachstum.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn die elektronischen Geräte immer&nbsp;<strong>energieeffizienter&nbsp;</strong>geworden sind und werden, verpufft das Einsparungspotenzial durch immer größer werdende Bildschirme und zunehmende Geschwindigkeit (Anzahl der Operationen pro Sekunde). So hat sich die Rechenleistung pro Kilowattstunde alle 1,5 Jahre verdoppelt! Ein PC braucht heute pro Minute fast so viel Strom wie die ersten „Homecomputer“ vor 30 Jahren, erklärt&nbsp;<a href="https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2015/03/wieviel-strom-braucht-das-internet.html" aria-label="Friedemann Mattern">Friedemann Mattern</a>&nbsp;(Prof. für Informatik, ETH Zürich). Zudem darf der enorme Anstieg an einzelnen Geräten und die fast inflationäre Dauernutzung dieser, nicht unterschätzt werden! Der Rebound-Effekt schlägt hier voll ein!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lässt sich aber nun tatsächlich ein Einsparungspotential bei beispielsweise der Verwendung von&nbsp;<strong>E-Book-Readern</strong>&nbsp;anstelle von Büchern feststellen? Wie sieht die Ökobilanz von digitalen zu konventionell „analogen“ Dienstleistungen im Vergleich aus? Steffen Lange und Tilman Santarius versuchen genau dies herauszufinden. Spannend wird es dann, so die AutorInnen, wenn Rebound-Effekte miteinberechnet werden. Ein „Gewinner“ ist schwieriger auszumachen als gedacht!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Recycling als „urbaner Bergbau“</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die großen Hersteller von Mobiltelefonen bieten ein Recycle-Programm an. Auch die Umweltberatung hält ein paar Tipps zum „<a href="https://www.umweltberatung.at/handys-richtig-entsorgen" aria-label="richtigen entsorgen">richtigen entsorgen</a>“ bereit und dann wäre da noch die Ö3 Wundertüte, eine der bekanntes Sammelaktionen. Das alte Handy kann in Österreich aber auch bei den großen Telekom-Anbietern zurückgegeben werden (bspw.&nbsp;<a href="http://%28https//www.a1.net/ueber-a1/unternehmen/verantwortung/umwelt/ressourcenschonung/s/ressourcenschonung" aria-label="bei A1">bei A1</a>&nbsp;oder auch&nbsp;<a href="http://%28https//www.magenta.at/handyankauf/" aria-label="Magenta">Magenta</a>). Das Handy wird danach fachgerecht recycelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oft landen die digitalen Geräte allerdings in Form von&nbsp;<strong>Elektroschrott&nbsp;</strong>in den ärmeren Weltregionen, in denen Gesundheitsfürsorge, Arbeitsschutz und wirtschaftliche Gerechtigkeit sowie Umweltschutz keine große Rolle spielen. Im<strong>&nbsp;Buch Smarte grüne Welt?</strong>&nbsp;erklären&nbsp;<a href="https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1" aria-label="Stefan Lange und Tilman Santarius">Stefan Lange und Tilman Santarius</a>, dass für 2020 rund 52 Megatonnen an ausrangierten Elektrogeräten weltweit prognostiziert werden. Dies entspricht der Größe eines Schrotthaufens aller 46 Millionen PKWs, die in Deutschland derzeit unterwegs sind!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Repair and Refurb</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Geringere Steuer auf&nbsp;<strong>Reparaturen&nbsp;</strong>wären hier für die AutorInnen der Studie „<a href="https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/konsumressourcenmuell/190430_recycling_im_zeitalter_digitalisierung.pdf" aria-label="Recycling im Zeitalter der Digitalisierung">Recycling im Zeitalter der Digitalisierung</a>“ ebenso eine mögliche Option wie die Verpflichtung der Hersteller originale Ersatzteile zu verhältnismäßigen Preisen bereit zu stellen. Kostenfreie Reparaturanleitungen können ebenso zu einer längeren Nutzungsdauer beitragen wie die Sicherung von Softwareupdates für die zu erwartende Lebensdauer von zumindest sieben Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die unabhängige Initiative&nbsp;<em><a href="https://phonebloks.com/" aria-label="Phonebloks">Phonebloks</a></em>&nbsp;beispielsweise hat sich zum Ziel gesetzt, mit Hilfe ihrer Community und in Zusammenarbeit mit großen Konzernen aus der Industrie (bspw. Motorola, Google) Wege in eine zirkuläre Wirtschaft zu finden: Neue Produktionsweisen und neue Produkte, beispielsweise in Form eines modular aufgebauten Smartphones, sollen beitragen Elektroschrott zu vermeiden und eine einfache Reparatur ermöglichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einen anderen Weg schlagen beispielsweise&nbsp;<em><strong><a href="https://www.refurbed.de/" aria-label="Refurbed">Refurbed</a></strong></em> ein. Eine „<em>Plattform für erneuerte und qualitativ hochwertige Produkte, mit einheitlichen, hohen Standards hinsichtlich Qualität, Sicherheit und Garantie</em>.“ Die gebrauchten Geräte werden von „Refurbishern“ gekauft und wiederhergestellt: Komponenten werden ausgetauscht und wieder aufbereitet. Bei der&nbsp;<a href="https://www.refurbed.de/nachhaltigkeit/" aria-label="Refurbed-Variante">Refurbed-Variante</a>&nbsp;fallen laut Eigenangaben 70 Prozent weniger CO2-Emissionen an als bei der Neuproduktion des Geräts. Und pro verkauftem Produkt wird auch noch ein Baum gepflanzt!&nbsp;</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was wir als „smarte“ KonsumentInnen tun können</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als Verbraucher von Elektro-Geräten sollten wir uns bewusst werden, welche&nbsp;<strong>Wirkung unser Konsumverhalten</strong>&nbsp;auf die Umwelt hat. Zu wissen, wie viel Strom eine Google-Suche oder das Verschicken eines Bildes benötigt, ist das Eine. Sich über das eigene Konsumverhalten bewusst zu werden, das Andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Smartphone und den Laptop auch mal&nbsp;<strong>ausschalten&nbsp;</strong>und deren Energie-Einstellungen anpassen. Auch die Anpassung der Bildschirm-Helligkeit verringert den Energiebedarf. Den Akku laut den Herstellerangaben korrekt Laden, kann genauso helfen, wie in eine Schutzfolie für das Display zu investieren. Auch kann man versuchen, das Handy, den MP3-Player oder auch den E-Reader zu reparieren bzw. reparieren zu lassen. Manchmal zahlt es sich auch aus, nur Einzelteile (bspw. den Akku) auszutauschen. Das alte Handy an einer Sammelstelle oder eben beim Hersteller abzugeben, ist ebenso eine Möglichkeit als UserIn nachhaltiger zu agieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das sind kleine, einfache Schritte hin zu einer bewussteren und nachhaltigeren Nutzung der elektronischen Helferlein.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><a href="https://www.techradar.com/news/eight-ways-to-reduce-and-offset-your-digital-carbon-footprint" aria-label="Get bored!">Get bored!</a></p><cite>M.J. Kelly, Managing Editor von Mozilla</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Sicher einer der wirksamsten Tipps:&nbsp;<strong>Einfach mal in die Luft schauen!</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht in jeder freien Minute am Handy oder Laptop hängen, sondern die paar Minuten an der Haltestelle einfach mal in die Luft schauen und nichts machen! Wäre doch mal eine Abwechslung!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Beitrag ist erstmals am Blog&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/ (öffnet in neuem Tab)">http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/</a>&nbsp;erschienen. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Faktencheck: Abfertigung NEU</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/11/12/faktencheck-abfertigung-neu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Nov 2019 11:59:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Abfertigung]]></category>
		<category><![CDATA[Abfertigung ALT]]></category>
		<category><![CDATA[Abfertigung NEU]]></category>
		<category><![CDATA[Abfertigungskasse]]></category>
		<category><![CDATA[Pension]]></category>
		<category><![CDATA[Pensionskassen]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Erlachner]]></category>
		<category><![CDATA[Vorsorgekassen]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2003 gilt die Abfertigung NEU. Seither bekommen alle ArbeitnehmerInnen eine Abfertigung. Allerdings nicht mehr direkt vom Arbeitgeber ausbezahlt sondern von einer Abfertigungskasse. Wir erklären, wie Sie an Ihr Geld kommen. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-1024x682.png" alt="" class="wp-image-12015" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-1024x682.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-768x511.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/11/fabian-blank-pElSkGRA2NU-unsplash.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> Photo by&nbsp;Fabian Blank&nbsp;on&nbsp;<a href="https://unsplash.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Unsplash (öffnet in neuem Tab)">Unsplash</a> </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seit 2003 gilt die Abfertigung NEU. Seither bekommen alle ArbeitnehmerInnen eine Abfertigung. Allerdings nicht mehr direkt vom Arbeitgeber ausbezahlt, sondern von einer Abfertigungskasse. Was das genau heißt und wie du an dein Geld kommen, liest du hier. </strong></p>



<span id="more-12001"></span>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Für wen gilt die Abfertigung NEU? </strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abfertigung NEU gilt uneingeschränkt für alle Arbeitsverhältnisse, die auf einem privatrechtlichen Vertrag beruhen (gilt auch für <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehrlinge (öffnet in neuem Tab)">Lehrlinge</a>, <a href="https://www.gpa.at/meine-situation/ich-bin-geringfuegig-beschaeftigt" aria-label="geringfügig Beschäftigte">geringfügig Beschäftigte</a> und Vertragsbedienstete des Bundes) und die ab 2003 begonnen haben. Außerdem gilt sie für all jene, die durch einen Vertrag mit dem Arbeitgeber in die neue Abfertigung übergetreten sind (Umstieg). Für alle anderen gilt weiterhin die Abfertigung ALT.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wer zahlt meine Abfertigung?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitgeber zahlt für den/die ArbeitnehmerIn einen laufenden Beitrag in der Höhe von 1,53 Prozent des monatlichen Entgelts an eine in Österreich zugelassene betriebliche Vorsorgekasse. Bemessungsgrundlage ist das sozialversicherungspflichtige Entgelt, also laufendes Entgelt, Sonderzahlungen, Überstunden, Sachbezüge wie Dienstwohnung oder Dienstwagen, etc. Es gibt keine Geringfügigkeitsgrenze und keine Höchstbeitragsgrundlage bei der Berechnung der Beiträge. Die Vorsorgekasse hat für jede/n ArbeitnehmerIn ein individuelles Konto eingerichtet, auf dem die laufenden Beiträge und der Veranlagungserfolg gutgeschrieben werden.  Die Abfertigung wird dann direkt durch die betriebliche Vorsorgekasse (BVK) ausbezahlt.   </p>



<h4 class="wp-block-heading">Kann meine Abfertigung verfallen? </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, die Abfertigung NEU kann anders als die Abfertigung ALT nicht mehr verfallen. Man kann aber nicht in allen Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses darüber verfügen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Kann ich die Abfertigung Neu bei <a href="https://kompetenz-online.at/2020/09/29/faktencheck-beendigung-des-dienstverhaeltnisses/" aria-label="Selbstkündigung">Selbstkündigung</a> ausbezahlt bekommen?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, in diesem Fall bleiben die einbezahlten Beträge auf dem persönlichen Konto in der Vorsorgekasse und werden so lange weiter veranlagt, bis ein folgendes Arbeitsverhältnis durch ein auszahlungsbegründende Art (z.B. Dienstgeberkündigung) endet. (Kein Recht auf Auszahlung besteht außerdem, wenn ich selbstverschuldet entlassen werde oder bei unberechtigtem vorzeitigem Austritt.)<br>Die veranlagten Gelder verfallen aber nicht. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Wann bekomme ich meine Abfertigung ausbezahlt? </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Abfertigung gibt es nur bei <a href="https://kompetenz-online.at/2020/09/29/faktencheck-beendigung-des-dienstverhaeltnisses/" aria-label="Beendigung des Arbeitsverhältnisses">Beendigung des Arbeitsverhältnisses</a>. Während des aufrechten Dienstverhältnisses ist eine Auszahlung des Abfertigungsbetrags nicht möglich. <br>Für einen Anspruch auf Verfügung über das Geld müssen außerdem zumindest 36 Monate (=3 Jahre) lang Beiträge an die Vorsorgekasse geleistet worden sein. Die 36 Monate können auch bei mehreren Dienstgebern absolviert worden sein.<br>Voraussetzung für eine Auszahlung ist weiters, dass du durch den Arbeitgeber gekündigt wurdest, das Dienstverhältnis <a href="https://kompetenz-online.at/2015/12/11/mogelpackung-einvernehmliche-aufloesung/" aria-label="einvernehmlich">einvernehmlich</a> aufgelöst wurde oder du berechtigt vorzeitig ausgetreten bist (Berechtigter vorzeitiger Austritt).  <br>Allerspätestens bei Pensionsantritt erhält man jedenfalls die Abfertigung.  </p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie funktioniert die Auszahlung?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger informiert die Vorsorgekasse des betreffenden Arbeitgebers über die Beendigung eines Dienstverhältnisses und darüber, ob ein Anspruch auf Verfügung über die Abfertigung besteht.<br>Gibt es einen Anspruch auf Verfügung, so muss die Vorsorgekasse eine schriftliche Information an die/den Betroffene/n aussenden. Aus dieser Information geht hervor, wie man über die Abfertigung verfügen kann. Manche Vorsorgekassen berechnen bis dahin auch schon die exakte Abfertigungshöhe.<br>Bis man diese Information erhält kann es nach Beendigung des Dienstverhältnisses mehrere Wochen dauern. Grundsätzlich muss man die BVK binnen 6 Monaten nach Beendigung des Dienstverhältnisses<br> informieren, ob man die Abfertigung ausbezahlt haben will. Kontaktdaten der Vorsorgekassen gibt es im <a href="https://www.gpa.at/themen/gesellschaft-und-soziales/abfertigungsrechner---ein-service-fuer-betriebsraetinnen/bvk-vergleich" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Vorsorgekassen-Vergleich der GPA-djp (öffnet in neuem Tab)">Vorsorgekassen-Vergleich der GPA-djp</a>.</p>



<div class="wp-block-atomic-blocks-ab-container blauebox ab-block-container advgb-dyn-d6263d4c"><div class="ab-container-inside"><div class="ab-container-content" style="max-width:1600px">
<h4 class="wp-block-heading">Tipp:</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du keine Information erhalten hast, könnte es sein, dass die BVK eine falsche Adresse hat oder zu spät über die Beendigung des Dienstverhältnisses informiert wurde. Es ist daher anzuraten, sich mit der BVK in Verbindung zu setzen.</p>
</div></div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Was kann ich mit dem Geld sonst noch machen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du Anspruch auf Auszahlung der Abfertigung hast, und es nicht direkt ausbezahlt haben willst, kannst du es </p>



<ul class="wp-block-list"><li>in der Vorsorgekasse des alten Arbeitgebers weiter veranlagen. </li><li>übertragen in die Vorsorgekasse des neuen Arbeitgebers.</li><li>an ein Versicherungsunternehmen überweisen lassen für eine abgeschlossene Pensionszusatzversicherung.</li><li>an eine <a href="https://kompetenz-online.at/2019/03/11/nein-zur-pensionsluege/" aria-label="Pensionskasse">Pensionskasse</a>  überweisen lassen, bei der man bereits Berechtigter ist, oder an eine betriebliche Kollektivversicherung, bei der man bereits versichert ist.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn auf eine Anwaltschaft seit 3 Jahren keine Beiträge mehr bezahlt wurden, kann man sich das Geld in die Kasse eines neuen Arbeitgebers übertragen lassen, auch wenn man kein Recht auf Auszahlung hat (weil man etwa selbst gekündigt hat).</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie viel Abfertigung bekomme ich?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Einmal jährlich erhalten alle ArbeitnehmerInnen, die unter die Abfertigung NEU fallen, eine schriftliche Kontoinformation über die Höhe des angesparten Kapitals und andere abfertigungsrelevante Daten. Bei Beendigung eines Dienstverhältnisses mit Anspruch auf Auszahlung erhältst du ebenfalls eine solches Schreiben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wie hoch ist die Besteuerung meiner Abfertigung?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du dir die Abfertigung auszahlen lässt, wird sie mit 6 Prozent Lohnsteuer besteuert. Die Übertragungen an eine Pensionszusatzversicherung, Pensionskasse oder an eine betriebliche Kollektivversicherung, sind zur Gänze von der Lohnsteuer befreit.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung-1024x576.png" alt="" class="wp-image-18758" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung-1024x576.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung-300x169.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung-150x84.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung-768x432.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/09/Service_Broschuere_abfertigung.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Bei deiner Gewerkschaft GPA findest du auch eine&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/themen/gesellschaft-und-soziales/abfertigung-neu" target="_blank" aria-label="Broschüre (öffnet in neuem Tab)">Broschüre</a>&nbsp;mit allen Infos (Stand September 2021) zur Abfertigung neu zum Download!</p>



<div class="wp-block-group advgb-dyn-f2a6aa86"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-atomic-blocks-ab-container blauebox ab-block-container advgb-dyn-d6263d4c"><div class="ab-container-inside"><div class="ab-container-content" style="max-width:1600px">
<h4 class="wp-block-heading">Mehr Info:</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Infos zum Thema Abfertigung und einen Link zum Perfomance-Vergleichsrechner der GPA-Grundlagenabteilung findest du <a href="https://www.gpa.at/themen/gesellschaft-und-soziales/abfertigungsrechner---ein-service-fuer-betriebsraetinnen" aria-label="hier">hier</a>. </p>
</div></div></div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer kennt mich besser als mein eigener Mann?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/10/03/wer-kennt-mich-besser-als-mein-eigener-mann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Vera Erlachner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 13:39:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2020/01]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Erlachner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=11563</guid>

					<description><![CDATA[Was Google alles weiß und was ich dagegen tun kann. Ein Selbstversuch.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="659" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/privatsphäre1-1024x659.png" alt="" class="wp-image-11568" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/privatsphäre1-1024x659.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/privatsphäre1-150x96.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/privatsphäre1-300x193.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/privatsphäre1-768x494.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was Google alles weiß und was ich dagegen tun kann. Ein Selbstversuch.</strong></p>



<span id="more-11563"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„beziehung am arbeitsplatz geheimhalten“&nbsp;, „whistleblowing richtlinien“ oder „schwangerschaftsanzeichen“ … – viele Menschen suchen die Antwort auf ihre Fragen bei Google. Ich hingegen wollte wissen, wie ich es schaffe, mein Privatleben vor Google möglichst geheim zu halten. Das Ergebnis habe ich hier zusammengefasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht erst seit gestern ist&nbsp;<a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/googeln" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="„googlen“ ein Verb (öffnet in neuem Tab)">„googlen“ ein Verb</a>&nbsp;des alltäglichen Gebrauchs. Hat man früher verschiedene Nahestehende ins Vertrauen gezogen, tippt man die Frage heute ganz schnell in die Google-Suchzeile ein und erfährt, was man wissen will (und alles was man nicht wissen will). Dass dabei aber auch Google viele Infos und Daten von einem selbst erhält, vergisst man dabei gern!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Was weiß Google alles über mich?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht erst seit gestern ist bekannt, dass&nbsp;<a href="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2013/06/18/prisma-und-der-neue-trend-zur-alternativen-suchmaschine/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Suchdienste Daten sammeln (öffnet in neuem Tab)">Suchdienste Daten sammeln</a>. Aber was weiß Google tatsächlich über mich? welche Daten werden gesammelt und kann ich mich dagegen wehren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eingeloggt bietet das Interface verschiedene Möglichkeiten an: für heute interessieren die Daten in der Kategorie&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Daten &amp; Personalisierung (öffnet in neuem Tab)" href="https://myaccount.google.com/intro/data-and-personalization" target="_blank">Daten &amp; Personalisierung</a>. Über die Aktivitäteneinstellungen in dieser Kategorie lassen sich die Aktivitäten über das Web und Apps genauso verwalten und einsehen wie auch beispielsweise der Standortverlauf und der YouTube-Suchverlauf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach einer kurzen Schnappatmung beim Anblick der eingegebenen Suchbegriffe seit 2015, bekomme ich Gänsehaut und ein wenig Beklemmungsgefühle. Beim Runterscrollen über meine Such-Historie wird mir klar: Google weiß mehr über mich als mein eigener Mann!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Na und, was ist so schlimm daran?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich an dieser Stelle fragt, was so schlimm daran ist, wenn Google alle Suchanfragen, Orte und App-Aufrufe seit der ersten Anmeldung sammelt?<br>Nichts, wenn man sich darüber im Klaren ist, dass diese Daten gesammelt und gespeichert werden und was Google mit diesen Daten macht.<br>Diese Daten bilden nämlich deren Geschäftsgrundlage. Dank eines aus der Datensammlung erstellten Werbeprofils kann die auf die User*innen zugeschnittene, „relevante“ Werbeanzeigen geschalten werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konzern selbst erklärt in einem Video, in vielen bunten Farben, dass sie&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="zwei „weit gefasste“ Kategorien von Daten (öffnet in neuem Tab)" href="https://policies.google.com/privacy?gl=AT&amp;hl=de" target="_blank">zwei „weit gefasste“ Kategorien von Daten</a>&nbsp;sammeln:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Jene, die&nbsp;vom Nutzer&nbsp;(„bewusst“)&nbsp;eingegeben&nbsp;werden (Name, Fotos, die hochgeladen werden oder Nachrichten, die über Google Dienste verschickt werden) und</li><li>jene die Google anhand der&nbsp;Nutzung ihrer Dienste aufzeichnet&nbsp;(also eher unbewusst verursachte Daten) sowie&nbsp;„Google-Aktivitäten“&nbsp;(darunter verstehen sie durchgeführte Suchen und Werbung, mit der User*innen interagieren).</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn sie zum Beispiel nach einem Café suchen, verwenden wir Ihre Suchbegriffe sowie Ihren Standort, um ein tolles Lokal in Ihrer Nähe zu finden“, erklärt die freundliche Frauenstimme während im Hintergrund ein beschwingter fröhlicher Sound läuft.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wo waren Sie am 18. März 2018? – Fragen Sie doch Google.</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Und genau an diesem Punkt wird’s noch ein bisschen gruseliger: Betrachtet man seine eigene&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="GoolgeMaps – Timeline (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.google.com/maps/timeline?authuser=0&amp;pb" target="_blank">GoolgeMaps – Timeline</a>&nbsp;kann man in übersichtlicher Form nachvollziehen,&nbsp;wo&nbsp;man,&nbsp;wie oft&nbsp;und&nbsp;wann&nbsp;war.<br>Google gibt die Top 5 der meist-besuchten Orte wieder: Die Adresse des Hauses, in dem ich wohne, natürlich auf dem ersten Platz l. Dass ich bei der Shell-Tankstelle öfter bin, ist Google genauso bekannt, wie dass ich am 18. September 2018 den Währinger-Klettersteig gegangen bin. Gruselig.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2019/07/GoogleMapsTimeline.png" alt="" class="wp-image-4357"/><figcaption>Die ganze Urlaubsreise übersichtlich nachvollziehbar: Screenshot Google Maps Timeline, Vera Erlachner</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Deaktiviert man am Smartphone den „Standortverlauf“ werden die Orte zwar nicht mehr der eigenen Timeline hinzugefügt, gesammelt werden diese aber trotzdem. Dies hat eine&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Studie der Associated Press (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.apnews.com/828aefab64d4411bac257a07c1af0ecb" target="_blank">Studie der Associated Press</a>&nbsp;im vergangenen August herausgefunden. Um die Aufzeichnung meiner Daten von Google zu verhindern, muss ich also einen&nbsp;anderen&nbsp;Weg&nbsp;wählen.<br>„Eine Alternative Route wird gesucht…“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daten über den Akkustand und Qualität werden genauso gesammtlt wie Nutzungsdauer von Netzwerkverbindungen. All dies geschieht laut Google zum Besten der NutzerInnen:&nbsp;Um Produkte zu verbessern oder neue Dienste zu entwickeln.&nbsp;Außerdem werden die Daten genutzt, um die „Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig zu wissen ist, dass sich der Internetriese hier nicht nur jene Standorte merkt, die man über die Maps-Suche eingegeben hat. Der Standortverlauf beinhaltet auch Angaben über die Orte, die man mit seinem Gerät aufsucht, auch wenn man dabei keine Google-Dienste aktiv nutzt, erklärt Google im Rahmen der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Datenschutzerklärung (öffnet in neuem Tab)" href="https://policies.google.com/privacy" target="_blank">Datenschutzerklärung</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werden diese Daten mit anderen Daten, die Google sammelt, verknüpft, kann ein ziemlich deutliches Bild des Users/der Userin entstehen: „Unter Umständen werden die erhobenen Daten dienst- und geräteübergreifend kombiniert“. Dazu kommen noch die gespeicherten Aktivitäten auf anderen Website und Apps, die sich der Google-Dienste bedienen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Google selbst gibt (pseudo-)transparent bekannt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Unter anderem können folgende Aktivitätsdaten erhoben werden: Suchbegriffe, Videos, die angesehen wurden, Inhalte und Werbeanzeigen, die man ansieht bzw. interagiert, Sprach- und Audiodaten, Kaufaktivitäten, Personen, mit denen man kommuniziert od. Inhalte austauscht, Aktivitäten auf Websites und Apps von Drittanbietern, die Google-Dienste nutzen und der Chrome-Browserverlauf.&#8220;</p><cite> <a href="https://policies.google.com/privacy#footnote-content-views" aria-label="https://policies.google.com/privacy#footnote-content-views">https://policies.google.com/privacy#footnote-content-views</a> </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Mit diesen Daten kann Google dann beispielsweise den Dienst <a href="https://www.youtube.com/watch?v=qqAz09YcN3E&amp;feature=youtu.be" aria-label="Google Ads">Google Ads</a> betreiben. Für dieses mobile Marketingtool werden die eingegebenen Suchbegriffe mit dem Standortverlauf verknüpft. Mit Hilfe der Kreditkartendaten, die <a href="https://www.heise.de/newsticker/meldung/Google-uebermittelt-Mastercard-Transaktionsdaten-an-seine-Online-Werbekunden-4153015.html" aria-label="der Konzern einfach bei MasterCard einkauft">der Konzern einfach bei MasterCard einkauft</a>, könnten sie so ihren Werbekunden helfen, die Kunden „besser zu verstehen“.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Verwalten, Löschen &amp; Deaktivieren</strong></h3>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2019/07/GoogleDashboard-2-1024x484.png" alt="" class="wp-image-4384"/><figcaption>Übersichtliche Datenverwaltung, Google Dashboard, Vera Erlachner</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Das&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Google Dashboard (öffnet in neuem Tab)" href="https://myaccount.google.com/dashboard?utm_source=google-account&amp;utm_medium=web" target="_blank">Google Dashboard</a>&nbsp;gibt eine gute Übersicht, welche Dienste man nutzt und welche Berechtigungen diese haben. Ich kann sehen, wie viele Konversationen in meinem Gmail-Account gespeichert sind und wie viele Orte mit meinem Konto verknüpft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches zeigt sich in der Kategorie „Web- &amp; App-Aktivitäten“ – hier können alle gespeicherten Daten eingesehen werden. Außerdem kann man hier für alle Google-Dienste die Einstellungen verwalten. Um die Speicherung der Daten zu verhindern, müssen die Berechtigungen der Dienste hier deaktiviert und das Häckchen im Kasten neben „Auch den Chrome-Verlauf sowie Aktivitäten auf Websites, in Apps und auf Geräten berücksichtigen, die Google-Dienste nutzen“ entfernt werden. Die Dienste erscheinen dann als „PAUSIERT“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor ich nun den nächsten Schritt gehe, lade ich mit sicherheitshalber noch meine&nbsp;<a href="https://support.google.com/accounts/answer/3024190?hl=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Daten herunter (öffnet in neuem Tab)">Daten herunter</a>&nbsp;. Google erstellt hier Archive, die ich dann downloaden und abspeichern kann. Das ist durchaus empfehlenswert, da die Daten dann wiederherstellbar sind. Google erstellt hier für sage und schreibe 47 Produkte ein Archiv.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Löschen von meinen durch die&nbsp;<a href="https://myaccount.google.com/delete-services-or-account" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Dienste angesammelten Daten (öffnet in neuem Tab)">Dienste angesammelten Daten</a>&nbsp;oder auch das Löschen des Google-Konto als Ganzes, geht ebenso „leicht“. Die Standorte, YouTube-Videos und Sucheinträge können bedenkenlos gelöscht werden. Vorsicht gilt nur beim Google-Konto an sich: Android-Smartphones sind meist mit dem Google-Konto verknüpft. Wird dieses gelöscht, kann das auch&nbsp;<a href="https://support.google.com/accounts/answer/32046?hl=de" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Auswirkungen auf das Betriebssystem des Handys (öffnet in neuem Tab)">Auswirkungen auf das Betriebssystem des Handys</a>&nbsp;haben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Mai 2019 kann auch eine&nbsp;<strong><a href="https://myaccount.google.com/delete-services-or-account" aria-label="automatische Löschung">automatische Löschung</a></strong>aktiviert werden! Nach ein gewissen Frist werden dann sämtliche Standortangaben, Suchbegriffe etc. automatisch gelöscht.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die eigenen Daten aktiv schützen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Transparenz mit der Google hier vorgeht, ist bemerkenswert. Die Daten können von jedem/jeder User*in eingesehen und kontrolliert werden. Viele der Einstellungen können deaktiviert und die bisher gesammelten Daten – zumindest vordergründig – gelöscht werden. Nur muss jede/r User*in&nbsp;aktiv, selbst tätig werden!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jedem und jeder Nutzer*in von Google-Produkten sollte der&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Privatssphärencheck&nbsp; (öffnet in neuem Tab)" href="https://myaccount.google.com/intro/privacycheckup?utm_source=safety-center" target="_blank">Privatssphärencheck&nbsp;</a>nahegelegt werden: Auch um ein Gespür dafür zu bekommen, was da eigentlich alles gesammelt wird und wie genau das Bild ist, das hier zusammengebaut wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich bewusst für Onlinedienste und Apps entscheiden und sorgsam mit den eigenen Daten umgehen, ist wohl das sicherste Rezept!<br>Hilfestellungen dazu gibt es in unserer Broschüre&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Digitale Selbstbestimmung (öffnet in neuem Tab)" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/2018/12/06/digitale-selbstverteidigung-was-kann-ich-tun/" target="_blank">Digitale Selbstbestimmung</a>. Sie bietet grundlegendes Wissen und Tipps, um sich selbstbestimmter durch das Web bewegen zu können.<br>Weiterführende Infos zu neuen, sicheren und datenschutzfreundlicheren Alternativen gibt es außerdem bei&nbsp;<a href="https://epicenter.works/crypto" aria-label="Epicenter.Works">Epicenter.Works</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Nachahmung dieses Selbstversuchs wird empfohlen.<br>(Falls noch Fragen auftauchen sollten, die Antwort lautet&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" aria-label="42 (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)" target="_blank">42</a>.)</p>



<p class="wp-block-paragraph"> Der Beitrag ist erstmals am Blog&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/ (öffnet in neuem Tab)">http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/</a>&nbsp;erschienen. </p>
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