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	<title>Aktien &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Geldregen für die Aktionäre</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/09/16/geldregen-fuer-die-aktionaere/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Sep 2019 14:01:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AK]]></category>
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		<category><![CDATA[Gewinnausschüttung]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Geschäftsjahr 2018/19 stiegen die Gewinne der börsennotierten Unternehmen um fast 40 Prozent. Die Ausschüttungen an die Aktionäre knackten die 3-Milliarden-Grenze. Ganz vorne mit dabei sind Unternehmen aus dem Bankenbereich.  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-11217" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Aktionäre1.png 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> <strong>3,2 Milliarden werden 2019 an Aktionäre ausgeschüttet.</strong><br>Quelle: AK-Dividendenreport, Grafik: GPA-djp-Öffentlichkeitsarbeit </figcaption></figure>



<p><strong>Im Geschäftsjahr 2018/19 stiegen die Gewinne der börsennotierten Unternehmen um fast 40 Prozent. Die Ausschüttungen an die Aktionäre knackten die 3-Milliarden-Grenze. Ganz vorne mit dabei sind Unternehmen aus dem Bankenbereich.  </strong></p>



<span id="more-11211"></span>



<p>Seit der Finanzkrise 2008 hat Österreich rund elf Milliarden
Euro ausgegeben, um die Banken zu unterstützen. Das entspricht dem Volumen von
zwei großen Steuerreformen. Damit schulterte Österreich eines der teuersten
Bankenpakete in Europa. Gemessen an der Wirtschaftsleistung war die
Bankenrettung fast doppelt so teuer wie in den anderen Euroländern. Zweifellos
stehen die Banken heute weit besser da als vor 10 Jahren. &nbsp;</p>



<p>Laut <a href="https://www.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/wirtschaft/betriebswirtschaft/Dividenden_Report_2019.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Dividendenreport 2019 der AK (öffnet in neuem Tab)">Dividendenreport 2019 der AK</a> sind sowohl das Eigenkapital und damit die Stabilität als auch die Profitabilität für die Eigentümer stark gestiegen. Aber von 2017 auf 2018 haben die &nbsp;Banken ihre Kernkapitalquote nicht mehr erhöht, die sind sogar leicht gesunken. Kein Wunder, denn gleichzeitig gab es enorme Ausschüttungen &nbsp;an die Aktionäre. Die österreichischen börsennotierten Konzerne haben die Aktionäre heuer mit Rekordausschüttungen von 3,2 Mrd. Euro bedient. Besonders viel wurde im Bankenbereich ausgeschüttet. </p>



<p>Nachdem bereits das Vorjahr für die österreichischen Großbanken sehr gut verlaufen ist, stiegen ihre Gewinne in diesem Jahr weiter an. Mit einem Jahresüberschuss von 3,5 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 21,5 Prozent, macht der Gewinn der Banken fast die Hälfte des gesamten Gewinns der ATX-Unternehmen aus. Nutzniesser der guten Ergebnisse sind die Aktionäre: </p>



<p>An der Spitze des Dividendenrankings steht die Erste Group AG. Sie erhöht ihre Dividende um 16,7 Prozent und schüttet 597,4 Millionen Euro an die Aktionäre aus. </p>



<p>Auch die RBI verhält sich ihren Aktionären gegenüber mehr als großzügig. Sie schüttet um 50 Prozent mehr aus als im Vorjahr, nämlich 305,6 Millionen Euro. </p>



<p>Auch die Aktionäre der BAWAG  Group AG bekommen trotz eines leichten Gewinnrückgangs eine satte Auszahlung.  Mit 215,2 Millionen Euro wird fast das Vierfache des Vorjahrs an Dividenden ausbezahlt. Insgesamt wurden damit im Jahr 2019 1,12 Milliarden Euro alleine von den Banken ausbezahlt.  </p>



<p>Der Leiter des Grundlagenbereichs der GPA-djp, David Mum sieht diese Entwicklung kritisch: &#8222;So kann es nicht sein: Wenn es gut geht wird das Füllhorn an die Aktionäre ausgeschüttet, wenn es schlecht geht sollen auf einmal die SteuerzahlerInnen einspringen. Wir sagen daher Nein zu weiteren Steuergeschenken an die Konzerne. Wenn Rekordgewinne gemacht werden, muss auch ein Beitrag für die Allgemeinheit fließen.&#8220; &nbsp;&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Managergehälter: Jenseits von Gut und Börse</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/01/09/managergehaelter-jenseits-von-gut-und-boerse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2019 15:37:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[1,7 Millionen Euro verdiente ein Manager in einem börsennotierten Unternehmen in Österreich im Jahr 2017. Das ist um 12 Prozent mehr als im Jahr 2016 und das 56-fache eines österreichischen Beschäftigten. Seit 2003 erhebt die Arbeiterkammer jährlich die Höhe der Managergagen in den ATX-Unternehmen und noch nie waren sie derartig hoch. 2003 betrugen die Vorstandsvergütungen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7190" aria-describedby="caption-attachment-7190" style="width: 2048px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-full wp-image-7190" src="https://www.kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter1.png" alt="" width="2048" height="1229" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter1.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter1-1024x615.png 1024w" sizes="(max-width: 2048px) 100vw, 2048px" /><figcaption id="caption-attachment-7190" class="wp-caption-text">Quelle AK, Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer</figcaption></figure></p>
<p><strong>1,7 Millionen Euro verdiente ein Manager in einem börsennotierten Unternehmen in Österreich im Jahr 2017. Das ist um 12 Prozent mehr als im Jahr 2016 und das 56-fache eines österreichischen Beschäftigten.</strong></p>
<p><span id="more-7189"></span>Seit 2003 erhebt die Arbeiterkammer jährlich die Höhe der <a href="https://www.arbeiterkammer.at/service/studien/wirtschaftundpolitik/studien/Vorstandsverguetung_in_ATX_Unternehmen_2017.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="Managergagen in den ATX-Unternehmen (öffnet in neuem Tab)">Managergagen in den ATX-Unternehmen</a> und noch nie waren sie derartig hoch. 2003 betrugen die Vorstandsvergütungen noch das 20-fache des Medianeinkommens (also des mittleren Einkommens), 2015 und 2016 betrugen sie das 51-fache eines mittleren Einkommens, nun ist der Wert auf das 56-fache angestiegen. Der Zuwachs bei den Managergehältern übertrifft damit nicht nur bei weiten denen der „normalen“ Beschäftigen, sondern auch die Zuwächse an der Börse.</p>
<p>Die 20 ATX-Unternehmen erwirtschafteten 2017 einen Umsatz von 90 Milliarden Euro . Sie beschäftigen rund 325.000 MitarbeiterInnen und werden von 75 Vorständen geleitet. Im Gehaltsranking der ATX-Vorstände führt der Vorstandsvorsitzende der Bawag Group Anas Abuzaakouk mit 5,3 Millionen Euro gefolgt von seinem Vorstandskollegen Sat Shah mit 4,4 Millionen Euro auf Platz zwei. Wolfgang Eder der Vorstandsvorsitzende der Voestalpine liegt mit 3,8 Millionen Euro auf Platz drei.</p>
<p>Interessant ist nicht nur die absolute Höhe der Managerhälter und deren Verhältnis zum mittleren Einkommen in Österreich sondern auch das Verhältnis zwischen Vorstandsgehältern und mittleren Einkommen in den einzelnen Unternehmen. Dieses Verhältnis wird als „Manager to Worker Pay Ratio“ bezeichnet und gilt international als Wert für die Angemessenheit von Managergehältern. Die höchste Differenz gibt es beim Erdölkonzern OMV. Hier verdienen die Vorstandsmitglieder das 67-fache des mittleren Einkommens. Zu bedenken ist bei allen Ergebnissen, dass auch die Einkommen aus Niedriglohnländern einberechnet werden.</p>
<p><figure id="attachment_7406" aria-describedby="caption-attachment-7406" style="width: 4167px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-7406 size-full" src="https://www.kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter2-1.png" alt="Quelle: AK, Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer" width="4167" height="2500" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter2-1.png 4167w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter2-1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter2-1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/01/Grafik_Managergehälter2-1-1024x614.png 1024w" sizes="(max-width: 4167px) 100vw, 4167px" /><figcaption id="caption-attachment-7406" class="wp-caption-text">Quelle: AK Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer</figcaption></figure></p>
<p>Seit der ersten Erhebung der AK im Jahr 2003 sind die Vorstandsgehälter um 208 Prozent gestiegen. Das Medianeinkommen stieg im gleichen Zeitraum nur um 32 Prozent. Die Vorstandsgehälter stiegen nicht nur stärker als die Einkommen der normalen ArbeitnehmerInnen sondern sogar stärker als die Börsenkurse. Zwischen 2009 und 2017 stieg der Börsenindex ATX um 37 Prozent. Die Vorstandsgehälter stiegen in der selben Zeit um fast 77 Prozent.</p>
<p>Mehr ein symbolischer Akt war der 2016 eingeführte Solidaritätszuschlag: Wer mehr als eine Million Euro verdient, muss seither fünf Prozent Zuschlag auf den Spitzensteuersatz bezahlen, also 55 statt 50 Prozent. Davon betroffen sind in Österreich nur etwa 200 Personen. Die Solidaritätszuschlag wurde bis 2020 befristet. Noch ist unklar, ob er verlängert wird oder ob die Regierung ihn auslaufen lässt und damit gerade die 200 am besten verdienenden Menschen in Österreich entlastet.</p>
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