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	<title>Arbeitsklimaindex &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Arbeitsklimaindex &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Drei Viertel der Beschäftigten in Österreich leisten Überstunden</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/10/02/drei-viertel-der-beschaeftigten-in-oesterreich-leisten-ueberstunden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Oct 2023 14:11:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2023/03]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Überstunden]]></category>
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					<description><![CDATA[Drei Viertel der Beschäftigten in Österreich müssen Überstunden leisten, davon wiederum 22 Prozent häufig und 52 Prozent gelegentlich. Männer und jüngere Arbeitnehmer:innen leisten am häufigsten Überstunden. Die Beschäftigten in der Baubranche sind am stärksten betroffen, aber auch beispielsweise im Tourismus stehen häufige Überstunden, Mehrarbeitsstunden sowie lange Arbeitstage mit 10 oder mehr Stunden auf der Tagesordnung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-1024x614.png" alt="" class="wp-image-20220" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/10/Grafik_ueberstunden-2048x1229.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle Arbeitsklimaindex 2023</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei Viertel der Beschäftigten in Österreich müssen Überstunden leisten, davon wiederum 22 Prozent häufig und 52 Prozent gelegentlich. Das geht aus dem Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich hervor. </strong> </p>



<span id="more-20219"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Männer und jüngere Arbeitnehmer:innen leisten am häufigsten Überstunden. Die Beschäftigten in der Baubranche sind am stärksten betroffen, aber auch beispielsweise im Tourismus stehen häufige Überstunden, Mehrarbeitsstunden sowie lange Arbeitstage mit 10 oder mehr Stunden auf der Tagesordnung. Insgesamt haben&nbsp;Österreichs Arbeitnehmer:innen im Jahr 2022 192,5 Millionen Mehr- und Überstunden geleistet&nbsp;– 47 Millionen davon sogar unbezahlt oder ohne Zeitausgleich dafür zu bekommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrarbeit und Überstunden führen zu Stress, Leistungsdruck und mangelnder Ausgleich neben der Arbeit hinterlassen ihre Spuren. Psychische Erkrankungen wie Burn-Out, Überlastung und andere gesundheitliche Probleme sind im Steigen. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.facebook.com/sharer/sharer.php?u=https%3A%2F%2Fwww.oegb.at%2Fthemen%2Farbeitsrecht%2Farbeitszeit%2Fueberstunden-kosten-arbeitsplaetze&amp;quote=%22Gratis-%C3%9Cberstunden%20im%20Jahr%202022%20entsprechen%20einem%20Einkommensentfall%20von%201%20Milliarde%20Euro!%22%20-%20Ingrid%20Reischl%2C%20%C3%96GB%20Bundesgesch%C3%A4ftsf%C3%BChrerin" target="_blank" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"></a><a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/intent/tweet?url=https%3A%2F%2Fwww.oegb.at%2Fthemen%2Farbeitsrecht%2Farbeitszeit%2Fueberstunden-kosten-arbeitsplaetze&amp;text=%22Gratis-%C3%9Cberstunden%20im%20Jahr%202022%20entsprechen%20einem%20Einkommensentfall%20von%201%20Milliarde%20Euro!%22%20-%20Ingrid%20Reischl%2C%20%C3%96GB%20Bundesgesch%C3%A4ftsf%C3%BChrerin%20via&amp;lang=de" target="_blank" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"></a>Bei Frauen bleibt mehr als jede vierte (28,7 Prozent), bei Männern fast jede vierte (23,7 Prozent) Mehrleistungsstunde unvergütet. Das entspricht einem&nbsp;Einkommensentfall von über 1 Milliarde Euro pro Jahr&nbsp;bzw. der&nbsp;Gratis-Arbeit von knapp 27.300 Vollzeitbeschäftigten.&nbsp;Würde man alle Mehr- und Überstunden in Arbeitsplätze umwandeln, hätten 111.400 Arbeitslose einen Job.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von den rund 320.000 Menschen, die derzeit arbeitslos oder in Schulungen sind, könnte man aus den Mehr- und Überstunden rund ein Drittel mit Vollzeitjobs versorgen. Das ergibt sich aus der Berechnung einer Vollzeitarbeitsstelle im Ausmaß von 1.728 Jahresarbeitsstunden (vgl. Eurofund 2020), die durch alle im Jahr 2022 geleisteten Überstunden dividiert wird.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsklima-Index: Enormes Potential bei Arbeitszeitverkürzung</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/08/24/arbeitsklima-index-enormes-potential-bei-arbeitszeitverkuerzung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Aug 2023 12:28:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Stangl]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
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		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Teiber]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer mehr Menschen in Österreich wollen kürzer arbeiten. Nicht nur junge Arbeitnehmer:innen, sondern alle Altersgruppen. Eine aktuelle Auswertung des AK Arbeitsklima-Index zeigt, dass eine kürzere Vollzeit hohe Zustimmung findet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-1024x683.png" alt="" class="wp-image-20043" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-768x513.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/Menschengruppe-verschiedenes-Alter_AdobeStock_627263601.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Immer mehr Menschen in Österreich wollen kürzer arbeiten. Nicht nur junge Arbeitnehmer:innen, sondern alle Altersgruppen. Eine aktuelle Auswertung des AK Arbeitsklima-Index zeigt, dass eine kürzere Vollzeit hohe Zustimmung findet.</strong></p>



<span id="more-20033"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist für die Beschäftigten nach wie vor der Angelpunkt aller Arbeitszeitregelungen. Die Zufriedenheit mit dieser Vereinbarkeit ist seit 2008 und dann wieder besonders seit Corona stark gesunken. Immer mehr Arbeitnehmer:innen möchten weniger Stunden arbeiten, andererseits wollen Teilzeitbeschäftigte aufstocken. Die Arbeit ist ungleich verteilt, rechnet die Arbeiterkammer Oberösterreich in ihrem letzten Arbeitsklima-Index vor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ganze 28 Prozent aller Arbeitnehmer:innen wollen derzeit weniger Arbeitsstunden leisten als in ihrem Arbeitsvertrag vereinbart. Bei den Vollzeitkräften sind es sogar 32 Prozent. Zugleich möchte fast ein Drittel der Teilzeitbeschäftigten die wöchentliche Arbeitszeit erhöhen. „Die aktuelle Diskussion um eine kürzere Vollzeit und eine moderne Arbeitszeitgestaltung, die sich an den Bedürfnissen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer orientiert, ist daher richtig und wichtig“, sagt AK-Präsident Andreas Stangl.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Klischee, dass vor allem jüngere Menschen nicht mehr Vollzeit arbeiten wollen, ist dabei nur die halbe Wahrheit: Der Wunsch nach weniger Wochenarbeitszeit und nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist altersunabhängig und in allen Altersgruppen ähnlich stark. Es stimmt zwar, dass die zwischen 1980 und 1994 geborenen ‚Millenials‘ den größten Wunsch nach einer kürzeren die Arbeitszeit haben. Sie wollen eine durchschnittlich um 3,3 Stunden pro Woche kürzere Arbeitszeit. Die noch jüngeren Beschäftigten im Alter zwischen 15 und 28 Jahren (‚Generation Z‘) wollen um 2,8 Wochenstunden weniger arbeiten, die Älteren (‚Baby Boomer‘) um 2,5 Stunden. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-1024x614.png" alt="" class="wp-image-20036" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20235-2048x1229.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Der Wunsch nach  kürzeren Arbeitszeiten ist in allen Altersgruppen stark. </strong><br>Quelle: Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Männer wollen ihre Arbeitszeit um 3,2 Wochenstunden reduzieren, Frauen um 2,3 Stunden. Vollzeitkräfte wollen durchschnittlich um 3,7 Stunden pro Woche kürzer arbeiten als sie es derzeit tun. Fast ein Drittel der Teilzeitkräfte wollen ihre tatsächlich geleistete Wochenarbeitszeit erhöhen. „Hier schlummert enormes Potenzial, die Arbeit besser und fairer umzuverteilen“, betont AK-Präsident Stangl.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Überstunden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wer viel und lange arbeitet, hat neben seinem Berufsleben wenig Zeit für Familie und Freizeit. Für ein Viertel der Beschäftigten lassen sich Beruf und Privatleben kaum bis gar nicht vereinbaren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich müssen nämlich drei Viertel der Beschäftigten Überstunden leisten, davon wiederum 22 Prozent häufig und 52 Prozent gelegentlich. Männer und jüngere Arbeitnehmer:innen leisten am häufigsten Überstunden. Die Beschäftigten in der Baubranche sind am stärksten betroffen, aber auch im Verkehr und Nachrichtenwesen, in der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung sowie im Tourismus stehen häufige Überstunden, Mehrarbeitsstunden sowie lange Arbeitstage mit 10 oder mehr Stunden auf der Tagesordnung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darunter leidet nicht nur die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen. Auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, ganz besonders bei den Frauen, lässt stark zu wünschen übrig. Das hat schließlich einen negativen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit: Wer Beruf und Privatleben sehr gut unter einen Hut bringt, hat im Durchschnitt einen Arbeitsklima-Indexwert von 117 Punkten. Jene, die Arbeit und Freizeit ganz schlecht vereinbaren können, weisen nur 58 Punkte auf. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-1024x614.png" alt="" class="wp-image-20037" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/08/presse_grafiken-akooe_20232-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Je besser die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, umso zufriedener sind die Beschäftigten mit ihrem Job.</strong><br>Quelle: Arbeitsklimaindex der AK Oberösterreich</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitszeit verkürzen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache, betont AK-Präsident Stangl: „Darum ist es höchste Zeit, die Arbeitszeit in Österreich zu verkürzen!“ Er fordert eine moderne Arbeitszeitgestaltung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, sowie den Ausbau der Rechtsansprüche auf veränderte oder verkürzte Arbeitszeiten und ein Recht auf Wechsel zwischen Voll- und Teilzeit.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Die Fakten sprechen eine eindeutige Sprache, darum ist es höchste Zeit, die Arbeitszeit in Österreich zu verkürzen!“</p>
<cite>Andreas Stangl, AK OÖ Präsident</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ebenso müssen die 2018 beschlossenen Verschlechterungen der Türkis-Blauen Regierung im Arbeitszeitgesetz und Arbeitsruhegesetz vollständig zurückgenommen werden, fordert die AK. Damals wurde die höchstzulässige Arbeitszeit von 10 auf 12 Stunden pro Tag beziehungsweise von 50 auf 60 Stunden pro Woche verlängert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Forderungen der GPA</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Gewerkschaft GPA macht sich seit Jahren für eine Reduzierung der Arbeitszeit stark: Neben der Forderung nach einer generellen Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden tritt die GPA die 6. Urlaubswoche für alle und für das Zukunftsmodell der 4-Tage-Woche (mit Arbeitszeitverkürzung) ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Kollektivverträgen ist hier auch schon einiges gelungen, u.a. im KV für die Elektro- und Elektronikindustrie, im Handel und v.a. in den Gesundheitsberufen. So konnte für den privaten Pflege- und Gesundheitsbereich die Arbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte auf 37 Stunden reduziert werden. Das ist ein erster Schritt, denn: „Für diese Branche braucht es eine weitere Arbeitszeitverkürzung“, sagt GPA-Vorsitzende Barbara Teiber. Nur wenn bestimmte Branchen attraktiver werden, können wieder mehr Menschen für diese Berufe gewonnen werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Quer durch alle Branchen arbeitet bis zu einem Drittel der Beschäftigten zwölf Stunden und mehr am Tag, das hat die GPA auch in ihren Umfragen herausgefunden. „Wir fordern die Rücknahme oder zumindest grundlegende Korrekturen des Arbeitszeitverlängerungsgesetzes von Türkis-Blau“, betont Teiber. In Zeiten einer starken Arbeitskräftenachfrage sind Unternehmen außerdem gut beraten, attraktive Arbeitsbedingungen zu bieten, so Teiber weiter: „Viel Betriebe und Branchen klagen, keine gut ausgebildeten Mitarbeiter:innen zu finden. Wer gute Arbeitskräfte sucht, muss auch gute Rahmenbedingungen bieten – und dazu gehören eben ganz besonders kürzere Arbeitszeiten!“</p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Arbeitsklima-Index</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/arbeitsklima" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Österreichische Arbeitsklima-Index (öffnet in neuem Tab)">Österreichische Arbeitsklima-Index</a> analysiert die Trends und Veränderungen in der Arbeitswelt. Die Arbeiterkammer Oberösterreich fragt regelmäßig nach, was die Beschäftigten belastet, was sie sich erwarten, wie es ihnen in der Arbeit geht und wie sich die Arbeitswelt verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn in wirtschafts- und sozialpolitischen Diskussionen wird die Sicht der Beschäftigten viel zu wenig berücksichtigt. Der Arbeitsklima-Index liefert die Daten dazu und ist ein Maßstab für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus der Sicht der Arbeitnehmer:innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitsklima-Index beruht auf Befragungen von Stichproben unselbständig erwerbstätiger Personen in ganz Österreich. Zur Erhebung der Daten werden im Auftrag der AK vierteljährlich jeweils 900 Arbeitnehmer:innen von IFES und SORA in ganz Österreich befragt.</p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Zum Weiterlesen:</h4>



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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="TIJx1LeNtE"><a href="https://kompetenz-online.at/2021/12/22/arbeitszeitverkuerzung-wie-sie-zu-einer-win-win-situation-wird/" aria-label="Arbeitszeitverkürzung: Wie sie zu einer Win-Win-Situation wird.">Arbeitszeitverkürzung: Wie sie zu einer Win-Win-Situation wird.</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Arbeitszeitverkürzung: Wie sie zu einer Win-Win-Situation wird.&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2021/12/22/arbeitszeitverkuerzung-wie-sie-zu-einer-win-win-situation-wird/embed/#?secret=sy7MuLiWUz#?secret=TIJx1LeNtE" data-secret="TIJx1LeNtE" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="KZMXViqtIY"><a href="https://kompetenz-online.at/2019/09/04/arbeitszeit-wohin-gehst-du/" aria-label="Arbeitszeit, wohin gehst du?">Arbeitszeit, wohin gehst du?</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Arbeitszeit, wohin gehst du?&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2019/09/04/arbeitszeit-wohin-gehst-du/embed/#?secret=pRihEmCC4l#?secret=KZMXViqtIY" data-secret="KZMXViqtIY" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-kompetenz-online wp-block-embed-kompetenz-online"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="QWmoBjOq3l"><a href="https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/" aria-label="Neue Arbeitszeiten: Flexibles und kürzeres Arbeiten statt ‚9 to 5’">Neue Arbeitszeiten: Flexibles und kürzeres Arbeiten statt ‚9 to 5’</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Neue Arbeitszeiten: Flexibles und kürzeres Arbeiten statt ‚9 to 5’&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/embed/#?secret=CnmUlrOsis#?secret=QWmoBjOq3l" data-secret="QWmoBjOq3l" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="CdXNuNMwGJ"><a href="https://kompetenz-online.at/2023/07/17/arbeitszeitverkuerzung-ist-ein-zeichen-unserer-zeit/" aria-label="Arbeitszeitverkürzung ist ein Zeichen unserer Zeit">Arbeitszeitverkürzung ist ein Zeichen unserer Zeit</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Arbeitszeitverkürzung ist ein Zeichen unserer Zeit&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2023/07/17/arbeitszeitverkuerzung-ist-ein-zeichen-unserer-zeit/embed/#?secret=by1Nkldxm5#?secret=CdXNuNMwGJ" data-secret="CdXNuNMwGJ" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
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			</item>
		<item>
		<title>Soll ein Manager 80 mal so viel verdienen wie ein normaler Angestellter?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/02/06/soll-ein-manager-80-mal-so-viel-verdienen-wie-ein-normaler-angestellter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Feb 2023 15:33:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Armut]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
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					<description><![CDATA[Während die Teuerung immer mehr Menschen in die Armut abrutschen lässt, verdienen Spitzenmanager 80 mal so viel wie durchschnittliche normale Angestellte. Nur eine Neiddebatte oder gerechtfertigte Kritik?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-19404" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-1536x1025.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/dsc6320.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Daniel Shaked</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Während die Teuerung immer mehr Menschen in die Armut abrutschen lässt, verdienen Spitzenmanager 80 mal so viel wie durchschnittliche normale Angestellte. Nur eine Neiddebatte oder gerechtfertigte Kritik?</strong></p>



<span id="more-19403"></span>



<p class="wp-block-paragraph">300.000 Beschäftigte in Österreich sind &#8211; trotz Arbeit! &#8211; armutsgefährdet. Diese Situation wird durch die aktuellen Teuerungen gravierend verschärft. Immer mehr Menschen können mit dem, was sie verdienen, ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen, denn die Preise für Essen, Miete und Energiekosten haben sich in den letzten Monaten vervielfacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Währenddessen steigen die Gehälter der Topmanager in ungeahnte Höhen: Ein Topmanager in einem ATX-Unternehmen konnte im Jahr 2021 durchschnittlich 2,8 Mio. Euro verdienen. Dieses Einkommen ist um ein 80-faches höher als das Medianeinkommen eines/einer Beschäftigten in Österreich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit anderen Worten: die Topverdiener legen gewaltig zu, die mittleren Einkommen verlieren an Kaufkraft, die NiedrigverdienerInnen rutschen in die Armut. Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Armutsgefährdet</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung frisst die Teuerung das Einkommen auf. Mehr als 1,5 Millionen Menschen &#8211; das sind 17 Prozent der Bevölkerung – gelten als armutsgefährdet. 300.000 von ihnen, obwohl sie arbeiten. 45 Prozent der ArbeitnehmerInnen in Österreich verdienen so wenig, dass sie von ihrem Einkommen nur schlecht leben können. 9 Prozent kommen gar nicht mit ihrem Lohn oder Gehalt aus. Diese Zahlen erhob die AK Oberösterreich in ihren letzten <strong><a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundgesundheit/arbeitsklima/arbeitsklima_index/Teuerungen_fressen_Einkommen_auf.html" data-type="URL" data-id="https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundgesundheit/arbeitsklima/arbeitsklima_index/Teuerungen_fressen_Einkommen_auf.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Arbeitsklima-Index (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima-Index</a></strong> im November 2022.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um halbwegs über die Runden zu kommen und um die Grundbedürfnisse wie Wohnen, Heizen oder Essen decken zu können, müssen sich daher immer mehr Menschen einschränken, und zwar nicht nur bei Freizeitaktivitäten, sondern v.a. auch beim Energieverbrauch oder bei Lebensmitteln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">77 Prozent der Haushalte, die dem untersten Einkommensviertel zuzurechnen sind, sparen bei der Energie, 69 Prozent bei Freizeitaktivitäten und 45 Prozent bei den Lebensmitteln, hält die AK OÖ fest. Die Hälfte greift – so vorhanden – auf Erspartes zurück, knapp ein Drittel ist auf finanzielle Unterstützung angewiesen und fast 20 Prozent sind mit Zahlungen im Rückstand. Dort, wo es sich mit dem laufenden Einkommen gar nicht mehr ausgeht, sind die Menschen auf Zuwendungen angewiesen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fat Cat Day</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auf den Jahresbeginn &#8211; genauer: auf den 5. Jänner &#8211; fiel auch heuer wieder der sog. <strong>‚Fat Cat Day‘</strong>. Das ist jener Tag, an dem ein Topmanager (im englischen Sprachraum „Fat Cat“ genannt) bereits so viel verdient hat wie ein/e durchschnittliche/r ArbeitnehmerIn im ganzen Jahr.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiterkammer hat dazu folgende <strong>Berechnung</strong> angestellt: Die Gagen der Vorstandsvorsitzenden der 20 im österreichischen Börsen-Index ‚ATX‘ gelisteten Unternehmen wurden mit dem durchschnittlichen Gehalt der Beschäftigten in Österreich verglichen. Das lag 2021 (dem letzten Jahr, aus dem vollständige Zahlen vorliegen) bei 34.776 Euro.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-1024x614.png" alt="" class="wp-image-19412" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/managergehaelter2023-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Laut Berechnungen der Arbeiterkammer verdiente ein ATX-Vorstandsvorsitzender im Jahr 2021 durchschnittlich 2,8 Mio. Euro und damit um ein Drittel mehr als 2020. Die Vergütung liegt damit um ein 80-faches höher als das Medianeinkommen eines/einer Beschäftigten in Österreich.</strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Hingegen muss ein ATX-Vorstandsvorsitzender durchschnittlich grade mal 48 Stunden arbeiten, um dieses Jahreseinkommen eines/einer normalen Beschäftigten zu erreichen. Bei einem 12-Stunden-Tag und einem Stundenlohn von 729 Euro sind das vier Arbeitstage. Der 1. Jänner ist ein Feiertag, daher fiel der Fat Cat Day dieses Jahr auf den 5. Jänner. Unter den 20 Top-CEOs der ATX-Unternehmen befand sich übrigens nur eine Frau.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Es kann nicht sein, dass für Unternehmen Geld vorhanden ist, für die breite Masse der unselbständig Beschäftigten aber nicht.</p>
<cite>Barbara Teiber, Vorsitzende der GPA</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die vier Arbeitstage, die die „Fat Cats“ brauchen, um ein Jahresgehalt zu verdienen, sind genau genommen auch wiederum ein Durchschnitt, manche CEOs brauchen dazu länger, andere kürzer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiters hat die AK nachgerechnet, dass ein ATX-Vorstandsvorsitzender im Jahr 2021 durchschnittlich 2,8 Mio. Euro verdient hat und damit um ein Drittel mehr als im Vorjahr 2020. Die Vergütung liegt damit um ein 80-faches höher als das Medianeinkommen eines/einer Beschäftigten in Österreich. Dieser Faktor 80 lag im Jahr 2020 noch bei 61, und 2019 bei 57.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ist es möglich, diese Einkommen in ein vertretbares Verhältnis zu den normalen Gehältern zu bringen? Die Arbeiterkammer fordert, dass der Aufsichtsrat großer Unternehmen eine angemessene Relation zwischen Vorstandsgagen und den Gehältern der Belegschaft festlegen solle. Der CEO dürfte dann nicht mehr als ein bestimmtes Vielfaches seiner Angestellten verdienen. Außerdem sollen die Unternehmen ihre Vorstandsgagen transparenter machen und offenlegen, wie sich die Gehälter und Boni für die ManagerInnen genau zusammensetzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arm-Reich-Schere</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die extreme Schere zwischen reich und arm, die weiter aufgeht, bringt die Menschen in Österreich durchaus ins Grübeln. Das zeigt eine von der Gewerkschaft GPA in Auftrag gegebene IFES-Studie zu den Zukunftssorgen der Bevölkerung: Vier von fünf ÖsterreicherInnen (83 Prozent) sind wegen der sich immer weiter öffnenden Schere zwischen Arm und Reich besorgt!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dahinter steht die Angst, dass große Teile der Bevölkerung in die Armut abrutschen könnten, aber auch die Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die negativen politischen Folgen, die so eine Entwicklung mit sich bringen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche und andere Zukunftssorgen plagen zahlreiche Menschen: So beunruhigen auch die zunehmend unerschwinglichen Lebenshaltungskosten (86 Prozent) und die Einsparungen und Verschlechterungen im Gesundheitssystem (83 Prozent) einen großen Teil der Menschen im Land. All diese Sorgen sind bei den niedrigen Einkommen und bei den Frauen etwas stärker ausgeprägt. Vor allem Frauen sind durch die Krisen härter getroffen, dadurch sind die Sorgen bei ihnen nochmals ausgeprägter. Die Sorgen an sich ziehen sich aber durch alle Einkommensschichten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Forderungen der GPA</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Politik hat in den letzten Monaten Maßnahmen gesetzt, um die Teuerung abzufedern, darunter auch einige Forderungen der Gewerkschaften wie die Indexierung der Sozialleistungen an den Verbraucherpreisindex (VPI), eine Strompreisbremse sowie die Abgeltung der kalten Progression. Da das nicht ausreichen wird, <strong><a href="https://www.gpa.at/themen/gesellschaft-und-soziales/zukunftssorgen-der-bevoelkerung----politik-muss-handeln-" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="fordert die Gewerkschaft GPA stärkere Entlastungen (öffnet in neuem Tab)">fordert die Gewerkschaft GPA stärkere Entlastungen</a></strong> für private Haushalte, denn die Teuerungskrise ist längst nicht zu Ende. Heizkosten, Lebensmittelpreise und Mieten sind weiterhin für viele unleistbar und führen zu dramatischen Situationen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur Unternehmen sollen unterstützt werden, sondern auch Privathaushalte, denn: „Das für die Unternehmen freigemachte Steuergeld kommt vor allem aus Massensteuern, also von ArbeitnehmerInnen“, argumentiert die Vorsitzende der GPA, Barbara Teiber, „Daher liegt es auf der Hand, dass mit diesem Geld insbesondere die Lebenshaltungskosten der ArbeitnehmerInnen stärker reduziert werden müssen. Es kann nicht sein, dass für Unternehmen Geld vorhanden ist, für die breite Masse der unselbständig Beschäftigten aber nicht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Sozialstaat, so Teiber weiter, muss armutsfest gemacht werden. So verlangt die GPA etwa einen Preisdeckel auch für Wärme aus allen Quellen, befristete Steuersenkungen auf Lebensmittel, Treibstoffe, Öffitickets sowie Strom und Gas. Das Kilometergeld muss erhöht, Mieterhöhungen gedeckelt werden. Auch das Arbeitslosengeld soll erhöht werden und die Notstandshilfe indexiert. Die GPA wird sich weiterhin mit allen Kräften dafür einsetzen, von der Politik mehr Engagement für die Bekämpfung der Teuerungskrise einzufordern.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Fachkräftemangel? Selber schuld!</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/10/13/fachkraeftemangel-selber-schuld/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2022 11:59:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
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		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre mit Matura]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Systemrelevant]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer mehr Arbeitgeber klagen über den Fachkräftemangel. Aber wer Fachkräfte sucht, muss gute Jobs anbieten. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="697" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387-1024x697.png" alt="" class="wp-image-19038" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387-1024x697.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387-300x204.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387-150x102.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387-768x523.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/leere-sessel_AdobeStock_289164387.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Immer mehr Betriebe und ganze Branchen klagen, keine gut ausgebildeten MitarbeiterInnen zu finden – die Menschen liegen lieber in der sozialen Hängematte, wird behauptet. Doch wer Fachkräfte sucht, muss auch gute Arbeitsplätze bieten! 5 Gründe, warum der Arbeitskräftemangel ein hausgemachtes Problem ist.</strong></p>



<span id="more-19032"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften, so berichten die Medien. Zunächst hatten vor allem der Tourismus und die Gastronomie Probleme, nach der Pandemie wieder ausreichend gut qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden, inzwischen betrifft der Mangel immer mehr Branchen. „Die Leute wollen nicht anpacken und beziehen lieber Arbeitslosengeld“, sagen viele Arbeitgeber.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Wir meinen: Der Fachkräftemangel ist hausgemacht!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">1. Neue Firma, neue Branche</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Pandemie haben viele ArbeitgeberInnen ihr wahres Gesicht gezeigt: Kündigungen statt Kurzarbeit, schlechter Gesundheitsschutz, fehlende Unterstützung für jene Beschäftigten, die unter großen zusätzlichen Belastungen arbeiten mussten, wie z.B. im Handel. Die schlechte Behandlung hat sich letztlich als Bumerang erwiesen: Viele ArbeitnehmerInnen haben die Chance ergriffen und die Branche oder den Arbeitgeber gewechselt. Sie nutzten Angebote zu Weiterbildungen oder Umschulungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahl der Menschen, die ihren Job wechseln wollen, stieg in Österreich kontinuierlich an, fand die AK OÖ in einer ihrer <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundgesundheit/arbeitsklima/arbeitsklima_index/Arbeitsklima_Index-_Immer_mehr_wollen_Job_wechseln.html" aria-label="Arbeitsklima-Umfragen">Arbeitsklima-Umfragen</a> heraus. Besonders hoch ist der Anteil der Wechsel­willigen unter AkademikerInnen und jungen ArbeitnehmerInnen. Stark gestiegen ist er in den vergangenen beiden Jahren im Verkehr und Nachrichtenwesen, im Unterrichtswesen, im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im Handel &#8211; und damit in einigen der system­relevanten Berufen, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden. Am höchsten ist der Anteil nach wie vor im Tourismus, wo vier von zehn Beschäftigten an eine berufliche Veränderung denken.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Die Menschen wollen also arbeiten – aber zu höheren Löhnen und besseren Bedingungen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">2. Höhere Löhne und Gehälter</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Immer wieder erscheinen in den Medien Berichte über Betriebe, die keine MitarbeiterInnen finden können. Liest man genauer nach, stellt sich meist heraus, dass die Bezahlung sehr niedrig ist. Oft dann noch in Kombination mit langen Arbeitszeiten oder Wochenendarbeit. Sprich: Gesucht wird nach billigen Arbeitskräften, die bereit sind, rund um die Uhr zu schuften.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier hat die Pandemie einiges verändert: Aufgrund der Grenzschließungen nahmen viele Arbeitskräfte, die aus angrenzenden Ländern nach Österreich zum Arbeiten kamen, Arbeitsplätze in ihrem Heimatland an. Diese KollegInnen aus dem Ausland arbeiteten davor oft zum Mindestlohn. Schwarze Schafe unter den Unternehmen ließen sie auch oft über zusätzliche Ansprüche im Unklaren und bezahlten diese nicht. Diese – billigeren &#8211; Fachkräfte aus dem Ausland fehlen nun.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Österreich lebende Beschäftigte kennen ihre Rechte und sind gewerkschaftlich gut organisiert. Aktuell verhandelt deine Gewerkschaft während der <a href="https://kompetenz-online.at/2022/09/19/kollektivvertrags-herbst-mit-sicherheit-mehr-gehalt/" aria-label="Herbstlohnrunde">Herbstlohnrunde</a> 2022 die Löhne und Gehälter in der Metallindustrie, im Handel und in der Sozialwirtschaft – das betrifft die Einkommen der mehr als 800.000 Menschen, die in diesen Branchen arbeiten! ArbeitgeberInnen, die gerade in Zeiten von Inflation und Teuerung den ArbeitnehmerInnen keinen fairen <a href="https://kompetenz-online.at/2018/07/26/kommentar-herbstlohnrunde-wir-bewegen-milliarden/" aria-label="Anteil am Unternehmenserfolg">Anteil am Unternehmenserfolg</a> geben wollen, riskieren eine Abwanderung von Arbeitskräften in andere, besser bezahlte Branchen.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Denn die Beschäftigten wissen, was ihnen zusteht – und achten außerdem nicht nur auf die Bezahlung, sondern auch auf die Arbeitsbedingungen!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">3. Arbeitsbedingungen verbessern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste der schlechten Arbeitsbedingungen, die Fachkräfte abschrecken, ist lang: &nbsp;Überlange oder zerstückelte Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden, zu großer Zeit- bzw. Arbeitsdruck, zu niedriges Kilometergeld im Außendienst, vom Arbeitgeber nicht eingehaltene rechtliche und KV-Bedingungen, u.v.a.m. Fehlendes Personal und Abwanderung in andere Branchen verschlechtern die Arbeitsbedingungen noch zusätzlich für die verbliebenen Beschäftigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einigen Bereichen wie z.B. in der <a href="https://kompetenz-online.at/2022/06/02/sozialwirtschaft-die-eisdecke-wird-immer-duenner/" aria-label="Sozialwirtschaft">Sozialwirtschaft</a> ist der Arbeitsdruck mittlerweile so hoch, dass immer mehr Beschäftigte ihren Beruf verlassen. In der <a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/11/wir-sind-nicht-mehr-abzuspeisen/" aria-label="Elementarpädagogik">Elementarpädagogik</a> oder in den <a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/23/taeglich-ankaempfen-gegen-den-personalmangel/" aria-label="Gesundheitsberufen">Gesundheitsberufen</a>, wo die ArbeitnehmerInnen ohnehin zwei äußerst harte Pandemiejahre hinter sich haben, müssen nun jene KollegInnen, die weiterhin in der Branche arbeiten, die Arbeit der abgewanderten Fachkräfte mit übernehmen – was wiederum dazu führt, dass immer mehr ans Aufhören denken. Bei zahlreichen Problemen in diesen Berufen hat sich außerdem ein <a href="https://kompetenz-online.at/2021/12/02/wir-brauchen-mehr-geld-personal-und-freizeit/" aria-label="Reformstau">Reformstau</a> gebildet, denn bereits vor der Pandemie lag vieles im Argen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.gpa.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Deine Gewerkschaft (öffnet in neuem Tab)">Deine Gewerkschaft</a> kämpft für bessere Arbeitsbedingungen und hat auch schon vieles erreicht: So wurde z.B. im Handel vor einigen Jahren ein völlig neuer Kollektivvertrag aufgesetzt. Für die Beschäftigten im privaten Pflege-, Gesundheits- und Sozialbereich konnte eine <a href="https://kompetenz-online.at/2020/04/01/kv-abschluss-da-sannma-noch-nicht-fertig/" aria-label="Arbeitszeitverkürzung">Arbeitszeitverkürzung</a> auf 37 Stunden (bei gleicher Bezahlung) erkämpft werden. </p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Unser nächstes Ziel ist die 35-Stunden-Woche!</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">4. Neue Arbeitsformen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Branchen, in denen es grundsätzlich genügend qualifizierte Arbeitskräfte gibt, wo die Arbeitsbedingungen aber schlecht sind, müssten die Betriebe größere Anstrengungen unternehmen, um attraktiv zu sein. Die Ideen dafür sind bekannt, wir berichten regelmäßig darüber: <a href="https://kompetenz-online.at/2020/02/21/35-stunden-sind-genug-gpa-djp-und-vida-kaempfen-fuer-eine-verkuerzung-der-arbeitszeit/" aria-label="Arbeitszeitverkürzung">Arbeitszeitverkürzung</a>, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice oder die Vier-Tage-Woche, um nur einige zu nennen. Alle Maßnahmen, die die Work-Life-Balance der Menschen verbessern, machen Betriebe für MitarbeiterInnen attraktiv!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Man weiß z.B. mittlerweile, dass die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/08/29/vier-tage-woche-der-weg-aus-dem-hamsterrad/" aria-label="Vier-Tage-Woche">Vier-Tage-Woche</a> die Produktivität nicht sinken, sondern im Gegenteil steigen lässt, weil sich die Beschäftigten an einem dreitägigen Wochenende besser erholen können und danach motivierter zur Arbeit kommen. Auch <a href="https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/" aria-label="flexible oder reduzierte Arbeitszeiten">flexible oder reduzierte Arbeitszeiten</a> sind stark nachgefragt, besonders bei jungen Eltern, die Job und Kinderbetreuung gut unter einen Hut bringen wollen. <a href="https://kompetenz-online.at/2021/01/29/klare-regeln-fuer-home-office/" aria-label="Homeoffice">Homeoffice</a> kann, wenn es richtig eingesetzt wird, die MitarbeiterInnen entlasten.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Doch was, wenn es trotz aller Versuche, attraktive Arbeitsplätze anzubieten, tatsächlich einen Mangel an gut qualifizierten ArbeitnehmerInnen gibt?</strong></p>



<h4 class="wp-block-heading">5. Lehrstellen schaffen, in Ausbildung investieren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Fachkräfte sucht, muss sie ausbilden! Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben als FacharbeiterIn ist die Lehrlingsausbildung. Die Lehrlinge wurden jedoch während der Pandemie von der Regierung stiefmütterlich behandelt. Berufsschulen unterrichteten im Distance Learning, Betriebe waren in Kurzarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rund 40 Prozent aller 15-Jährigen in Österreich entscheiden sich für eine duale Berufsausbildung in Betrieb und Berufsschule. Die Qualität der dualen Berufsausbildung war in Österreich jahrzehntelang eine der Säulen der Wirtschaft. Doch immer weniger Betriebe wollten in Ausbildung investieren und die Zahl der Lehrplätze sinkt kontinuierlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine <a href="https://kompetenz-online.at/2020/01/22/wirtschaft-soll-mehr-lehrlinge-ausbilden/" aria-label="Gewerkschaftsjugend fordert">Gewerkschaftsjugend fordert</a>: Mehr Lehrstellen, Aufwertung der Lehre, Lehre mit Matura! Große Betriebe müssten über Bedarf ausbilden, die Regierung sollte hierfür Anreize schaffen. Kleine und mittlere Unternehmen benötigen Unterstützungsgelder, um zusätzliche Lehrstellen schaffen zu können. Ebenso muss der öffentliche Dienst einspringen und verstärkt Lehrlinge aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um die Lehre attraktiver zu machen, müssen Ausbildungswege wie die <a href="https://kompetenz-online.at/2020/01/22/wirtschaft-soll-mehr-lehrlinge-ausbilden/" aria-label="Lehre mit Matura">Lehre mit Matura</a> oder das duale Studium breit gefördert werden. In einigen <a href="https://kompetenz-online.at/2022/05/02/unterricht-in-der-arbeitszeit-macht-lehre-mit-matura-attraktiver/" aria-label="Kollektivverträgen">Kollektivverträgen</a> konnte die GPA die Lehre mit Matura bereits verankern. Denn junge Menschen wollen mehr Perspektiven für ihre berufliche Zukunft! </p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Und auch bei der Lehre gilt: Jene Branchen, die schon im ersten Lehrjahr so viel zahlen wie andere erst im dritten, finden natürlich leichter interessierte Jugendliche.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das könnte dich auch interessieren:</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>BetriebsrätInnen waren in der Coronakrise in vielen Betrieben wichtiger Stabilitätsanker. Warum das so war, erzählt Hubert Eichmann von FORBA im <a href="https://kompetenz-online.at/2022/10/13/betriebsrat-als-stabilitaetsanker-in-der-krise/" aria-label="Interview">Interview</a></li><li>Wie viel du mindestens verdienen musst, steht nicht im Gesetz. sondern im Kollektivvertrag. Wie diese zustande kommen und was sie außerdem regeln, erklären wir dir <a href="https://kompetenz-online.at/2022/04/07/alles-was-du-zum-kollektiv-vertrag-wissen-musst/" aria-label="hier">hier</a>.  </li><li>Die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/08/29/vier-tage-woche-der-weg-aus-dem-hamsterrad/" aria-label="Vier-Tage-Woche">Vier-Tage-Woche</a> wird in vielen Ländern Europas schon erfolgreich erprobt. Wir haben für dich über die Grenzen geschaut. </li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Neue Arbeitszeiten: Flexibles und kürzeres Arbeiten statt ‚9 to 5’</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jun 2022 12:49:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[3-Tage-Wochenende]]></category>
		<category><![CDATA[4-Tage-Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitflexibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18564</guid>

					<description><![CDATA[Täglich acht Stunden arbeiten, fünf Tage die Woche – ein Auslaufmodell? Auch wenn die 40-Stunden-Woche oft noch als die Norm gesehen wird, so wünscht sich inzwischen die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen kürzere Arbeitszeiten. Der Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich beobachtet diese Trends und liefert die Zahlen und Daten dazu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18567" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-768x513.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/Arbeitszeit_Wecker_AdobeStock_366742567.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Täglich acht Stunden arbeiten, fünf Tage die Woche – ein Auslaufmodell? Auch wenn die 40-Stunden-Woche oft noch als die Norm gesehen wird, so wünscht sich inzwischen die Mehrheit der ArbeitnehmerInnen kürzere Arbeitszeiten. Der Arbeitsklima-Index der AK Oberösterreich beobachtet diese Trends und liefert die Zahlen und Daten dazu.</strong></p>



<span id="more-18564"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 25 Jahren analysiert der Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer OÖ die Veränderungen in der Arbeitswelt für die Beschäftigten (siehe Kasten unten). Während in den Jahren vor Corona nur ein kleiner Teil der Vollzeitbeschäftigten lieber Teilzeit gearbeitet hätten, ist dieser Anteil nun kräftig gestiegen: Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Vollzeitarbeitskräfte sagen laut Umfrage der AK, dass sie lieber weniger Arbeitsstunden leisten würden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alle Beschäftigten in Österreich zusammengenommen, quer durch alle Branchen und Berufe, möchten im Durchschnitt um 2,6 Stunden weniger arbeiten. Die Gründe, warum die Menschen kürzer arbeiten wollen, sind psychischer Stress, Überstunden bzw. überlange Arbeitszeiten sowie mangelnde Unterstützung durch die Führungskräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Pflegepersonal und bei ÄrztInnen ist der Wunsch nach kürzerer Arbeitszeit besonders groß: Diese Gruppe möchte um mehr als fünf Stunden kürzer arbeiten – nicht überraschend nach 2 Jahren Pandemie und dem zunehmenden Arbeitskräftemangel in dieser Branche!</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Es braucht mehr Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich, sowohl für eine bessere Bezahlung, als auch für eine weitere Arbeitszeitverkürzung.“</p><cite>Barbara Teiber</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die GPA plädiert bereits seit mehreren Jahren für eine Reduzierung der Arbeitszeit, insbesondere in den Gesundheitsberufen. Erste Erfolge gab es bereits: Bei den KV-Verhandlungen für den privaten Gesundheits- und Sozialbereich konnte die Arbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte auf 37 Stunden verkürzt werden. „Es braucht mehr Geld für diese Branche, sowohl für eine bessere Bezahlung, als auch für eine weitere Arbeitszeitverkürzung“, sagt GPA-Vorsitzende Barbara Teiber, „Nur wenn wir die Branche attraktiver machen, können wir wieder mehr Menschen für diese Berufe gewinnen und den Arbeitskräftemangel beenden.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-1024x614.png" alt="" class="wp-image-18576" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/06/mehrheit-will-kuerzer-arbeiten-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Der Wunsch nach kürzeren Arbeitszeiten ist weit verbreitet. </strong></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Obwohl die Pandemie insgesamt eine enorme Belastung darstellte, arbeiteten viele gut qualifizierte ArbeitnehmerInnen im Homeoffice oder Kurzarbeit und lernten die Vorteile dieser geänderten Arbeitsbedingungen zu schätzen. Andere wiederum nutzten die Zeit, um die Branche zu wechseln und eine Arbeit zu finden, die mehr Lebensqualität versprach, selbst um den Preis von einem geringeren Einkommen. Besonders Handel, Gastronomie und Tourismus leiden seither unter Arbeitskräftemangel, auch zahlreiche andere Branchen und Unternehmen klagen darüber, keine Fachkräfte zu finden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht für alle leistbar</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Doch während die einen lieber kürzer arbeiten würden oder es bereits tun, können sich andere ArbeitnehmerInnen solche Verbesserungen nicht leisten. Der Arbeitsklima-Index hat errechnet, dass sich die Zahl der geringfügigen Beschäftigten seit den 1990er Jahren mehr als verdoppelt hat, die Zahl der Leiharbeitsverhältnisse mehr als verfünffacht. Im Gegensatz zu den ArbeitnehmerInnen mit gutem Einkommen, die ihre Arbeitsstunden reduzieren wollen, möchte jene, bei denen das Einkommen kaum oder gar nicht ausreicht, Stunden aufstocken: Drei von zehn Teilzeitkräften wollen entsprechend mehr Stunden arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem werden immer mehr Menschen in prekäre Jobs gedrängt, auch Arbeitslosigkeit trifft heute mehr ArbeitnehmerInnen als vor 25 Jahren: In den 90er Jahren waren noch 20 Prozent der Beschäftigten über 50 Jahre irgendwann in ihrem Leben arbeitslos, heute sind es bereits 44 Prozent. Besonders ArbeiterInnen im Dienstleistungsbereich und in der Industrie, Menschen mit geringer formaler Bildung, LeiharbeiterInnen und Beschäftigte mit befristeten Arbeitsverhältnissen müssen sich deutlich öfter Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Frauen und Männer</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wunscharbeitszeit der Männer liegt bei durchschnittlich 37,2 Stunden, jene der Frauen 32,2 Stunden. Frauen stellen auch den weitaus größeren Anteil der Teilzeitbeschäftigten, nämlich 80 Prozent. Dieser Anteil ist in den letzten 25 Jahren kräftig gestiegen. Es sind heute zwar deutlich mehr Frauen erwerbstätig, viele von ihnen sind aber eben teilzeitbeschäftigt, da die traditionelle Rollenverteilung in Partnerschaften trotzdem beibehalten wird. Teilzeitbeschäftigung bietet Frauen bessere Möglichkeiten, Familie und Beruf zu vereinbaren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits fand der Arbeitsklima-Index heraus, dass 51 Prozent der Teilzeitbeschäftigten nicht mit ihrem Einkommen zufrieden sind und zwei Drittel von ihnen kaum oder gar nicht mit dem Einkommen auskommen bzw. auf die Unterstützung der Partnerin/des Partners angewiesen sind. Die Lockdowns während der Pandemie haben noch dazu Branchen mit hoher Frauenbeschäftigung getroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben konkreten Maßnahmen, um die Einkommen von Frauen zu verbessern, braucht es daher auch kulturelle Veränderungen. „Kinderbetreuung darf nicht nur in den Händen von Frauen liegen, sondern muss partnerschaftlich aufgeteilt werden. Ein wesentlicher Faktor, dabei ist die Arbeitszeit. Daher muss es in Richtung allgemeine Verkürzung der Arbeitszeit gehen. Nur so kann Familienzeit geschaffen werden“, fordert Barbara Teiber.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Neue Erwartungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Daten des Arbeitsklima-Index zeigen, dass sich die Erwartungen der ArbeitnehmerInnen derzeit stark verändern. Immer mehr Menschen denken darüber nach, ihre Jobs aufzugeben und die Branche zu wechseln, weil sie von schlechten Arbeitsbedingungen, schlechter Bezahlung und geringer Wertschätzung genug haben.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Wenn Unternehmer klagen, dass sie keine geeigneten Fachkräfte finden, sollten sie sich die Ergebnisse des Arbeitsklima-Index zu Herzen nehmen.“</p><cite>Andreas Stangl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn Unternehmer klagen, dass sie keine geeigneten Fachkräfte finden, sollten sie sich die Ergebnisse des Arbeitsklima-Index zu Herzen nehmen,“ sagt AK-OÖ-Präsident Andreas Stangl mit Blick auf die Ergebnisse der Umfragen. „Denn wenn sie flexibel genug sind, die Erwartungen der Beschäftigten an einen guten Arbeitgeber zu erfüllen, dann werden sie ihre Beschäftigten halten und bei der Personalsuche erfolgreich sein können.“ Von den Rahmenbedingungen ihrer Arbeit würden sich viele Menschen heute etwas anderes als vor 25 Jahren erwarten, so Stangl weiter. Dazu gehören flexible Arbeitszeiten, mobiles, ortsunabhängiges Arbeiten, wenn möglich ein bis zwei Tage Home-Office, oder eine Viertagewoche. Und das bei fairer Bezahlung &#8211; gerade in Zeiten massiver Teuerungen!</p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">25 Jahre Arbeitsklima-Index</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 25 Jahren analysiert und beschreibt der <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/arbeitsklima" aria-label="Österreichische Arbeitsklima-Index">Österreichische Arbeitsklima-Index</a> die Trends und Veränderungen in der Arbeitswelt. Die Arbeiterkammer Oberösterreich fragt regelmäßig nach, was die Beschäftigten belastet, was sie sich erwarten, wie es ihnen in der Arbeit geht und wie sich die Arbeitswelt durch die Corona-Pandemie verändert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitswelt ist in diesen vergangenen 25 Jahren deutlich bunter, älter und weiblicher geworden. Zugleich sind aber auch die stabilen und existenzsichernden Jobs, wie es sie bis Ende der 1990er Jahre überwiegend gab, seltener geworden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In wirtschafts- und sozialpolitischen Diskussionen wird die Sicht der Beschäftigten viel zu wenig berücksichtigt. Der Arbeitsklima-Index liefert die Daten dazu und ist ein Maßstab für den wirtschaftlichen und sozialen Wandel aus der Sicht der ArbeitnehmerInnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitsklima-Index beruht auf vierteljährlichen Umfragen unter österreichischen ArbeitnehmernInnen, mit einer Stichprobe von mehr als 4.000 Befragten. Er wird zweimal pro Jahr berechnet und veröffentlicht, mehrmals pro Jahr gibt es auch Sonderauswertungen.</p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Krank in die Arbeit</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/04/12/krank-in-die-arbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kompetenz Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2021 16:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentismus]]></category>
		<category><![CDATA[SORA]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Arbeitsklima Index zeigt der AK-Oberösterreich: 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Corona-Krise, auch wenn sie krank sind. Damit ist der Anteil jener Menschen, die krank arbeiten so hoch wie nie zuvor. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="698" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-1024x698.png" alt="" class="wp-image-16623" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-1024x698.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-300x205.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-150x102.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-768x524.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der <a rel="noreferrer noopener" href="https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/Jeder_Zweite_geht_krank_in_die_Arbeit.html#heading_Krank_in_der_Arbeit" target="_blank" aria-label="Arbeitsklima Index der AK-Oberösterreich (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima Index der AK-Oberösterreich</a> zeigt: 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Corona-Krise, auch wenn sie krank sind. Damit ist der Anteil jener Menschen, die krank arbeiten so hoch wie nie zuvor. </strong></p>



<span id="more-16620"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anteil der Beschäftigten, die arbeiten, obwohl sie krank sind, steigt in der Corona-Pandemie. Aus Pflichtgefühl oder Zeitdruck gehen die Menschen krank arbeiten. Auch Homeoffice spielt bei dieser Entwicklung eine Rolle. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich. Bei AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer schrillen angesichts dieser Zahlen die Alarmglocken: „Wenn mehr als die Hälfte sagt, im vergangenen Jahr auch krank gearbeitet zu haben, dann läuft gewaltig etwas schief. Die Unternehmen müssen die Belastungen minimieren und die Arbeitszeiten reduzieren!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Quartal des heurigen Jahres gaben 53 Prozent der Beschäftigten in Österreich an, gearbeitet zu haben, obwohl sie krank waren. Im vergangenen Jahrzehnt war dieser Anteil stabil geblieben bei 30 bis 35 Prozent eingependelt. Wenn man sich nicht einmal dann eine Auszeit nimmt, wenn man krank ist, dann hat das langfristig negative Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Beschäftigte, die krank arbeiten, berichten besonders häufig über Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Kreuzschmerzen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig kommt das krank arbeiten gehen in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 vor. Frauen gehen öfter krank arbeiten als Männer. Beschäftigte im Homeoffice arbeiten ebenfalls besonders häufig, auch wenn sie krank sind. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-16654" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Pflegekräfte gehen besonders häufig krank arbeiten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beschäftigte, die unter Zeitstress und ständigem Arbeitsdruck leiden, arbeiten auch dann, wenn sie sich eigentlich schonen sollten. Ihr häufigster Grund, krank zu arbeiten, ist das Pflichtgefühl gegenüber den KollegInnen, gefolgt von der Angst, die Arbeit würde sonst liegen bleiben. Nach Berufen betrachtet, stechen Pflegekräfte hervor: 71 Prozent von ihnen haben im vergangenen Jahr gearbeitet, obwohl sie nicht gesund waren. Auch LehrerInnen, SachbearbeiterInnen, öffentliche Angestellte und Beschäftigte im Einzelhandel waren häufig trotz Krankheit beruflich im Einsatz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauer unter die Lupe genommen wurde bei der aktuellen Auswertung auch die soziale Dimension der Pandemie. Das Ergebnis: Corona deckt die Ungleichheit schonungslos auf – und verstärkt sie auch noch. Wirft man nämlich einen Blick auf die Beschäftigten mit der höchsten und der niedrigsten Arbeitszufriedenheit, tun sich große Unterschiede auf. Jeweils weit über 90 Prozent der „oberen zehn Prozent“ sind mit ihrem Leben, ihrem Beruf, ihrem Einkommen zufrieden – daran hat Corona nichts geändert. Bei den „unteren zehn Prozent“ hingegen sind jetzt nur mehr 45 Prozent mit ihrem Leben, 35 Prozent mit ihrem Beruf und 20 Prozent mit ihrem Einkommen zufrieden. Viele von ihnen arbeiten in prekären Jobs in der Reinigung, am Bau sowie im Handel. Sie klagen über steigenden Zeitdruck, schlechte Gesundheitsbedingungen und permanenten Arbeitsdruck. Unzufriedene blicken auch deutlich pessimistischer in die wirtschaftliche und ihre persönliche Zukunft.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitsklima Index: Unsicherheit und hohe Arbeitsbelastung sorgen für Unzufriedenheit</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/02/17/arbeitsklima-index-unsicherheit-und-hohe-arbeitsbelastung-sorgen-fuer-unzufriedenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Gress]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2020 13:25:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[35-Stunden-Woche]]></category>
		<category><![CDATA[4-Tage-Woche]]></category>
		<category><![CDATA[AK]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsbelastung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Atypische Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Gute Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Gress]]></category>
		<category><![CDATA[Leiharbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Pension]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Prekäre Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Reinhard Raml]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwirtschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=12792</guid>

					<description><![CDATA[Für viele Beschäftigte ist die Ausübung ihres Berufs bis zum Pensionsalter kaum vorstellbar. Unternehmen müssen sich zukünftig mehr um Modelle „altersgerechten Arbeitens“ bemühen, fordert IFES-Geschäftsführer Reinhard Rams.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-1024x682.png" alt="" class="wp-image-12793" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-1024x682.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-1536x1024.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/02/Fotolia_122516893_M_c_Kzenon.png 1688w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Viele Pflegerinnen und Pfleger können sich nicht vorstellen, ihren Beruf bis 65 auszuüben. </strong><br>Foto: Fotolia, M_c_Kzenon</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Für viele Beschäftigte ist die Ausübung ihres Berufs bis zum Pensionsalter kaum vorstellbar. Unternehmen müssen sich zukünftig mehr um Modelle „altersgerechten Arbeitens“ bemühen, fordert IFES-Geschäftsführer Reinhard Rams.</strong></p>



<span id="more-12792"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Nur rund ein Viertel der AltenpflegerInnen kann sich vorstellen, ihren Beruf auch wirklich bis zur Pension auszuüben. Bei Bankangestellten hingegen sind es rund 80 Prozent, denen eine Anstellung bis ins Alter von 65 Jahren durchaus machbar erscheint. Der <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/arbeitsklima" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Arbeitsklima Index 2020 (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima Index 2020</a> im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich (AK OÖ) zeigt, dass eine hohe Arbeitsbelastung vor allem älteren Beschäftigten zu schaffen macht und Unternehmen neue Wege finden müssen, auf diese Herausforderungen zu reagieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die zehn Prozent der zufriedensten ArbeitnehmerInnen bewegen sich auf der Indexskala bei rund 140 Punkten, bereits seit 20 Jahren. Auffällig an der diesjährigen Erhebung ist, dass die Zufriedenheitswerte im Schnitt zwar gut sind, aber die Werte jener, die besonders unzufrieden mit ihrem Anstellungsverhältnis sind, im Verlauf der letzten Jahre beständig sinken. In Zahlen ausgedrückt: Die Gruppe der unzufriedensten Beschäftigten erreichte bis zum Jahr 2013 noch Werte von um die 70 Indexpunkte, heute sind es etwa zehn Punkte weniger. Am wenigsten zufrieden sind TextilarbeiterInnen, Reinigungskräfte sowie FabriksarbeiterInnen und Beschäftigte am Bau.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>„Besonders sinnstiftend“, aber eben auch „enorm anstrengend“</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Woran das liegt, kann Reinhard Raml erklären. Er ist Geschäftsführer des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES), welches federführend an der Erhebung beteiligt ist. „Grundsätzlich spielt die körperliche Anstrengung eine große Rolle“, erklärt Raml. Von Belang ist jedoch auch, ob ein „Auskommen mit dem Einkommen“ möglich ist, welche Entscheidungsspielräume und Flexibilität einem Beschäftigten am Arbeitsplatz gewährt werden und ob die Möglichkeit besteht, sich beruflich weiterzubilden. Zu hohen Zufriedenheitswerten führen laut Studie auch hohe Karriere- und Aufstiegschancen, vor allem bei jüngeren ArbeitnehmerInnen. Bei den Älteren sind es vor allem die Chancen am Arbeitsmarkt, die für die Zufriedenheit ausschlaggebend sind.&nbsp;</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Wenn es darum geht, ob Beschäftigte sich vorstellen können, ihren Job bis zum Pensionsalter auszuüben, ist die körperliche Anstrengung der Faktor Nummer eins.&#8220; </p><cite> Reinhard Raml, IFES-Geschäftsführer</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es darum geht, ob Beschäftigte sich vorstellen können, ihren Job bis zum Pensionsalter auszuüben, ist „die körperliche Anstrengung der Faktor Nummer eins“, so der IFES-Geschäftsführer. Hier schneiden Pflegeberufe, vor allem AltenpflegerInnen, am schlechtesten ab, auch wenn diese Berufsgruppe in Sachen Zufriedenheitswerten eher weiter vorne angesiedelt ist. Die <a href="https://kompetenz-online.at/2019/10/03/leistungssport-pflege/" aria-label="Pflege">Pflege</a>, erklärt Raml, mag „körperlich und emotional enorm anstrengend“ sein, ist gleichzeitig aber für viele der Beschäftigten „besonders sinnstiftend“. Das bedeutet, auch wenn viele PflegerInnen im Moment ihren Beruf als sehr erfüllend erleben, erscheint für sie eine solche Anstellung aufgrund der physischen und psychischen Belastung über Jahre und Jahrzehnte hinweg wenig attraktiv.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>„Altersgerechtes Arbeiten“</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Raml müssen sich ArbeitgeberInnen zukünftig um Modelle „altersgerechten Arbeitens“ bemühen, um hier gegenzusteuern. Denn Fakt ist, bereits heute sind über eine Million der in Österreich Beschäftigten älter als 50 Jahre – und der demographische Wandel wird diese Tendenz noch verschärfen. Raml schlägt hier beispielsweise flexiblere Arbeitszeitmodelle vor, wie etwa eine Vier-Tage-Woche oder die Befreiung von Schichtarbeit und Nachdiensten. Auch über eine generelle Reduktion der Wochenarbeitszeit sollte in diesem Zusammenhang nachgedacht werden. „Im Alter“, so Raml, „braucht ein Körper einfach mehr Regenerationszeit“. Unternehmen müssten dem Rechnung tragen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>LeiharbeiterInnen wenig zufrieden</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Zufriedenheitswerte der ohnehin schon Unzufriedenen in den letzten Jahren weiter nach unten tendierte, lasse sich mit der Zunahme atypischer, befristeter Beschäftigungsformen erklären, meint Raml. In der Vergangenheit setzen Unternehmen zunehmend auf LeiharbeiterInnen. Diese fühlen sich im Betrieb oftmals „als Mitarbeiter zweiter Klasse“, so der IFES-Geschäftsführer. LeiharbeiterInnen sind sozial schlechter abgesichert als regulär Beschäftigte und müssen mit der ständigen Unsicherheit leben, ihren Job bald wieder los zu sein. Das wirkt sich auch im Verhältnis zu den anderen KollegInnen aus. LeiharbeiterInnen, so erklärt Raml, fühlen sich im Betrieb sozial weniger akzeptiert und daher auch häufiger isoliert als andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das geht auch direkt aus den Ergebnissen der Arbeitsklima-Studie hervor: Die soziale Einbindung der wenig zufriedenen Beschäftigten im Betrieb verschlechtert sich offenbar zusehends. Jene Angestellten mit extrem niedriger Arbeitszufriedenheit sind laut Index nur in 45 Prozent der Fälle mit der Beziehung zu ihren ArbeitskollegInnen zufrieden. Noch vor 20 Jahren lag dieser Wert bei über 75 Prozent. Die Zunahme befristeter Verträge und von Formen atypischer Beschäftigung – also Anstellungsverhältnisse mit wenig sozialer Sicherheit – sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass eine gewisse Gruppe der Beschäftigten unzufrieden ist mit ihrer derzeitigen Arbeitssituation. Die letzten Erhebungen, so Raml, deuten zudem darauf hin, dass die Unsicherheit unter den Beschäftigten allgemein wieder etwas ansteigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Langfristig betrachtet habe sich der österreichische Arbeitsmarkt in den letzten 20 Jahren polarisiert, erläutert Raml. Das bedeutet, dass einerseits ein Anstieg hochqualifizierter Jobs zu verzeichnen ist. Jobs mit hohen Zufriedenheitswerten, in denen die Beschäftigten das Gefühl haben, sich verwirklichen zu können. Auf der anderen Seite steigt auch die Zahl geringqualifizierter Jobs an.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Der Arbeitsklima Index</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gibt es neben dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder dem Börsenindex jede Menge Indizes, die die wirtschaftliche Leistung eines Landes zu beurteilen versuchen, sind Erhebungen über die wirtschafts- und sozialpolitische Situation der Beschäftigten rar. Aus diesem Grund erhebt die AK OÖ seit 23 Jahren den Arbeitsklima Index der österreichischen Beschäftigten. Dieser beruht auf Vierteljährlichen Umfragen von insgesamt rund 4000 Befragten pro Jahr, die das Institut für empirische Sozialforschung gemeinsam mit dem Sozialforschungsinstitut SORA erhebt. Im Vordergrund steht dabei die subjektive Sicht der ArbeitnehmerInnen hinsichtlich ihrer derzeitigen Situation im Betrieb und ihrer Erwartungen für die Zukunft.</p>
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		<title>Jede fünfte Überstunde wird nicht bezahlt.</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/04/10/jede-fuenfte-ueberstunde-wird-nicht-bezahlt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2019 14:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitflexibilisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Lucia Bauer]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Statistik Austria]]></category>
		<category><![CDATA[Überstunden]]></category>
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					<description><![CDATA[249,6 Millionen Mehr- und Überstunden wurden im Jahr 2017 weder bezahlt noch durch Zeitausgleich abgegolten. ]]></description>
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<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/04/Grafik_überstunden-1024x614.png" alt="" class="wp-image-9638" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/04/Grafik_überstunden-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/04/Grafik_überstunden-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/04/Grafik_überstunden-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/04/Grafik_überstunden-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Quelle: Statistik Austria, Foto:  Roman Gorielov, Adobe Stock, Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer<br></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>249,6 Millionen Mehr- und Überstunden wurden im Jahr 2017 weder bezahlt noch durch Zeitausgleich abgegolten. </strong></p>



<span id="more-9635"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Eines der häufigsten Themen in der Arbeitsrechtsberatung der GPA-djp sind unbezahlte Mehr- und Überstunden. <a href="https://kompetenz-online.at/2019/02/26/erfolgreiche-millionenforderung/" aria-label="Erst kürzlich konnten für 170 MitarbeiterInnen der Blutspendezentrale im vierten Wiener Gemeindebezirk mehr als eine Million Euro Nachzahlung für nicht korrekt abgerechnete Überstunden erstritten werden.">Erst kürzlich konnten für 170 MitarbeiterInnen der Blutspendezentrale im vierten Wiener Gemeindebezirk mehr als eine Million Euro Nachzahlung für nicht korrekt abgerechnete Überstunden erstritten werden.</a> </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass die Unart geleistete Arbeit nicht zu bezahlen die Norm und nicht die Ausnahme darstellt, zeigen die Zahlen der Statistik Austria. 249,6 Millionen Mehr- und Überstunden wurden im Jahr 2017 geleistet. 45,3 Millionen davon wurden weder bezahlt noch konnten die Beschäftigten dafür Zeitausgleich nehmen. Das entspricht einem Anteil von nahezu 20 Prozent. Anders gesagt, rund ein Fünftel der gesamten Über- und Mehrarbeitsstunden waren für die Arbeitgeber im Jahr 2017 gratis. Für die ArbeitnehmerInnen bedeutet das einen Einkommensentfall von einer Milliarde Euro. 26.000 Vollzeitarbeitsplätze könnten mit dieser Summer geschaffen und finanziert werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass Überstunden krank und unzufrieden machen. Aus einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Sonderauswertung des österreichischen Arbeitsklimaindex (öffnet in neuem Tab)" href="https://media.arbeiterkammer.at/ooe/presseunterlagen/2018/PKU_2018_AKI_Ueberstunden_25.06.2018.pdf" target="_blank">Sonderauswertung des österreichischen Arbeitsklimaindex</a> geht hervor, dass zwischen November 2016 und Februar 2018 zwei Drittel der österreichischen Beschäftigten Überstunden machen mussten. 17 Prozent leisten sogar häufig Überstunden. Dabei wirken sich diese stark auf die Arbeits- und Lebenszufriedenheit aus. Wer häufig Überstunden leistet, kann Beruf und Privatleben weniger gut vereinbaren, fühlt sich stärker unter Zeitdruck und ist generell unzufriedener. Regelmäßige Überstunden führen auch dazu, dass man weniger gut abschalten kann und häufiger die Arbeit im Kopf mit nach Hause nimmt. Außerdem fühlen sich durch Überstunden belastete ArbeitnehmerInnen weniger leistungsfähig. Kein Wunder, dass drei Viertel der Beschäftigten, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten,  gerne ihre Arbeitszeit reduzieren würden.  </p>
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