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	<title>Axel Magnus &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Axel Magnus &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Für bezahlte Praktika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Mar 2021 13:04:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2021/02]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Fachhochschulstudierende im Gesundheits- und Sozialbereich müssen im Rahmen ihres Studiums zahlreiche Monate an Praktika absolvieren. Auch angehende Klinische und GesundheitspsychologInnen haben praktische Erfahrungen vorzuweisen. Doch meist erhalten die Studierenden für diese Praktika keinerlei Bezahlung. Das kann nicht nur für sie selbst problematisch sein, das drückt auch die Gehälter. VertreterInnen der Branche fordern nun die Bezahlung aller Praktika, die im Rahmen von Studien vorgeschrieben sind.]]></description>
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<p><strong><strong>Fachhochschulstudierende im Gesundheits- und Sozialbereich müssen im Rahmen ihres Studiums zahlreiche Monate an Praktika absolvieren. Auch angehende Klinische und GesundheitspsychologInnen haben praktische Erfahrungen vorzuweisen. Doch meist erhalten die Studierenden für diese Praktika keinerlei Bezahlung. Das kann nicht nur für sie selbst problematisch sein, das drückt auch die Gehälter. VertreterInnen der Branche fordern nun die Bezahlung aller Praktika, die im Rahmen von Studien vorgeschrieben sind.</strong></strong></p>



<span id="more-16603"></span>



<p>Leokadia Grolmus ist 22 Jahre alt und studiert Soziale Arbeit an der Fachhochschule Campus Wien. 20 Wochen an Praktika muss sie im Rahmen ihres Studiums vorweisen, dies brachte sie teils an den Rand der Erschöpfung. Denn einerseits wurden all ihre Praktika bisher nicht bezahlt, andererseits studiert sie berufsbegleitend, arbeitet also. Sie hat daher ihren Urlaub für die Absolvierung der Praktika genutzt und damit aber seit drei Jahren keinen arbeitsfreien Monat mehr verbracht.</p>



<p>Mit solchen Sorgen ist sie nicht alleine. Grolmus ist an der FH Campus Wien auch Studierendenvertreterin und in der GPA Ansprechperson für Studierende. Vielen ihrer KollegInnen ergeht es ähnlich, erzählt sie. Wer Vollzeit studiert, kann wiederum schwer einem Teilzeitjob nachgehen, der allerdings die Existenz sichert. So sehen manche Studierende keinen anderen Ausweg mehr, als sich im Freundes- und Bekanntenkreis Geld auszuborgen.</p>



<p>Noch belasteter seien Studierende des Studiengangs Pflege. Sie müssen ein mehrmonatiges Praktikum im fünften Semester vorweisen und das Gros ihrer ECTS, das sind die Punkte, die man für abgeschlossene Lehrveranstaltungen erhält, beziehen sich auf Praktika. „In Pflegeeinrichtungen wird dann oft verlangt, dass man auch am Wochenende für einen Dienst eingeteilt werden kann. Das macht es unmöglich, den Teilzeitjob, den man zuvor vielleicht am Samstag und/oder Sonntag hatte, weiter zu machen. Wie aber soll jemand da sein Geld verdienen, wenn er oder sie Vollzeit unbezahlt arbeiten muss?“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Wie aber soll jemand da sein Geld verdienen, wenn er oder sie Vollzeit unbezahlt arbeiten muss?&#8220;</p><cite> Leokadia Grolmus, Studierende der Sozialen Arbeit </cite></blockquote>



<p>Gleichzeitig könnte die Existenz auch nicht anders gesichert werden. Vollzeitstudierenden stehe keine Mindestsicherung zu. Und selbst wenn vor dem mehrmonatigen Praktikum, eben zum Beispiel an Abenden und Wochenenden über die Geringfügigkeitsgrenze gearbeitet wurde, hätten die Betroffenen kein Anrecht auf Arbeitslosengeld, „da sie auf Grund ihrer unbezahlten Arbeit ja dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen“, erklärt Grolmus.</p>



<p>Sie hat nun eine Petition gestartet, die sich an die Verantwortlichen im Gesundheits- und Sozialbereich in den Ländern sowie an Gesundheitsminister Rudolf Anschober richtet. Die Kernforderung: Praktika im Rahmen von Studiengängen müssen bezahlt werden. Als weitere Beispiele neben den Ausbildungen in den Bereichen Soziale Arbeit und Pflege führt Grolmus auch die Studiengänge für angehende Physio- und ErgotherapeutInnen an.</p>



<p>Sie verbindet dabei ihre Forderung auch mit einer konkreten Summe: 950 Euro pro Monat sollte es während eines Vollzeit-Praktikums geben. Der Argumentation, Studierende würden hier vorrangig nicht arbeiten, sondern lernen, kann sie nichts abgewinnen. „Es wird oft so getan, als ob uns die Einrichtungen, in denen wir arbeiten, einen Gefallen tun. Das Praktikum sei ja Teil der Ausbildung. Die Mehrheit der Studierenden erzählt aber, dass sie fix in Teams eingebunden werden, dass sie nur kurz begleitet und angeleitet werden, dann aber selbstständig arbeiten, weil ihre Arbeitskraft in dem Betrieb von Nöten ist.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Die Geschäftsführungen setzen die Ehrenamtlichen und PraktikantInnen auch als LohndrückerInnen ein&#8220;.</p><cite>Axel Magnus, Sozialwissenschafter</cite></blockquote>



<p>Der Sozialwissenschafter Axel Magnus sieht das ähnlich. Er ist Betriebsratsvorsitzender der Sucht- und Drogenkoordination Wien und weiß, dass sein Arbeitgeber einer der wenigen in der Branche ist, der PraktikantInnen bezahlt. „Aber in weiten Teilen der Branche ist es völlig üblich, dass hier einfach Arbeitskraft ausgebeutet wird.“ Das betreffe übrigens nicht nur Studierende der von Grolmus genannten FH-Studiengänge. Jene jungen Menschen, die zum Klinischen und Gesundheitspsychologen ausgebildet werden, müssten gar ein Jahr ohne finanzielle Abgeltung arbeiten. 1.800 Stunden an Praktika seien hier vorgeschrieben. „Ich fordere daher, dass alle nicht korrekt bezahlten Praktika in der Arbeitswelt erhoben und künftig alle PraktikantInnen entlohnt werden.“</p>



<p>Als Richtwert für die Bezahlung von PraktikantInnen schlägt Magnus vor, den Kollektivvertrag der jeweiligen Branche und Verwendungsgruppe heranzuziehen. Entsprechend sollten sie dann jeweils nach Stufe eins, also ohne Berücksichtigung von Vordienstzeiten, bezahlt werden. Damit wären die Betroffenen auch nicht mehr, wie derzeit, nur kranken- und unfallversichert. Sie würden auch Beiträge in die Pensionsversicherung einzahlen. Und natürlich würden sich dann auch die von Grolmus geschilderten existenziellen Sorgen nicht mehr stellen.</p>



<p>Magnus sieht aber auch das große Ganze. Gerade im Pflege- und Sozialbereich sei bis vor ein paar Jahrzehnten vieles in der Familie oder ehrenamtlich, dabei mehrheitlich durch Frauen, abgefedert worden. Inzwischen habe eine Professionalisierung eingesetzt. „Aber es gibt immer noch einen wesentlichen Anteil von Zivildienern, Ehrenamtlichen und PraktikantInnen. Und je höher ihr Anteil ist, desto niedriger sind die Gehälter. Die Geschäftsführungen setzen die Ehrenamtlichen und PraktikantInnen auch als LohndrückerInnen ein.“ Magnus appelliert hier aber auch an die Betriebsräte. Sie sollten sich mehr als bisher um die Interessen von PraktikantInnen kümmern, weil sich dadurch eben die Gehalts- und Arbeitssituation für alle Arbeitskräfte in einem Betrieb verbessern würde. „PraktikantInnen dürfen einfach nicht mehr als LohndrückerInnen verwendet werden.“</p>



<p class="blauebox">Du findest, dass PraktikantInnen, im Gesundheits- und Sozialbereich eine Bezahlung verdient haben, von der sie leben können? Dann unterstütze <a rel="noreferrer noopener" href="http://bit.ly/Petition_Pflichtpraktika" target="_blank" aria-label="diese Petition (öffnet in neuem Tab)">diese Petition</a>.</p>
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		<title>Auf die Daten der Klientinnen und Klienten wird gut aufgepasst&#8230;</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/03/28/auf-die-daten-der-klientinnen-und-klienten-wird-gut-aufgepasst/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Clara Fritsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2019 14:11:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Magnus]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Fritsch]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Daten der Klientinnen und Klienten wird gut aufgepasst, ...aber mit den eigenen ist man weniger vorsichtig. Interview mit einem datenschützenden Betriebsrat. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="724" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-1024x724.png" alt="" class="wp-image-9467" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-1024x724.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-150x106.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-300x212.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-768x543.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Axel Magnus, privat</figcaption></figure>



<p><strong>&#8230;aber mit den eigenen ist man weniger vorsichtig. Interview mit einem datenschützenden Betriebsrat. </strong></p>



<span id="more-9466"></span>



<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Bei euch im Betrieb wurde eine gemeinsame Terminplanung eingeführt. Das kann die Zusammenarbeit erleichtern, wenn man weiß, welche KollegInnen wann Zeit haben – und welche nicht. Oder?</p>



<p><strong>Axel Magnus:</strong> Tatsächlich ist die berufsgruppenübergreifende Zeitplanung bei uns notwendig. Es sind da seitens der Krankenanstalt sehr komplexe Abläufe vorgegeben und innerhalb derer erfolgt die Terminplanung. Die ist Teil einer sehr viel mächtigeren Software zur Dokumentation, die wiederum notwendig ist, um die Bestimmungen des Krankenanstaltengesetzes einzuhalten. Die Zusammenarbeit ist fast vollständig durch die Terminplanung vorgegeben. Manchmal wollen KollegInnen zusätzlich miteinander sprechen und das ist leichter, wenn sie wissen, ob der- oder diejenige, mit dem oder der sie sprechen möchten, gerade keine Klientin beziehungsweise keinen Klienten hat.</p>



<p><strong>KOMPETENZ: </strong>Was hat die Beschäftigten gestört? War es so, dass dann alle alles voneinander wussten? Wurden die Terminkalender der KollegInnen untereinander falsch interpretiert, z.B. als Leistungsnachweis, wer besonders viele Termine hat, gilt als besonders fleißig? War es mehr für eure KlientInnen ein Problem?</p>



<p><strong>A</strong>x<strong>el Magnus:</strong> Es ist es schon manchmal vorgekommen, dass Fragen gestellt wurden, wie etwa „Jetzt ist der schon wieder krank?“, weil anfänglich war nämlich auch der konkrete Abwesenheitsgrund zu sehen, also z.B. Krankenstand, Zeitausgleich und so weiter. Und dann wurde schon auch untereinander diskutiert, warum Kollege X weniger Termine hat als Kollegin Y, also „warum der so wenig hackelt“. Dabei sagt die Anzahl der Termine überhaupt nichts aus, weil diese je nach Form der Begutachtung – definiert als Arbeitsprozess – unterschiedlich lange dauern und auch unterschiedliche Aufgaben damit verbunden sind.</p>



<p>Es war bei uns ja eher so, dass in Bezug auf den Schutz der eigenen Daten wenig Bewusstsein und auch Verständnis der Kolleginnen und Kollegen vorhanden war. Dass alle immer von allen wissen, was sie gerade machen, das war irgendwie fast selbstverständlich.</p>



<p>Für die Klienten und Klientinnen hingegen ist die Terminplanung definitiv ein Vorteil. Früher war es so, dass eine bestimmte Anzahl für den Vormittag oder den Nachmittag geladen wurden. Wer als erstes da war, hat den ersten Termin bekommen. Immer wieder sind aber auch viele zugleich gekommen, was zu langen Wartezeiten führen konnte oder die Kollegen und Kolleginnen unter Druck setzte, möglichst schnell zu arbeiten, was ja nicht bedeutet, dass das besonders effizient und sinnvoll ist.</p>



<p> <strong>K</strong>O<strong>MPETENZ:</strong> Wurde dieses Problem von den Beschäftigten an den Betriebsrat herangetragen oder ist er von selbst aktiv worden?</p>



<p><strong>A</strong>x<strong>el Magnus:</strong> Wir sind von uns aus als Betriebsrat aktiv geworden, nachdem wir gesehen haben, welche Daten im neuen System für alle einsehbar sind.</p>



<p> <strong>K</strong>O<strong>MPETENZ:</strong> Habt ihr euch entschieden eine Betriebsvereinbarung dazu abzuschließen?</p>



<p> <strong>A</strong>x<strong>el Magnus:</strong> Wir wollen definitiv eine Betriebsvereinbarung dazu und verhandeln diese auch gerade.</p>



<p>Es können derzeit leider noch immer alle sehen, ob jemand „geplant“ oder „ungeplant abwesend“ ist und dadurch kann es auch mit der zwischenzeitlich getroffenen Lösung zu Fehlinterpretationen kommen, aber zumindest ist nicht mehr konkret erkennbar, warum genau jemand abwesend ist. Diese Begrifflichkeiten lassen aber jedenfalls noch zu viel Interpretationsspielraum.</p>



<p>Wir arbeiten in einem Umfeld, in dem aufgrund des Krankenanstaltengesetzes, des Gesundheitstelematikgesetzes und der Gesundheitstelematikverordnung Datenschutz deutlich strenger interpretiert wird als anderswo. Das ist gut so, weil es sich ja um heikle, ganz persönliche und private, nämlich die Gesundheit betreffende Daten handelt. Fast alle unsere KollegInnen wissen also einiges über Datenschutz bei den Klienten und Klientinnen. Allerdings fehlt teilweise das Verständnis dafür, wie wertvoll und schützenswert die&nbsp;<em>eigenen&nbsp;</em>Daten sind. In Bezug auf die eigene Person mangelt es am Verständnis dazu, wo der Unterschied zwischen einem normalen kollegialen Austausch und einer Datenverarbeitung liegt. Oft hat das auch mit Bequemlichkeit zu tun. Ich denke, man kann jederzeit ein paar Büros weiter anrufen oder persönlich schauen, ob der Kollege X da ist. Das muss also nicht auf einen Blick, mit allen anderen vergleichbar, per Statusmeldung am Bildschirm erkennbar sein.</p>



<p> <strong>K</strong>O<strong>MPETENZ:</strong> Was war das „beste Argument“&nbsp;des Betriebsrates beim Verhandeln mit der Geschäftsführung?</p>



<p> <strong>A</strong>x<strong>el Magnus:</strong>  Der Geschäftsführung ist wichtig, dass alles datenschutzkonform abläuft, weshalb wir von dieser Seite sogar Unterstützung bekommen haben.</p>



<p>Gut war auch, dass wir uns im Laufe der Verhandlungen darauf geeinigt haben, demnächst eine allgemeine Basisbetriebsvereinbarung zum Datenschutz und zirka zehn konkretisierende Betriebsvereinbarungen zu diversen datenverarbeitenden Systemen abzuschließen. Das wird momentan verhandelt. Vielleicht hört sich das etwas nachlässig an, dass wir in dem Bereich noch nicht so viel vorzuzeigen haben. Tatsache ist aber, dass wir zuerst Betriebsvereinbarungen zu Supervision oder einer Schmutz-, Erschwernis- und Gefahren-Zulage verhandelten, die auch für die KollegInnen Priorität hatten.</p>



<p> <strong>K</strong>O<strong>MPETENZ:</strong> Sind die Beschäftigten nun zufriedener mit dem Terminplanungs-Tool?</p>



<p>Bei jeder neuen Software herrscht bei der Einführung immer Unzufriedenheit. Insbesondere die Terminplanung ist heikel, da der Arbeitsdruck massiv damit zusammenhängt. Insofern sind die Kolleginnen und Kollegen damit aus zwei Gründen unzufrieden: Einerseits, weil das System ziemlich kompliziert ist, was für die KollegInnen in der Administration einen hohen Arbeitsaufwand bedeutet, vor allem bei Terminverschiebungen. Und andererseits gibt es Unzufriedenheit, weil der Betriebsrat schuld ist, dass sie jetzt nicht mehr alles bei allen sehen können. Aber mir ist es lieber, wenn sich&nbsp;<em>einige&nbsp;</em>über den Mehraufwand ärgern, als dass die personenbezogenen Daten von&nbsp;<em>allen&nbsp;</em>Kolleginnen und Kollegen frei interpretiert werden können. Auch wir „Guten“ können nicht immer zu allen gut sein.</p>



<p> <strong>K</strong>O<strong>MPETENZ:</strong> Ich danke für das Interview und die weisen Worte.</p>



<p><strong>Axel Magnus:</strong> Gern geschehen.</p>



<p>Der Beitrag ist erstmals am Blog&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/ (öffnet in neuem Tab)">http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/</a>&nbsp;erschienen.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide" style="grid-template-columns:29% auto"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="1024" height="724" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-1024x724.png" alt="" class="wp-image-9467" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-1024x724.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-150x106.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-300x212.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/03/Magnus-768x543.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h4 class="wp-block-heading">Zur Person: </h4>



<p> <strong>Axel Magnus</strong> ist Betriebsratsvorsitzender bei der Sucht und Drogenkoordination Wien </p>
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