<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Befragung &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<atom:link href="https://kompetenz-online.at/tag/befragung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 20 Nov 2025 10:08:01 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.2</generator>

<image>
	<url>https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/index-1-150x150.png</url>
	<title>Befragung &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Überwältigende Mehrheit für freien Sonntag</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2025/11/20/ueberwaeltigende-mehrheit-fuer-freien-sonntag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 10:07:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2025/06]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstories]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsöffnung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=22362</guid>

					<description><![CDATA[Drei von vier Befragten (75 Prozent) sind gegen eine Sonntagsöffnung im Handel. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFES. In regelmäßigen Abständen fordern Vertreter:innen der Wirtschaft, dass die Geschäfte doch auch am Sonntag aufsperren sollen. Die Meinung der Bevölkerung ist aber eindeutig: Der Sonntag soll als Tag für Familie und Freizeit erhalten bleiben. Laut [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-22363" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-1536x1024.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-2048x1365.jpg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/DSC00420-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ende Oktober 2025 hat die Gewerkschaft GPA in Einkaufsstraßen und -zentren in ganz Österreich 19.329 Beschäftigte gefragt, ob sie<br>sonntags arbeiten würden: Mehr als 97 Prozent lehnen das ab.<br>© Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Drei von vier Befragten (75 Prozent) sind gegen eine Sonntagsöffnung im Handel. Das bestätigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFES.</strong></p>



<span id="more-22362"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In regelmäßigen Abständen fordern Vertreter:innen der Wirtschaft, dass die Geschäfte doch auch am Sonntag aufsperren sollen. Die Meinung der Bevölkerung ist aber eindeutig: Der Sonntag soll als Tag für Familie und Freizeit erhalten bleiben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer repräsentativen Befragung des IFES-Instituts sind drei Viertel der Österreicher:innen – über alle Bevölkerungsgruppen hinweg – gegen eine Sonntagsöffnung im Handel. 87 Prozent sagen, dass der Sonntag ein Tag für Familie, Freunde und Freizeit ist. Zwar zeigen sich Unterschiede je nach Wohnort und Alter, doch in keiner Gruppe<br>findet sich eine Mehrheit für die Sonntagsöffnung. Auch in den größeren Städten sind acht von zehn Befragten mit den derzeitigen Öffnungszeiten zufrieden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur jedem Zwanzigsten wäre es persönlich sehr wichtig, am Sonntag einkaufen gehen zu können. „Entgegen der Meinung einiger Wirtschaftsvertreter:innen sind die Österreicher:innen mit den aktuellen Öffnungszeiten sehr zufrieden“, fasst Barbara Teiber, Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, die Befragungsergebnisse zusammen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Handelsangestellte klar dagegen </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher ist die Ablehnung der Sonntagsöffnung bei den Handelsangestellten. Von 19.329 Handelsbeschäftigten, die im Oktober 2025 in ganz Österreich befragt wurden, lehnen mehr als 97 Prozent eine Sonntagsöffnung ab. Die Gründe, die dafür am häufigsten genannt werden, sind: noch weniger Planbarkeit, weiter erhöhter Arbeitsdruck, fehlende Kinderbetreuungsangebote, höhere Kosten für die Unternehmen und keine Mehreinnahmen für die Unternehmen, weil sich der Umsatz nur verschiebt. „Kaum jemand will sie, niemand profitiert, die Beschäftigten zahlen drauf: Das ist die Realität einer Sonntagsöffnung“, so Teiber zu diesemeindeutigen Meinungsbild.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen besonders benachteiligt Besonders nachteilig wäre eine Sonntagsöffnung im Handel für Frauen. Schon jetzt gibt es vielerorts Probleme mit der Kinderbetreuung. Wenn die Geschäfte nun auch am Sonntag aufsperren, würde es noch schwieriger Beruf und Familie zu vereinbaren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Kaum jemand will sie, niemand profitiert, die Beschäftigten zahlen drauf: Das ist die Realität einer Sonntagsöffnung.“</p>
<cite>Barbara Teiber, GPA-Vorsitzende</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Freiwilligkeit ist ein Mythos</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Befürworter der Sonntagsöffnung argumentieren oft mit der Freiwilligkeit. Die Beratungspraxis zeigt aber, dass diejenigen, die nicht „freiwillig“ spuren, häufig die ersten sind, die gehen müssen. Das ist übrigens auch vielen bewusst, die selbst nicht im Handel arbeiten. In der aktuellen IFES-Umfrage geben 76 Prozent der Befragten an, dass die Handelsbeschäftigten ihre Arbeitszeiten nicht selbst bestimmen können – zulasten von Familie, Freizeit und Erholung. „Wir stehen klar hinter den Interessen der Beschäftigten und der Bevölkerung: Deshalb wird es mit uns auch weiterhin keine Sonntagsarbeit im Handel geben!“, stellt die GPA-Vorsitzende klar. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Schon jetzt suchen viele Handelsunternehmen dringend nach Mitarbeiter:innen. Wer Fachkräfte anwerben möchte, muss aber die Arbeitsbedingungen attraktiver machen. Die Sonntagsarbeit im Handel wäre die gegenteilige Maßnahme. Die Arbeitgeber sollten den Beschäftigten im Handel stattdessen höhere Gehälter und echte Flexibilität bieten!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-1024x614.png" alt="" class="wp-image-22365" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/11/Sonntagsoeffnung-2048x1229.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Drei Viertel der Österreicher:innen, über alle Bevölkerungsgruppen hinweg, sprechen sich in einer repräsentativen IFES-Befragung klar gegen eine Sonntagsöffnung im Handel aus. Bei den Handelsangestellten ist die Ablehnung noch deutlicher. Mehr als 97 Prozent der Handelsbeschäftigten wollen nicht am Sonntag arbeiten. Das hat eine Befragung von fast 20.000 Handelsangestellten durch die GPA ergeben.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was bringt eigentlich ein Betriebsrat?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2025/05/22/was-bringt-eigentlich-ein-betriebsrat/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 May 2025 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2025/03]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstories]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsvereinbarung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=21847</guid>

					<description><![CDATA[Ein Betriebsrat ist weit mehr als ein Gremium für Mitbestimmung – er ist ein
unverzichtbarer Garant für faire Arbeitsbedingungen, soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe im Unternehmen. Zahlreiche Studien und Praxisbeispiele belegen: Wo ein Betriebsrat aktiv ist, profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern auch die Unternehmen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-1024x614.jpg" alt="" class="wp-image-21848" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-1024x614.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-300x180.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-150x90.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-768x461.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-1536x922.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/Betriebsrat-2048x1229.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: iStock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein Betriebsrat ist weit mehr als ein Gremium für Mitbestimmung – er ist ein<br>unverzichtbarer Garant für faire Arbeitsbedingungen, soziale Gerechtigkeit und demokratische Teilhabe im Unternehmen. Zahlreiche Studien und Praxisbeispiele belegen: Wo ein Betriebsrat aktiv ist, profitieren nicht nur die Beschäftigten,<br>sondern auch die Unternehmen.</strong></p>



<span id="more-21847"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Betriebsrät:innen verhandeln Betriebsvereinbarungen, wachen über die Einhaltung von Kollektivverträgen und setzen sich für bessere Arbeitsbedingungen ein. Dier Betriebsrat bieten Schutz bei Kündigungen, begleiten Umstrukturierungen und vertreten die Interessen der Belegschaft gegenüber der Geschäftsführung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret bedeutet das für die Beschäftigten, dass ihre Stimme gehört wird. Sie ermöglichen ihnen, bei Entscheidungen mitzuwirken, die ihren Arbeitsalltag betreffen, wie etwa bei der Gestaltung von Arbeitszeiten oder Sicherheitsmaßnahmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Mitbestimmung zeigt Wirkung: Beschäftigte mit Betriebsrat sind seltener in prekären Arbeitsverhältnissen und verfügen über höhere Einkommen. Sie absolvieren außerdem häufiger Aus- und Weiterbildungen und erhalten öfter Bonuszahlungen. Das erleichtert die Möglichkeit einer Qualifizierung für weitere Positionen mit einer dementsprechenden Einkommenssteigerung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Höhere Einkommen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders in den unteren Einkommensstufen offenbart sich ein eklatanter Unterschied: Geben 25 Prozent der Arbeitnehmer:innen ohne Betriebsrat an, ein Netto-Einkommen unter 1.500 Euro zu erhalten, sind es bei Vorhandensein eines Betriebsrats nur 15 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut einer Befragung des Sozialforschungsintituts IFES fühlen sich Beschäftigte mit Betriebsrat besser informiert: 51 Prozent sagen, sie wissen gut oder sehr gut über ihre Rechte und Pflichten in der Arbeitswelt Bescheid, während sich von den Beschäftigten, in deren Unternehmen es keinen Betriebsrat gibt, nur 38 Prozent gut infomiert fühlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">30 Prozent der Beschäftigten mit Betriebsrat sind zufrieden mit den betrieblichen Sozialleistungen, bei jenen ohne Betriebsrat sind es nur 24 Prozent. Außerdem werden in Betrieben mit Betriebsrat wesentlich häufiger Maßnahmen zur Verringerung psychischer Belastungen gesetzt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-1024x614.png" alt="" class="wp-image-21850" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/05/instabile-arbeitsbedingungen-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr Weiterbildung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Noch deutlicher ist der Unterschied bei der betrieblichen Weiterbildung: Fast 70 Prozent der Beschäftigten mit Betriebsrat geben an, dass sie mit den Möglichkeiten zur betrieblichen Weiterbildung zufrieden sind. Ohne Betriebsrat sind nur rund 50 Prozent mit dem Weiterbildungsangebot ihrer Arbeitgeber zufrieden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Auch Unternehmen profitieren</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Doch nicht nur Beschäftigte, auch Unternehmen profitieren von einem engagierten Betriebsrat. Zufriedene Mitarbeiter:innen sind produktiver. Gerade Betriebsrät:innen können dazu beitragen, indem sie Anliegen ernst nehmen und Lösungen finden. Zudem erleben Unternehmen mit einem Betriebsrat oft weniger Fluktuation, was Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung spart.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Vorteil ist die verbesserte Kommunikation zwischen Führungsebene und Belegschaft. Der Betriebsrat fungiert als Bindeglied, fördert ein besseres Verständnis der Unternehmensziele und stärkt die Identifikation der Mitarbeiter:innen mit dem Unternehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht zuletzt hilft der Betriebsrat dem Unternehmen, rechtliche Vorschriften einzuhalten und senkt so das Risiko von Rechtsstreitigkeiten und damit verbundenen Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">All das zeigt: Von einem Betriebsrat profitiert jede Seite.</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Der Weg zur Betriebsratswahl</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Betriebsratswahl kann durchgeführt werden, wenn mindestens fünf stimmberechtigte Arbeitnehmer:innen im Betrieb beschäftigt sind. Der Arbeitgeber muss nicht um Erlaubnis gefragt werden und darf die Wahl nicht behindern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du selbst überlegst, einen Betriebsrat bei dir im Unternehmen zu gründen, dann wende dich am besten direkt an unsere <a href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Rechtsberatung (öffnet in neuem Tab)">Rechtsberatung</a>. Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Übrigens, wenn du als Betriebsrät:in kandidieren willst, kannst du vom Arbeitgeber nicht mehr so einfach gekündigt werden. Dieser besondere Kündigungs- und Entlassungsschutz beginnt, sobald deine Absicht zu kandidieren offenkundig wird, und gilt vom Zeitpunkt der Betriebsversammlung zur Wahl des Wahlvorstandes bis zum Ablauf der Frist zur Anfechtung der Wahl.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Ohne Betriebsrat kein Sozialplan</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Krisenzeiten zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig ein Betriebsrat für die Beschäftigten ist. Der Betriebsrat kann die Unternehmensführung dazu auffordern, Verhandlungen über einen<a href="https://kompetenz-online.at/2020/09/29/rettungsanker-sozialplan/" aria-label="Sozialplan"> Sozialplan</a> aufzunehmen, sobald bekannt wird, dass Maßnahmen geplant sind, die erhebliche Auswirkungen auf die Belegschaft haben könnten. Denn ohne Betriebsrat kann kein Sozialplan vereinbart werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weigert sich ein Betriebsinhaber, in Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu treten, hat dieser die Möglichkeit, vor der Schlichtungsstelle beim zuständigen Arbeits- und Sozialgericht einen Sozialplan zu erzwingen.</p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Familienarbeit ist immer noch weiblich</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/22/familienarbeit-ist-immer-noch-weiblich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 08:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Familienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gender pay gap]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19901</guid>

					<description><![CDATA[Frauen leisten auch 2023 noch überwiegend die unbezahlte Arbeit in der Familie. Mehr als 90 Prozent der Mütter würden das gerne ändern. Die Väter dagegen sind sehr zufrieden damit. Kein Wunder, denn es sind noch immer vorwiegend Frauen, die sich um sämtliche Arbeit rund um den Familienalltag kümmern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1024x614.png" alt="" class="wp-image-19902" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: AdobeStock<br>Quelle: Befragung von Vorwerk Österreich gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TQS</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frauen leisten auch 2023 noch überwiegend die unbezahlte Arbeit in der Familie. Mehr als 90 Prozent der Mütter würden das gerne ändern. Die Väter dagegen sind sehr zufrieden damit. Kein Wunder, denn es sind noch immer vorwiegend Frauen, die sich um sämtliche Arbeit rund um den Familienalltag kümmern.</strong></p>



<span id="more-19901"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Immer noch leisten Frauen den überwiegenden Teil der sogenannten Care-Arbeit. Laut &nbsp;laut einer Umfrage von Vorwerk Österreich gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TQS fühlt sich jede zweite Frau (48 Prozent) damit in ihrem Alltag stark belastet. Besonders der &#8222;Mental Load&#8220; wird als besonders belastend empfunden &#8211; also die ganzen Denkaufgaben rund um die Familie: Das reicht von der Begleitung der Kinder zu Arztterminen, dem Denken an neue Kleider für die Kinder, dem Besorgen von Geschenken bis hin zu finanziellen Angelegenheiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Vätern fällt zwar auf, dass ihre Partnerinnen meist eine höhere &#8222;Mental Load&#8220; haben, allerdings schätzen sie ihren eigenen Beitrag meist als höher ein als viele es vermuten. Entsprechen zufrieden sind Väter mit der Situation in der Familie: &nbsp;71 Prozent der befragten Väter&nbsp;sagen, dass sie bezüglich der Aufgabenverteilung&nbsp;eher bis sehr zufrieden sind. Bei den Müttern sind es nur 42 Prozent. Als Hauptgrund für ihre Unzufriedenheit nennen Frauen die knappe Zeit für sich selbst. 93 Prozent der Frauen sind auch der Meinung, dass die aktuelle Aufteilung im Haushalt geändert werden sollte. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie zeigt außerdem, dass auch Unterstützung von außen überwiegend weiblich ist.  Großmütter sind die wichtigsten Helferinnen (31 Prozent). Weit abgeschlagen dahinter folgen Freund:innen (18 Prozent), Babysitter:innen (5 Prozent) oder&nbsp;Reinigungskräfte (5 Prozent).</p>



<p class="wp-block-paragraph">503 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich, die in Mehrpersonenhaushalten mit Kindern wohnen beteiligten sich an der Umfrage. Der Untersuchungszeitraum war März 2023.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mehr Respekt für die Beschäftigten im Handel</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/02/20/mehr-respekt-fuer-die-beschaeftigten-im-handel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Feb 2023 14:37:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2023/01]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitskräftenachfrage]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszufriedenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Teiber]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Flexibilität]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Personalknappheit]]></category>
		<category><![CDATA[psychische Belastungen]]></category>
		<category><![CDATA[Teilzeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19453</guid>

					<description><![CDATA[Die Beschäftigten im Handel haben während der Pandemie viele Belastungen
ausgehalten, das zeigt eine aktuelle Studie von WIFO und IFES. Kein Wunder, dass der Handel über Fachkräftemangel klagt. Die Gewerkschaft GPA
fordert bessere Arbeitsbedingungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-19454" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/02/Foto-fuer-Seite-15-20181123094908_IMG_8942_ausschnitt.jpg 1245w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA Barbara Teiber fordert für die Beschäftigten im Handel besser<br>planbare Arbeitszeiten.</strong><br>Foto: Arbeiterkammer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Beschäftigten im Handel haben während der Pandemie viele Belastungen<br>ausgehalten, das zeigt eine aktuelle Studie von WIFO und IFES. Die Gewerkschaft GPA<br>fordert bessere Arbeitsbedingungen.</strong></p>



<span id="more-19453"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die COVID-19-Pandemie hat den Handel 2020 vor enorme Herausforderungen gestellt. Eine Studie von WIFO und IFES im Auftrag der AK Wien zeigt: Die Beschäftigten im Handel stehen unter immer stärkerem Druck. Die Vereinbarung von Beruf und Familie hat sich seit Pandemiebeginn verschlechtert: 6 von 10 Handelsbeschäftigten arbeiten bis zu 10 Tage im Quartal länger als 10 Stunden pro Tag. Seit Pandemiebeginn wird immer häufiger trotz Krankheit gearbeitet. Kein Wunder, dass die Arbeitszufriedenheit deutlich zurückgegangen ist und dass die Nachfrage nach Arbeitskräften immer mehr steigt. „Schon jetzt haben wir 20.000 offene Stellen im Handel. Nur durch bessere Arbeitsbedingungen kann der Personalknappheit entgegengewirkt werden“, stellt GPA-Vorsitzende Barbara Teiber fest.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Hohe Teilzeitquote</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Etwa jede zweite Arbeitskraft im Einzelhandel arbeitet in Teilzeit. Die Differenz zwischen Wunscharbeitszeit und tatsächlich geleisteter Arbeitszeit wird immer größer. Immer mehr Vollzeitarbeitskräfte wollen weniger arbeiten als noch vor der Pandemie. Selbst die Teuerung hat daran wenig geändert. Der Druck in der Arbeit für Vollzeitkräfte ist oft so hoch, dass sie selbst Einkommenseinbußen in Kauf nehmen würden. Umgekehrt würden viele Teilzeitarbeitskräfte gerne aufstocken: Konkret würde jede und jeder Vierte gerne mehr Stunden arbeiten, um den Lebensunterhalt zu finanzieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwar sind 3 von 4 Handelsbeschäftigten grundsätzlich immer noch mit ihrem Beruf zufrieden. Die Zufriedenheit ist aber seit der Pandemie deutlich gesunken (von 83 auf 76 Prozent). Am wenigsten zufrieden sind übrigens Eltern. Sie beklagen vor allem die schlechte Vereinbarkeit von Arbeit und Betreuungspflichten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Handelsangestellte fühlen sich seit der Pandemie auch gesundheitlich stärker belastet. Besonders stark gestiegen sind die psychischen Belastungen durch Stress. Fühlten sich vor der Pandemie noch 17 Prozent der Handelsbeschäftigten stark belastet, so sind es jetzt schon 27 Prozent. Gestiegen ist auch die Zahl der Tage, an denen die Beschäftigten gearbeitet haben, obwohl sie krank waren: Von 2 bis 3 Tagen vor der Pandemie auf fast 11<br>Tage.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wunsch nach mehr Flexibilität</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewerkschaft GPA fordert für die Handelsbeschäftigten besser planbare Arbeitszeiten. „Die Betriebe müssen ihren Beschäftigten mehr Flexibilität beim Ausmaß und bei der Lage der Arbeitszeit einräumen, etwa mit Öffnungszeiten, die Rücksicht auf die Beschäftigten nehmen. Und indem die Betriebe viel mehr auf die Wunscharbeitszeiten der ArbeitnehmerInnen eingehen“, konkretisiert die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA bei einer Pressekonferenz. Vorankündigungszeiten von 14 Tagen bei der Diensteinteilung sind gesetzlich vorgeschrieben, werden aber oft nicht eingehalten. Hier braucht es wirksame Strafen, sonst hört das nicht auf. In einer Branche mit hohem Teilzeitanteil wird besonders häufig die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit überschritten. Deshalb muss es auch bei Teilzeit einen 50-prozentigen Zuschlag schon ab der ersten Stunde Mehrarbeit geben.<br>Berufliche Weiterbildung in der Arbeitszeit muss auch für Teilzeitangestellte möglich werden. Ziel ist ein Recht auf eine Woche Weiterbildung pro Jahr in der bezahlten Arbeitszeit.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gewalt am Arbeitsplatz – ein Berufsrisiko?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/04/19/gewalt-am-arbeitsplatz-ein-berufsrisiko/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2021 16:53:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Kalliauer]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=16687</guid>

					<description><![CDATA[Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie sind immer mehr Beschäftigte mit Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert. Die AK Oberösterreich pocht auf die Fürsorgepflicht der Unternehmen und kämpft für einen besseren Schutz für die Betroffenen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-1024x683.png" alt="" class="wp-image-16693" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_209648967.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie sind immer mehr Beschäftigte mit Gewalt am Arbeitsplatz konfrontiert. Die AK Oberösterreich pocht auf die Fürsorgepflicht der Unternehmen und kämpft für einen besseren Schutz für die Betroffenen.</strong></p>



<span id="more-16687"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Eine junge Verkäuferin aus dem Raum Linz berichtet, ihr Chef habe ihr im Beisein von KollegInnen auf die Brüste gegriffen und dabei sexuell anzügliche Bemerkungen gemacht. Auf ihre empörte Frage, was das denn soll, antwortete der Chef: „Stell dich nicht so an.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Arbeitnehmer aus Oberösterreich bekam von seinem Vorgesetzten so viele zusätzliche Arbeitsaufgaben aufgebürdet, dass ihm alles zu viel wurde. Noch dazu stellte ihn sein Chef ständig bloß und beleidigte ihn, bis er am Ende krank wurde und seinen Job verlor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Solche und ähnliche Fälle sind leider nicht die Ausnahme. Viel zu viele Beschäftigte sind mit physischer, psychischer oder sexualisierter Gewalt konfrontiert. Gewalt am Arbeitsplatz ist ein Tabuthema, doch nun hat sich eine aktuelle Studie der Arbeiterkammer Oberösterreich erstmals ausführlich mit dem gesamten Problemfeld befasst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Von physischer Gewalt &#8211; also Tätlichkeiten und körperlichen Übergriffen &#8211; am Arbeitsplatz waren im vergangenen Jahr sieben Prozent der ArbeitnehmerInnen betroffen. Acht Prozent wurden ZeugInnen von solchen Vorfällen. Gewalt am Arbeitsplatz bedeutet aber nicht nur körperliche Gewalt: Ein Drittel der Beschäftigten in Österreich war schon Opfer von übler Nachrede, Tuscheln oder Gerüchten, fast die Hälfte hat dies bei anderen beobachtet. 15 Prozent haben Ausgrenzung erlebt, 11 Prozent waren von Mobbing und Drohungen betroffen. ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund berichten öfter davon, ausgegrenzt oder ignoriert zu werden. Sexualisierte Gewalt, von der Belästigung bis zum Übergriff, betrifft am häufigsten junge Frauen unter dreißig: Zehn Prozent von ihnen gaben an, betroffen zu sein.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Handel: Aggressive KundInnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Beginn der Corona-Pandemie hat sich die Situation zusätzlich verschärft. Die Auswertung des aktuellen Arbeitsklima-Index der AK OÖ ergab, dass Beschimpfungen, Beleidigungen und Mobbing um zehn Prozentpunkte zugenommen haben, bei körperlicher Gewalt ist ein Anstieg von zwei Prozentpunkten zu beobachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch eine Befragung der Beschäftigten im Handel durch die GPA brachte schlechte Erfahrungen und Sorgen bezüglich Gewalt am Arbeitsplatz zutage. Der Fleckerlteppich an Regelungen und Maßnahmen führt zu Verunsicherung, leider aber auch vermehrt zu Aggressionen seitens der KundInnen. Die Wut und die Frustration, die sich durch die schwierigen Lebensumstände anstauen, entladen sich immer öfter in den Geschäften. Das führt zu teils gravierenden Problemen für die Beschäftigten. So erzählt z.B. eine Angestellte eines Supermarkts von „Kunden, die den ganzen Frust an uns Verkäuferinnen auslassen. Das war zwar schon immer so, aber jetzt ist es echt schlimm, fast täglich hat man einen oder mehrere Kunden, die herumpöbeln.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Verkäuferin berichtet von KundInnen, die sich weigern, ihre Maske zu tragen und sich dann bei der Firmenleitung beschweren, wenn sie vom Verkaufspersonal darauf aufmerksam gemacht werden. Dass in solchen Situationen die Arbeitgeber ihre Beschäftigten unterstützen, ist leider nicht selbstverständlich: „Wir würden uns wünschen, dass auch die Firma hinter uns steht, wenn die Kunden sich über uns beschweren – und nicht, dass wir noch eins drauf bekommen!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Folgen von Gewalt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ungehaltene KundInnen, aggressives Verhalten, verbale Gewalt bis hin zu Pöbeleien, all das verursacht großen zusätzlichen Stress. Eine Teilnehmerin der GPA-Befragung fasst diesen deprimierenden Alltag der Verkäuferinnen so zusammen: „Es ist eine große psychische Belastung, ständig Angst zu haben, von jemandem verbal attackiert zu werden.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Es ist eine große psychische Belastung, ständig Angst zu haben, von jemandem verbal attackiert zu werden.“</p><cite>Verkäuferin, anonym, Befragung der GPA</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen von Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz können von körperlichen und psychischen Schäden bis hin zur Arbeitsunfähigkeit reichen. Auch MitarbeiterInnen, die einen Vorfall nur beobachtet haben, können danach unter erhöhtem Stress leiden. Insgesamt wirkt sich Gewalt natürlich auch negativ auf die Motivation und Arbeitsleistung aus. Somit wird Gewalt in der Folge zum Problem für Teams und ganze Unternehmen, da sie zu einem schlechten Arbeitsklima, geringerer Produktivität, mehr Arbeitsunfällen und erhöhter personeller Fluktuation führt. Letztlich entstehen für das Unternehmen hohe finanzielle Kosten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Verantwortung der Arbeitgeber</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden eingangs erwähnten ArbeitnehmerInnen aus Oberösterreich, die Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz wurden, bekamen vor Gericht Recht und die Arbeiter­kammer konnte für sie Schadenersatzzahlungen erkämpfen. Damit wurde den gewaltbereiten Chefs klar vor Augen geführt, dass sie zu weit gegangen sind. Wie sieht nun der arbeitsrechtliche Rahmen bei Gewalt aus, welche Rechte haben die Beschäftigten, welche Pflichten die Arbeitgeber?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konflikte und Gewalt am Arbeitsplatz werden gerne als individuelle Probleme zwischen zwei oder mehr Personen abgetan. Tatsächlich haben sie aber viel öfter strukturelle oder organisatorische Ursachen: Überfüllte enge Räume, Nachtarbeit, Arbeits- und Leistungsdruck oder schlechtes Führungsverhalten begünstigen aggressives Verhalten und Gewalt. Führungskräfte kommen ihrer Verantwortung in Konflikten oft spät oder gar nicht nach.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeitgeber haben die Pflicht, Leben, Gesundheit und Würde ihrer Beschäftigten am Arbeitsplatz zu schützen. Diese sog. Fürsorgepflicht ist gesetzlich verankert, ein Unternehmen ist daher verpflichtet, im Fall von Übergriffen und Gewalt für Abhilfe zu sorgen. Konkret heißt das: Arbeitgeber müssen Betroffene schützen, aber auch die Beschäftigten und ihre Führungskräfte sensibilisieren und schulen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gewaltprävention</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Fürsorge gehört daher auch Gewaltprävention. Weder für den Umgang mit Gewalt noch für Prävention gibt es ein Wundermittel, es gibt jedoch sehr wohl Handlungsmöglichkeiten. Diese reichen von baulichen und technischen Maßnahmen über Schulungen, Supervision und Coaching bis hin zu arbeitsmedizinischen Maßnahmen und Betriebsvereinbarungen. Auch ein guter Motivationskündigungsschutz stärkt jene KollegInnen, die sich aktiv gegen Gewalt zur Wehr setzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beim Erarbeiten von betrieblichen Vereinbarungen, die ein zentrales Instrument bei der Bekämpfung von Gewalt darstellen, finden BetriebsrätInnen auch in der GPA Rat und Hilfe zu dem Problemfeld: „Wir unterstützen bei der Prävention und helfen, Betriebsvereinbarungen zu formulieren und auch zu verwirklichen,“ erklärt Isabel Koberwein, Expertin in der Grundlagenabteilung der GPA (mehr dazu in diesem Video).</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<div class="epyt-video-wrapper"><iframe loading="lazy"  id="_ytid_89286"  width="1140" height="641"  data-origwidth="1140" data-origheight="641" src="https://www.youtube.com/embed/6FoEVvOMHrc?enablejsapi=1&#038;autoplay=0&#038;cc_load_policy=0&#038;cc_lang_pref=&#038;iv_load_policy=1&#038;loop=0&#038;rel=0&#038;fs=1&#038;playsinline=0&#038;autohide=2&#038;theme=dark&#038;color=red&#038;controls=1&#038;disablekb=0&#038;" class="__youtube_prefs__  epyt-is-override  no-lazyload" title="YouTube player"  allow="fullscreen; accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen data-no-lazy="1" data-skipgform_ajax_framebjll=""></iframe></div>
</div></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Fürsorgepflicht ernst nehmen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, will die Arbeitgeber stärker in die Pflicht nehmen: „Unternehmen haben die gesetzlich verankerte Fürsorgepflicht und müssen sich permanent um die physische und psychische Unversehrtheit ihrer Beschäftigten kümmern. Es liegt in ihrer Verantwortung, die Prävention von Gewalt und den Umgang mit Gewalt ernst zu nehmen sowie Maß­nahmen zu setzen, um Gewalt zu verhindern“, appelliert Kalliauer, denn „die Beschäftigten brauchen gewaltfreie Arbeitsplätze, kompetente Führungskräfte und klare Regelungen in Form von Betriebsvereinbarungen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Risiko von Gewalt am Arbeitsplatz sinkt, wenn Arbeitsplätze räumliche Barrieren und Rückzugsmöglichkeiten bieten.&nbsp; Auch der Zeit- und Arbeitsdruck kann durch ausreichende Personalausstattung verringert werden und so für ein verbessertes Arbeitsklima sorgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wenn das alles nichts hilft und Beschäftigten in der Arbeit Gewalt widerfährt, dann ist der Arbeitgeber im Rahmen der Fürsorgepflicht verantwortlich, die Betroffenen zu schützen und zu unterstützen. Dafür braucht es medizinische oder psycholog­ische Angebote zur Nachsorge sowie das Recht auf einen Schadenersatz“, fordert Kalliauer.</p>



<div class="wp-block-advgb-container advgb-blocks-container blauebox">
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Gewerkschaft GPA hilft</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">GPA-Mitgliedern steht ein vielfältiges <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Beratungsangebot (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_3.9/ueber-uns/kontakt" target="_blank">Beratungsangebot</a> zu arbeitsrechtlichen Fragen zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können unter 050301-301 eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. </p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Handel: „Wir sind am Ende unserer Kräfte!“</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/04/13/handel-wir-sind-am-ende-unserer-kraefte/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 10:31:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2021/02]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Anita Palkovich]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Billa]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelhandel]]></category>
		<category><![CDATA[Mehrarbeitszuschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Sabine Eiblmaier]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[SPAR]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Hackl]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=16628</guid>

					<description><![CDATA[Die Beschäftigten im Handel, insbesondere im Lebensmittelhandel, haben nach einem Jahr Pandemie ihre Belastungsgrenze erreicht. Die GPA fordert einen Sicherheitsgipfel mit WKO und Bundesregierung sowie einen Zusatzkollektivvertrag, um die Angestellten zu entlasten und zu schützen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-1024x683.png" alt="" class="wp-image-16629" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/anita-palkovich.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>KV-Verhandlerin Anita Palkovich bei der Pressekonferenz der Gewerkschaft GPA</strong><br>Foto: Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Beschäftigten im Handel, insbesondere im Lebensmittelhandel, haben nach einem Jahr Pandemie ihre Belastungsgrenze erreicht. Die GPA fordert einen Sicherheitsgipfel mit WKO und Bundesregierung sowie einen Zusatzkollektivvertrag, um die Angestellten zu entlasten und zu schützen.</strong></p>



<span id="more-16628"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Eine <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag/handel/handelsangestellte/2021/belastungsgrenze-fuer-handelsangestellte-ist-erreicht" target="_blank" aria-label="Mitgliederbefragung der Gewerkschaft (öffnet in neuem Tab)">Mitgliederbefragung der Gewerkschaft</a><a href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag/handel/handelsangestellte/2021/belastungsgrenze-fuer-handelsangestellte-ist-erreicht" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)"> </a><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag/handel/handelsangestellte/2021/belastungsgrenze-fuer-handelsangestellte-ist-erreicht" target="_blank" aria-label="GPA (öffnet in neuem Tab)">GPA</a> zeigt die angespannte Situation der Beschäftigten im Handel auf. Die Rückmeldungen sind alarmierend: Corona hat die Lage der Handelsangestellten, aber auch das Image der Branche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Fleckerlteppich an Maßnahmen und Regelungen, die von den KundInnen oft nicht mehr mitgetragen werden, führt zu großer Verunsicherung. Zugleich ist die Arbeitsbelastung stark gestiegen, ohne dass sich dies positiv auf die Bezahlung auswirken würde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Aggressive Kunden, Überlastung, Personalmangel und mangelnde Wertschätzung, sowie fehlender Respekt der Kunden gegenüber unseren Kolleginnen und Kollegen sind die größten Probleme,“ fasst Anita Palkovich, Wirtschaftsbereichssekretärin im Handel in der GPA, die Ergebnisse der Befragung zusammen. „Es ist nicht übertrieben aufgrund der aktuellen Lage von einer Gefährdung der sicheren Versorgung zu sprechen,“ warnt Palkovich. </p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Dem großen Zusammenhalt der Beschäftigten ist es vielerorts zu verdanken, dass der Betrieb weiter aufrechterhalten werden kann.“</p><cite>Anita Palkovich</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Von den über 3.000 TeilnehmerInnen der Befragung aus allen Bundesländern fühlen sich ein Drittel durch die aktuell gesetzten Maßnahmen nicht sicher und unzureichend geschützt. Sie sehen Versäumnisse und haben kein gutes Gefühl, im Handel zu arbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als wirksame Schutzmaßnahmen hingegen werden die verpflichtende FFP2-Maske für alle KundInnen sowie sämtliche Maßnahmen, die für Hygiene und Abstand sorgen wahrgenommen. Auch die Beschränkung der Öffnungszeiten wurde von den Befragten positiv vermerkt. Was fehlt, sind verpflichtende wöchentliche Tests.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hohe Flexibilität gefordert</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während ein Teil des stationären Handels während der Lockdowns in Kurzarbeit war bzw. ist, sind die Beschäftigten im Lebensmittelhandel SystemerhalterInnen. „Sie stellen seit einem Jahr die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicher“, betont Sabine Eiblmaier, Zentralbetriebsratsvorsitzende bei Interspar. Eiblmaier erinnert daran, dass vor einem Jahr noch für die Handelsangestellten öffentlich geklatscht wurde. &nbsp;Doch seither sind die zusätzlichen Belastungen durch die Pandemie leider nicht kleiner geworden. Wegen Personalmangel, Corona-Erkrankungen und Ausfällen durch Quarantäne ist die Personaldecke extrem dünn geworden. Die Arbeitgeber erwarten jedoch ein Höchstmaß an Flexibilität.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-1024x683.png" alt="" class="wp-image-16632" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/sabine-eiblmaier.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Spar-Betriebsratsvorsitzende Sabine Eiblmaier bei der Pressekonferenz</strong><br>Foto: Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilzeitkräfte müssen daher Mehrarbeit leisten und bei Ausfällen einspringen, oft auch in anderen, weiter entfernt gelegenen Filialen. Die vielen zusätzlichen Arbeitsstunden bringen aber nur wenig auf dem Lohnzettel: Mehrarbeit wird, im Gegensatz zu Überstunden, nicht besser abgegolten, und die Möglichkeit zur Durchrechnung, die das Arbeitszeitgesetz vorsieht, bringt am Ende einer langen Arbeitswoche nicht mehr Geld am Konto.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Werner Hackl, Betriebsratsvorsitzender bei Billa, berichtet ebenfalls von gestiegenen Belastungen durch Ausfälle wegen Krankheit und Quarantäne, aber auch durch Arbeiten mit Maske und Zusatzarbeiten wie z.B. Hygienemaßnahmen im Betrieb. Dazu kommen private Belastungen durch Kinderbetreuung und Homeschooling. Der Umgang mit Kunden, erzählt Hackl, sei schwieriger geworden, da die MitarbeiterInnen oft genug die Corona-Maßnahmen wie Masken tragen oder Abstand halten in Erinnerung rufen müssten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-1024x683.png" alt="" class="wp-image-16634" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/werner-hackl.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Billa-Betriebsratsvorsitzender Werner Hackl</strong> <strong>beim Interview mit ATV </strong><br>Foto: Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Aggressive KundInnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in der Umfrage der GPA kamen mehrfach die Probleme im Umgang mit KundInnen zur Sprache. Mehr als die Hälfte der Befragten klagten über Aggressionen. Viele fühlen sich noch dazu vom Arbeitgeber und den Behörden allein gelassen: Erinnert man einen Kunden z.B. an die Maskenpflicht, wird dieser ungehalten und beschwert sich dann bei der Firmenleitung „und wir kriegen noch eins drauf, wenn wir Kunden darauf aufmerksam machen, dass sie ihre Masken tragen“, wie eine Mitarbeiterin auf ihrem Befragungsbogen vermerkte. Viele MitarbeiterInnen haben den Eindruck, dass KonsumentInnen ihren Frust an ihnen abladen und haben täglich mit Pöbeleien zu tun, was zu einer großen psychischen Belastung führt. Viele wünschen sich hier auch mehr Unterstützung durch Behörden und Polizei. Betriebsrätin Eiblmaier appelliert aber auch an die KundInnen, den Beschäftigten mehr Verständnis und Wertschätzung entgegenzubringen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-16657" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stress-im-Handel1-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> <strong>Mehr als die Hälfte der Beschäftigten im Lebensmittelhandel fühlen sich meistens oder sogar immer im Stress. </strong><br>Grafik: GPA-Öffentlichkeitsarbeit </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Frustrierend findet Anita Palkovich auch, dass in den letzten Jahren die GPA stetig und erfolgreich gemeinsam mit den BetriebsrätInnen an der Verbesserung der Arbeitsbedingungen gearbeitet hatte, und nun vieles davon aufgrund der Pandemie wieder zunichte gemacht wurde. Nur dem großen Zusammenhalt der Belegschaft untereinander ist es zu verdanken, dass die Situation mit einer gemeinsamen Anstrengung gestemmt werden kann, betonen sowohl Eiblmaier als auch Hackl.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Forderung nach Sicherheitsgipfel</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gewerkschaft und Betriebsräte verlangen daher einen Sicherheitsgipfel für die gesamte Branche: Die Wirtschaftskammer und auch die Bundesregierung sind aufgefordert, gemeinsam mit den GewerkschafterInnen an einen Tisch zu kommen, um dringend Maßnahmen zu setzen, die die Situation der Beschäftigten verbessern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel eines solchen Sicherheitsgipfels: „Ein zeitlich befristeter Zusatzkollektivvertrag, der für die Zeit der Pandemie die anstehenden Probleme regelt“, erklärt Palkovich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zunächst muss es um die Abgeltung der Flexibilität gehen. Diese wird derzeit ausgereizt, ohne dass es finanziell bei den Beschäftigten ankommt. Mehrarbeit muss, ebenso wie Überstunden, ausbezahlt werden: „Konkret wollen wir, dass die Durchrechnung der Mehrarbeit ausgesetzt wird und eine Erhöhung des Mehrarbeitszuschlages. Auch die Fahrtkosten und Bezahlung der Wegzeiten bei Aushilfe in anderen Filialen müssen abgegolten werden“, fordert Palkovich. Insbesondere außerhalb der Ballungszentren verursachen diese Fahrtkosten und -zeiten nämlich oft erhebliche Mehrkosten. Darüber hinaus braucht es eine Aufstockung der ausgedünnten Personaldecke.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine zweite dringende Forderung, die von der GPA schon mehrmals erhoben wurde, betrifft die schwangeren MitarbeiterInnen mit direktem Kundenkontakt: Sie müssen sofort freigestellt werden. „Es ist nicht einzusehen,“ kritisiert Palkovich, „warum bei den körpernahen Dienstleistungen Schwangere ab der 13. Woche freigestellt sind, ausgerechnet im Handel jedoch diese Regelung nicht angewandt wird.“ Schwangere im Handel sind ebenfalls in unmittelbarem Kontakt zu KundInnen, und entsprechend einem hohen Risiko ausgesetzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schutz der Beschäftigten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für den Bereich Sicherheit fordert die GPA, dass die Kontrollen der Corona-Maßnahmen mit eigenem Sicherheitspersonal durchgeführt werden, denn nur so können die Beschäftigten entlastet und vor übergriffigen KonsumentInnen geschützt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere wesentliche Sicherheitsmaßnahme wäre eine vorrangige Versorgung der Handelsangestellten mit Impfstoff. Die Impfbereitschaft der Beschäftigten ist überdurchschnittlich hoch. Nach einer anfänglichen Skepsis wären mittlerweile sowohl bei Rewe als auch bei Spar bis zu 80 Prozent der Beschäftigten bereit, sich impfen zu lassen. Eiblmaier und Hackl berichten beide von häufigen Nachfragen nach raschen Impfterminen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein anderer Punkt für die Verhandlungen mit den Arbeitgebern betrifft die Tourismusregelungen in jenen Bundesländern, wo eine Sonntagsöffnung vorgesehen ist. Diese muss ausgesetzt werden, solange die Beherbergungsbetriebe geschlossen sind und keine Touristen kommen. „Es gibt derzeit keinen Grund, dass die Beschäftigten sonntags im Handel arbeiten müssen, obwohl es keinen Tourismus gibt. Das ist einfach überflüssig!“ kritisiert Palkovich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Handelsangestellten“, betont Eiblmaier, „haben die Menschen in Österreich während der ganzen Zeit der Pandemie mit den Produkten des täglichen Bedarfs versorgt und sind täglich fast 12 Stunden für uns alle da.“ Sie haben sich entsprechenden Respekt verdient, sowohl von ihren Arbeitgebern, als auch von den KundInnen, und ein Arbeitsumfeld in dem ihre Leistung geschätzt und korrekt bezahlt wird.</p>



<div class="wp-block-advgb-container advgb-blocks-container blauebox">
<h4 class="wp-block-heading"><strong>Die Gewerkschaft GPA hilft</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">GPA-Mitgliedern steht ein vielfältiges <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Beratungsangebot (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_3.9/ueber-uns/kontakt" target="_blank">Beratungsangebot</a> zu arbeitsrechtlichen Fragen zur Verfügung. Nicht-Mitglieder können unter 050301-301 eine kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. </p>
</div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Krank in die Arbeit</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/04/12/krank-in-die-arbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kompetenz Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Apr 2021 16:40:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsklimaindex]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsvorsorge]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheit]]></category>
		<category><![CDATA[Präsentismus]]></category>
		<category><![CDATA[SORA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=16620</guid>

					<description><![CDATA[Der Arbeitsklima Index zeigt der AK-Oberösterreich: 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Corona-Krise, auch wenn sie krank sind. Damit ist der Anteil jener Menschen, die krank arbeiten so hoch wie nie zuvor. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="698" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-1024x698.png" alt="" class="wp-image-16623" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-1024x698.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-300x205.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-150x102.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016-768x524.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/pexels-andrea-piacquadio-3808016.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der <a rel="noreferrer noopener" href="https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/Jeder_Zweite_geht_krank_in_die_Arbeit.html#heading_Krank_in_der_Arbeit" target="_blank" aria-label="Arbeitsklima Index der AK-Oberösterreich (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima Index der AK-Oberösterreich</a> zeigt: 53 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Corona-Krise, auch wenn sie krank sind. Damit ist der Anteil jener Menschen, die krank arbeiten so hoch wie nie zuvor. </strong></p>



<span id="more-16620"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anteil der Beschäftigten, die arbeiten, obwohl sie krank sind, steigt in der Corona-Pandemie. Aus Pflichtgefühl oder Zeitdruck gehen die Menschen krank arbeiten. Auch Homeoffice spielt bei dieser Entwicklung eine Rolle. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich. Bei AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer schrillen angesichts dieser Zahlen die Alarmglocken: „Wenn mehr als die Hälfte sagt, im vergangenen Jahr auch krank gearbeitet zu haben, dann läuft gewaltig etwas schief. Die Unternehmen müssen die Belastungen minimieren und die Arbeitszeiten reduzieren!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im ersten Quartal des heurigen Jahres gaben 53 Prozent der Beschäftigten in Österreich an, gearbeitet zu haben, obwohl sie krank waren. Im vergangenen Jahrzehnt war dieser Anteil stabil geblieben bei 30 bis 35 Prozent eingependelt. Wenn man sich nicht einmal dann eine Auszeit nimmt, wenn man krank ist, dann hat das langfristig negative Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Beschäftigte, die krank arbeiten, berichten besonders häufig über Kopfschmerzen, Muskelverspannungen oder Kreuzschmerzen,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders häufig kommt das krank arbeiten gehen in der Altersgruppe zwischen 30 und 39 vor. Frauen gehen öfter krank arbeiten als Männer. Beschäftigte im Homeoffice arbeiten ebenfalls besonders häufig, auch wenn sie krank sind. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-16654" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Arbeitsklimaindex2021_krank-arbeiten1-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Pflegekräfte gehen besonders häufig krank arbeiten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beschäftigte, die unter Zeitstress und ständigem Arbeitsdruck leiden, arbeiten auch dann, wenn sie sich eigentlich schonen sollten. Ihr häufigster Grund, krank zu arbeiten, ist das Pflichtgefühl gegenüber den KollegInnen, gefolgt von der Angst, die Arbeit würde sonst liegen bleiben. Nach Berufen betrachtet, stechen Pflegekräfte hervor: 71 Prozent von ihnen haben im vergangenen Jahr gearbeitet, obwohl sie nicht gesund waren. Auch LehrerInnen, SachbearbeiterInnen, öffentliche Angestellte und Beschäftigte im Einzelhandel waren häufig trotz Krankheit beruflich im Einsatz. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Genauer unter die Lupe genommen wurde bei der aktuellen Auswertung auch die soziale Dimension der Pandemie. Das Ergebnis: Corona deckt die Ungleichheit schonungslos auf – und verstärkt sie auch noch. Wirft man nämlich einen Blick auf die Beschäftigten mit der höchsten und der niedrigsten Arbeitszufriedenheit, tun sich große Unterschiede auf. Jeweils weit über 90 Prozent der „oberen zehn Prozent“ sind mit ihrem Leben, ihrem Beruf, ihrem Einkommen zufrieden – daran hat Corona nichts geändert. Bei den „unteren zehn Prozent“ hingegen sind jetzt nur mehr 45 Prozent mit ihrem Leben, 35 Prozent mit ihrem Beruf und 20 Prozent mit ihrem Einkommen zufrieden. Viele von ihnen arbeiten in prekären Jobs in der Reinigung, am Bau sowie im Handel. Sie klagen über steigenden Zeitdruck, schlechte Gesundheitsbedingungen und permanenten Arbeitsdruck. Unzufriedene blicken auch deutlich pessimistischer in die wirtschaftliche und ihre persönliche Zukunft.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenig Verbesserungen beim Home-Office</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/12/16/wenig-verbesserungen-beim-homeoffice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 13:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2021/01]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Home-Office]]></category>
		<category><![CDATA[Homeoffice]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=15776</guid>

					<description><![CDATA[Auch im zweiten Lockdown arbeiten wieder viele ArbeitnehmerInnen in den eigenen vier Wänden. Laut einer einer im Auftrag der AK durchgeführten IFES-Erhebung hat sich, was die Ausstattung betrifft, seit dem Frühjahr wenig verändert. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1000" height="600" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1.png" alt="" class="wp-image-15883" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1.png 1000w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Quelle: Arbeiterkammer, Foto: GPA-Öffentlichkeitsarbeit, Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch im zweiten Lockdown arbeiten wieder viele ArbeitnehmerInnen in den eigenen vier Wänden. Laut einer im Auftrag der AK durchgeführten <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.arbeiterkammer.at/homeoffice" target="_blank" aria-label="IFES-Erhebung (öffnet in neuem Tab)">IFES-Erhebung</a> hat sich, was die Ausstattung betrifft seit dem Frühjahr wenig verändert. </strong></p>



<span id="more-15776"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Noch immer nutzen 89 Prozent ihr privates Internet, 84 Prozent ihren privaten Drucker, 61 Prozent ihren privaten Monitor. 40 Prozent erledigen auch ihre dienstlichen Telefonate am privaten Handy und 34 Prozent nutzen ihr privates Notebook oder PC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben vor Beginn der Pandemie noch rund fünf Prozent der Beschäftigen in Österreich im Home-Office gearbeitet, so waren es im Oktober 2020 schon rund 40 Prozent der ArbeitnehmerInnen. Die Arbeiterkammer hat das zum Anlass genommen und nachgefragt, was sich seit dem ersten Lockdown verbessert hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort darauf ist einfach: wenig hat sich seit dem ersten Lockdown verbessert. Die Monate seither wurden leider nicht genutzt worden, um klare Regelungen und Rahmenbedingungen für das Arbeiten im Home-Office zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist außerdem, dass Frauen im Home-Office schlechter ausgestattet sind als Männer. Dazu kommt, dass eine klare Trennung fehlt zwischen Home-Office einerseits und anderen Aufenthalten in den eigenen vier Wänden, vor allem wegen Krankenstand oder um Kinder und Angehörige zu pflegen. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eher im Home-Office arbeiten, als Pflegefreistellung zu nehmen und 56 Prozent arbeiten eher krank von zuhause als in Krankenstand zu gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung zeigt zudem, dass die Regelungen da besser sind, wo es BetriebsrätInnen gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fordern: Das muss sich ändern. Alle Arbeitsmittel wie Diensthandy, Computer und sonstige Erfordernisse sind vom Arbeitgeber dem Stand der Technik entsprechend zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss es für das Arbeiten im Home-Office einen Kostenersatz geben, um zusätzliche Kosten, die bei den Beschäftigten entstehen, adäquat abzugelten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wir finden, das muss sich ändern und es braucht <a rel="noreferrer noopener" href="https://awblog.at/homeoffice-gekommen-um-zu-bleiben/" target="_blank" aria-label="klare Regeln fürs Home-Office (öffnet in neuem Tab)">klare Regeln fürs Home-Office</a>:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Home-Office muss freiwillig sein. </li><li>Es braucht einen eigenen Betriebsvereinbarungstatbestand für Home-Office. Dieser sollte erzwingbar sein.</li><li>Der Unfallversicherungsschutz für das Home-Office dauerhaft im Gesetz bestehen bleiben.</li><li>Alle Arbeitsmittel wie Diensthandy, Computer und sonstige Erfordernisse sind vom Arbeitgeber dem Stand der Technik entsprechend zur Verfügung zu stellen. </li><li>Außerdem muss es für das Arbeiten im Home-Office einen Kostenersatz geben, um zusätzliche Kosten, die bei den Beschäftigten entstehen, adäquat abzugelten.</li><li>Gesundes Arbeiten muss auch im Home-Office sichergestellt werden.</li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehren aus der Corona-Krise</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/06/22/lehren-aus-der-corona-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Martin Panholzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2020 08:43:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Teiber]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[Erbschaftssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Konjunkturpaket]]></category>
		<category><![CDATA[Millonärssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Reichensteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Solidaritätsprämienmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Vermögenssteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungsgerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=14071</guid>

					<description><![CDATA[Auch wenn die Covid-Infektionszahlen seit Wochen zurückgehen, sind die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie dramatisch. Um eine klare Sicht darauf zu erhalten, welche Sorgen und Ängste die österreichische Wohnbevölkerung aktuell beschäftigt und welche politischen Maßnahmen gewünscht werden, hat die GPA-djp das Meinungsforschungsinstitut IFES beauftragt, dazu eine Befragung durchzuführen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="682" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-1024x682.png" alt="" class="wp-image-14087" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-1024x682.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-1536x1023.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/image2.png 2001w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>GPA-djp-vorsitzende Barbara Teiber informiert im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ergebnisse einer IFES-Befragung. </strong><br>Foto: GPA-djp-Öffentlichkeitsarbeit, Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch wenn die Covid-Infektionszahlen seit Wochen zurückgehen, sind die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie dramatisch. Um eine klare Sicht darauf zu erhalten, welche Sorgen und Ängste die Österreicherinnen und Österreicher aktuell beschäftigen, hat die GPA-djp das Meinungsforschungsinstitut IFES beauftragt, dazu eine Befragung durchzuführen.</strong></p>



<span id="more-14071"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die aktuelle IFES-Umfrage zeigt eine hohe Zustimmung zu den Forderungen nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes, einer Arbeitszeitverkürzung und einer Millionärssteuer sowie eine hohe Zustimmung zu einem starken Staat, einer gelebten Sozialpartnerschaft und starken Gewerkschaften. Wir liegen richtig!</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Größte Sorgen:&nbsp; steigende Arbeitslosigkeit und tiefgreifende Wirtschaftskrise</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als größte Sorgen bewegen die Österreicherinnen und Österreicher aktuell die steigende Arbeitslosigkeit mit 76 Prozent, die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich mit 76 Prozent sowie eine tiefgreifende Wirtschaftskrise mit 75 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bereits im Jänner 2020 befragte IFES die Bevölkerung zu möglichen Zukunftsentwicklungen und damit verbundenen Sorgen.  Am auffälligsten im Zeitvergleich ist, dass die Sorge über die steigende Arbeitslosigkeit von 61 Prozent auf 76 Prozent angestiegen ist, ebenso wie die Sorge um eine tiefgreifende Wirtschaftskrise von 56 auf 75 Prozent. Die im Jänner geäußerte Sorge nach einer Klimakrise wurde von Platz 1 auf Platz 4 verdrängt (79 auf 72 Prozent). Weiter auf Platz 2 rangiert die Sorge um die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-14098" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/presse_ifes-sorgen1.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Starker Sozialstaat – wirtschaftlicher Wandel – starke Gewerkschaften</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">89 Prozent der Gesamtbevölkerung meinen, dass man nur mit einem starken Sozialstaat die Krise gut überstehen kann. Einen wirtschaftlichen Wandel für eine gerechtere Gesellschaft wünschen sich 80 Prozent. 81 Prozent meinen, dass Menschen, die im Handel oder Gesundheitswesen arbeiten, mehr Geld verdienen sollen. 76 Prozent der Gesamtbevölkerung wünschen sich starke Gewerkschaften, damit in einer Krise auf die Interessen der ArbeitnehmerInnen ausreichend Bedacht genommen wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hohe Zustimmung zu gewerkschaftlichen Forderungen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">57 Prozent der Gesamtbevölkerung und 59 Prozent der unselbständig Erwerbstätigen unterstützen die Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes von derzeit 55 Prozent des letzten Netto-Monatsbezugs auf 70 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">57 Prozent der Gesamtbevölkerung und 66 Prozent der unselbständig Erwerbstätigen unterstützen die Forderung nach einer Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich. Besonders augenfällig ist, dass die Beschäftigten, die gerade Erfahrungen mit der Kurzarbeit machen, mit 73 Prozent diese Forderung besonders stark unterstützen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen werden abgelehnt</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Verschlechterungen für ArbeitnehmerInnen, die von manchen in der Öffentlichkeit genannt wurden, lehnt eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung klar ab. Das betrifft das Aussetzen der Sonderzahlungen (13. und 14. Gehalt), die Sonntagsöffnung als auch Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Krisenkosten: Steigende Zustimmung zur Millionärssteuer</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">86 Prozent der Gesamtbevölkerung sind für eine Digitalsteuer für Unternehmen wie Amazon. Auch die Forderung nach einer Erbschafts- und Vermögenssteuer ab 1 Million Euro hält eine klare Mehrheit von 73 Prozent für sinnvoll. Dieser Wert ist seit der Jänner-Befragung um 9 Prozent (Vermögenssteuer) und 7 Prozent (Erbschaftsteuer) gestiegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ökosteuern werden von 50 Prozent begrüßt. Klar abgelehnt werden mit 77 Prozent niedrigere Pensionserhöhungen und mit 86 Prozent eine Erhöhung der Mehrwertsteuer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Steuersenkungen für kleine und mittlere Einkommen halten 88 Prozent für einen gute bzw. eher gute Idee, während Steuersenkungen auf Konzerngewinne von 69 Prozent abgelehnt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Lehren aus der Krise – was ist jetzt notwendig?</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Ergebnisse der IFES-Befragung zeigen sehr deutlich, dass die große Mehrheit der Bevölkerung gerade angesichts der Corona-Krise einen starken Sozialstaat, eine gelebte Sozialpartnerschaft und starke Gewerkschaften befürwortet. Es zeigt sich auch, dass angesichts der größten Sorgen der Bevölkerung die Bundesregierung aufgefordert ist, gewerkschaftliche Forderungen, wie die Erhöhung des Arbeitslosengeldes oder die Einführung einer Millionärssteuer rasch umzusetzen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die österreichische Bundesregierung hat hohe Milliardenbeträge in Aussicht gestellt, um die Folgen der Krise zu mindern. Leider gilt die Ankündigungen „koste es was es wolle“ und „keiner wird zurückgelassen“ aber offensichtlich nicht für alle Bevölkerungsgruppen, insbesondere nicht für die von der Corona-Krise mit am härtesten getroffenen Menschen &#8211; Arbeitslosen und die so genannten „Corona HeldInnen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es braucht jetzt entschiedenes Handeln, um die Wirtschaft im Interesse der Bevölkerung wieder in Gang zu bringen und zehntausenden Menschen die ihre Arbeit verloren haben und Jugendlichen die auf den Arbeitsmarkt drängen, eine Perspektive zu geben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Arbeitslosengeld erhöhen! Mehr Geld für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen! </strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz über einer Million Menschen in Kurzarbeit, stieg die Arbeitslosigkeit auf ein Rekordniveau. Zum Höhepunkt der Krise haben 225.000 Menschen ihre Arbeit verloren. Noch immer sind ca. 150.000 mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr. Für diese von der Krise Hauptbetroffenen wird zu wenig getan, es braucht rasch Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Arbeitslosengeld ist in Österreich niedrig und macht nur etwas mehr als die Hälfte des Letzteinkommens aus. Damit können viele Menschen nicht einmal ihre Fixkosten decken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Letzte Woche hat die Regierung lediglich eine Einmalzahlung an Arbeitslose in der Höhe von 450 Euro angekündigt. Angesichts der sozialen Katastrophe, die Arbeitslosigkeit für die Betroffenen bedeutet, nicht mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 2.000 Euro verliert man durch die Arbeitslosigkeit rund 9.377 Euro im Jahr. Die Einmalzahlung von 450 Euro deckt nicht einmal 5 Prozent dieser Lücke! Die Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent würde den Betroffenen in diesem Beispiel hingegen im Jahr über 3.000 Euro bringen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher fordern wir weiter eine Anhebung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Die Umsetzung dieser Forderung hilft nicht nur jeder und jedem Einzelnen, sondern würde die Inlandsnachfrage extrem steigern, wäre also konjunkturpolitisch zu begrüßen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was bei allerlei medialen Ankündigungen diverser Hilfspakete komplett fehlt sind rasche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen, die sofort greifen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fordern:</p>



<ol class="wp-block-list"><li>Mindestens 5.000 zusätzliche Lehrstellen in staatlichen und staatsnahen Bereichen (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungen, Betrieben mit Staatsbeteiligung)</li><li>Erhöhung der Finanzmittel für die überbetriebliche Lehrausbildung und Aufstockung der überbetrieblichen Lehrstellen</li><li>Aufstockung der Studienplätze im Bereich Informatik, um künftig ausreichend ausgebildete Fachkräfte in diesem Bereich zu haben</li><li>Eine Arbeitsmarktmilliarde für ausreichende Qualifizierungsmaßnahmen, Auf- und Umschulungen</li><li>Für Menschen mit schlechteren Arbeitsmarktchancen muss es geförderte Beschäftigung geben – Wiedereinführung der Aktion 20000 bzw. Chance 45 öffentlich finanzierte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose ab 45.</li></ol>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Arbeitszeitverkürzungsprämie für Zusatz-Beschäftigung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Da zu befürchten ist, dass die Arbeitslosigkeit – insbesondere, wenn der aktiven Arbeitsmarktpolitik weiterhin keine Priorität eingeräumt wird &#8211; nachhaltig hoch bleiben wird, muss das bestehende Arbeitsvolumen auf mehr Menschen aufgeteilt werden. Arbeitszeitverkürzung ist ein Gebot der Stunde. Es braucht jetzt attraktive Modelle, die rasch zu einem Beschäftigungszuwachs führen. Viele Beschäftigte sind bei geringen finanziellen Einbußen dazu bereit ihre Arbeitszeit zu reduzieren. Mit dem von uns vorgeschlagenen Modell kann der Wunsch vieler nach Arbeitszeitverkürzung in zusätzliche Beschäftigung umgewandelt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Konkret soll das bestehende <strong>Solidaritätsprämienmodell</strong> (§13 AVRAG, §37a AMSG) adaptiert und besser finanziell dotiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses beruht <strong>derzeit</strong> auf folgenden Eckpunkten:</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Arbeitszeitreduktion mit halbem Lohnausgleich und Einstellung von zuvor arbeitslosen Ersatzarbeitskräften</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Regelung in Kollektivvertrag oder Betriebsvereinbarung UND individuelle Vereinbarung – Freiwilligkeit! Es kann niemand gegen seinen/ihren Willen zu kürzeren Arbeitszeiten gezwungen werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sozialversicherungsbeiträge werden in Höhe der Beitragsgrundlage vor der Herabsetzung der Normalarbeitszeit (Wie bei Kurzarbeit und Altersteilzeit) entrichtet.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">&#8211;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Förderdauer 2 Jahre</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schlagen ein adaptiertes Modell mit einer Reduktion der Arbeitszeit von 20 Prozent der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Arbeitszeit und einer Verlängerung der Förderdauer auf zumindest 4 Jahre vor. Im Ausmaß der Arbeitszeitreduktion müssen Arbeitskräfte neu aufgenommen werden.&nbsp; ArbeitgeberInnen gewähren einen Lohnausgleich und erhalten eine Förderung vom AMS.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Modell soll offen sein für alle Betriebe, nicht nur für die, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten sind.&nbsp; Ein Modell, bei dem man 80 Prozent arbeitet und 90 Prozent Entgelt bekommt, wäre für viele ArbeitnehmerInnen so attraktiv, dass viele Beschäftigte für eine freiwillige Arbeitszeitreduktion zu gewinnen wären.&nbsp; Es würde etwa auch <strong>eine 4 Tagewoche </strong>(4 mal 8 Stunden) möglich machen. Wenn 4 Personen ihre Arbeitszeit um 8 Stunden in der Woche reduzieren, kann eine fünfte Person, die die fehlenden Arbeitsstunden dann erbringt, eingestellt werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Profitorientierung im Sozial- und Gesundheitsbereich</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Einer der Wünsche der Bevölkerung ist, ein starkes Gesundheitssystem zu sichern und eine Aufwertung der Pflegeberufe. Wir fordern, dass Gesundheits-, Pflege- und Sozialeinrichtungen, die öffentliche Förderungen erhalten, nach dem Prinzip der Gemeinnützigkeit zu führen sind. Profitorientierung hat in diesem Bereich nichts zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vielfach angekündigte Ausbildungs- und Joboffensive im Pflegebereich, um dem jetzt schon bestehenden Personalmangel Herr zu werden, wäre jetzt in Angriff zu nehmen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Mehr Steuergerechtigkeit schafft Nachfrage</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Steuergerechtigkeit und eine Steuerpolitik, die untere Einkommen entlastet, ist nicht nur eine wichtige soziale Frage, sondern auch ein wichtiger Faktor zur Ankurbelung der Inlandsnachfrage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die geplante Senkung des Eingangssteuersatzes sowie die Anhebung der Negativsteuer um 100 Euro reichen aus unserer Sicht nicht aus. &nbsp;Während die maximale jährliche Entlastung durch die Steuersenkung bei 350 Euro liegt, bekommen NiedrigverdienerInnen höchstens 100 Euro mehr. Wir fordern, dass die Negativsteuer so gestaltet wird, dass alle ArbeitnehmerInnen mindestens 350 Euro netto im Jahr mehr erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Kinderbonus von 360 Euro pro Kind kommt auch NiedrigverdienerInnen mit Kindern zu Gute. Zu hinterfragen ist allerdings, weshalb diese Förderung nach dem „Gießkannenprinzip“ unbegrenzt auch an SpitzenverdienerInnen ausbezahlt werden soll. Warum soll bspw. ein Konzern-Manager mit einem Monatseinkommen von 50.000 Euro und drei Kindern 1.080 Euro zusätzlich bekommen? Sinnvoller und sozial treffsicherer wäre es, dieses Geld für Maßnahmen zur Stärkung der unteren EinkommensbezieherInnen zu verwenden.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Krisenkosten gerecht verteilen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es muss schon jetzt dafür Sorge getragen werden, dass die Rückzahlung der nun aufgenommenen Schulden sozial gerecht erfolgt. Deshalb es Zeit für eine Steuer-Strukturreform, in der Vermögen stärker belastet, Profite aus Online-Geschäften stärker besteuert werden und eine Ökologisierung des Steuersystems vorangetrieben wird. Keinesfalls darf es zu einer Senkung der Körperschaftssteuer oder der Aktien-KESt (Kursgewinnbesteuerung) kommen. Wie die IFES-Befragung bestätigt, sieht das auch die Mehrheit der Bevölkerung so und wünscht sich auch, dass Millionäre einen größeren Beitrag zur Bewältigung der Krisenkosten leisten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das GPA-djp Vermögensteuer-Modell sieht einen Freibetrag von einer Million Euro pro Haushalt vor sowie progressive Steuersätze von 0,5 Prozent zwischen 1 und 2 Millionen und 1 Prozent zwischen 2 und 3 Mio. und 1,5 Prozent für Vermögen über 3 Millionen Euro. Dieses Modell würde jährliche Mehreinnahmen von 4,5 Milliarden bringen, angewandt auf Millionenerbschaften zusätzliche 500 Millionen Euro</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Konjunkturankurbelung als gesamteuropäische Herausforderung</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Österreich ist eine offene Volkswirtschaft, daher muss Österreich auch aus Eigennutz ein besonderes Interesse daran haben, dass die Corona-Krise in ganz Europa und gerade in unseren Nachbarländern, wie Italien, rasch gemeinsam bewältigt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher braucht es gesamteuropäische Konzepte zu Bewältigung der Krise und keine nationalen Alleingänge und Egoismen. Die getroffenen Maßnahmen werden nur dann nachhaltigen Erfolg haben, wenn aus der Gesundheits- und Wirtschaftskrise keine Finanz- und Eurokrise wird. Deshalb sind Stabilisierungs-, Finanzierungs- und Investitionsmaßnahmen auf EU-Ebene dringend notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein aktueller Vorschlag der EU-Kommission sieht Zuschüsse an alle Mitgliedstaaten von bis zu 500 Milliarden Euro vor, finanziert durch die Ausgabe ewiger europäischer Anleihen. Die Zinskosten würden aus dem EU-Budget – idealerweise aus neuen europäischen Einnahmen (etwa EU-Digitalsteuer, EU-Körperschaftsteuer, Finanztransaktionssteuer etc.) – bezahlt werden. Dieser Vorschlag hätte den Vorteil, dass alle Mitgliedstaaten von den substanziellen Hilfen profitieren ohne dass ihre Staatsschulden dadurch steigen würden. Während sich die deutsche Bundeskanzlerin gesprächsbereit zeigt, stehen zumindest die Finanzminister von Holland und Österreich auf der Bremse. Wie auch immer eine Einigung letztlich aussieht – wichtig ist, dass sich die österreichische Bundesregierung nicht gegen solidarische Finanzierungsmöglichkeiten sperrt.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
