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	<title>Elisabeth Schnallinger &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Bank Austria: Widerstand gegen Kürzungen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2015/12/11/bank-austria-widerstand-gegen-kuerzungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elisabeth Schnallinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 14:10:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2015/06]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Adolf Lehner]]></category>
		<category><![CDATA[Einsparungen]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Schnallinger]]></category>
		<category><![CDATA[Kündigung]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Katzian]]></category>
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					<description><![CDATA[Die GPA-djp wird die Beschäftigten und den Betriebsrat bei den Verhandlungen über die Einsparungspläne der UniCredit mit aller Kraft unterstützen. Schon seit Monaten hängen die drohenden Kürzungspläne der Konzernzentrale in Mailand wie ein Damoklesschwert über den Beschäftigten der Bank Austria. Immer wieder wird über die Anzahl der geplanten Kündigungen, die Verlagerung des gesamten Ostgeschäfts, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_2975" aria-describedby="caption-attachment-2975" style="width: 300px" class="wp-caption alignleft"><a href="https://www.kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2015/12/DSC_3099.jpg" rel="attachment wp-att-2975" aria-label=""><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-2975" src="https://www.kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2015/12/DSC_3099-300x199.jpg" alt="Die Beschäftigten der Bank Austria wehren sich gegen die geplante Zerschlagung. (Foto: dewi)q" width="300" height="199" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2015/12/DSC_3099-300x199.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2015/12/DSC_3099.jpg 567w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2975" class="wp-caption-text">Die Beschäftigten der Bank Austria wehren sich gegen die geplante Zerschlagung. (Foto: dewi)</figcaption></figure>
<p><strong>Die GPA-djp wird die Beschäftigten und den Betriebsrat bei den Verhandlungen über die Einsparungspläne der UniCredit mit aller Kraft unterstützen.</strong></p>
<p><span id="more-2983"></span></p>
<p>Schon seit Monaten hängen die drohenden Kürzungspläne der Konzernzentrale in Mailand wie ein Damoklesschwert über den Beschäftigten der Bank Austria. Immer wieder wird über die Anzahl der geplanten Kündigungen, die Verlagerung des gesamten Ostgeschäfts, die völlige Zerschlagung oder den Verkauf der gesamten Bank spekuliert: Konzernweit sollen 18.200 Stellen abgebaut, das Privatkundengeschäft in Österreich verkauft oder völlig umstrukturiert und die Zentrale für das Ostgeschäft nach Mailand verlegt werden. Keine einfache Zeit für Adolf Lehner, den Betriebsratsvorsitzenden der Bank Austria. „Die Einsparungspläne der UniCredit übersteigen die Befürchtungen der Beschäftigten, viele KollegInnen in Österreich sind verunsichert, die Angst wegen des drohenden Arbeitsplatzverlusts ist groß“, beschreibt er die Stimmung in der Belegschaft. Denn was diese Pläne für die Beschäftigten konkret bedeuten, ist noch nicht klar. Der  Betriebsrat fordert das Management der Bank Austria und der UniCredit daher auf, rasch Verhandlungen auf Augenhöhe zu führen.</p>
<p><strong>Zerschlagung verhindern</strong></p>
<p>„So einfach, wie sich das vielleicht manche Manager in der Konzernzentrale vorstellen, wird eine völlige Zerschlagung bzw. Verkauf der Bank nicht möglich sein. Als Interessenvertretung der ArbeitnehmerInnen werden wir es nicht kampflos hinnehmen, dass die Beschäftigten den Großteil der Folgen der Finanzkrise zu tragen haben. Betriebsrat und Belegschaft können mit der vollen Unterstützung vonseiten der GPA-djp rechnen“, erklärt GPA-djp-Vorsitzende Wolfgang Katzian kampfbereit. Wie auch die rund 580 Delegierten am GPA-djp-Bundesforum, die am Tag nach der Bekanntgabe der Einsparungspläne in einer einstimmig verabschiedeten Resolution ankündigen: „Wir nehmen die Ängste und Sorgen der Beschäftigten der  Bank Austria sehr ernst und werden in enger Abstimmung mit dem Betriebsratsteam der Bank Austria alles unternehmen, um einen Kahlschlag zu verhindern.&#8220; Die Bank Austria hat eine für den Finanzplatz Österreich und die gesamte Volkswirtschaft wichtige Bedeutung. Eine völlige Zerschlagung hätte eine negative Signalwirkung weit über die betroffene Bank hinaus. Die GPA-djp wird alles daransetzen, dass die Sozialpartnerschaft auch in der Frage der zukünftigen Entwicklung der Bank gewahrt bleibt und keine Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg getroffen werden. Die Beschäftigten der Bank Austria gaben dem Betriebsrat Ende November volle Rückendeckung für Kampfmaßnahmen. Ein einstimmiger Vorratsbeschluss, der bei Betriebsversammlungen gefasst wurde, unterstützt alle weiteren „betriebsrätlichen und gewerkschaftlichen Maßnahmen bis hin zum Streik&#8220;.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Banken: Outsourcing ist häufig Bumerang</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2014/12/15/banken-outsourcing-ist-haeufig-bumerang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Elisabeth Schnallinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2014 09:26:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2014/06]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Auslagerungen]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Elisabeth Schnallinger]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturwandel]]></category>
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					<description><![CDATA[Auslagerungen, Stellenabbau und Kollektivvertrags-Flucht: BetriebsrätInnen fordern mehr Mitbestimmung beim Strukturwandel der Branche. Laut OeNB haben fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise bereits 2.581 Beschäftigte im österreichischen Bankenbereich ihren Arbeitsplatz verloren, die meisten davon im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen: Laut Prognose des Bankenverbandschefs Willibald Cernko sollen in den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_2714" aria-describedby="caption-attachment-2714" style="width: 567px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class="size-full wp-image-2714" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2014/12/dreamstime_xl_25194551.jpg" alt="" width="567" height="378" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2014/12/dreamstime_xl_25194551.jpg 567w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2014/12/dreamstime_xl_25194551-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2014/12/dreamstime_xl_25194551-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 567px) 100vw, 567px" /><figcaption id="caption-attachment-2714" class="wp-caption-text">Boomerang</figcaption></figure>
<p><strong>Auslagerungen, Stellenabbau und Kollektivvertrags-Flucht: BetriebsrätInnen fordern mehr Mitbestimmung beim Strukturwandel der Branche.</strong></p>
<p><span id="more-2701"></span>Laut OeNB haben fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise bereits 2.581 Beschäftigte im österreichischen Bankenbereich ihren Arbeitsplatz verloren, die meisten davon im vergangenen Jahr. Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen: Laut Prognose des Bankenverbandschefs Willibald Cernko sollen in den kommenden fünf Jahren 30 bis 50 Prozent der Bankfilialen in Österreich geschlossen werden. Durch bereits laufende oder geplante Auslagerungsprojekte werden weitere Arbeitsplätze verloren gehen. Eine Erhebung von Arbeiterkammer und GPA-djp, bei der BetriebsrätInnen großer Banken zu 25 Auslagerungs- und Ausgliederungsprojekten befragt wurden, bestätigt, dass durch Auslagerungen rund ein Drittel der betroffenen Arbeitsplätze vernichtet werden.</p>
<p>&#8222;Dies führt zu großer Verunsicherung unter den Beschäftigten. Hoch qualifizierte Arbeitsplätze gehen verloren. Gerade in einer sehr sensiblen Branche, wo Vertrauen der Wettbewerbsfaktor Nummer eins ist, scheint es fraglich, was die KundInnen, die Aufsicht und die Datenschützer davon halten und ob sich die geplanten Einsparungen tatsächlich einstellen &#8222;, erklärt GPA-djp Vorsitzender Wolfgang Katzian.</p>
<p>Verschiedenste Tätigkeiten werden an Tochterunternehmen oder an externe Dienstleister im In- und Ausland ausgelagert. Betroffen sind davon auch immer mehr Beschäftigte mit guter Ausbildung, langjähriger Erfahrung und speziellem Fachwissen. &#8222;Vor zehn, fünfzehn Jahren waren es tertiäre Dienstleistungen wie Immobilienverwaltung, Werksküchen, Fuhrpark, oder Facility Management. Aber jetzt geht es scheinbar auch die Kernbereiche hinein&#8220;, so Heinz Leitsmüller, Leiter der Abteilung Betriebswirtschaft der AK Wien. Zu den bekannten Sparten wie dem Zahlungsverkehr werden nun auch alle die IT betreffenden Aufgaben – also sowohl Hardware als auch Kernbankensysteme und Datenbanken &#8211; Kredit- und Wertpapierabwicklung, Kontoführung oder Risikobewertung genannt.</p>
<p><strong>Sparen durch KV-Flucht im Inland</strong></p>
<p>Bei Auslagerungen im Inland kommt es häufig zur KV-Flucht, das heißt, dass statt der Kollektivverträge für den Bankenbereich der günstigere Gewerbe- oder IT-Kollektivvertrag (KV) zur Anwendung kommt. „In zwei Drittel aller Ausgliederungsfälle gibt es die Absicht, den Kollektivvertrag zu wechseln“, erklärt Wolfgang Pischinger, Zentralbetriebsrat der Oberbank und Vorsitzender der GPA-djp Wirtschaftsbereichsgemeinschaft Finance.</p>
<p>Neben der niedrigeren Bezahlung führt die KV-Flucht auch zu Verschlechterungen bei Arbeitszeit, Zulagen für Überstunden oder Wochenendarbeit oder Pensionskassenregelungen. „Es geht darum, sich aus innerbetrieblichen Besserstellungen davonzustehlen“, bringt Ingrid Streibl-Zarfl, Vorsitzende des Zentralbetriebsrates der BAWAG-PSK auf den Punkt. Das bestätigen auch die Betriebsratsvorsitzenden der Bank Austria, Aldolf Lehner, der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich Wien, Hans Amon, und der Erste Bank, Bernhard Kainz.</p>
<p><strong>Gefahr für Datenschutz, Image und Servicequalität im Ausland</strong></p>
<p>Bei Auslagerungen ins Ausland gehen die Arbeitsplätze dem heimischen Arbeitsmarkt gänzlich verloren. Aber es ist nicht nur um der Stellenabbau, der Druck auf die Beschäftigten steigen lässt. Besonders bei Auslagerungen ins Ausland sind auch Datenschutz, Image und Servicequalität in Gefahr, wenn es beispielsweise beim Online-Banking immer wieder zu Problemen kommt, die in den Verantwortungsbereich einer ausgegliederten IT-Abteilung fallen. „Wenn ich daran denke, dass solche Pannen bei der Kontoführung oder Kreditabwicklung passieren, wird mir ganz mulmig“, erklärt Pischinger: „Es kann ja nicht sein, dass auf der einen Seite die Regulierungen durch die Aufsichtsbehörden für Banken verschärft werden und auf der anderen Seite Auslagerungen an Unternehmen, die keine Banklizenz haben, dazu führen, dass genau diese Bestimmungen nicht greifen.“</p>
<p>Auch der wirtschaftliche Nutzen von Auslagerungen ist umstritten. Es gibt wenige Analysen, die anhand messbarer und nachvollziehbarer Daten die tatsächlichen Einsparungen belegen. Bei den meisten Erhebungen handelt es sich lediglich um qualitative Einschätzungen von ManagerInnen, die im Nachhinein ihre eigenen Entscheidungen rechtfertigen und entsprechend voreingenommen sind. Die Praxis zeigt, dass die gewünschten Ziele der Ausgliederungsmaßnahmen nicht eintreten. Vielmehr erweist sich Outsourcing häufig als „Effizienz-Bumerang“, da sie mit erheblichen Kosten, Unsicherheitsfaktoren und neuen Abhängigkeiten einhergehen.</p>
<p>„Es geht uns nicht darum, den Strukturwandel im Bankenbereich aufzuhalten. Wir wissen, dass Änderungen kommen und notwendig sind. Uns geht es darum, den Strukturwandel in der Branche mitzugestalten und mit den entsprechenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen die Auswirkungen auf die Beschäftigten abzufedern. Wenn notwendig auch mit einer Branchenstiftung, in der arbeitslose Bankmitarbeiter für andere Berufe umgeschult werden können“, fasst Katzian zusammen.</p>
<p>Die Forderungen der GPA-djp<br />
• Arbeitsplätze und Know-how erhalten z.B. durch den Abschluss eines Kollektivvertrages für „banknahe Dienstleistungen“<br />
• Strukturwandel gestalten<br />
• Transparenz für Kunden stärken<br />
• Einflussmöglichkeit der Aufsicht und der Datenschutzbehörde ausbauen<br />
• Evaluierung des Bankwesengesetzes<br />
• Informationsrechte des Betriebsrates verstärken<br />
• Schaffung eines Rechtsinstruments vergleichbar der Aufsichtsbeschwerde</p>
<p>Mehr zu den Forderungen auf <span style="color: #ff0000;"><strong>www.gpa-djp.at/finance</strong> </span></p>
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