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	<title>eMagnetix &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Was wir von Island für eine zukunftsfähige Arbeitswelt lernen können</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Šukarov-Eischer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Feb 2025 13:02:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
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					<description><![CDATA[Der technologische Fortschritt hat die Produktivität pro Arbeitsstunde deutlich gesteigert – die vielfachen Anwendungsmöglichkeiten von Automatisierung und KI werden dies fortsetzen. Diese Entwicklung wurde bisher primär in Unternehmensgewinne kanalisiert. Es ist höchste Zeit, sie auch für eine Entlastung von Arbeitnehmer:innen zu nutzen. Das ist nicht nur fair, sondern auch ökonomisch sinnvoll. Das isländische Erfolgsmodell: Mehr [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-21659" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-1536x1024.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-2048x1365.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/02/Island_AdobeStock_637415579-272x182.jpeg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>86% der isländischen Arbeitnehmer:innen haben entweder bereits kürzere Arbeitszeiten oder ein Recht darauf.</strong><br>Foto: Mumemories, Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der technologische Fortschritt hat die Produktivität pro Arbeitsstunde deutlich gesteigert – die vielfachen Anwendungsmöglichkeiten von Automatisierung und KI werden dies fortsetzen. Diese Entwicklung wurde bisher primär in Unternehmensgewinne kanalisiert. Es ist höchste Zeit, sie auch für eine Entlastung von Arbeitnehmer:innen zu nutzen. Das ist nicht nur fair, sondern auch ökonomisch sinnvoll.</strong></p>



<span id="more-21658"></span>



<h4 class="wp-block-heading">Das isländische Erfolgsmodell: Mehr an Lebensqualität und Produktivität</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Island hat vorgemacht, wie eine moderne Arbeitszeitpolitik aussehen kann. 2014 startete die Stadt Reykjavík ein wegweisendes Pilotprojekt: Die Arbeitszeit wurde bei vollem Lohnausgleich reduziert. Dabei entwickelten sich zwei Versuchsreihen:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab 2015 begann der Reykjavík-Versuch mit zunächst 66 und schließlich 2.500 Beschäftigten. 2017 startete zusätzlich ein staatlicher Versuch mit rund 440 Beschäftigten in verschiedenen Behörden. Insgesamt waren über 100 verschiedene Betriebe beteiligt &#8211; von Büros über Kindergärten bis hin zu Krankenhäusern und Polizeistationen. Die Arbeitszeit wurde durch kürzere oder weniger Arbeitstage von 40 auf 35-36 Stunden pro Woche reduziert. Die Ziele waren klar definiert: Steigerung der Produktivität und Verbesserung der Work-Life-Balance. Jeder Betrieb entwickelte dabei eigene Strategien zur Umsetzung, etwa durch optimierte Arbeitsabläufe oder kürzere Besprechungen. Die Ergebnisse waren so überzeugend, dass in den Jahren 2019-2021 neue Kollektivverträge mit verkürzten Arbeitszeiten ausgehandelt wurden. Heute haben 86% der isländischen Arbeitnehmer:innen entweder bereits kürzere Arbeitszeiten oder ein Recht darauf.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vorreiter:innen in Österreich: eMagnetix (OÖ)</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Beispiel der oberösterreichischen Online-Marketing-Agentur eMagnetix zeigt eindrucksvoll, wie Arbeitszeitverkürzung auch in Österreich funktionieren kann. Die Firma führte 2018 die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ein. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Produktivität und Umsatz erhöhten sich. Die Zahl der Mitarbeiter:innen hat sich mehr als verdreifacht und die Fluktuation sank massiv, was auch Kosten sparte. Die Gründe dafür sind nachvollziehbar: An einem guten Arbeitsplatz mit guten Arbeitsbedingen bleibt man gern. Diese Erfolge basieren auf einer effizienteren Arbeitsorganisation und der Eliminierung von „Zeitfressern“. Die wissenschaftliche Evaluierung durch die XIMES GmbH bestätigt: Beschäftigte können ihre Arbeitsaufgaben ohne erhöhte Belastung erledigen und verfügen nach der Arbeit noch über Energiereserven für Familie, Hobbys und Sport.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Individuelle Lösungen sind gut, kollektive Lösungen sind besser!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das österreichische Beispiel ermutigt, denn es zeigt: Arbeitszeitverkürzung funktioniert nicht nur in diesem fernen Island, sondern auch bei uns. Derartige Einzelprojekte hängen aber stark vom Willen, Mut und nicht zuletzt Geschick ihrer Entscheidungsträger:innen ab. Als Gewerkschaften kämpfen wir aber nicht nur für Verbesserungen in einzelnen Unternehmen, sondern für alle Arbeitnehmer:innen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb ist klar: Es braucht kollektive Lösungen mit systemischen Ansätzen und begleitenden Maßnahmen. Nur so kann aus einer Arbeitszeitverkürzung der größtmögliche Nutzen für alle herausgeholt werden. Hier sind nicht nur Sozialpartner:innen gefordert, sondern auch der Gesetzgeber. Es müssen verbindliche Rahmenbedingungen geschaffen werden, die diese Umstellung aktiv fördern und unterstützen. Die österreichische Solidaritätsprämie ist ein derartiges Beispiel für die Förderung von Arbeitszeitreduktion, das leider viel zu selten genutzt wird.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitszeitverkürzung: ein vielseitiges Werkzeug</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ist die Arbeitszeitverkürzung richtig angelegt, hat sie das Potenzial eine Reihe an Problemen zu adressieren:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fachkräftemangel: Attraktivere Arbeitsbedingungen ziehen mehr Bewerber:innen an, die einem oder einer guten Arbeitgeber:in auch über viele Jahre verbunden bleiben. Die damit reduzierte Personalfluktuation spart Rekrutierungs- und Einarbeitungskosten.</li>



<li>Effiziente Nutzung der Zeit: Durch eine kluge Planung der Arbeitszeitverkürzung kann die zur Verfügung stehende Zeit besser genutzt werden, indem man „Zeitfresser“ eliminiert und Prozesse effizienter anlegt.</li>



<li>Gesundheit fördern – Kosten sparen: Eine bessere Work-Life-Balance wirkt sich nicht nur positiv auf die Gesundheit aus. Sie reduziert in weiterer Folge auch die Fehlzeiten, weil mehr Freizeit mehr Erholung ermöglicht.</li>



<li>Hebel der Gleichstellungspolitik: Eine Arbeitszeitverkürzung verteilt nicht nur die Arbeitszeit im Betrieb fairer auf mehr Kopfe, sondern auch die unbezahlte Arbeit zuhause. Das hilft Frauen, aus der Teilzeitfalle herauszukommen. Dazu müssen Arbeitgeber:innen auch mehr Vollzeitstellen anbieten, was viele derzeit nicht in ausreichendem Maß tun.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Das isländische Modell zeigt, dass eine gut geplante Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich sowohl die Produktivität des Unternehmens als auch die Lebensqualität der Beschäftigten steigern kann.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fazit: Zeit für den nächsten Schritt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Erfahrungen aus Island, Österreich und anderen Ländern zeigen: Eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll. Sie steigert die Produktivität, verbessert die Gesundheit der Beschäftigten und trägt zur Gleichstellung bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht es:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Politischen Willen zu systemischen Veränderungen</li>



<li>Starke Sozialpartnerschaft und Mitsprache von Arbeitnehmer:innen im Betrieb</li>



<li>Bereitschaft zum Trial-and-Error</li>



<li>Öffentliche Unterstützung und Förderung</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeit ist reif für eine breite gesellschaftliche Debatte über moderne Arbeitszeitmodelle, die sowohl den Bedürfnissen der Beschäftigten als auch den Anforderungen einer zukunftsfähigen Wirtschaft gerecht werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Arbeitskräftenachfrage: Schafft bessere Arbeitsbedingungen!</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/11/22/arbeitskraeftenachfrage-schafft-bessere-arbeitsbedingungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Nov 2022 12:08:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2022/04]]></category>
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		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer mehr Betriebe und Branchen klagen, keine gut ausgebildeten Fachkräfte zu finden. Doch wer gute Arbeitskräfte sucht, muss auch gute Rahmenbedingungen bieten! Wie kann man Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen so gestalten, dass man damit den Fachkräftemangel beseitigt?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="731" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718-1024x731.png" alt="" class="wp-image-19178" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718-1024x731.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718-300x214.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718-150x107.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718-768x548.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/arbeitskraeftemangel_AdobeStock_516608718.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: iStock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Immer mehr Betriebe und Branchen klagen, keine gut ausgebildeten Fachkräfte zu finden. Doch wer gute Arbeitskräfte sucht, muss auch gute Rahmenbedingungen bieten! Wie kann man Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen so gestalten, dass alle davon profitieren? Wir zeigen, wie das geht.</strong></p>



<span id="more-19165"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaft sucht händeringend nach Fachkräften, berichten die Medien. Wütende ArbeitgeberInnen drohen, ihren Betrieb zu schließen. „Die Leute liegen in der sozialen Hängematte und beziehen lieber Arbeitslosengeld“, behaupten einige ArbeitgeberInnen. Wir meinen: <a href="https://kompetenz-online.at/2022/10/13/fachkraeftemangel-selber-schuld/" aria-label="Die fehlenden Arbeitskräfte sind ein hausgemachtes Problem, für das es Lösungen gibt">Die fehlenden Arbeitskräfte sind ein hausgemachtes Problem, für das es Lösungen gibt</a>. Die Menschen wollen arbeiten – aber zu höheren Löhnen und besseren Bedingungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Bessere Bezahlung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Regelmäßig erscheinen in den Zeitungen Berichte über Betriebe, die keine MitarbeiterInnen finden können. Meist stellt sich heraus, dass die Bezahlung sehr niedrig ist und die Arbeitszeiten lang. Nach der Pandemie blieben auch viele Arbeitskräfte aus dem Ausland weg, die davor zum Mindestlohn gearbeitet hatten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Statt den Samstag mit meinen Kindern zu verbringen, sitze ich an der Supermarktkasse. Für so wenig Gehalt mach’ ich das nicht mehr lange.&#8220;</p>
<cite>Sonia R., Handelsangestellte</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">ArbeitgeberInnen, die in Zeiten von Inflation und Teuerung den Beschäftigten keinen fairen Anteil am Unternehmenserfolg zugestehen wollen, riskieren, keine BewerberInnen mehr zu finden. „Meine Arbeit ist monoton und anstrengend“, erzählt Sonia R., die in einer großen Supermarktkette südlich von Wien arbeitet. „Während Corona mussten wir die ganze Zeit Masken tragen, die KundInnen sind oft unhöflich, meine Dienstpläne sind nicht familienfreundlich. Statt den Samstag mit meinen Kindern zu verbringen, sitze ich an der Supermarktkasse. Für so wenig Gehalt mach’ ich das nicht mehr lange.&#8220;</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitsbedingungen verbessern</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was, wenn selbst gute Gehälter keine Arbeitskräfte anlocken können? Schlechte Arbeitsbedingungen schrecken in vielen Branchen die Beschäftigten ab: überlange Arbeitszeiten, unbezahlte Überstunden, großer Arbeitsdruck, zu niedriges Kilometergeld im Außendienst – die Liste ist lang! In manchen Bereichen wie in der Sozialwirtschaft ist der Arbeitsdruck so hoch, dass immer mehr Beschäftigte ihren Beruf verlassen. Unter dem Personalmangel leiden dann die verbliebenen Beschäftigten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Alina G., Elementarpädagogin aus Linz: „Während Corona haben wir den Laden am Laufen gehalten, doch die Arbeitsbedingungen wurden schlechter, nicht besser. Immer mehr KollegInnen geben auf. Ich selbst habe im Herbst Bildungskarenz genommen und ein Psychologiestudium begonnen. Später möchte ich als Kinderpsychologin arbeiten.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">&#8222;Immer mehr KollegInnen geben auf. Ich selbst habe im Herbst Bildungskarenz genommen und ein Psychologiestudium begonnen.&#8220;</p>
<cite>Alina G., Elementarpädagogin</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">   </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Barbara Teiber: „Bessere Jobs, nicht billige Lösungen“</h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19167" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/IMG_1123.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA, Barbara Teiber bei der Kundgebung der Handelsangestellten in Wien</strong><br>Foto: Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Viele ArbeitgeberInnen suchen nach billigen Lösungen, wie z.B. Arbeitskräfte aus dem Ausland zu holen. So tauchte im Herbst die Idee auf, Pflegekräfte in Vietnam auszubilden. „Solche Vorschläge lösen das Grundproblem nicht“, kritisiert GPA-Vorsitzende Barbara Teiber. Denn Verbesserungen, nicht nur in dieser Branche, sind längst überfällig: „Kürzere Arbeitszeiten, mehr Personal, ein höheres Kilometergeld, und die BewerberInnen würden sich wieder einfinden“, ist Teiber überzeugt. Der Arbeitsmarkt hat sich nach der Pandemie<br>wieder erholt, die Arbeitslosenzahlen sind rückläufig. Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Arbeitskräften ist hoch wie schon lange nicht. „Die ArbeitnehmerInnen in Österreich müssen nicht bei schlechter Bezahlung rund um die Uhr schuften, sie haben das Recht, schlechte Jobs abzulehnen oder in andere Branchen auszuweichen. Wer keine Arbeitskräfte findet, soll daher bessere Jobs anbieten!“, appelliert Teiber an die ArbeitgeberInnen.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">  </p>



<h4 class="wp-block-heading">Neue Arbeitsformen, bessere Ausbildung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Betriebe haben mittlerweile verstanden, dass sie ihre Arbeitsbedingungen attraktiver gestalten müssen, wenn sie Arbeitskräfte finden wollen. Besonders junge Beschäftigte legen Wert auf eine gute Work-Life-Balance. Studien belegen: Die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/08/29/vier-tage-woche-der-weg-aus-dem-hamsterrad/" aria-label="Vier-Tage-Woche">Vier-Tage-Woche</a> lässt die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/03/02/vier-tage-woche-wer-weniger-arbeitet-leistet-mehr/" aria-label="Produktivität steigen">Produktivität steigen</a>, weil die Beschäftigten nach einem langen Wochenende besser erholt und motiviert zur Arbeit kommen. Auch <a href="https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/" aria-label="flexible Arbeitszeiten sind stark nachgefragt">flexible Arbeitszeiten sind stark nachgefragt</a>, besonders bei jungen Eltern. Homeoffice kann, wenn es richtig eingesetzt wird, die MitarbeiterInnen entlasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer gute Arbeitskräfte sucht, muss sie ausbilden! Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben ist die Lehrlingsausbildung. Rund 40 Prozent aller 15-Jährigen in Österreich entscheiden sich für eine duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Doch immer weniger Betriebe wollen in Ausbildung investieren, die Zahl der Lehrplätze sinkt.<br>Deine Gewerkschaft fordert daher: <a href="https://kompetenz-online.at/2021/09/06/lehrlinge-jugendliche-zweiter-klasse/" aria-label="Mehr Lehrstellen, Aufwertung der Lehre">Mehr Lehrstellen, Aufwertung der Lehre</a>, Lehre mit Matura! Große Betriebe müssten über Bedarf ausbilden, kleine und mittlere Unternehmen benötigen Unterstützungsgelder, um Lehrstellen zu schaffen. Um die Lehre attraktiver zu machen, müssen die Lehre mit Matura und das duale Studium breit gefördert werden. Junge Menschen wollen mehr Perspektiven für ihre berufliche Zukunft!</p>



<p class="wp-block-paragraph">   </p>



<div class="wp-block-group alignwide"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://arbeiterkammer.at/worklifebalance" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="BestPractice: #30sindgenug bei eMagnetix (öffnet in neuem Tab)">BestPractice: #30sindgenug bei eMagnetix</a></h4>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-19169 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-1024x1024.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-768x768.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-1536x1536.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-2048x2048.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/eMagnetix-500x500.png 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">30 Stunden arbeiten und das bei vollem Gehalt? Genau das bietet die Firma <a href="https://arbeiterkammer.at/worklifebalance" aria-label="eMagnetix">eMagnetix</a> ihren MitarbeiterInnen. Sie hat 2018 als Reaktion auf einen Mangel an BewerberInnen die 30-Stunden-Woche eingeführt – mit vollem Erfolg! „Wir konnten seither von 12 MitarbeiterInnen auf 40 expandieren“, sagt Geschäftsführer Klaus Hochreiter. „Früher hatten wir für eine Junior-Stelle zehn Bewerbungen, jetzt bis zu 100. Für eine Senior-Stelle hatten wir keine Bewerbung, jetzt bis zu 80. Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil.“ Mit solchen attraktiven Arbeitsbedingungen kann der Betrieb die MitarbeiterInnen auch halten: „Sie sagen klar: Ich will nie wieder 40 Stunden pro Woche arbeiten. Wir haben daher auch eine sehr niedrige Fluktuation, ein weiterer Vorteil für das Unternehmen.“ Der Gender Pay Gap liegt bei eMagnetix übrigens bei null. Da schlummert in Zeiten von Arbeitskräftenachfrage sehr viel Potenzial!</p>
</div></div>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">  </p>



<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://kompetenz-online.at/2021/08/25/mit-der-4-tage-woche-gegen-den-fachkraeftemangel/" aria-label="Best practice: 4-Tage-Woche">Best practice: 4-Tage-Woche</a></h4>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19173 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-1024x1024.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-300x300.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-150x150.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-768x768.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-1536x1536.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-2048x2048.jpg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-600x600.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/bernd-roeck_MG_3298_red_quadratisch-500x500.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Vier Tage arbeiten, drei Tage frei. Funktioniert das in einem Handwerksbetrieb? Die deutsche <a href="https://kompetenz-online.at/2021/08/25/mit-der-4-tage-woche-gegen-den-fachkraeftemangel/" aria-label="Firma Ruchti">Firma Ruchti</a> hat’s vorgemacht. Für Firmenchef Bernd Röck stand die Work-Life-Balance seiner MitarbeiterInnen im Vordergrund. Und es mangelte in dem gut 80 Personen zählenden Betrieb oft an Personal. Die Firma beschäftigt u.a. SchreinerInnen, SchlosserInnen, MalerInnen und LackiererInnen.<br>Das neue Arbeitszeitmodell wurde zum Start offensiv beworben. Die 40 Bewerbungen, die zuvor jährlich eingingen, kamen dann pro Woche. Die MitarbeiterInnen sind seither dank 3-Tage-Wochenende deutlich zufriedener. „Ich würd’s wieder machen!“, sagt Röck. Firmenchefs aus der Region nehmen sich das Modell mittlerweile zum Vorbild.</p>
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<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://kompetenz-online.at/2022/05/02/unterricht-in-der-arbeitszeit-macht-lehre-mit-matura-attraktiver/" aria-label="Best Practice: Lehre mit Matura">Best Practice: Lehre mit Matura</a></h4>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-19174 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-1024x1024.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-768x768.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch-500x500.png 500w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Doka_Lehrlinge-84-von-323_quadratisch.png 1449w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p class="wp-block-paragraph">Ein großer Verhandlungserfolg der<br>Gewerkschaft GPA: In der Holzverarbeitenden Industrie und Sägeindustrie erfolgt nun der <a href="http://kompetenz-online.at/2022/05/02/unterricht-in-der-arbeitszeit-macht-lehre-mit-matura-attraktiver/" data-type="URL" data-id="kompetenz-online.at/2022/05/02/unterricht-in-der-arbeitszeit-macht-lehre-mit-matura-attraktiver/" aria-label="Unterricht im Rahmen der Lehre mit Matura in der Arbeitszeit">Unterricht im Rahmen der Lehre mit Matura in der Arbeitszeit</a>. Dies trägt dazu bei, die Lehre attraktiver zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Umdasch in Amstetten, wo 75 Lehrlinge ausgebildet werden, ist das bereits seit zehn Jahren Realität. Wer sich für die Lehre mit Matura entscheidet, hat an einem Tag in der Woche Unterricht. Das macht das Unternehmen als Ausbildungsbetrieb attraktiver, es bewerben sich mehr Lehrlinge. Anja Gassner macht bei Umdasch/Doka eine Lehre zur Bürokauffrau und absolviert nebenbei die Matura: „Ich fand das Angebot sehr toll, dass man den Unterricht in der Arbeitszeit hat und auch dafür nicht woanders hinfahren muss. Für mich war sofort klar, dass ich das machen werde.“</p>
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<h4 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren:</h4>



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<li>Die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/08/29/vier-tage-woche-der-weg-aus-dem-hamsterrad/" aria-label="Vier-Tage-Woche">Vier-Tage-Woche</a> wird in vielen Ländern Europas schon erprobt. Lies selbst, wie due kürzeren Arbeitszeiten allen nützen. </li>



<li>Die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/06/30/neue-arbeitszeiten-flexibles-und-kuerzeres-arbeiten-statt-9-to-5/" aria-label="überwiegende Zahl der Beschäftigten">überwiegende Zahl der Beschäftigten</a> will kürzer und flexibler arbeiten. Lies hier die Ergebnisse des Arbeitsklimaindex</li>



<li>Wir haben 5 Gründe für dich, warum der <a href="https://kompetenz-online.at/2022/10/13/fachkraeftemangel-selber-schuld/" aria-label="Fachkräftemangel">Fachkräftemangel</a> von den Arbeitsgebern selbst verschuldet ist. </li>
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