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	<title>Fotogramm &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Fotogramm &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Stress macht krank</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/12/02/stress-macht-krank/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isabel Koberwein]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Dec 2021 13:48:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsdruck]]></category>
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		<category><![CDATA[Isabel Koberwein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie Arbeitsdruck aktiv bekämpft werden kann.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress-1024x614.png" alt="" class="wp-image-17678" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/12/fotogramm-betriebsrat_stress.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Quelle: IFES-Befragung, Foto: Adobe-Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie Arbeitsdruck aktiv bekämpft werden kann.</strong></p>



<span id="more-17677"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Wirtschaft hat in den letzten Monaten wieder deutlich an Fahrt aufgenommen. Damit verbunden steigen Arbeitsmenge und Leistungsdruck. Gleichzeitig sind so gut wie alle Branchen von Personalknappheit betroffen. Für die ArbeitnehmerInnen führt dies zu mehr Stress und einer Vielzahl von negativen Auswirkungen auf die körperliche wie auch psychische Gesundheit. Beschäftigte berichten immer öfter, dass Stress und Arbeitsdruck gerade in letzter Zeit enorm zugenommen haben. Ihre Einschätzungen wurden durch eine Umfrage von IFES bestätigt: 35 Prozent der Befragten gaben hier unter anderem an, dass sie dem bestehenden Arbeitsdruck nicht bis zur Pension standhalten werden können.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Besserer Gesundheitsschutz</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch zeigt sich der enorme Handlungsbedarf bei Gesundheitsschutz und vor allem Stressprävention. Zwar ist die Verantwortung der ArbeitgeberInnen für den Schutz der psychischen Gesundheit ihrer Beschäftigten sogar gesetzlich verankert, praktische Maßnahmen gibt es aber viel zu selten. Dabei würden sich solche auch für die Betriebe rechnen, beispielsweise durch weniger Krankenstände und die Vermeidung ungewollter Fluktuation. Gefordert ist aber auch die Politik insgesamt. Wenn es ein Ziel ist, dass die Menschen gesund ihr Pensionsalter erreichen können und der andernfalls eintretende volkswirtschaftliche Schaden verhindert werden soll, muss rasch gegensteuert werden.<br>BetriebsrätInnen können einiges zur Verbesserung der Stresssituation ihrer KollegInnen beitragen. Nicht zuletzt können sie in Richtung der ArbeitgeberInnen Druck aufbauen, damit diese für Entlastung und gesunde Arbeitsbedingungen sorgen. Im Rahmen der gesetzlich vorgeschriebenen Evaluierung psychischer Belastung, auf deren Grundlage in allen Betrieben passende Maßnahmen zur Vermeidung krankmachender Arbeitsbedingungen festzulegen sind, müssen BetriebsrätInnen übrigens in allen Phasen beteiligt werden. Ratsam ist es für BetriebsrätInnen jedenfalls, sich einen Überblick über die Stressbelastung im Betrieb zu verschaffen. Die Betrachtung der Arbeitszeitsituation, der Pausenkultur oder der Krankenstände im Betrieb kann hier Orientierung geben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber auch einzelne <a href="https://www.gpa.at/themen/gesellschaft-und-soziales/stress-lass-nach-" aria-label="ArbeitnehmerInnen müssen sich mit anhaltendem Stress nicht abfinden.">ArbeitnehmerInnen müssen sich mit anhaltendem Stress nicht abfinden.</a> Wichtig dabei: Stress und Überforderung sind meistens Anzeichen für zu hohe Anforderungen und fehlende Ressourcen. Die Suche nach Defiziten bei sich selbst führt nicht weiter. Es bringt mehr, sich über Stressursachen klarzuwerden und diese möglichst an der Wurzel zu bekämpfen. Der/Die Vorgesetzte sollte hier auch Ansprechperson sein, schließlich hat er/sie auch die Verantwortung, gesunde Arbeitsbedingungen sicherzustellen. Warnsignale des Körpers sind jedenfalls ernstzunehmen. Vor allem bei länger andauernden Beeinträchtigungen, wie Schlafstörungen, oder Konzentrationsschwierigkeiten, sollte eine/n ÄrztIn konsultiert werden und dabei auch die beruflichliche Belastung zur Sprache kommen. Unterstützung im Betrieb erhalten ArbeitnehmerInnen auch vom/von der betrieblichen ArbeitsmedizinerIn, dem/der BetriebsrätIn, oder der Sicherheitsvertrauensperson.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenig Verbesserungen beim Home-Office</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/12/16/wenig-verbesserungen-beim-homeoffice/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 13:43:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2021/01]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
		<category><![CDATA[Home-Office]]></category>
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		<category><![CDATA[IFES]]></category>
		<category><![CDATA[Lockdown]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch im zweiten Lockdown arbeiten wieder viele ArbeitnehmerInnen in den eigenen vier Wänden. Laut einer einer im Auftrag der AK durchgeführten IFES-Erhebung hat sich, was die Ausstattung betrifft, seit dem Frühjahr wenig verändert. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1000" height="600" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1.png" alt="" class="wp-image-15883" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1.png 1000w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/12/fotogramm-homeoffice_private-geraete1-768x461.png 768w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /><figcaption>Quelle: Arbeiterkammer, Foto: GPA-Öffentlichkeitsarbeit, Edgar Ketzer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch im zweiten Lockdown arbeiten wieder viele ArbeitnehmerInnen in den eigenen vier Wänden. Laut einer im Auftrag der AK durchgeführten <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.arbeiterkammer.at/homeoffice" target="_blank" aria-label="IFES-Erhebung (öffnet in neuem Tab)">IFES-Erhebung</a> hat sich, was die Ausstattung betrifft seit dem Frühjahr wenig verändert. </strong></p>



<span id="more-15776"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Noch immer nutzen 89 Prozent ihr privates Internet, 84 Prozent ihren privaten Drucker, 61 Prozent ihren privaten Monitor. 40 Prozent erledigen auch ihre dienstlichen Telefonate am privaten Handy und 34 Prozent nutzen ihr privates Notebook oder PC.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Haben vor Beginn der Pandemie noch rund fünf Prozent der Beschäftigen in Österreich im Home-Office gearbeitet, so waren es im Oktober 2020 schon rund 40 Prozent der ArbeitnehmerInnen. Die Arbeiterkammer hat das zum Anlass genommen und nachgefragt, was sich seit dem ersten Lockdown verbessert hat. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Antwort darauf ist einfach: wenig hat sich seit dem ersten Lockdown verbessert. Die Monate seither wurden leider nicht genutzt worden, um klare Regelungen und Rahmenbedingungen für das Arbeiten im Home-Office zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auffällig ist außerdem, dass Frauen im Home-Office schlechter ausgestattet sind als Männer. Dazu kommt, dass eine klare Trennung fehlt zwischen Home-Office einerseits und anderen Aufenthalten in den eigenen vier Wänden, vor allem wegen Krankenstand oder um Kinder und Angehörige zu pflegen. 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eher im Home-Office arbeiten, als Pflegefreistellung zu nehmen und 56 Prozent arbeiten eher krank von zuhause als in Krankenstand zu gehen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Befragung zeigt zudem, dass die Regelungen da besser sind, wo es BetriebsrätInnen gibt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fordern: Das muss sich ändern. Alle Arbeitsmittel wie Diensthandy, Computer und sonstige Erfordernisse sind vom Arbeitgeber dem Stand der Technik entsprechend zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss es für das Arbeiten im Home-Office einen Kostenersatz geben, um zusätzliche Kosten, die bei den Beschäftigten entstehen, adäquat abzugelten.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Wir finden, das muss sich ändern und es braucht <a rel="noreferrer noopener" href="https://awblog.at/homeoffice-gekommen-um-zu-bleiben/" target="_blank" aria-label="klare Regeln fürs Home-Office (öffnet in neuem Tab)">klare Regeln fürs Home-Office</a>:</strong></h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Home-Office muss freiwillig sein. </li><li>Es braucht einen eigenen Betriebsvereinbarungstatbestand für Home-Office. Dieser sollte erzwingbar sein.</li><li>Der Unfallversicherungsschutz für das Home-Office dauerhaft im Gesetz bestehen bleiben.</li><li>Alle Arbeitsmittel wie Diensthandy, Computer und sonstige Erfordernisse sind vom Arbeitgeber dem Stand der Technik entsprechend zur Verfügung zu stellen. </li><li>Außerdem muss es für das Arbeiten im Home-Office einen Kostenersatz geben, um zusätzliche Kosten, die bei den Beschäftigten entstehen, adäquat abzugelten.</li><li>Gesundes Arbeiten muss auch im Home-Office sichergestellt werden.</li></ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>85 Prozent aller Corona-Arbeitslosen sind Frauen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/07/15/85-prozent-aller-corona-arbeitslosen-sind-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2020 08:58:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaftskrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Ende Juni sind in Österreich immer noch knapp 65.000 Menschen mehr arbeitslos als vor der Coronakrise. Die überwiegende Mehrheit davon sind Frauen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer-1024x614.png" alt="" class="wp-image-14242" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/07/Fotogramm-Arbeitslose-Frauen-Männer.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer <br>Quelle: ÖGB/AMS-Daten</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ende Juni sind in Österreich immer noch knapp 65.000 Menschen mehr arbeitslos als vor der Coronakrise. Die überwiegende Mehrheit davon sind Frauen.</strong></p>



<span id="more-14240"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt gute Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit geht langsam zurück. Seit dem Höhepunkt der Krise ist sie um etwa 146.000 Personen zurückgegangen. Die Rückkehr auf den Arbeitsmarkt ist für Frauen allerdings deutlich schwerer als für Männer. Von den 65.000 zusätzlichen Arbeitslosen im Vergleich zu vor der Krise sind 85 Prozent Frauen und nur 15 Prozent Männer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Ende Februar 2020 waren in Österreich 399.359 Personen arbeitslos. Ende Juni waren es 463.505 Personen, die Arbeitslosigkeit ist also um 64.146 Personen höher. Von diesen &#8211; statistisch gesehen &#8211; &#8222;Corona-Arbeitslosen&#8220; sind 54.702 Frauen und nur 9.444 Männer. Das geht aus den Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Frauenbranchen besonders betroffen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der hohe Frauenanteil an den Corona-Arbeitslosen ist unter anderem darauf zurück zu führen, dass in den von Schließungen besonders betroffenen Branchen, der Hotellerie, dem Gastgewerbe, dem Handel, dem Dienstleistungssektor sowie dem Gesundheits- und Sozialbereich überproportional viele Frauen arbeiten. Im männerdominierten Bauwesen ging die Arbeitslosigkeit dagegen saisonbedingt &#8211; trotz Corona &#8211; deutlich zurück. Interessantes Detail am Rande: Bei den wenigen Frauen, die am Bau beschäftigt sind, stieg die Arbeitslosigkeit  in diesem Zeitraum trotzdem leicht an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Folgen der Krise werden am Arbeitsmarkt daher vor allem für Frauen noch länger spürbar und eine Rückkehr zu Vollzeit unter Umständen noch schwieriger sein. Das hat drastische langfristige Folgen für das Erwerbseinkommen und somit auch die Pensionshöhe von Frauen. „Die Corona-Krise darf die ohnehin begrenzten Fortschritte der Gleichberechtigung nicht wieder rückgängig machen. Die Politik ist jetzt gefragt, Frauen bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Krise stärker zu berücksichtigen und zu unterstützen“, forderte daher die ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann in einer Aussendung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Frauen mussten in den letzten Monaten auch&nbsp;massiv Arbeitszeit reduzieren und Urlaub verbrauchen, um die Kinderbetreuung überhaupt stemmen zu können. Jetzt sind Sommerferien da und die Regierung hat bislang nichts zum&nbsp;<a href="https://www.oegb.at/cms/S06/S06_1.28.a/1342631253120/themen/frauen-gleichstellung/schlechtes-zeugnis-fuer-bundesregierung" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="dringend notwendigen Ausbau von kostengünstigen Betreuungsangeboten (öffnet in neuem Tab)"><strong>dringend notwendigen Ausbau von kostengünstigen Betreuungsangeboten</strong></a>&nbsp;beigetragen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Jeder zweite verlorene Job kommt nicht zurück</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Laut WIFO-Prognose kommt jeder zweite Job, der heuer durch Corona verloren geht, nächstes Jahr nicht zurück. Wir brauchen daher dringend eine Neuverteilung der Arbeitszeit. Das GPA-djp-Modell &#8222;90 für 80&#8220; würde die Chance bieten, die Arbeitslosigkeit bis inklusive 2021 abzufedern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Modell „80 für 90“ reduziert ein/-e Arbeitnehmer/-in freiwillig die Arbeitszeit auf 80 Prozent und bekommt dafür 90 Prozent Gehalt. Die Differenz zahlt das AMS. Voraussetzung ist, dass für die freiwerdende Zeit jemand neu im Betrieb aufgenommen wird. Für je vier Personen, die sich für das Modell entscheiden, könnte also eine neue Stelle geschaffen werden. Vom Modell „90 für 80“ profitieren auch Unternehmerinnen und Unternehmer durch die steigende Produktivität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass 400.000 Beschäftigte in Österreich ihre Arbeitszeit gerne reduzieren würden. Wenn nur jeder zehnte davon mitmacht, dann schaffen wir damit 10.000 Jobs. Wenn sich ein Viertel für das Modell entscheidet, wären es sogar 25.000 neue Arbeitsplätze“, erklärt die GPA-djp-Vorsitzende Barbara Teiber.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nur jede/r 10 hat die Chance auf einen Job</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/06/16/nur-jede-r-10-hat-die-chance-auf-einen-job/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 12:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2020/02]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosengeld]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Grafik]]></category>
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					<description><![CDATA[517.221 Arbeitslose stehen 57.597 sofort verfügbaren offenen Stellen gegenüber.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-1024x614.png" alt="" class="wp-image-13937" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/06/Fotogramm-Arbeitslose.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Lucia Bauer<br>Quelle: AMS</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>517.221 Arbeitslose stehen 57.597 sofort verfügbaren offenen Stellen gegenüber.</strong></p>



<span id="more-13934"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Mitte März ist die Arbeitslosigkeit in Österreich extrem angestiegen. Den Höhepunkt erreichte sie im April mit nahezu 600.000 Arbeitslosen und AMS-SchulungsteilnehmerInnen. Seitdem ist sie leicht zurückgegangen, aber immer noch um 50 Prozent höher als im Vorjahr. Stellt man die Zahl der Menschen ohne Job den offenen Stellen gegenüber, sieht man sofort, dass sich das nicht ausgehen kann: Auf zehn Arbeitslose kommt nur ein Stellenangebot. Dazu kommt, dass immer noch mehr als eine Million Beschäftigte in Kurzarbeit sind. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie und ob es in diesen Unternehmen nach der Kurzarbeit weitergeht, ist längst noch nicht überall klar. Um eine soziale Krise abzufangen, brauchen wir daher rasch ein höheres Arbeitslosengeld. Eine Einmalzahlung von 450 Euro, wie von der Regierung geplant, ist zu wenig um arbeitslosen Menschen und Regierung nachhaltig zu helfen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vertrauen in die Gewerkschaft wächst</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/03/16/vertrauen-in-die-gewerkschaft-waechst-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2020 15:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[ÖGB]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Katzian]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Vertrauen in die Gewerkschaft ist in den in letzten Jahren massiv gestiegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-1024x614.png" alt="" class="wp-image-12996" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/03/vertrauen-in-die-gewerkschaft.png 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Quelle: Sozialwissenschaftliche Studiengesellschaft (SWS)<br>Foto: GPA-djp-Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Das Vertrauen in die Gewerkschaft ist in den in letzten Jahren massiv gestiegen.</strong></p>



<span id="more-12994"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Demokratiemonitoring der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) vertrauen die Österreicherinnen und Österreicher den Gewerkschaften wesentlich stärker als in den Jahren davor. Während im Jahr 2017 37 Prozent der ÖsterreicherInnen sehr großes Vertrauen in den ÖGB steckten, waren es im Jahr 2018 bereits 49 Prozent und im Jahr 2019 stieg der Wert auf 60 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Dass die Menschen dem ÖGB immer größeres Vertrauen schenken, freut uns natürlich sehr und bestätigt uns in unserer Arbeit “, kommentierte ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian die Zahlen. „Es ist aber auch eine große Verantwortung und eine Aufforderung, uns weiterhin mit aller Kraft für Verbesserungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stark zu machen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vergangenen Jahre haben uns vor Augen geführt, wie schnell sich die politische Situation in unserem Land verändern kann. Ungeachtet der politischen Verhältnisse sehen die Menschen die Gewerkschaft weiterhin als verlässlichen und stabilen Partner, um die großen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Warum Vermögenssteuern notwendig sind</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/12/16/warum-vermoegenssteuern-notwendig-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Florentin Döller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2019 13:29:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2020/01]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
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		<category><![CDATA[Florentin Döller]]></category>
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					<description><![CDATA[Österreich hat einerseits eine sehr ungleiche Vermögensverteilung (das reichste Prozent besitzt rund 40 Prozent des Nettovermögens) und andererseits beträgt der Anteil der vermögensbezogenen Steuern am Gesamtsteueraufkommen lediglich 1,3 Prozent (Wert 2017). Damit liegen wir im OECD-Vergleich an vorletzter Stelle und befinden uns weit unter dem OECD-Schnitt von 5,7 Prozent. Es gibt hier also viel Luft [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-reichstes-Prozent-1024x614.png" alt="" class="wp-image-12329" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-reichstes-Prozent-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-reichstes-Prozent-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-reichstes-Prozent-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-reichstes-Prozent-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> <strong>Das reichste Prozent besitzt in Österreich rund 40 Prozent des Nettovermögens, während auf die ärmsten 50 Prozent lediglich 2,5 Prozent der Vermögen fallen</strong>. <br>Quelle:  AK-Broschüre „Verteilungsgerechtigkeit“ (November 2018) <br>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Österreich hat einerseits eine sehr ungleiche Vermögensverteilung (das reichste Prozent besitzt rund 40 Prozent des Nettovermögens) und andererseits beträgt der Anteil der vermögensbezogenen Steuern am Gesamtsteueraufkommen lediglich 1,3 Prozent (Wert 2017). </strong></p>



<span id="more-12328"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Damit liegen wir im OECD-Vergleich an vorletzter Stelle und befinden uns weit unter dem OECD-Schnitt von 5,7 Prozent. Es gibt hier also viel Luft nach oben: Würde man beispielsweise die vermögensbezogenen Steuern auf den OECD-Durchschnitt anheben, so brächte das ein geschätztes jährliches Mehraufkommen von ca. 5 Milliarden Euro. Eine Vermögensteuer mit einem Freibetrag von einer Million Euro brächte bei einem Steuersatz von einem Prozent etwa 4 Milliarden Euro an jährlichen Einnahmen. Es handelt sich also nicht um „Peanuts“, sondern mit diesem Geld könnte man den Sozialstaat qualitativ verbessern. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Vermögensteuer mit einem hohen Freibetrag ist ein fairer Beitrag für solide öffentliche Finanzen und führt zu mehr Steuergerechtigkeit. Auch internationale Institutionen wie die OECD, der Internationale Währungsfond (IWF) aber auch die EU-Kommission weisen auf den niedrigen Anteil der vermögensbezogenen Steuern in Österreich hin, und empfehlen deren Ausbau. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus Gründen der Steuergerechtigkeit und Chancengleichheit bedarf es auch einer Erbschafts- und Schenkungssteuer, denn Erbschaften tragen maßgeblich zur ungleichen Vermögensverteilung bei. Zudem wird das Erbvolumen in den nächsten beiden Jahrzehnten stark ansteigen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Vermögensverteilung: Große Ungleichheit </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während es bei den Einkommen eine breite Mitte gibt (v.a. auch durch sozialstaatliche Transferleistungen bedingt), sind die Vermögen hingegen sehr schief verteilt. Hier gibt es eine sehr starke Konzentration an der Spitze der Verteilung: Das reichste Prozent besitzt in Österreich rund 40 Prozent des Nettovermögens, während auf die ärmsten 50 Prozent lediglich 2,5 Prozent der Vermögen fallen! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die HFCS-Daten (Erhebung der Österreichischen Nationalbank im Rahmen des europaweiten „Household Finance and Consumption Survey“, bislang 2010 und 2014 durchgeführt) zeigen, dass die typischen Vermögensgegenstände der unteren Hälfte ein Auto und/oder ein Sparbuch sind, während die reichsten Haushalte vermehrt Unternehmensbeteiligungen, Wertpapiere und Zinshäuser besitzen. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Vermögenseinkommen: Nur wenige profitieren </h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-vermögenseinkommen-1024x614.png" alt="" class="wp-image-12331" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-vermögenseinkommen-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-vermögenseinkommen-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-vermögenseinkommen-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-vermögenseinkommen-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> <strong>Die unteren 90 Prozent erhalten nur 10 Prozent aller Vermögenserträge, während die oberen 10 Prozent die restlichen 90 Prozent bekommen.</strong><br> Quelle:  AK-Broschüre „Verteilungsgerechtigkeit“ (November 2018) <br>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Was für Vermögen gilt, trifft auch für Vermögenseinkommen zu (Vermögenseinkommen sind Zinserträge, Erträge aus Vermietung und Verpachtung, Dividenden und sonstige Gewinnausschüttungen). Der größte Teil des gesamten Vermögenseinkommens ist konzentriert auf wenige, was wiederum zu einer Verfestigung der ungleichen Vermögensverteilung führt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vermögensbezogene Steuern: Viel Luft nach oben </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Anteil der vermögensbezogenen Steuern am Gesamtsteueraufkommen beträgt in Österreich lediglich 1,3 Prozent (Wert 2017; 1965 waren es noch rund 4 Prozent). Damit befinden wir uns im OECD-Vergleich am vorletzter Stelle, hinter Estland, wobei wir den vorletzten Platz gemeinsam mit der Slowakei und Litauen einnehmen. Der OECD-Schnitt (5,7 Prozent) ist mehr als vier mal so hoch! Zum Vergleich: In wirtschaftsliberalen Staaten wie Großbritannien oder den USA haben Vermögenssteuern mit mehr als einem Zehntel des Steueraufkommens ein starkes Gewicht. Bei unserem Nachbarn Deutschland –  mit dem wir uns ja immer gerne vergleichen – beträgt der Anteil der vermögensbezogenen Steuern 3 Prozent, ist also auch noch deutlich höher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht hier also viel Luft nach oben: Würde Österreich beispielsweise die vermögensbezogenen Steuern auf den OECD-Durchschnitt anheben, so brächte das ein geschätztes jährliches Mehraufkommen von rund 5 Milliarden Euro! </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die OECD empfiehlt vermögensbezogene Steuern in jenen Ländern auszubauen, in denen eine hohe Vermögensungleichheit herrscht, Vermögensübertragungen gar nicht und Kapitaleinkommen nur proportional besteuert werden. Österreich wäre dafür ein Paradebeispiel, da all diese Kriterien zutreffen. Auch die EU-Kommission hat in ihrem Länderbericht 2019 darauf hingewiesen, dass in Österreich nur geringe Anteile des Gesamtsteueraufkommens auf die Körperschaftssteuer (KöSt) und Steuern auf Kapital, aber auch auf Umwelt- und Vermögenssteuern entfallen. Deren Erträge bleiben jeweils deutlich hinter dem EU-Durchschnitt zurück. Die von der alten Regierung geplante Senkung der KöSt und der Umstand, dass weiterhin keine Vermögens– und Erbschaftssteuern eingeführt werden sollen, gehen daher genau in die falsche Richtung. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Potenzielles Aufkommen einer Vermögensteuer </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine von der Johannes Kepler Universtät Linz (JKU) erstellte Studie „Bestände und Konzentration privater Vermögen in Österreich (2017)“ ermittelte zum einen, dass allein das reichste Prozent der privaten Haushalte mehr als eine halbe Billion Euro (534 Milliarden Euro) Nettovermögen besitzt– das entspricht einem Besitzanteil von 40,5 Prozent! Zum anderen wurden Schätzungen über das potenzielle Aufkommen aus verschiedenen Vermögenssteuermodellen mit unterschiedlichen Freibeträgen und Steuersätzen berechnet.  Eine Vermögensteuer mit einem Freibetrag von einer Million Euro brächte bei einem Steuersatz von einem Prozent etwa 4 Milliarden Euro an jährlichen Einnahmen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei handelt es sich um den mittleren Wert einer Schätzung, die bereits „hypothetische Ausweicheffekte“ miteinbezieht. Damit ist das Abziehen von Vermögen aufgrund der Besteuerung gemeint. Auch wenn es theoretisch durch Vermögensverschiebung zu unrealistisch hohen Ausweicheffekten kommen kann, kommt noch immer ein erhebliches Steueraufkommen zustande. Denn der Großteil des Privatvermögens besteht aus Großimmobilien und kann sich der Besteuerung daher gar nicht entziehen. </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Erbschaften tragen maßgeblich zur ungleichen </strong>Vermögensverteilung bei bzw. verfestigen die Ungleichheit </h4>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-Erbschaften_korr1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-12423" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-Erbschaften_korr1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-Erbschaften_korr1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-Erbschaften_korr1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/Fotogramm-Erbschaften_korr1-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> Die Erbschaften der unteren 90 Prozent betragen im Durchschnitt 124.000 Euro. Im reichsten Prozent beträgt die durchschnittliche Erbschaft dagegen 3,4 Millionen Euro.<br>  Quelle:  AK-Broschüre „Verteilungsgerechtigkeit“ (November 2018) <br>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer    </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Nur einer von drei Haushalten der unteren 90 Prozent in der Einkommensverteilung erbt überhaupt etwas. Im Durchschnitt beträgt diese Erbschaft 124.000 Euro. Im Gegensatz dazu erben innerhalb der reichsten 10 Prozent drei von vier Haushalten. Ihre Erbschaft ist mit durchschnittlich 830.000 Euro fast sieben Mal höher als die durchschnittliche Erbschaft der restlichen 90 Prozent. Im reichsten Prozent macht die durchschnittliche Erbschaft sogar rund 3,4 Millionen Euro aus. Diese Daten verdeutlichen, dass Erbschaften in Österreich ein zentraler Grund für die ungleiche Verteilung von Vermögen sind. Unterschiede zwischen Erbschaften tragen gleich viel zur Vermögensungleichheit bei wie Unterschiede im Haushaltseinkommen. Das Glück der (reichen) Geburt hat also etwa denselben Effekt wie der persönliche Arbeitseinsatz in der Arbeitswelt. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesen Zahlen geht klar hervor, dass eine Erbschafts- und Schenkungssteuer mit einem hohen Freibetrag die breite Masse der Bevölkerung nicht treffen würde. Ein weiteres Argument für die Wiedereinführung einer Erbschafts- und Schenkungssteuer besteht darin, dass das Erbvolumen in Österreich in den nächsten zwei Jahrzehnten von jährlich 12 Milliarden Euro (2015) auf über 20 Milliarden Euro (2035) ansteigen wird. </p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Mehr Infos in der Verteilungsbroschüre der AK </h4>



<p class="wp-block-paragraph">„<a href="https://wien.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/verteilungsgerechtigkeit/Broschuere_Vermoegensverteilung.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Verteilungsgerechtigkeit: Für die vielen, nicht die wenigen (öffnet in neuem Tab)">Verteilungsgerechtigkeit: Für die vielen, nicht die wenigen</a>“: </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Broschüre zeigt das besorgniserregende Ausmaß der Ungleichheit auf: Das reichste Prozent verfügt in Österreich über rund 40 Prozent des gesamten Vermögens, während die ärmeren 50 Prozent gemeinsam gerade einmal 2,5 Prozent besitzen. Dabei wird ein großer Teil der Vermögen nicht durch eigene Leistung erworben, sondern geerbt.</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">  </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sonntag frei</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/11/14/sonntag-frei-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Heike Hausensteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Nov 2019 12:09:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Heike Hausensteiner]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsallianz]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsöffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntagsruhe]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=11833</guid>

					<description><![CDATA[Entgegen dem Druck von Wirtschaftsseite soll der Tag des Herrn vor allem auch einer der Familie, Freiwilligenarbeit und Umwelt bleiben, meinen Gewerkschafts- und KirchenvertreterInnen. Haben Sie an einem Sonntag in Österreich schon einmal versucht, einen Liter Milch zu kaufen, weil Sie ihn dringend brauchten und Ihnen NachbarInnen nicht aushelfen konnten? Möglicherweise sind Sie am Bahnhof, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Fotogramm-Sonntag2-1024x614.png" alt="" class="wp-image-11834" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Fotogramm-Sonntag2-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Fotogramm-Sonntag2-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Fotogramm-Sonntag2-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Fotogramm-Sonntag2-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Laut einer repräsentativen Erhebung der „Sonntagsallianz“ unter 1000 ÖsterreicherInnen zwischen 16 und 69 Jahren wollen 60 Prozent sonntags nicht arbeiten. </strong><br>Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit/Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Entgegen dem Druck von Wirtschaftsseite soll der Tag des Herrn vor allem auch einer der Familie, Freiwilligenarbeit und Umwelt bleiben, meinen Gewerkschafts- und KirchenvertreterInnen. </strong></p>



<span id="more-11833"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Haben Sie an einem Sonntag in Österreich schon einmal versucht, einen Liter Milch zu kaufen, weil Sie ihn dringend brauchten und Ihnen NachbarInnen nicht aushelfen konnten? Möglicherweise sind Sie am Bahnhof, an der Tankstelle oder in einem Kaffeehaus fündig geworden, sofern vorhanden, haben dafür einen etwas höheren Preis bezahlt – aber mehr haben Sie deshalb nicht eingekauft. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Der
Sonntag ist in christlich geprägten Ländern wie Österreich etwas Besonderes. Er
ist Familien-, Ausflugs- oder schlicht Ruhetag. Und kostet mehr, wenn er
betriebswirtschaftlich genutzt wird, seien es finanzielle Zuschläge oder
weniger Erholung. Nicht mehr bringt hingegen der Wirtschaft ein Sonntag, der
als Einkaufstag allgemein frei gegeben wird, so die Argumentation der ArbeitnehmervertreterInnen.
Die Menschen hätten deshalb nicht mehr Geld zur Verfügung, um es auszugeben,
lautet der Tenor.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Aber wenn Sie sich etwa in einem Shoppingcenter umschauen, wo Geschäfte bis 21 Uhr offen halten dürfen, wird das ja gar nicht angenommen von den KundInnen. Die KonsumentInnen geben deshalb nicht mehr Geld aus.“  </p><cite>Anita Palkovich, Chefverhandlerin für den Handel</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wollen den arbeitsfreien Sonntag beibehalten. Daran hat sich wenig geändert“, betont Anita Palkovich von der GPA-djp. Sie ist auf Gewerkschaftsseite Chef-Verhandlerin des Kollektivvertrags (KV) für die rund 500.000 Handelsangestellten. Teile der Arbeitgeber und Wirtschaftskammer möchten die Öffnungszeiten der Geschäfte in Österreich weiter ausdehnen. „Aber wenn Sie sich etwa in einem Shoppingcenter umschauen, wo Geschäfte bis 21 Uhr offen halten dürfen, wird das ja gar nicht angenommen von den KundInnen. Die KonsumentInnen geben deshalb nicht mehr Geld aus.“ </p>



<h4 class="wp-block-heading">Sonntag für Familie und Freunde</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch in Tourismusregionen, zu denen beispielsweise auch die Wiener Innenstadt zählt, dürfen aufgrund einer Ausnahmeregelung Geschäfte länger aufsperren. Voraussetzung ist, es herrschen faire Arbeitsbedingungen, so Palkovich. „Der Sonntag gehört der Familie und Freunden. Das bestätigen auch unsere Meinungsumfragen.&#8220; Laut jüngsten Erhebungen der GPA-djp lehnen es etwa unter den Handelsangestellten in Wien mehr als 90 Prozent ab, an Sonntagen zu arbeiten. Das wäre „eine Verschlechterung der Arbeits- und Lebensqualität der Betroffenen“, der die Gewerkschaft nicht zustimmen werde. </p>



<p class="wp-block-paragraph">So konterte die Bundesvorsitzende der GPA-djp, Barbara Teiber, eine entsprechende Forderung der Österreichischen Hoteliervereinigung ab. Diese hatte ihrerseits im Spätsommer eine Befragung in Auftrag gegeben, die ergab, dass mehr als 50 Prozent der WienerInnen die generelle Sonntagsöffnung in der Bundeshauptstadt befürworten und auch nützen würden. Die Hoteliers glauben im Gegensatz zu den ArbeitnehmervertreterInnen an eine höhere Geberlaune, mehr Steuereinnahmen und Jobs durch offene Geschäfte sonntags in ganz Wien. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Es ist eine Frage der Perspektive. Einer repräsentative Erhebung der „Sonntagsallianz“ unter 1000 ÖsterreicherInnen zwischen 16 und 69 Jahren zufolge wollen knapp 60 Prozent den arbeitsfreien Sonntag „unbedingt behalten“ und sind nicht bereit, sonntags regelmäßig selbst zu arbeiten. Sechs von zehn Befragten lehnen eine Aufhebung der Wochenendruhe zugunsten individuell freier Tage ab. Gegen eine Aufweichung sind in erster Linie Mütter und Personen zwischen 30 und 49 Jahren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sonntag für die Freiwilligenarbeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Ein verkaufsoffener Sonntag wäre ein Dammbruch“, sagt der Betriebsrat und Sprecher der „<a href="https://www.freiersonntag.at/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Sonntagsallianz (öffnet in neuem Tab)">Sonntagsallianz</a>“, Philipp Kuhlmann, im Gespräch mit der KOMPETENZ. Denn der Handel sei als Branche ein gewisser Taktgeber für die gesamte Gesellschaft. Die „Sonntagsallianz“ macht sich seit bald zehn Jahren für die Beibehaltung des arbeitsfreien Sonntags stark. Sie ist eine gemeinsame Plattform von mehr als 50 kirchlichen und gewerkschaftlichen Organisationen sowie aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Koordiniert wird die Arbeit der Allianz durch die Katholische Sozialakademie Österreichs.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Manche
müssen sonntags arbeiten“, verweist Kuhlmann auf Bereiche wie Krankenhäuser,
Polizei oder den öffentlichen Verkehr. „Da sagen wir danke! Wir sind aber gegen
eine Ausweitung von Sonntagsarbeit, wo es nicht notwendig ist.“ Dass ja aber
auch im Internet rund um die Uhr eingekauft werden könne, hält er für ein
Scheinargument. Der Online-Handel funktioniere nur in bestimmten Segmenten,
nicht etwa in der Lebensmittel-Branche, verschiebe die Kundenausgaben, steigere
sie aber nicht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Wir sind aber gegen eine Ausweitung von Sonntagsarbeit, wo es nicht notwendig ist.“ </p><cite> Philipp Kuhlmann, Betriebsrat und Sprecher der Sonntagsallianz</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zur vermehrten Bewusstseinsbildung geht die „Sonntagsallianz“ denn auch mit einer <a href="https://www.meinsonntag.plus/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="neuen Kampagne (öffnet in neuem Tab)">neuen Kampagne</a> in ihr Jubiläumsjahr, die weit über den religiösen Aspekt hinausgeht. Dabei sticht ein Argument für den arbeitsfreien Sonntag heraus, das gerne übersehen wird: Die Freiwilligenarbeit in Ehrenämtern, die viele ÖsterreicherInnen in Naturschutz- und Sportorganisationen oder anderen Vereinen ausüben. So sind zum Beispiel 99 Prozent der Feuerwehren in Österreich ehrenamtlich organisiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Einschränkung des Ehrenamtes gefährdet sozialen
Zusammenhalt und Gesellschaft“, heißt daher ein Slogan. Der Umweltschutz wird
ebenfalls ins Treffen geführt. „Unser Leben beruhigt sich an Sonn- und
Feiertagen, damit auch der Verkehr und die Umweltbelastung.“ Eine Anspielung
auf den regen Pendlerverkehr, da die meisten Beschäftigten nicht vor der
Haustür jobben können. Schließlich sei der Verkehr laut Umweltbundesamt
Hauptverursacher bei den klimarelevanten Gasen. In Anlehnung an die
mittlerweile etablierten Freitagsdemonstrationen von KlimaschützerInnen auf der
ganzen Welt verleiht die „Sonntagsallianz“ ihrer Forderung Nachdruck mit dem
Schlagwort „#sundays4future“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Thema bleibt Österreich mit Sicherheit erhalten. Nicht
zuletzt, weil die ehemalige Kaiserstadt Bad Ischl im Jahr 2024 Europäische
Kulturhauptstadt sein wird. Das freut insbesondere LokalpatriotInnen im
oberösterreichischen Salzkammergut. ArbeitnehmervertreterInnen ruft das eher
auf den Plan. Bereits heuer dürfen in den 35 Bad Ischler Innenstadtgeschäften
die Angestellten zum Mariä Empfängnis-Feiertag am 8. Dezember nicht arbeiten.
Dieser fällt 2019 auf einen Sonntag – und mit dem Bad Ischler Nikolokirtag und
-markt zusammen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus diesem Anlass sprachen sich die Handelsangestellten dort bereits in einer <a href="https://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_3.4.6.a/1342618478419/ueber-uns/bundeslaender/oberoesterreich/81-7-prozent-der-handelsangestellten-sagen-nein" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Umfrage der GPA-djp Oberösterreich (öffnet in neuem Tab)">Umfrage der GPA-djp Oberösterreich</a> zu 82 Prozent gegen Sonntagsarbeit aus. Sie wurden jetzt vom Arbeitsministerium sogar aufgrund des Arbeitsruhegesetzes zur Sonntagsruhe am 8. Dezember verdonnert – die GeschäftebetreiberInnen selbst dürfen/müssen arbeiten. Wie sich das mit dem erhöhten Tourismus-Aufkommen im Kulturhauptstadt-Jahr ausgehen wird, bleibt abzuwarten. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Frauen arbeiten heuer 72 Tage gratis</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/10/21/frauen-arbeiten-heuer-72-tage-gratis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 08:21:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Einkommensschere]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gender pay gap]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestlohn]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilungsgerechtigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=11687</guid>

					<description><![CDATA[Am 21. Oktober 2019 ist Equal Pay Day. Das ist jener Tag, an dem Männer mit einem Vollzeitjob das Jahreseinkommen von Frauen mit Vollzeitjob erreicht haben. In Relation zu den Männern arbeiten Frauen also ab sofort gratis. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Grafik_equal-pay-day1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-11719" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Grafik_equal-pay-day1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Grafik_equal-pay-day1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Grafik_equal-pay-day1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Grafik_equal-pay-day1-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> <strong> 52.033  Euro beträgt das Durchschnittsbruttoeinkommen von Männern, 41.785 Euro das von Frauen. </strong><br>Quelle: Statistik Austria: Foto: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 21. Oktober 2019 ist Equal Pay Day. Das ist jener Tag, an dem Männer mit einem Vollzeitjob das Jahreseinkommen von Frauen mit Vollzeitjob erreicht haben. In Relation zu den Männern arbeiten Frauen also ab sofort gratis. </strong></p>



<span id="more-11687"></span>



<p class="wp-block-paragraph">19,7 Prozent beträgt der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen in Österreich. Oder in absoluten Zahlen 10.172 Euro. Männer verdienen in Österreich durchschnittlich 52.033 Euro brutto, Frauen nur 41.785. Wesentliche Gründe dafür sind die<a href="https://kompetenz-online.at/2019/10/03/frauen-arbeiten-mehr-als-maenner/" aria-label="ungleiche Verteilung der unbezahlten Arbeit"> ungleiche Verteilung der unbezahlten Arbeit</a> und die hohe Teilzeitquote von Frauen. Noch immer sind es vor allem Frauen, die Kinder betreuen und Angehörige pflegen. Frauen arbeiten zudem wesentlich häufiger als Männer in schlechter bezahlten Berufen und kommen seltener in Führungspositionen. Die Einkommensunterschiede setzen sich später auch bei der Pension fort. Knapp 40 Prozent niedriger ist die durchschnittliche Frauenpension im Vergleich zur durchschnittlichen Männerpension. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lohnschere zwischen Männern und Frauen schließt sich nur langsam. Seit dem letzten Jahr hat sich der Equal Pay Day um genau einen Tag verschoben. 2018 fiel er auf den 20. Oktober, 2019 ist es der 21. Oktober. 2010 fiel der Equal Pay Day noch auf auf den 29. September.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Verbesserungen, die zu einer Reduktion der Einkommensschere führen, sind mehr Flexibilität beim Kinderbetreuungsgeld. Das hat zu kürzeren Karenzdauern und zu mehr Väterbeteiligung geführt. Laut AK <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Wiedereinstiegsmonitoring (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.arbeiterkammer.at/service/studien/frauen/AK_Wiedereinstiegsmonitoring.html" target="_blank">Wiedereinstiegsmonitoring</a> ist die Karenzdauer von Frauen von 732 Tagen auf 607 Tage, also um vier Monate zurückgegangen. Die Zahl der Väter, die ihre Erwerbstätigkeit wegen Kinderbetreuung unterbrochen haben, ist von 3.600 auf 9.600 angestiegen.&nbsp;Seit 2017 gibt es zudem die Möglichkeit für Väter, gleich nach der Geburt den Familienzeitbonus zu beziehen. Allerdings gibt es nach wie vor Hürden: der „Bonus“ wird vom Kinderbetreuungsgeld abgezogen und es gibt keinen arbeitsrechtlichen Anspruch auf einen Papamonat.&nbsp;Verbessert hat sich auch das Angebot an Kinderbetreuung. Die Betreuungsquote hat sich von 2007 auf 2017 bei Kindern unter drei Jahren mehr als verdoppelt (2007: 11,8 Prozent, 2017: 26,1 Prozent).&nbsp;Eine wichtige Rolle spielen auch die Erhöhung der Mindestlöhne und die bessere <a href="https://kompetenz-online.at/2018/12/18/faktencheck-anrechnung-von-karenzzeiten/" aria-label="Anrechnung von Karenzzeiten">Anrechnung von Karenzzeiten</a>. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einkommensunterschiede sind österreichweit übrigens unterschiedlich hoch. Am niedrigsten sind sie in Wien und am höchsten in Vorarlberg. Während der Equal Pay Day in Vorarlberg schon am 23. September statt fand, ist es in Wien erst am 9. November so weit. Die <a href="https://kompetenz-online.at/2019/04/01/licht-und-schatten-im-pensionssystem/" aria-label="unterschiedliche Höhe der Einkommensunterschiede geht Hand in Hand mit der regional unterschiedlich hohen Teilzeitquote von Frauen">unterschiedliche Höhe der Einkommensunterschiede geht Hand in Hand mit der regional unterschiedlich hohen Teilzeitquote von Frauen</a>. In ländlichen Regionen mit weniger Kinderbetreuungseinrichtungen und frühen Schlusszeiten sind sowohl die Teilzeitquote als auch die Einkommensunterschiede besonders hoch. Während in Wien nur 0,5 Prozent der Kindertagesheime um 15 Uhr oder früher schließen, sind es österreichweit 22 Prozent und in Tirol und Vorarlberg fast die Hälfte.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Teilzeit ist weiblich</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/08/14/teilzeit-ist-weiblich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Aug 2019 11:35:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2019/03]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Teilzeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Teilzeitbeschäftigte sind typischerweise weiblich, zwischen 35 und 44 Jahre alt. Sie haben eine berufsbildende mittlere Schule absolviert und verfügen über keine Führungsfunktion. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="709" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px-709x1024.png" alt="" class="wp-image-10870" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px-709x1024.png 709w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px-104x150.png 104w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px-208x300.png 208w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px-768x1109.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/08/typische_teilzeitbeschaeftigte_1024x1478px.png 1024w" sizes="auto, (max-width: 709px) 100vw, 709px" /><figcaption><strong>Die typische Teilzeit­beschäftigte ist zwischen 35 und 44 Jahre alt, hat eine berufs­bildende mittlere Schule absolviert, zwei bis drei Kinder zur Welt gebracht und arbeitet als Angestellte im Gesundheits- und Sozial­bereich, im Handel und in der Gastronomie oder im Unterrichts­wesen. </strong><br>Quelle: <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundgesundheit/arbeitsklima/arbeitsklima_index/Arbeitsklima_Index_2019_April.html#:~:text=Die%20typische%20Teilzeitbesch%C3%A4ftigte%20ist%20zwischen,Angestellte%20im%20Gesundheits%2D%20und%20Sozialbereich." target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Arbeitsklimaindex (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklimaindex</a><br>Grafik: GPA-djp-Marketing, Johannes Loibenböck</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Teilzeitbeschäftigte sind typischerweise weiblich, zwischen 35 und 44 Jahre alt. Sie haben eine berufsbildende mittlere Schule absolviert und verfügen über keine Führungsfunktion. Acht von zehn Teilzeitjobs in Österreich sind in Frauenhand, und zwar vorwiegend im Handel, in der Gastronomie und im Gesundheits­wesen.</strong></p>



<span id="more-10346"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Fast 1,1 Millionen Menschen waren im Jahr 2018 in Österreich teilzeitbeschäftigt &#8211; davon rund 200.000 Männer und 885.000 Frauen. Diese ungleiche Verteilung deutet auf das immer noch vorherrschende Zuverdienermodell bei Paaren hin: Der Mann arbeitet Vollzeit, die Frau kümmert sich neben ihrem Teilzeitjob um Haushalt und Kinder. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Insbesondere nach Geburt des ersten Kindes verfestigt sich dieses traditionelle Erwerbsverhalten: Während die Frauen ihre Arbeitszeit zugunsten familiärer Verpflichtungen reduzieren, leisten die Männer in ihren Vollzeitjobs sogar noch mehr Überstunden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Teilzeitkräfte schätzen die bessere Zeiteinteilung und Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Sie machen seltener und weniger Überstunden, sind zufriedener mit der Arbeitszeitregelung im Betrieb und haben weniger Zeitdruck als Vollzeitkräfte. <strong>&nbsp;</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf der anderen Seite überwiegen aber die Nachteile: 45 Prozent der Teilzeitbeschäftigten sind mit ihrem Einkommen mittel bis gar nicht zufrieden &#8211; unter Vollzeitkräften sind es 31 Prozent. Fast zwei Drittel der Teilzeitbeschäftigten kommen kaum oder gar nicht mit dem Einkommen aus. Auch die eigene soziale Position und die Rechte als Arbeit­nehmerIn sehen Teilzeitkräfte etwas negativer. All das führt dazu, dass 14 Prozent der Teilzeitbeschäftigten den Beruf komplett wechseln wollen &#8211; bei den Vollzeitkräften streben nur sieben Prozent einen kompletten Jobwechsel an. </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Diskriminierung im Job</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/06/18/diskriminierung-im-job/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Jun 2019 08:25:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[AK]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeiterkammer]]></category>
		<category><![CDATA[Diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogramm]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichbehandlungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[LGBT]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>
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		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nahezu jede/r zweite oder 43 Prozent haben zwischen 2016 und 2018 zumindest einmal Erfahrung mit Diskriminierung gemacht. Am häufigsten passiert Diskriminierung am Arbeitsplatz. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/06/Fotogramm_Diskrminierung-1024x614.png" alt="" class="wp-image-10248" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/06/Fotogramm_Diskrminierung-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/06/Fotogramm_Diskrminierung-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/06/Fotogramm_Diskrminierung-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/06/Fotogramm_Diskrminierung-768x461.png 768w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Fast die Hälfte der Bevölkerung wurde bereits einmal aufgrund von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Alter oder Geschlecht diskriminiert. </strong><br>Quelle: Sora, AK; Grafik: GPA-djp Öffentlichkeitsarbeit, Lucia Bauer </figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nahezu jede/r zweite oder 43 Prozent haben zwischen 2016 und 2018 zumindest einmal Erfahrung mit Diskriminierung gemacht. Am häufigsten passiert Diskriminierung am Arbeitsplatz. </strong></p>



<span id="more-10247"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Das geht aus einer <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Studie von SORA im Auftrag der Arbeiterkammer (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.arbeiterkammer.at/interessenvertretung/arbeitundsoziales/gleichbehandlung/JedeR_Zweite_von_Diskriminierung_betroffen.html#heading_Diskriminierungserfahrungen_in_der_Arbeitswelt" target="_blank">Studie von SORA im Auftrag der Arbeiterkammer</a> hervor. In einer repräsentativen Befragung wurde nach Schlechterbehandlung aufgrund von Geschlecht, Familienstand, Alter, ethnischer Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, Beeinträchtigung und sozialer Stellung in den Bereichen Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Bildung gefragt. Am häufigsten (21 Prozent) kam Diskriminierung im Zusammenhang mit der Arbeit vor. Die Betroffenen erleben, dass sie bei der Jobsuche, beim Einkommen, beim Aufstieg oder bei Gehaltserhöhungen benachteiligt werden. Im Bereich Wohnen haben 13 Prozent Diskriminierungserfahrungen gemacht, im Bildungsbereich 10 Prozent und im Gesundheitsbereich sind es 8 Prozent. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In allen 4 Bereichen ist das Hauptproblem das Machtgefälle. Konkret bedeutet das, dass die Betroffenen meist von Vorgesetzten, VermieterInnen, LehrerInnen oder Ärzten/Pflegekräften diskriminiert werden. Personen mit niedriger sozialer Stellung sind dabei überproportional von Diskriminierung betroffen. Am häufigsten diskriminiert werden MuslimInnen (78 Prozent) und Personen mit Migrationshintergrund (62 Prozent). Schwule, lesbische und bisexuelle Personen haben gegenüber heterosexuellen eine mehr als drei mal so hohe Wahrscheinlichkeit diskriminiert zu werden.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was zu tun ist </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schutz vor Diskriminierung bietet das Gleichbehandlungsrecht, das einen Diskriminierungsschutz in der Arbeitswelt &#8222;aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Zugehörigkeit, der sexuellen Orientierung, des Alters, der Behinderung der Religion oder Weltanschauung vorsieht. Lücken gibt es außerhalb der Arbeitswelt – hier sind nur die Merkmale Geschlecht und ethnische Herkunft geschützt. Hier muss der Schutz ausgeweitet werden. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Außerdem muss die Gleichhandlungsanwaltschaft, also jene Stelle, an die sich Diskriminierungsopfer wenden können, ausgebaut werden. Derzeit warten Betroffene durchschnittlich 1,5 Jahr auf eine Entscheidung der Gleichbehandlungskommission. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Chancengleichheit muss zudem in allen Bereichen hergestellt werden um auch strukturelle Diskriminierung weitestgehend zu bekämpfen. Dazu gehört der Ausbau der Ganztagsschulen genauso wie eine bessere Unterstützung bei der Arbeitssuche sowie der Zugang zu leistbarem Wohnraum. </p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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