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	<title>Jeff Bezos &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Jeff Bezos &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Amazon-Gewerkschaft: „Wir machen Geschichte!“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2022 13:41:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Gruppe junger, engagierter Beschäftigter hat es im Alleingang geschafft, erstmalig eine Gewerkschaft in einem Amazon-Logistikzentrum zu gründen. Ein historischer Sieg über einen Konzern, der seit jeher Betriebsratswahlen verhindert und Millionen in Anti-Gewerkschafts-Propaganda steckt.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18271" width="946" height="630" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Amazon-labor-Union_20220401_PD5621.HR_.png 1500w" sizes="(max-width: 946px) 100vw, 946px" /><figcaption><strong>Mitglieder der Amazon Labor Union (ALU) feiern ihren Sieg. </strong><br>Foto: Eduardo Munoz Alvarez, AP / picturedesk.com</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Gruppe junger, engagierter Beschäftigter hat es im Alleingang geschafft, erstmalig eine Gewerkschaft in einem Amazon-Logistikzentrum zu gründen. Ein historischer Sieg über einen Konzern, der seit jeher Betriebsratswahlen verhindert und Millionen in Anti-Gewerkschafts-Propaganda steckt.</strong></p>



<span id="more-18270"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Slogan „Wir gründen die erste Amazon-Gewerkschaft des Landes, wir machen Geschichte!“ feiert die <a href="https://www.amazonlaborunion.org/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Amazon Labor Union (öffnet in neuem Tab)">Amazon Labor Union</a> (ALU) ihren wahrlich historischen Sieg bei den Wahlen im Amazon-Logistikzentrum im New Yorker Stadtteil Staten Island. Es ist dies die erste, vollständig unabhängige, ArbeiterInnen-geführte Gewerkschaft dieser Größe seit Jahrzehnten, freuen sich die SiegerInnen über den Ausgang der Wahl. Und die New York Times hält fest: </p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Einer der größten Erfolge für die organisierte Arbeiterschaft seit einer Generation.“</p><cite>New York Times </cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Wahlen Anfang April sprach sich eine Mehrheit der Beschäftigten für die Gründung dieser Gewerkschaftsvertretung bei dem US-Konzern aus. Bei einer Wahlbeteiligung von rund 57 Prozent stimmten 2.654 MitarbeiterInnen dafür, 2.131 stimmten dagegen. Niemand hatte ernsthaft mit diesem Sieg gerechnet, da keine etablierte Gewerkschaft unterstützend mitwirkte. Die Bewegung wurde von einer Gruppe der Beschäftigten selbst getragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konzern wiederum hatte die Lagerhallen mit „Vote No“-Flugblättern zugepflastert und die MitarbeiterInnen mussten an verpflichtenden Informationsveranstaltungen teilnehmen. Das Argument des Managements gegen die Gewerkschaft: Amazon bezahle mehr als den Mindestlohn und biete &#8211; für amerikanische Verhältnisse &#8211; akzeptable Sozialleistungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Grassroots movement</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Könnte dieser Sieg die US-ArbeiterInnenbewegung verändern, wie viele Beobachter meinen? Gleich mehrere Aspekte dieser erfolgreichen Gewerkschaftswahl sind durchaus bemerkenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Amazon-Logistikzentrum in Staten Island ist ein hypermoderner Arbeitsort, wo Menschen und Roboter interagieren, um möglichst schnell und effizient Pakete an KundInnen zu versenden. Doch der Weg zum Sieg der Gewerkschaft war ein ganz traditioneller: Die Beschäftigten organisierten die Wahlen von innen heraus, als eine Basisbewegung (‚Grassroots movement’). Das zeigt, was möglich ist, wenn sich in einem Betrieb eine kleine Gruppe von Menschen zielstrebig engagiert &#8211; und sich dabei nicht unterkriegen lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Anführer diese Gruppe waren Chris Smalls, ein ehemaliger Arbeiter des Lagerhauses, und sein Freund und Kollege Derrick Palmer. Die beiden, und eine wachsende Zahl an MitstreiterInnen, redeten einfach mit ihren ArbeitskollegInnen über die Vorteile einer Gewerkschaft. Während der Arbeitspausen, an der Bushaltestelle nach der Schicht. Sie verteilten T-Shirts und brachten selbstgekochtes Essen mit. Sie drehten Tiktok-Videos, um ihr Anliegen bekannt zu machen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gefeuert wegen Arbeitsniederlegung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Alles hatte damit angefangen, dass Chris Smalls zu Beginn der Pandemie eine Arbeitsniederlegung organisierte, weil er die Sicherheitsvorkehrungen im Betrieb nicht ausreichend fand. Unter dem Vorwand, er habe Quarantäne-Regeln missachtet, wurde Smalls daraufhin gefeuert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Konzern profitierte damals enorm von der Pandemie und wollte kein Risiko eingehen. Bisher war Amazon mit seinen harten Bandagen gegen alles, was nach Gewerkschaft oder Demokratie im Betrieb aussah, erfolgreich gewesen. Diesmal hatte sich der Online-Riese verkalkuliert. Denn Chris Smalls, ein 33-jähriger Schwarzer aus New Jersey, beschloss nach seinem Hinauswurf, aktiv zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er und Derrick Palmer nahmen sich nichts Geringeres vor, als das Amazon-Lagerhaus gewerkschaftlich zu organisieren. So verbrachten die beiden Männer die letzten Monate damit, gegen Amazon anzutreten. Ihre neu gegründete Gewerkschaft ALU hatte 120.000 Dollar aus GoFundMe-Kampagnen zur Verfügung. Amazon gab über 4,3 Millionen Dollar für sog. ‚Union Busters’ aus, das sind spezielle Beraterfirmen, die Arbeitgebern dabei helfen, gewerkschaftliche Organisation im Betrieb zu unterbinden. Trotzdem gelang Smalls und seinen KollegInnen der Coup.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Amazon verhindert Gewerkschaften</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das Logistikzentrum auf Staten Island ist nicht irgendeine Niederlassung unter vielen, sondern jenes Warenlager, das die Metropole New York mit ihren 9 Millionen EinwohnerInnen beliefert, ein extrem wichtiger Markt für das E-Commerce-Unternehmen Amazon. Bekannt unter dem Namen JFK8, beschäftigt dieses Logistikzentrum rund um die Uhr über 8.000 MitarbeiterInnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amazon ist mit 1,1 Millionen Beschäftigten in den Vereinigten Staaten nach Wall Mart der zweitgrößte private Arbeitgeber des Landes. Der Konzern verfolgt seit jeher erbarmungslos alle Versuche, eine Gewerkschaft zu gründen, weil der Konzern dies als direkte Bedrohung seines Geschäftsmodells betrachtet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Versuch, Betriebe zu organisieren, scheiterte bisher: So 2014 in Delaware, wo sich die Beschäftigten in Folge des massiven Drucks des Konzerns schließlich gegen eine gewerkschaftliche Vertretung aussprachen. So auch im Vorjahr in Bessemer, Alabama, wo die Handelsgewerkschaft RWDSU eine <a href="https://kompetenz-online.at/2021/02/22/amazon-erste-gewerkschaftswahlen-in-den-usa/" aria-label="Wahl in einem Logistikzentrum">Wahl in einem Logistikzentrum</a> in die Wege leitete, diese jedoch ebenfalls an der vehementen Einflussnahme des Konzerns scheiterte. Die US-Arbeitsrechtsbehörde gab zwar dem darauffolgenden Einspruch der Gewerkschaft statt und die Abstimmung wurde annulliert. Bei einer neuerlichen Abstimmung fiel das Ergebnis knapper, aber immer noch gegen die Gewerkschaft aus. Die ungültigen Stimmen werden aktuell angefochten, was das Ergebnis vielleicht noch umkehren könnte.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nicht locker lassen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">JFK8 auf Staten Island hatte ArbeiterInnen, die während der Pandemie von anderen Branchen entlassen wurden, Arbeitsplätze angeboten. Doch es wurde bekannt, dass die Fluktuationsrate bei 150 Prozent lag und etlichen Beschäftigten Sozialleistungen vorenthalten wurden. Laut einem internen Dokument, das an die Öffentlichkeit geriet, war die Wahrscheinlichkeit, dass schwarze MitarbeiterInnen entlassen wurden um fast 50 Prozent höher als für ihre weißen KollegInnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn Amazon-Gründer Jeff Bezos behauptete, sein Ziel sei es, „der beste Arbeitgeber der Erde“ zu sein, so drangen doch immer wieder ganz andere Töne nach außen: ArbeiterInnen, die keine Toilettenpausen machen durften, sondern in Flaschen urinieren mussten, wurden vom Konzern abweisend behandelt; ein gewerkschaftsfeindlicher Berater am JFK8 nannte die meist schwarzen ArbeiterorganisatorInnen „Gangster“ (engl. „thugs“). In New York ebenso wie davor in Bessemer tat Amazon alles, um den GewerkschafterInnen das Leben schwer zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch die Gruppe um Smalls und Parker ließ nicht locker. Sie organisierten Zusammenkünfte, schafften selbstgekochte Mahlzeiten heran, redeten weiter mit den KollegInnen. Sammelten Geld für einen Kollegen, der von der Arbeitslosigkeit in die Obdachlosigkeit schlitterte. Sie schufen mit all dem ein Gemeinschaftsgefühl, eine „Community“ – diese Mühe hatte sich der Arbeitgeber Amazon nie wirklich für seine Beschäftigten gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Chris Smalls im Winter einmal Essen in den Pausenraum brachte, rief Amazon die Polizei, weil er unbefugt auf das Firmengelände eingedrungen sei. Er und zwei andere wurden festgenommen. Das ging allerdings für Amazon nach hinten los: Das Video der Gewerkschaft von der Festnahme wurde auf TikTok hunderttausendfach angesehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Branchenriese</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Amazon ist so groß und marktbeherrschend, dass es die Arbeitsbedingungen der Branche vorgibt. KundInnen sind es mittlerweile gewöhnt, ihre Waren schnellstmöglich und gratis geliefert zu bekommen, sodass andere Dienstleister hier kaum konkurrenzfähig sind. Auch Amazons Vorreiterrolle, was die Überwachung am Arbeitsplatz angeht, hat leider Maßstäbe gesetzt. Kameras und Software ermöglichen punktgenaue Erfassung der Arbeitsleistung und entdecken jegliche Abweichung von Regeln oder Effizienz. So geht es auch bei allen Versuchen, Betriebe zu organisieren, vorrangig um den massiven Arbeitsdruck und die permanente Kontrolle.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Während Jeff Bezos ins All geflogen ist, haben wir hier eine Gewerkschaft organisiert“</p><cite>Chris Smalls, Gründer und Präsident der Amazon Labor Union</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist, ob sich hier ein Wendepunkt für die breitere US-Arbeiterbewegung abzeichnen könnte. Die Zahlen sehen nämlich immer noch trist aus: Im vergangenen Jahr waren nur 10,3 Prozent der US-Beschäftigten Gewerkschaftsmitglieder, ein Rückgang von etwa 20 Prozent gegenüber dem Beginn der 1980er Jahre. Unter den 16- bis 24-Jährigen, die überproportional in Branchen ohne Gewerkschaften arbeiten, waren es nur 4,2 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Andererseits standen bei einer Gallup-Umfrage letztes Jahr beeindruckende 68 Prozent der AmerikanerInnen den Gewerkschaften positiv gegenüber, der höchste Wert seit 1965. ArbeitnehmerInnen haben außerdem an eher überraschenden Orten begonnen, ihre Betriebe zu organisieren: In Starbucks-Filialen, in <a href="https://kompetenz-online.at/2021/01/21/gewerkschaftsgruendung-bei-google-klassenkampf-2-0/" aria-label="Technologieunternehmen">Technologieunternehmen</a> wie bei Google, und kürzlich auch beim Hochglanz-Modemagazin-Verleger Condé Nast (Vogue, Vanity Fair, GQ, u.a.). Auch der makroökonomische Kontext spielt eine Rolle: Der Mangel an Arbeitskräften seit der Pandemie macht die Beschäftigten selbstbewusster und kämpferischer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Chris Smalls, der authentisch und für seine KollegInnen so vertrauenswürdig ist, dass sie ihm ihre Stimme gaben, feierte nach all den Monaten harter Arbeit sichtbar glücklich mit seinen MitstreiterInnen den Sieg. „Während Jeff Bezos ins All geflogen ist, haben wir hier eine Gewerkschaft organisiert“, jubelte Smalls.</p>
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		<title>Amazon bringt skrupellos Gesundheit und Sicherheit seiner Beschäftigten in Gefahr</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/04/27/amazon-bringt-skrupellos-gesundheit-und-sicherheit-seiner-beschaeftigten-in-gefahr/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manuel Stolz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2020 15:16:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Online-Gigant kämpft weiterhin mit allen Mitteln gegen gewerkschaftliche Organisierung.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Der Online-Gigant kämpft weiterhin mit allen Mitteln gegen gewerkschaftliche Organisierung</strong>.</p>



<span id="more-13438"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Corona-Krise zeigt sich in verschiedensten Amazon-Standorten weltweit, dass der Online-Gigant bei der Verfolgung seiner Profitinteressen skrupellos Sicherheit und Gesundheit seiner Beschäftigten in Gefahr bringt. Das Management schreckt auch vor keinem Mittel zurück, wenn es um die Verhinderung gewerkschaftlicher Organisierung geht. Verleumdungskampagnen gegen Einzelne sowie „Risikoanalysen“, bei denen ganze Belegschaften durchleuchtet werden, stehen auf der Tagesordnung. Währenddessen kann Amazon-Chef Bezos sein Milliardenvermögen auf dem Rücken der Beschäftigten weiter ausbauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Gericht gibt Klage von Gewerkschaften statt – Amazon stellt Betrieb in Frankreich vorerst gänzlich ein</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere französische Gewerkschaften befinden sich derzeit aufgrund der mangelhaften Hygiene-, Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen in den Verteilerzentren im Streit mit Amazon. Das Unternehmen ignorierte unter anderem gesetzliche Mindeststandards und wurde daraufhin von den Gewerkschaften verklagt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Gericht stellte nun fest, dass Amazon seinen Verpflichtungen zum Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Beschäftigten während der Corona-Krise in den Verteilerzentren nicht ausreichend nachgekommen ist. Das Unternehmen muss dem zufolge seine Lieferungen auf wichtige Waren wie Lebensmittel oder medizinische Güter beschränken und die Sicherheitsmaßnahmen für die Beschäftigten verstärken. Andernfalls droht dem Konzern eine tägliche Geldstrafe in Höhe von einer Million Euro, sollte der Betrieb unter den aktuellen Rahmenbedingungen uneingeschränkt fortgesetzt werden. Amazon schloss im Anschluss an das Urteil alle Verteilerzentren in Frankreich vorerst gänzlich.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hunderte US-amerikanische MitarbeiterInnen wollen sich krankmelden, um gegen die untragbaren Arbeitsbedingungen während der Corona-Krise zu protestieren</strong>.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">BeschäftigtenvertreterInnen fordern die Schließung von 130 US-amerikanischen Amazon-Lagern, in denen bereits bis zu 30 Coronavirus-Fälle pro Betriebsstätte gemeldet wurden. Im Mittelpunkt der Kritik stehen dabei die mangelhaften Hygiene-, Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen. MitarbeiterInnen beklagen fehlende Schutzausrüstungen und Desinfektionsmittel. Notwendige Hygienemaßnahmen, wie das Händewaschen oder das Reinigen von Arbeitsmitteln, seien aufgrund der vom Management vorgegebenen Erfüllungsquoten pro Schicht kaum möglich. Darüber hinaus berichten Beschäftigte über verwirrende Regelungen bei Krankheitsfällen und der Weigerung des Unternehmens, Krankenstände, hervorgerufen durch das Corona-Virus, zu entlohnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer sich über die untragbaren Arbeitsbedingungen beschwert oder sich gar zur Wehr setzt, muss unterdessen mit schweren Repressionen rechnen. Mehrere Beschäftigte wurden wegen der Äußerung von Kritik am Vorgehen des Managements bereits gefeuert. Eine Angestellte startete beispielsweise auf Twitter eine Spendenaktion für die Beschäftigten in den Verteilerzentren und wurde dafür umgehend entlassen. Amazon versucht darüber hinaus mit allen Mitteln zu verhindern, dass sich die Beschäftigten über ihre Arbeitsbedingungen austauchen oder gar organisieren. Ein von den MitarbeiterInnen geplantes virtuelles Treffen, um über die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus im Unternehmen zu beraten, wurde einfach durch das zentrale Löschen der Terminkalendereinträge der Beschäftigten sabotiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dennoch wollen sich diese Woche hunderte Amazon-Beschäftigte in den USA krankmelden um dadurch gemeinsam gegen die prekären Arbeitsbedingungen, insbesondere während des Corona-Virus, zu protestieren. Auch die US-amerikanische Regierungsbehörde „National Labor Relations Board“ prüft derzeit mehrere Klagen von Amazon Beschäftigten. Diese betreffen hauptsächlich unrechtmäßige Vergeltungsmaßnahmen des Unternehmens gegen MitarbeiterInnen, die im Zuge der Corona-Krise Kritik an der Amazon-Führung geäußert haben.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Amazon versucht gewerkschaftliche Organisierung durch Verleumdung zu verhindern</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Schriftliche Notizen einer internen Sitzung der Amazon-Führung, an der auch CEO Jeff Bezos teilgenommen hatte, verdeutlichen die Strategie des Unternehmens, gewerkschaftliche Organisierung um jeden Preis zu verhindern. Das Management diskutierte dabei unter anderem darüber, einen gewerkschaftlich engagierten und deshalb bereits entlassenen US-amerikanischen Verteilerzentrumsleiter im Zuge einer PR-Kampagne als „weder klug noch wortgewandt“ zu verleumden. In Folge dessen sollte der Ex-Mitarbeiter zum Gesicht der betrieblichen Gewerkschaftsbewegung stilisiert werden um dadurch den Organisierungsvorhaben bei Amazon nachhaltigen Schaden zuzufügen. Die SitzungsteilnehmerInnen stimmten dieser Vorgehensweise zu.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Beschäftigte werden getrackt, um die „Gefahr“ gewerkschaftlicher Organisierung einzuschätzen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Whole-Foods &#8211; die Lebensmittelkette von Amazon &#8211; erstellt für sämtliche Läden Risikoanalysen in Bezug auf die „Gefahr“ einer gewerkschaftlichen Organisierung. Dazu fließen unterschiedliche Faktoren in eine sogenannte „Heatmap“ ein, die in die Kategorien „externe Risiken“, „Risiken im Laden“ und „Stimmung der Beschäftigten“ eingeteilt werden. Wesentliches Parameter sind die „externen Risiken“, womit beispielsweise die physische Nähe eines Whole-Foods-Laden zu einer gewerkschaftlichen Einrichtung gemeint ist oder die Anzahl der Konfrontationen zwischen ArbeitnehmerIn und Amazon, in denen die Gewerkschaft involviert war.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu den „Risiken im Laden“ zählt neben den Einkünften und Umsätzen auch ein Diversitätsindex. Dabei wird die ethnische Zugehörigkeit der Beschäftigten analysiert. Eine höhere Diversität wird dabei als Minimierung des Risikos gewerkschaftlicher Organisierung betrachtet. Die „Stimmung der Beschäftigten“ wird immer wieder abgefragt, bzw. auch anhand von Kontaktaufnahmen mit der Personalabteilung gemessen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Amazon äußert sich zu diesem Vorgehen nicht konkret, macht aber deutlich, dass gewerkschaftliche Organisierung im Unternehmen nicht gewünscht ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Vermögen von Amazon Chef Bezos seit Jahresbeginn um 24 Milliarden Dollar angestiegen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Konzerngründer und Großaktionär Jeff Bezos profitiert derzeit besonders vom Höhenflug der Amazon-Aktie. Er konnte sein Vermögen seit Beginn des Jahres um 24 Milliarden auf 138,5 Milliarden US-Dollar steigern. Die Amazon-Aktie ist aufgrund der durch die Corona-Krise erhöhten Nachfrage an online-Produkten um fast ein Viertel angestiegen.</p>
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		<title>Krisengewinner Amazon: Den Preis zahlen wir alle</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/04/01/krisengewinner-amazon-den-preis-zahlen-wir-alle/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Gress]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Apr 2020 10:40:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internationales]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem Rücken der Beschäftigten verzeichnet das Megaunternehmen Amazon seit Jahren Milliardengewinne – und wird durch die Corona-Krise seine Marktmacht weiter ausbauen.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-1024x683.png" alt="" class="wp-image-13162" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-1536x1025.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/04/hello-i-m-nik-r22qS5ejODs-unsplash_quer.png 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: unsplash.com</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auf dem Rücken der Beschäftigten verzeichnet das Megaunternehmen Amazon seit Jahren Milliardengewinne – und wird durch die Corona-Krise seine Marktmacht weiter ausbauen.</strong></p>



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<p class="wp-block-paragraph">Wenn einer profitiert, dann er: Jeff Bezos, mit gut 104 Milliarden Dollar (ungefähr das BIP der Slowakei) derzeit reichster Mensch der Welt, wurde in den vergangenen zwei Wochen um zehn Milliarden Dollar reicher. Sein Unternehmen Amazon steigerte seinen Wert im selben Zeitraum um rund 100 Milliarden. Während der Einzelhandel aufgrund der Corona-Krise allerorts erliegt, sich Entlassungen und Insolvenzen häufen, wird der Onlineriese zum großen Profiteur der Krise. Den Preis dafür zahlen wir alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 1994 als Online-Buchhändler gestartet, ist das vom US-Amerikaner Jeff Bezos gegründete Unternehmen mittlerweile die wertvollste Marke der Welt. Laut eigenen Angaben setzte es 2019 weltweit 280,5 Milliarden Dollar um. Dieser Wert dürfte dieses Jahr noch einmal beträchtlich steigen. Denn von der Corona-Krise profitiert der Megakonzern in vielerlei Hinsicht. Das liegt zum einen daran, dass sich das Warenangebot von Amazon längst nicht mehr auf Bücher beschränkt, sondern neben Klein- und Großelektronik auch Kleidung, Hygieneartikel, Spielzeug, Sport- und Freizeitprodukte umfasst. Da die meisten Geschäfte aufgrund der Pandemie derzeit geschlossen sind, weichen viele KäuferInnen auf den Online-Versandhandel aus, die allermeisten auf den digitalen Platzhirschen Amazon.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Von der Homeoffice-Verordnung profitiert Amazon gleich doppelt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Auch für das Streamingportal Amazon Prime Video herrschen derzeit quasi Optimalbedingungen: Da das öffentliche Leben weitgehend stillsteht, ist das Film- und Serienangebot des Internetriesen für viele die letzte Rettung vor dem Lagerkoller. Von den zahlreichen Beschäftigten, die nun gezwungenermaßen aufs Homeoffice umsteigen, profitiert Amazon gleich doppelt. Einerseits steigt die Nachfrage nach der passenden Ausrüstung wie etwa Headsets auf ein Rekordhoch. Dasselbe gilt für Bürozubehör wie Druckerpatronen und -papier. Andererseits finden zahlreiche Meetings und Konferenzen derzeit im Digitalen statt. Für Amazons profitabelste Sparte, dem Cloud- und IT-Anbieter Amazon Web Service (AWS), verspricht das umsatzstarke Zeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während viele kleine und mittelständische Unternehmen in den vergangenen Wochen massive Verluste einfuhren, verlagert sich das Kräfteverhältnis weiter zugunsten des Onlineriesen Amazon. Und es ist zu befürchten, dass es sich dabei um kein kurzfristiges Phänomen handelt. Viele UnternehmerInnen plagt derzeit die Sorge, dass KundInnen, die sich einmal an die vermeintlichen Vorzüge von Bezos Onlineshop gewöhnt haben, auch nach der Corona-Pandemie statt auf lokale Anbieter weiterhin auf Amazon setzen. Die im Einzelhandel Beschäftigten könnten die wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns also auch dann noch spüren, wenn die eigentliche Krise längst ausgestanden ist.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>„Großer Profiteur könnte dann Amazon sein“</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bei Amazon selbst macht man keinen Hehl daraus, dass man rosigen Zeiten entgegensteuert. Da derzeit viele Menschen Amazon erst für sich entdecken würden, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="schreibt Hannes Detjen, Managing Director Remazing, einer Agentur für Amazon Marketing, in einem Gastkommentar (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.internetworld.de/e-commerce/amazon/corona-krise-amazon-auswirkt-2518123.html" target="_blank">schreibt Hannes Detjen, Managing Director Remazing, einer Agentur für Amazon Marketing, in einem Gastkommentar</a>, gehe man davon aus, dass sich „diese Neukunden vermutlich auch nach der Krise nicht vom E-Commerce verabschieden“. „Insgesamt“, schreibt Detjen, „gehen wir also davon aus, dass die Krise positive Folgen für den Online-Handel mit sich bringen wird. Großer Profiteur könnte dann Amazon sein“. Diese Entwicklung sorgt offenbar auch das <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Institut der Deutschen Wirtschaft (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.iwkoeln.de/studien/iw-kurzberichte/beitrag/vera-demary-warum-corona-amazon-weiter-staerkt-464234.html" target="_blank">Institut der Deutschen Wirtschaft</a>. Das Institut mit Sitz in Köln erwartet, dass Amazon seine Marktmacht aufgrund der Krise künftig deutlich ausbauen wird. Und appelliert bereits jetzt an die Wettbewerbsbehörde, rechtzeitig einzuschreiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Während sich Amazon-Boss Bezos in diesen Wochen über satte Gewinne freut, geht das vor allem zu Lasten seiner Beschäftigten. Dass der Online-Gigant weltweit rund 15 Milliarden Artikel pro Jahr weit unter dem Preis der Konkurrenz und (nahezu) versandkostenfrei liefern kann, hat seinen Preis. Den bezahlen nicht die KundInnen, sondern die ArbeitnehmerInnen, letzten Endes wir alle. Das Geschäftsmodell Amazons beruht in vielerlei Hinsicht auf der Ausbeutung der eigenen MitarbeiterInnen und der Untergrabung von ArbeitnehmerInnenrechten in Form von Lohndumping, der Beschäftigung von Scheinselbständigen und dubiosen Sub-Unternehmen. Trotz Milliardengewinne zahlt Amazon in Österreich kaum Steuern, setzt den lokalen Einzelhandel und deren Beschäftigte aufgrund deren Quasi-Monopolstellung stark unter Druck und sorgt weltweit für massive Umweltzerstörungen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Amazon-frei shoppen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Bequem von der Couch aus auf Amazon zu shoppen, mag seine Vorzüge haben und zudem preisgünstig sein – aber auch nur, weil Amazon seine Kosten auf die Gesellschaft abwälzt. Der eigentliche Preis dafür findet sich nicht am Preisschild, sondern ist ein Indirekter, den letztlich wir alle bezahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da Geschäfte und Läden wohl auch in den kommenden Wochen geschlossen bleiben werden, bleibt für viele Anschaffung bleibt notgedrungen nur der Weg ins digitale Geschäft. Doch dabei muss es nicht unbedingt immer Amazon sein. Es gibt auch Möglichkeiten abseits des Online-Platzhirschen Einkäufe zu erledigen:</p>



<ul class="blauebox wp-block-list"><li>Viele regionale HändlerInnen und UnternehmerInnen haben mittlerweile einen eigenen Online-Versand, auch jene, die vor Ausbruch der Corona-Krankheit vielleicht noch keinen hatten.</li><li>Die Plattform <a rel="noreferrer noopener" aria-label="nunukaller.com (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.nunukaller.com/" target="_blank"><strong>nunukaller.com</strong></a> listet derzeit Unternehmen, die in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind, um ihre Produkte dort online anbieten zu können. </li><li>Mit der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Österreichischen Onlineshop-Fibel (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.falter.at/onlineshop-fibel" target="_blank"><strong>Österreichischen Onlineshop-Fibel </strong></a>vom Wochenmagazin <em>Falter</em> findet sich eine Übersicht über alle Shopping-Möglichkeiten abseits von Amazon. Das Angebot reicht von Büchern, Filmen, Lebensmitteln, Kosmetik, Kleidung oder Schuhen bis hin zu Büroartikeln und Tabwakwaren. </li><li>Ein Klassiker, der sich auch zu Corona-Zeiten bewährt, ist selbstverständlich der Online-Marktplatz <strong><a href="https://www.willhaben.at/iad/kaufen-und-verkaufen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Willhaben.at (öffnet in neuem Tab)">Willhaben.at</a></strong></li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die lokalen UnternehmerInnen und HändlerInnen werden sich über Ihre Unterstützung freuen, denn Jeff Bezos ist in der Zeit, in der Sie diesen Artikel gelesen haben, weitere rund 400.000 Dollar reicher geworden.</p>
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