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	<title>mobile Dienste &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>GPA Interessengemeinschaften: Jetzt mitbestimmen und wählen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2022 11:22:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Mitglieder der Interessengemeinschaften (IG) in der Gewerkschaft GPA wählen derzeit ihre neue Vertretung. Zum Austausch, zum Netzwerken und zum Durchsetzen gemeinsamer Interessen bringen die IGs Menschen mit ähnlichen Berufsmerkmalen zusammen. ]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19133" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/11/Gemeinschaft_Team_AdobeStock_77214191.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Mitglieder der Interessengemeinschaften (IG) in der Gewerkschaft GPA wählen derzeit ihre neue Vertretung. Zum Austausch, zum Netzwerken und zum Durchsetzen gemeinsamer Interessen bringen die IGs Menschen mit ähnlichen Berufsmerkmalen zusammen. Nutze dein demokratisches Recht zu wählen, bestimme selbst deine Vertretung auf: <a rel="noreferrer noopener" href="http://www.interesse.at" target="_blank" aria-label="www.interesse.at (öffnet in neuem Tab)">www.interesse.at</a></strong></p>



<span id="more-19129"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Interessengemeinschaften in der Gewerkschaft GPA fußen auf der Idee von branchenübergreifenden Anliegen und beruflichen Identitäten. Das kann Themen wie All-In Verträge oder prekäre Beschäftigung ebenso betreffen wie Dienstreisen oder Home-Office. &nbsp;Bis 20. November können die Mitglieder der IGs noch ihre VertreterInnen wählen. „Diese Direktwahl der Ausschüsse der fünf Interessengemeinschaften ist eine gewerkschaftskulturelle Besonderheit“, betont Alexander Neunherz von der Gewerkschaft GPA, der die IGs und ihre Mitglieder gemeinsam mit seiner Kollegin Sabine Römer innerhalb der GPA hauptamtlich betreut.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Diese Direktwahl der Ausschüsse der fünf Interessengemeinschaften ist eine gewerkschaftskulturelle Besonderheit.&#8220;</p>
<cite>Alexander Neunherz</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Jeder neue Ausschuss wird basisdemokratisch von GPA-Mitgliedern, die auch Mitglied der jeweiligen IG sind, für die kommenden zweieinhalb Jahre gewählt“, erklärt Sabine Römer den Ablauf der Wahl. Ein Ausschuss besteht aus mindestens fünf und höchstens 17 ordentlichen GPA-Mitgliedern. Erstmals in der Geschichte der IGs finden die Wahlen für alle Ausschüsse gleichzeitig statt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitsgruppen und Teamarbeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Ausschuss vertritt die Anliegen seiner Mitglieder, entwickelt neue Projekte, setzt Kampagnen um und entsendet auch Delegierte in die Gremien der Gewerkschaft GPA. Dazu treffen sich die jeweiligen IGs in eigenen Arbeitsgruppen und setzen sich inhaltliche Ziele. Welche Themen und Schwerpunkte gesetzt werden, das wird nach der Wahl das neue Team gemeinsam entscheiden, erklärt Ingrid Puchberger, selbständiger Coach und Personalentwicklerin. Sie kandidiert für den Ausschuss der IG Flex. „Wir beschließen unsere Themensetzung als Team, wir erarbeiten gemeinsam ein Arbeitsprogramm und Kampagnen, die wir an die breite Öffentlichkeit tragen wollen. Diese Teamarbeit ist bei uns ganz zentral“, erklärt Puchberger die Arbeitsweise der IGs.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">Wir beschließen unsere Themensetzung als Team, wir erarbeiten gemeinsam ein Arbeitsprogramm und Kampagnen, die wir an die breite Öffentlichkeit tragen wollen. Diese Teamarbeit ist bei uns ganz zentral“</p>
<cite>Ingrid Puchberger</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Puchberger engagiert sich schon seit über zehn Jahren in der Gewerkschaft. „Nach den Turbulenzen der letzten Krisenjahre ist es nun umso wichtiger Stärke zu zeigen.“ Die ‚IG Flex’ organisiert Menschen mit atypischen Beschäftigungen, prekär Beschäftigte und (unfreiwillig) Selbständige ohne eigene MitarbeiterInnen. Themen, die Puchberger besonders am Herzen liegen, sind Scheinselbständigkeit und Preisdumping. Betroffen davon sind ganz unterschiedliche Branchen, im Kunst- und Kulturbereich, berichtet Puchberger, ist es in Folge der Pandemie sehr schlimm. „Die Pandemie hat gerade Menschen in atypischen Beschäftigungsverhältnissen besonders hart getroffen.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Fünf Plattformen für gemeinsame Interessen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit ihrer Gründung vor mehr als zwanzig Jahren vertreten insgesamt fünf Interessengemeinschaften in der GPA (siehe Kasten) die spezifischen Anliegen ihrer Mitglieder: Neben der oben erwähnten IG Flex gibt es die ‚IG External’ für alle jene, die viel oder überwiegend außerhalb des Betriebes arbeitet, also Personen mit viel Außendienst, in mobilen Diensten, Montage, Entsendung, Dienstreisen in allen Branchen und Berufen, sowohl regional als auch international.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manuela Willner ist Versicherungsangestellte bei der Generali Versicherung AG. Als Betriebsrätin ist sie für Innen- und Außendienst zuständig. Sie ist Kandidatin zur Wahl des Ausschusses der IG External. „Menschen, die im Außendienst arbeiten, waren stark von der Pandemie betroffen. Und nun trifft sie auch die Benzinpreiserhöhung in voller Härte“, berichtet Willner. Die GPA kämpft derzeit um eine Erhöhung des Kilometergeldes – das seit 2008 bei 42 Cent liegt – &nbsp;auf 60 Cent pro Kilometer.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Menschen, die im Außendienst arbeiten, waren stark von der Pandemie betroffen. Und nun trifft sie auch die Benzinpreiserhöhung in voller Härte“</p>
<cite>Manuela Willner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zwischen IG External und IG Social &nbsp;&#8211; der Interessengemeinschaft für Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen &#8211; gibt es hier Überschneidungen: Viele Mitglieder der IG Social arbeiten zugleich im Außendienst, wie &nbsp;z. B. in der mobilen Pflege. Dazu kommt, dass sowohl im Außendienst, als auch im Gesundheits- und Sozialbereich die psychische Belastung – auch wieder durch Corona – in den letzten Jahren enorm zugenommen hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Schwerpunkt von Willners Engagement in der Gewerkschaft sind Gleichbehandlung, Einkommensschere und Frauenpolitik sowie die Förderung der Jugend. „Auch wenn es bequem war, von zu Hause aus arbeiten zu können, für viele Frauen war das Home-Office ein Schritt zurück“, erklärt Willner. „Wir müssen die Frauen daher wieder in Schwung bringen“, fordert sie, und fügt hinzu. „Die psychische Belastung im Außendienst war jedoch für alle enorm, egal ob Mann oder Frau.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nur Applaus ist zu wenig</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Selma Schacht, aktive Betriebsrätin und Betriebsratsvorsitzende in der „Bildung im Mittelpunkt“ GmbH in Wien, ist Sozialarbeiterin und Freizeitpädagogin und kandidiert für die IG Social. In der ‚IG Social’ haben sich Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen sowie SozialarbeiterInnen, Angestellte in sozialen Berufen und in der Alten-, Kranken- oder Behindertenbetreuung zusammengeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">&nbsp;„Der Druck auf uns Beschäftigte im Sozial- und Gesundheitsbereich ist schon seit Jahren ständig gestiegen“, berichtet Schacht. „Durch die Pandemie wurde der Arbeitsdruck noch extremer. Wir müssen daher auch als IG Social der Verschlechterung unserer Arbeitsbedingungen unseren konsequenten Widerstand entgegensetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wird an allen Ecken und Enden gespart: „Die öffentliche Hand stellt zu wenig Ressourcen zur Verfügung“, kritisiert Schacht. „Nur Applaus ist uns zu wenig!“ Sie findet, dass der Kampf um mehr Geld, Zeit und Personal von den Gewerkschaften viel vehementer geführt werden muss.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Alle KollegInnen in den sozialen Berufen müssen unterstützt werden, damit die Ausbeutung – die oft zugleich eine Selbstausbeutung ist – abgestellt wird“</p>
<cite>Selma Schacht</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Alle KollegInnen in den sozialen Berufen müssen unterstützt werden, damit die Ausbeutung – die oft zugleich eine Selbstausbeutung ist – abgestellt wird“, umreißt Schacht ihren Standpunkt. Ihr geht es nicht allein um bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im Sozialbereich, sondern auch um bessere Lebensbedingungen für die KlientInnen: „Kinder, Geflüchtete, behinderte Menschen, Benachteiligte, all jene die an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden, für sie setzen wir uns gemeinsam ein. Unser Ziel ist ein fortschrittliches Sozial- und Gesundheitssystem für alle!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wahlen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die IG-Wahlen in der Gewerkschaft GPA haben bereits am 24. Oktober begonnen und enden am 20. November. Puchberger, Schacht und Willner appellieren an alle IG-Mitglieder, ihr demokratisches Wahlrecht rechtzeitig bei der Online-Wahl wahrzunehmen: „Wir rufen alle auf: Beteiligt euch an der Wahl und gebt rechtzeitig eure Stimme ab!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Warum es so wichtig ist, zu wählen? „Wir brauchen Unterstützung, ohne Rückendeckung durch unsere Mitglieder haben wir zu wenig Durchsetzungskraft!“ bringt es Manuela Willner auf den Punkt. „Wenn niemand wählen geht, kann sich nichts ändern“, pflichtet Puchberger ihr bei. Sie findet daher: „Sich einzubringen bringt uns weiter!“ Und Selma Schacht betont: „Die IGs sind basisdemokratische und fraktionsunabhängige Strukturen in der GPA, die alle Mitglieder durch die Beteiligung an der Wahl unterstützen sollten!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wem die gemeinsamen Interessen seiner Berufsgruppe ein Anliegen sind, ist daher eingeladen, die neuen Ausschussmitglieder seiner Interessengemeinschaft zu wählen. Die Wahlen laufen noch bis zum 20. November, höchste Zeit also, seine Stimme abzugeben!</p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">5 Interessengemeinschaften in der GPA</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>IG External – Die Interessengemeinschaft für alle, die viel oder überwiegend außerhalb des Betriebes arbeiten</li>



<li>IG Social – Die Interessengemeinschaft für Menschen in Gesundheits- und Sozialberufen</li>



<li>IG Flex – Die Interessengemeinschaft für Menschen mit atypischen Beschäftigungen</li>



<li>IG IT – Die Interessengemeinschaft für Menschen in IT-Berufen</li>



<li>IG Professional – Die Interessengemeinschaft für Führungskräfte und FachexpertInnen</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr zur IG IT und zur IG Professional findest du <a rel="noreferrer noopener" href="https://kompetenz-online.at/2022/09/07/mach-mit-bei-den-gpa-interessengemeinschaften/" target="_blank" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)">hier</a>!</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Wähle deine VertreterInnen im neuen IG-Ausschuss auf www.interesse.at</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wir von der Gewerkschaft GPA laden dich ein, die neuen Ausschussmitglieder deiner Interessengemeinschaft zu wählen! Nutze dein demokratisches Recht und bestimme selbst deine Vertretung! Eine hohe Wahlbeteiligung gibt deiner IG mehr Durchsetzungskraft!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vorstellung der KandidatInnen mit ihren Beiträgen zum Gelingen des engagierten Arbeitsprogramms findest du als <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/interessengemeinschaften" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="pdf-Folder (öffnet in neuem Tab)">pdf-Folder</a> zum Download.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch Fragen? Du kannst dich jederzeit gerne an das IG-Team unter <a href="mailto:interesse@gpa.at" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="interesse@gpa.at (öffnet in neuem Tab)">interesse@gpa.at</a> wenden. Wir helfen dir gerne weiter!</p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„In Flächenbezirken Wiens aufs Auto angewiesen“</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/04/07/in-flaechenbezirken-wiens-aufs-auto-angewiesen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Apr 2022 12:44:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2022/01]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Caritas]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman Gutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Ukrainekrise]]></category>
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					<description><![CDATA[Beschäftigte in der mobilen Pflege könnten ihre Zeitpläne in einigen Gegenden Wiens nicht einhalten, würden sie nicht ihren privaten Pkw benutzen, sagt Roman Gutsch, Betriebsratsvorsitzender des mobilen Bereichs der CS Caritas Socialis. Daher sei die Kampagne, die sich für eine Erhöhung des Kilometergeldes einssetzt, so wichtig.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18284" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/04/Roman-Gutsch_7811.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Roman Gutsch ist Betriebsratsvorsitzender bei der Caritas Socialis und unterstützt die Forderung nach einem höheren Kilometergeld.</strong><br>Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beschäftigte in der mobilen Pflege könnten ihre Zeitpläne in einigen Gegenden Wiens nicht einhalten, würden sie nicht ihren privaten Pkw benutzen, sagt Roman Gutsch, Betriebsratsvorsitzender des mobilen Bereichs der CS Caritas Socialis. Daher sei die Kampagne, die sich für eine Erhöhung des Kilometergeldes einssetzt, so wichtig.</strong></p>



<span id="more-18283"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich müsse vor allem der öffentliche Verkehr forciert werden, betont Gutsch. Deshalb fahre der Betriebsrat der CS Caritas Socialis auch mit dem Zug zu jeder Klausur. Aber man müsse den Realitäten ins Auge sehen. „Wir haben einen anhaltenden Personalmangel, dazu kommen die Ausfälle durch Corona. Die KollegInnen sind überplant und es gibt Bezirke, in denen sie die Strecken zwischen ihren Hausbesuchen zeitlich nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr schaffen. Sie sind auf ihr Auto angewiesen.“ In innerstädtischen Lagen seien die Wege oft zu Fuß oder mit den Wiener Linien rasch zu machen. Aber in Flächenbezirken wie der Donaustadt, Liesing, Teilen Hietzings und Penzings sei es schwierig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders virulent sei das Problem mit der flächendeckenden Einführung des Parkpickerls in Wien geworden, erklärt Gutsch. Mit dem amtlichen Kilometergeld würden bei der Nutzung eines privaten Pkw für dienstliche Zwecke nicht nur der Wertverlust des Autos, Reparaturen oder Mautgebühren, sondern auch Parkgebühren abgegolten. Hier seien mobile Pflegekräfte daher nun mit Mehrkosten konfrontiert, die sie angesichts des niedrigen Lohnniveaus und häufiger Teilzeitbeschäftigung stark spüren. Seitens des Arbeitgebers die Parkgebühren zu bezahlen, löse das Problem auch nicht gänzlich: „Wenn beispielsweise Tagespauschalkarten übernommen werden, dann ist das eine Überzahlung über das amtliche Kilometergeld und das muss dann über das Lohnkonto abgerechnet werden – es werden also Lohnsteuer und Sozialversicherung fällig.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Manche KollegInnen müssen überlegen, ob sie nun das Service für das Auto oder ihre Miete zahlen. &#8220;</p><cite>Roman Gutsch</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Geholfen werden könnte den mobilen Pflegekräften nun daher vor allem mit einem: mit der Anhebung des Kilometergeldes, das derzeit 42 Cent beträgt und ohnehin seit 14 Jahren nicht mehr angehoben worden sei. Die GPA fordert hier einen Betrag von 60 Cent pro Kilometer. Was für manchen wie Peanuts klinge, sei für seine KollegInnen teils existenzbedrohend, gibt Gutsch zu bedenken. „Manche KollegInnen müssen überlegen, ob sie nun das Service für das Auto oder ihre Miete zahlen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeitgeber würden ohnehin nur das abgelten, was im Kollektivvertrag festgeschrieben sei. Das Kilometergeld sei aber eben im Kollektivvertrag verankert – daher wäre dies ein guter Hebel, um einerseits die HauskrankenpflegerInnen finanziell etwas zu entlasten, andererseits aber auch zu gewährleisten, dass die mobile Pflege auch in Bezirken wie dem 22. oder 23. weiter funktioniert. Denn, gibt Gutsch zu bedenken: wegen des großen Zeitdrucks würden die hier Beschäftigten keine wirklichen Pausen machen, sondern auf den Wegen zwischen den PatientInnen rasch etwas trinken oder essen. Das sei aber Covid-bedingt wegen der Maskenpflicht derzeit schwierig, wenn man öffentliche Verkehrsmittel benutzt. Das Auto werde für viele daher auch zum Rückzugsbereich zum kurz Verschnaufen.</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Petition des ÖGB &#8211; Preise runter</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kosten für Energie und Mobilität explodieren und drängen viele Menschen an den Rand des finanziellen Ruins. Der ÖGB fordert von der Bundesregierung Maßnahmen, die Menschen entlasten.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Preise für Energie und Treibstoff senken!</li><li>Kilometergeld auf 60 Cent erhöhen!</li><li>Mehrwertsteuer auf Öffi-Zeitkarten streichen!</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph"><a rel="noreferrer noopener" href="https://preiserunter.oegb.at/" target="_blank" aria-label="Unterschreibe jetzt. (öffnet in neuem Tab)">Unterschreibe jetzt. </a></p>
</div></div>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Täglich ankämpfen gegen den Personalmangel</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/02/23/taeglich-ankaempfen-gegen-den-personalmangel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Feb 2022 11:01:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Caritas]]></category>
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		<category><![CDATA[Hauskrankenpflege]]></category>
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		<category><![CDATA[Roman Gutsch]]></category>
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					<description><![CDATA[Als prekär bezeichnet Roman Gutsch die Personalsituation im Bereich der mobilen Krankenpflege in Wien. Zum ohnehin schon bestehenden Personalmangel gesellen sich nun massive Ausfälle durch Covid-bedingte Quarantänen. Der Betriebsratsvorsitzende des mobilen Bereichs der CS Caritas Socialis setzt sich sowohl für die konkreten Anliegen seiner KollegInnen als auch generelle gewerkschaftliche Anliegen ein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18111" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7980.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als prekär bezeichnet Roman Gutsch die Personalsituation im Bereich der mobilen Krankenpflege in Wien. Zum ohnehin schon bestehenden Personalmangel gesellen sich nun massive Ausfälle durch Covid-bedingte Quarantänen. Der Betriebsratsvorsitzende des mobilen Bereichs der CS Caritas Socialis setzt sich sowohl für die konkreten Anliegen seiner KollegInnen als auch generelle gewerkschaftliche Anliegen ein.</strong></p>



<span id="more-18108"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wo drückt der Schuh im Moment am meisten? Zum einen bei der Personalsituation. „Dienstplanstabilität ist ein Riesenthema“, erzählt Gutsch. Dienstpläne seien im Sozial- und Pflegebereich grundsätzlich instabil. In der mobilen Pflege sei die Lage darüberhinaus sehr dynamisch: KlientInnen könnten jederzeit entweder ins Spital kommen oder bräuchten intensivere Pflege. Dazu komme eben der generelle Personalmangel. Im Bereich der mobilen Pflege der Caritas Socialis in Wien gebe es 340 Stellen – doch 25 seien derzeit unbesetzt. „Gleichzeitig sind derzeit 40 KollegInnen auf Grund der Omikron-Welle in Absonderung oder Sonderbetreuungszeit oder selbst erkrankt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Anders als in anderen Bereichen im Gesundheitsbereich, wo im Team gearbeitet wird, kommt allerdings in der mobilen Pflege eine Pflegekraft auf eine/n KlientIn. „Das führt dazu, dass KollegInnen ungefragt über den Dienstplan eingeteilt werden und die KoordinatorInnen in so großem Stress sind, dass sie nicht einmal die Zeit haben entsprechend der Betriebsvereinbarung die Betroffenen vorher anzurufen. Das löst extremen Unmut aus. Da stehen KollegInnen im Dienstplan und das kollidiert mit privaten Terminen, rufen dann an und kommen nicht einmal durch.“ Er versuche dann zu vermitteln und Lösungen zu finden. Und das Tag für Tag.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mit dem Privatauto zu den PatientInnen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell sieht sich Gutsch aber auch noch mit einem anderen großen Problem konfrontiert: der Ausweitung des Parkpickerls auf alle Wiener Bezirke. In manchen Flächenbezirken seien die Wege zwischen den zu betreuenden PatientInnen zu lang, um diese zeiteffizient und im Sinn einer qualitativen Pflege öffentlich zurückzulegen. Die dort eingesetzten Pflegekräfte fahren daher großteils mit dem eigenen Pkw. Allerdings bringt das Parkpickerl hier nun zum Beispiel in der Donaustadt massive Mehrkosten, die nicht abgegolten werden. Warum? Durch das Kilometergeld gelten auch Parkkosten als abgegolten. Real entstehen hier für Betroffene Mehrkosten. Gutsch setzt sich daher in der GPA aktuell für die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.derstandard.at/story/2000133419602/gewerkschaft-fordert-hoeheres-kilometergeld-und-begruendet-das-auch-oekologisch" target="_blank" aria-label="Initiativ (öffnet in neuem Tab)">Initiativ</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.derstandard.at/story/2000133419602/gewerkschaft-fordert-hoeheres-kilometergeld-und-begruendet-das-auch-oekologisch" target="_blank" aria-label="e (öffnet in neuem Tab)">e</a><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.derstandard.at/story/2000133419602/gewerkschaft-fordert-hoeheres-kilometergeld-und-begruendet-das-auch-oekologisch" target="_blank" aria-label="zur Erhöhung des Kilometergeldes (öffnet in neuem Tab)"> zur Erhöhung des Kilometergeldes</a> ein. Derzeit beträgt dieses 42 Cent pro Kilometer, <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.openpetition.eu/at/petition/online/anhebung-amtliches-km-geld" data-type="URL" data-id="https://www.openpetition.eu/at/petition/online/anhebung-amtliches-km-geld" target="_blank" aria-label="gefordert wird nun eine Anhebung auf 60 Cent (öffnet in neuem Tab)">gefordert wird nun eine Anhebung auf 60 Cent</a>. Wobei Gutsch hier durchaus gespalten ist: grundsätzlich müsse der öffentliche Verkehr forciert werden. Andererseits gelte es aber eben Lebens- und auch Berufsrealitäten zu beachten.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Und da sagen einige, ich bin jetzt 55, ich habe bereits einen Bandscheibenvorfall, wenn ich nun auch noch öffentlich fahren muss, dann schaffe ich das nicht mehr.“</p><cite>Roman Gutsch</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Eine dieser Realitäten ist die große Arbeitsverdichtung für jene Pflege- und Betreuungskräfte, die im Einsatz sind. Eine andere, dass der aktuelle Personalnotstand sich ohne Gegensteuern noch weiter vergrößern wird, da bis 2039 70.000 Pflegekräfte in Pension gehen. Das bedeute aber auch, dass das Durchschnittsalter der KollegInnen in der mobilen Pflege von Jahr zu Jahr steige, gibt Gutsch zu bedenken. „Und da sagen einige, ich bin jetzt 55, ich habe bereits einen Bandscheibenvorfall, wenn ich nun auch noch öffentlich fahren muss, dann schaffe ich das nicht mehr.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Im Grund sind zwei Drittel des Lebens für den Arbeitgeber verplanbar.&#8220;</p><cite>Roman Gutsch</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aber kann man nun seiner Meinung nach dem Personalmangel bekommen? In der Hauskrankenpflege sei die Situation besonders prekär, da die vielen geteilten Dienste zu einer zusätzlichen Arbeitsbelastung führen: die Teilung der Tagesarbeitszeit in zwei Blöcke verdopple die Arbeitswege. „Man hat das Gefühl, nur noch für die Arbeit unterwegs zu sein.“ Dazu werde eine hohe Flexibilität gefordert, was es schwermache, Privat- und Berufsleben unter einen Hut zu bekommen. „Wir haben eine Rahmenarbeitszeit von Montag bis Sonntag von 6 bis 22 Uhr – im Grund sind zwei Drittel des Lebens für den Arbeitgeber verplanbar. Die Normalarbeitszeit kann außerdem sehr stark ausgedehnt werden“, so Gutsch. Innerhalb der Branche seien daher Jobs etwa in Tageszentren oder im stationären Bereich beliebter.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18112" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/02/Roman-Gutsch_7724.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr Ausbildungsplätze und mehr Gehalt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wer das Problem Personalnotstand nachhaltig angehen möchte, müsse daher mehr Ausbildungsplätze schaffen, vor allem aber die Arbeitsbedingungen verbessern und die Entlohnung erhöhen. „Derzeit stimmen Gehalt und Anerkennung nicht mit dem überein, was körperlich und psychisch geleistet werden muss.“ Das sei allerdings seit Jahren bekannt – und nichts passiere. „Wir haben nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf.“ Fünf nach zwölf ist auch der Titel einer Aktion, mit dem das Gesundheitspersonal bereits im November auf seine mehr als angespannte Situation aufmerksam machte. Am Donnerstag, den 23.2.2022 sind erneut öffentlichkeitswirksame Proteste anberaumt: um 12.05 Uhr wird vor Gesundheitseinrichtungen auf die prekäre Arbeitssituation hingewiesen. Das Gesundheitspersonal möchte so seiner Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen und fairer Bezahlung Nachdruck verleihen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es sind genau solche Fragen, die Gutsch überhaupt erst in die Betriebsratsarbeit gebracht haben. Er fing nach vielen unterschiedlichen beruflichen Stationen 2005 in der CS Caritas Socialis als Verwaltungskraft zu arbeiten an. Dabei koordinierte er ein mobiles Pflegeteam und bemühte sich dabei, die Dienstplanwünsche der KollegInnen so gut als möglich zu berücksichtigen. Das scheint Anerkennung in der KollegInnenschaft gefunden zu haben, meint er rückblickend. Denn 2010 wurde er nach dem überraschenden Tod der Betriebsratsvorsitzenden zum neuen Betriebsratschef gekürt. Seitdem ist er für diese Tätigkeit vom Arbeitgeber freigestellt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeit musss sinnstiftend sein</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist Gutsch überzeugt und das treibt ihn auch an: es gibt Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit. Dort, wo Arbeit passiere, auf der betrieblichen Ebene, müsste auch die Durchsetzung der Interessen von ArbeitnehmerInnen passieren. Da gehe es einerseits eben um Arbeitsbedingungen, andererseits um die Entlohnung, aber auch um andere Fragen. „Arbeit muss sinnstiftend sein, darf die Gesundheit nicht gefährden, muss ein Leben in Würde ermöglichen und ein finanzielles Auskommen sichern und es muss eine vernünftige soziale Einbettung geben.“ Als Betriebsratsvorsitzender versuche er hier im Sinn der MitarbeiterInnen im Rahmen seiner Möglichkeiten zu wirken: etwa auch über Betriebsvereinbarungen. Aber auch als Mitglied des Verhandlungsteams für den Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider seien viele Arbeitgeber in einem zu hohen Ausmaß an Profit orientiert, so Gutsch, aus dem bei diesem Thema auch der ehemalige Politikwissenschaftstudent hervorblitzt. Nach der Lehre zum Druckformentechniker, ein schon damals aussterbender Beruf, studierte er Publizistik und eben Politikwissenschaft, und zwar berufsbegleitend. Die CS Caritas Socialis arbeite allerdings nicht profitorientiert, betont Gutsch, das findet er auch wichtig. „Pflegeeinrichtungen, die profitorientiert arbeiten, halte ich für problematisch.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Mitbestimmung ist wichtig. Und dafür muss auch immer wieder das Bewusstsein geschärft werden.“</p><cite>Roman Gutsch</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie er seine Funktion als Betriebsrat sieht? Wichtig sei eine Vertrauensbasis mit der Geschäftsführung, was konstruktive und für beide Seiten wichtige Projekte erst ermögliche. Gleichzeitig habe er aber auch das Selbstverständnis, hier konstruktive Gegenarbeit zu leisten. „Der Betriebsratsvorsitzende ist kein Co-Manager“, betont Gutsch. Was ihm auch wichtig ist: über die Betriebsratswahlen auch im Unternehmen Demokratie erlebbar zu machen. „Mitbestimmung ist wichtig. Und dafür muss auch immer wieder das Bewusstsein geschärft werden.“</p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<h4 class="wp-block-heading">Zur Person</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Roman Gutsch</strong>, geb. 1973 in Mödling, zunächst Lehre zum Druckformentechniker, jedoch nie in den Beruf gegangen. An der Universität Wien Studium der Publizistik und Politikwissenschaft berufsbegleitend, viele Jahre in der Freizeitpädagogik tätig. Seit 2005 als Verwaltungskraft in der CS Caritas Socialis tätig, dabei Koordinator eines mobilen Pflegeteams. 2009 Karenz für seinen Sohn, ab 2010 Vorsitzender des Betriebsrats und freigestellt. Seit 2013 auch im KV-Verhandlungsteam der Sozialwirtschaft Österreich. Gutsch lebt mit seiner Partnerin, seinem Sohn und drei Katzen in Wien. Während der Pandemie hat die Familie ein neues Hobby entdeckt: Das touristische Entdecken der eigenen Stadt mit Übernachtungen im Hotel.</p>
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