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	<title>Petra Draxl &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Petra Draxl &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Frauen besonders belastet</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Dec 2020 10:26:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2021/01]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[AMS]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen gerieten in der Coronakrise besonders unter Druck. Wir haben Petra Draxl, Geschäftsführerin des AMS Wien um eine kurze Einschätzung der aktuellen Situation gebeten.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frauen gerieten in der Coronakrise besonders unter Druck. Wir haben Petra Draxl, Geschäftsführerin des AMS Wien, um eine kurze Einschätzung der aktuellen Situation gebeten.</strong></p>



<span id="more-15745"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>KOMPETENZ:</strong></strong> Wie stellt sich die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr dar?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl:</strong> Im Vergleich zum Vorjahr haben wir jetzt 173.000 Wienerinnen und Wiener auf Jobsuche, das ist gut ein Viertel mehr als 2019. Seit dem Höchststand im April ist die Arbeitslosigkeit bis Oktober kontinuierlich hinuntergegangen, jetzt kommen die saisonbedingte Winterarbeitslosigkeit und ein neuer Lockdown zusammen. Dennoch betrug der Anstieg von Ende Oktober auf Ende November nur vier Prozent, was zeigt, dass Kurzarbeit und Kündigungsschutz greifen. Wenn wir uns die neuesten Zahlen ansehen, so ist die Frauenarbeitslosigkeit im Jahresvergleich etwas stärker gestiegen als die der Männer.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>KOMPETENZ:</strong></strong> Sehen Sie Frauen mehr betroffen als Männer und wenn ja, inwiefern?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong><strong>Petra Draxl:</strong></strong></strong> Hier muss man differenzieren: Wenn wir uns nur den Anstieg der Arbeitslosigkeit allein ansehen, so sind Frauen von Covid wohl nicht wesentlich stärker betroffen als Männer. Ein Blick unter die Oberfläche zeigt: Corona trifft Frauen natürlich trotzdem viel stärker. Weil Home-Schooling und fehlende Kinderbetreuungsangebote natürlich wieder hauptsächlich die Frauen trifft und ihrer Erwerbstätigkeitsbeteiligung schadet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>KOMPETENZ:</strong></strong> Was braucht es, um Frauen stärker zu unterstützen und ihnen Beschäftigung zu ermöglichen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>KOMPETENZ:</strong></strong> Home-Office und Home-Schooling ist für die weibliche Erwerbsbeteiligung schädlich, die Devise ist: Raus aus dem Wohnzimmer. Wir fördern Frauen daher überproportional &#8211; konkret: unsere Budgetvorgabe ist, dass der Anteil des Förderbudgets, der Frauen zur Verfügung steht, um 3,5 Prozentpunkte über dem Frauenanteil der arbeitslos Vorgemerkten zu liegen hat. Um zum Beispiel eine Frau mit Migrationshintergrund zur Pflegefachassistentin zu machen, muss sie die Sprache beherrschen, einen Pflichtschulabschluss machen, die berufliche Qualifikation erlernen. Andernfalls wird sie wieder nur Reinigungs- und Hilfstätigkeiten übernehmen können.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Nutzen wir die Zeit für Qualifizierungen!“</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/09/28/nutzen-wir-die-zeit-fuer-qualifizierungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Sep 2020 11:33:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[AMS]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Coronavirus]]></category>
		<category><![CDATA[COVID-19]]></category>
		<category><![CDATA[Petra Draxl]]></category>
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					<description><![CDATA[Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin des AMS Wien, über die Herausforderungen in Folge der Corona-Krise. Besonders Jugendliche und Frauen will sie in Ausbildung bringen, um sie für den Arbeitsmarkt fit zu machen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-1024x683.png" alt="" class="wp-image-14655" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/09/AMS_Draxl-Petra_9996.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: AMS/Petra Spiola</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl, Landesgeschäftsführerin des AMS Wien, über die Herausforderungen in Folge der Corona-Krise. Besonders Jugendliche und Frauen will sie in Ausbildung bringen, um sie für den Arbeitsmarkt fit zu machen.</strong></p>



<span id="more-14653"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Wie sehen die aktuellen Zahlen in Wien aus, gibt es Anlass zu vorsichtigem Optimismus?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Die Arbeitslosigkeit in Folge von Corona ist in Wien weniger stark angestiegen als in den Bundesländern, nämlich um 40 Prozent, in einigen Bundesländern waren es mehr. Wir beobachten seit dem Höhepunkt im April, dass die Arbeitslosigkeit sinkt, sowohl in Wien, wie auch in allen Bundesländern. Zugleich steigen die Schulungen, d.h. hier kann ich momentan eine positive Tendenz sehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Wie geht es weiter mit der Kurzarbeit?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Bei der Kurzarbeit ist es leider nicht einfach, gesicherte Prognosen zu erstellen. Derzeit nehmen in Wien weniger als 10.000 Betriebe Kurzarbeit in Anspruch. Wir können aber nicht vorhersagen, wie viele es im Herbst sein werden. Unsere Sorge ist: Hier könnte es tatsächlich noch zu einem Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen. Wenn beispielsweise Hotels plötzlich doch ihr Haus für sechs Monate schließen, weil es sich einfach nicht lohnt, offen zu halten, und erst nach Corona wieder öffnen &#8211; anstatt weiterhin Kurzarbeit in Anspruch zu nehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Befürchten Sie, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten wieder ansteigen wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Es gibt sehr viele offene Fragen. Die klassische Arbeitslosigkeit in der Bauwirtschaft im Winter zum Beispiel hängt vom Wetter ab. Daher ist es schwierig, eine Prognose abzugeben. Noch dazu ist ein warmer Winter zwar gut für die Bauwirtschaft, aber schlecht für den Tourismus im Westen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Corona hat in vielen Unternehmen die Arbeitsorganisation verändert, und das kann nun auch zum Abbau von Arbeitsplätzen führen.&#8220;</p><cite>Petra Draxl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Dazu kommt, dass Corona möglicherweise als Vorwand oder Mitnahmeeffekt gebraucht wird, wenn Firmen Personal abbauen wollen. Betriebe, die ihre Arbeitseffizienz steigern, modernisieren, Homeoffice einführen. Corona hat in vielen Unternehmen die Arbeitsorganisation verändert, und das kann nun auch zum Abbau von Arbeitsplätzen führen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Bereitet Ihnen der kommende Winter Sorgen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Ja, wir sehen noch mit einem sorgenvollen Auge in den Herbst und Winter, natürlich auch, was die Infektionszahlen betrifft. Wenn der Wintertourismus im Westen hoffentlich wieder gute Nächtigungszahlen schreibt, dann wirkt sich das auch positiv auf den Wiener Arbeitsmarkt aus, weil viele in den Westen zur Saisonarbeit gehen. Doch auch hier wissen wir derzeit noch nicht, ob die Arbeitslosigkeit wieder ansteigen wird und wenn ja, um wieviel.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitslosigkeit wird in Krisenzeiten leider auch verfestigt. Aber andererseits – und hier setzen wir an, hier sind wir zurzeit sehr aktiv &#8211; können die Menschen solche Phasen auch gut nutzen, um sich weiterzubilden und um Schulungen zu besuchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Was sind die Strategien des Wiener AMS gegen die Krise?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Wir werden mit Corona noch eine Weile leben müssen. Für mich heißt das: Auch wenn es schwierige Zeiten sind, nutzen wir sie, machen wir das Beste daraus! Investieren wir in Weiterbildungen und Qualifizierungen. Sobald es eine Impfung gibt, wird auch die Wirtschaft wieder anziehen, die Menschen werden wieder reisen und der Tourismus wird wieder aufleben. Doch bis dahin sollten wir in Qualifizierungen investieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir stocken momentan unser ganzes Repertoire auf, um den Menschen konkret die Möglichkeit zu geben, sich weiterzubilden. Und damit meine ich: alles, vom Deutschkurs bis zur Fachhochschule. Wir wollen, dass die Menschen zuallererst Deutsch lernen, dann nach Möglichkeit einen Pflichtschulabschluss machen, eine Lehre abschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir schreiben aber auch z.B. MaturantInnen an, um sie auf Fachhochschulen zu bringen. Wir fördern zahlreiche Projekte mit Perspektive, im ökologischen Kontext, bei den erneuerbaren Energien, oder aber im Bereich der Pflege. Nehmen Sie beispielsweise ein sozialökonomisches Projekt wie die Wiener ‚Radstation’. Radfahren boomt, es gibt einen großen Bedarf, solche Projekte haben Zukunft!</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Besonders viele jungen Menschen unter 25 sind durch Corona arbeitslos geworden. Welche Angebote gibt es für sie?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Ein wichtiges Projekt für die Jugendlichen ist der Qualifikationspass, den wir gemeinsam mit der Stadt Wien auf die Beine gestellt haben. Er richtet sich zwar grundsätzlich an Menschen jedes Alters, wir nutzen ihn jetzt aber speziell für junge Leute bis 25, um sie zu motivieren, eine Ausbildung zu machen, konkret: einen Lehrabschluss. Wir beraten gemeinsam mit dem waff und einer externen Organisation. Hier kommen wir sehr gut voran, wir haben schon über 3.000 Jugendliche kontaktiert, knapp 2.000 haben ein waff-Training besucht und es wurden 1.000 Qualifikationspässe ausgestellt. Unser Ziel ist es, 5.000 junge Menschen zu kontaktieren und 3.000 Pässe auszustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weiters wird heuer im Winter das ‚U25’ eröffnet. Wir haben mit der Stadt gemeinsam drei Jahre lang an diesem Konzept gearbeitet, Vorbild dafür waren die deutschen Jugendbeschäftigungsagenturen. Insgesamt werden wir damit dann zwei Geschäftsstellen für Jugendliche unter einem Dach haben und dazu noch das Zentrum des Magistrats. Das neue U25 in Meidling hätte schon im April eröffnet werden sollen, leider hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Geben wird es dort ein fokussiertes Angebot für Jugendliche unter 25, es ist als zentrale Anlaufstelle konzipiert, als One-Stop-Shop. Das AMS, die MA40, der Fonds Soziales Wien und SozialarbeiterInnen – gemeinsam wollen wir dort die unter 25-Jährigen in Ausbildung bringen, ihnen helfen, Qualifikationen zu erwerben und eine Lehre abzuschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Eine andere stark von Corona betroffene Gruppe sind die Frauen. Sie mussten im Frühjahr zu Hause die Kinder betreuen und das Homeschooling übernehmen. Viele haben dadurch ihren Job verloren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Unser Ziel ist es, die Frauen rauszuholen aus Heim und Herd! Homeoffice, Homeschooling, das alles ist eine Renaissance des &#8218;Daheim&#8216;.&#8220;</p><cite>Petra Draxl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Homeschooling und fehlende Kinderbetreuungsangebote schaden der Erwerbstätigkeit von Frauen. Was daher enorm wichtig ist: Die Schulen müssen geöffnet bleiben! Ich bin sehr froh über die Schnelltests. Alles, was garantiert, dass die Schulen und die Kinderbetreuung geöffnet bleiben können, ist für unsere Arbeit essentiell.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unser Ziel ist es, die Frauen rauszuholen aus Heim und Herd! Homeoffice, Homeschooling, das alles ist eine Renaissance des „Daheim“. Meine Devise ist: Raus aus dem Wohnzimmer! Frauen müssen an den Arbeitsplatz oder in die Weiterbildung.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Für welche anderen Gruppen gibt es verstärkt Angebote?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Zwei Drittel der Arbeitslosen in Wien haben Migrationshintergrund. Wir waren vor Corona auf einem sehr guten Weg, die Menschen zu integrieren, durch Corona ist leider vieles weggebrochen. Menschen, die Hilfstätigkeiten im Tourismus erledigt haben, in der Küche oder als Reinigungskräfte, SyrerInnen, AfghanInnen, TürkInnen, sie wurden dann nicht in Kurzarbeit gebracht, von ihnen hat man sich getrennt. Daher der Anstieg der Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Drittel dieser Arbeitslosen mit Migrationshintergrund haben keine oder eine sehr niedrige formale Bildung. Das Ziel ist, dass sie zuerst Deutsch lernen, dann den Pflichtschulabschluss machen, dann eine berufliche Qualifikation anstreben. Personen ohne Migrationshintergrund sind weniger stark von der Arbeitslosigkeit betroffen, weil das eben ganz stark mit der Bildung zusammenhängt. Daher braucht es als erstes eine Basisbildung!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um z.B. eine Frau mit Migrationshintergrund als Pflegefachassistentin zu qualifizieren, muss sie zunächst die Sprache beherrschen und benötigt außerdem einen Pflichtschulabschluss. Sonst wird sie wieder nur Reinigung und Hilfstätigkeiten übernehmen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Sind Sie für Kursschließungen gerüstet?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Was Corona betrifft, haben wir uns derzeit mit unserem Schulungssystem am AMS an die Wiener Oberstufen gebunden. Das bedeutet, wenn die Oberstufen ins Homeschooling geschickt werden, sind unsere Ausbildungen davon ebenfalls betroffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um dann zu Hause anstatt im Kursraum lernen zu können, mangelt es leider oft an PCs. Ich möchte allerdings betonen, dass auch Personen mit Migrationshintergrund sehr wohl das technische Know-how mitbringen, um zu Hause zu lernen. Gerade sie wissen, wie man Skype verwendet, weil sie so seit Jahren mit der Familie im Ausland telefonieren. Nur ist für die Weiterbildung eben das Handy dann meist nicht ausreichend, dazu braucht man einen PC, sowohl für Deutschkurse, als auch für Bildungsabschlüsse.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei weiterführenden Abschlüssen geht es allerdings auch um die Praxis, und das ist – wie wir im Frühjahr gesehen haben &#8211; während Corona oft schwierig. Entsprechend brauchen wir möglichst rasch die Schnelltestungen, damit wir den Unterricht durchgehend aufrechterhalten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ</strong>: Welche Branchen betrifft es in Wien am meisten?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Petra Draxl</strong>: Am stärksten betroffen in Wien ist vor allem die Stadthotellerie, die Gastronomie, und die Eventbranche, also alle Messen, die großen Kongresse und kulturelle Events.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Baubranche hingegen läuft gut, wobei, wie schon anfangs erwähnt, die Branche im Winter dann vom Wetter abhängt. Am Bau wurde viel Kurzarbeit beantragt. Außerdem ist Bauarbeit zwar Schwerarbeit, aber &#8211; anders als beispielsweise in Fleischverarbeitungsbetrieben – halten die Menschen sich mehrheitlich im Freien auf und können auch die Distanz besser einhalten. Es gibt daher weniger Risiko, und die Branche hat die Krise zumindest bis jetzt gut überstanden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keine problematische Branche ist der Handel. Ich halte das übrigens auch für eine Überbewertung, dass man mit einer Maske nicht einkaufen geht. Es war möglicherweise ein Fehler, zwischenzeitlich die Masken wieder zurück zu nehmen. Die Maske hindert nicht am Einkauf, in anderen Ländern hat das auch durchgehend gut funktioniert. Aber: In Phasen wie Corona wird mehr Online eingekauft, der stationäre Handel verliert KundInnen an den Online-Handel. Diese Tendenz dürfte sich verstärkt haben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Arbeitslosigkeit: Wieder trifft die Krise die Frauen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2020/08/03/arbeitslosigkeit-wieder-trifft-die-krise-die-frauen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 16:24:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen sind die großen Verliererinnen der Corona-Krise: Im Shut-down mussten sie neben ihrem Beruf Kinderbetreuung und Homeschooling stemmen, nun trifft sie die Arbeitslosigkeit.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-1024x683.png" alt="" class="wp-image-14405" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/08/AdobeStock_331389081.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frauen sind die großen Verliererinnen der Corona-Krise: Im Shut-down mussten sie neben ihrem Beruf Kinderbetreuung und Homeschooling stemmen, nun trifft sie die Arbeitslosigkeit.</strong></p>



<span id="more-14403"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Zurück in die Fünfziger Jahre: &nbsp;Während sie am Küchentisch im Home-Office arbeiteten, mussten Frauen im Shut-down für die geschlossenen Kindergärten und Schulen einspringen. Doch die Einsatzbereitschaft und Flexibilität wurden nicht belohnt, im Gegenteil. Aus den vom AMS publizierten Zahlen geht hervor, dass <a href="https://kompetenz-online.at/2020/07/15/85-prozent-aller-corona-arbeitslosen-sind-frauen/" aria-label="85 Prozent der Corona-Arbeitslosen Frauen">85 Prozent der Corona-Arbeitslosen Frauen</a> sind. 45.000 mehr Frauen als Männer suchen derzeit eine Arbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Coronavirus-Krise wirkt sich auf dem Arbeitsmarkt unterschiedlich auf Frauen und Männer aus: Zu Beginn der Maßnahmen gegen die Pandemie im März waren Männer stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen, im April und Mai war das Verhältnis ausgewogen, im Juni allerdings verloren mehr Frauen als Männer ihren Arbeitsplatz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeitslosigkeit ist in Österreich im Sommer zwar leicht zurückgegangen, davon haben aber nicht alle Arbeitssuchenden gleichermaßen profitiert. Männer finden rascher in den Job zurück als Frauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Branchen mit einem hohen Frauenanteil bei den Arbeitskräften wie der Dienstleistungsbereich, der Handel, Gastronomie und Tourismus, Erziehung und Unterricht sowie Gesundheit und Soziales waren besonders stark von der Krise betroffen. Im Handel lag der Frauenanteil am Anstieg der Arbeitslosen bei 67 Prozent, im Bereich Gesundheit und Soziales sogar bei 77 Prozent, bei den sonstigen Dienstleistungen bei 74 Prozent.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Anfangs wurden vor allem Männer arbeitslos, doch nun sind mehr Frauen ohne Job.&#8220;</p><cite>Julia Bock-Schappelwein, WIFO</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Julia Bock-Schappelwein vom WIFO bestätigt, dass anfangs vor allem Männer arbeitslos wurden, doch nun sind mehr Frauen ohne Job. Männer profitieren inzwischen von der Erholung der Baubranche, die eine klassische Männerbranche ist. Im Bauwesen gab es im Juni für Männer erstmals seit Februar keinen weiteren Beschäftigungsrückgang. Frauen hingegen arbeiten oft im Dienstleistungsbereich oder im Handel, einer typischen Frauenbranche. Dort wurden eindeutig mehr Frauen arbeitslos.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Männern geht es laut WIFO auch im Gesundheitswesen wieder aufwärts, bei den Frauen dagegen stagniert die Beschäftigung. In der IKT-Branche (Information und Kommunikation) gab es wieder neue Jobs, diese fallen bei den Männern ab April etwas stärker aus als bei Frauen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kein Ende in Sicht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die jüngsten Konjunkturprognosen zeigen: Die Rezession fällt in Österreich stärker aus als anfangs angenommen. Österreich zählt zu jenen Ländern, die besonders stark unter dem Einbruch der Wirtschaft leiden. Alarmierend ist vor allem die Entwicklung bei der Arbeitslosigkeit insgesamt: Zwischen März und Juni 2020 gab es im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 67 Prozent. Zum Vergleich: In Deutschland waren es 18 Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuelle Prognosen des IHS lassen befürchten, dass die Rekordarbeitslosigkeit noch länger andauern wird. Erst 2022 wird die österreichische Wirtschaft zurück zu einem soliden Wachstumskurs finden. Es braucht daher dringend Investitionen, die Arbeitsplätze schaffen und absichern. Sonst werden tausende Menschen über Monate hinweg keinen Job finden und in Armut abrutschen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Doppelbelastung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Corona-Krise waren es die Frauen, die den Laden am Laufen hielten. Sie übernahmen den Löwenanteil an unbezahlter Arbeit, indem sie ihre Kinder zu Hause betreuten, Homeschooling organisierten oder Angehörige pflegten. Ihrer Erwerbsarbeit gingen viele Frauen daheim nach, oft nachts, sie beaufsichtigten „nebenbei“ ihre Kinder und die Schulaufgaben, schupften außerdem den Haushalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Frauen hatten dabei noch Glück und ihr Job war im Home-Office machbar. Andere mussten ihren Jahresurlaub verbrauchen oder Sonderbetreuungszeiten in Anspruch nehmen. Doch irgendwann waren alle freien Tage aufgebraucht, und trotzdem wurden auch nach Ende des Shut-down immer wieder Schulen und Kindergärten wegen Verdachtsfällen tagelang geschlossen. Viele Frauen gaben in dieser Situation ihre Jobs auf oder wurden vom Arbeitgeber gekündigt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine andere Möglichkeit, durch die Krise zu kommen, war Arbeitszeitreduzierung. Studien zufolge mussten 27 Prozent der Frauen&nbsp;während der Corona-Krise ihre Arbeitszeit verringern, um die Kinderbetreuung leisten zu können – im Gegensatz zu nur 16 Prozent der Männer. Bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen war der Unterschied noch größer.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die doppelte Ungerechtigkeit dabei ist, dass Frauen während der Krise Job und Kinderbetreuung gleichzeitig stemmen mussten, nun aber diejenigen sind, die aus dem Arbeitsmarkt gedrängt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Berufstätige Mütter wurden während der Krise im Stich gelassen, besonders Alleinerziehende traf der Shut-down umso härter. Für die Kinderbetreuung sind die Frauen zuständig, während Männer einer Erwerbsarbeit nachgehen. Dieses alte Muster benachteiligt Frauen seit jeher am Arbeitsmarkt &#8211; Corona hat es bestätigt und massiv verschärft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Arbeitgeber wurden Frauen während der Krise wegen der fehlenden Kinderbetreuung zu schwer kalkulierbaren Risiken. Die Folge: Frauen verlieren ihre Jobs, und bei der Wiedereinstellung oder der Schaffung neuer Jobs werden Männer bevorzugt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schlechte Karten</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ingrid Moritz von der Arbeiterkammer verortet zahlreich Frauen in geringfügiger Beschäftigung oder in Teilzeitjobs. Diese Frauen haben ihre Arbeitsplätze oft sehr rasch verloren, keine Kurzarbeit bekommen und auch keine Fördertöpfe, kritisiert Moritz. Dass Frauen für die Kinderbetreuung zuständig sind, ist bei der Jobsuche ein Startnachteil. In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, wenn viele Menschen im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz sind, haben die Frauen die schlechteren Karten, so Moritz.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit, wenn viele Menschen im Wettbewerb um einen Arbeitsplatz sind, haben die Frauen die schlechteren Karten.&#8220;</p><cite>Ingrid Moritz, AK</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit wird außerdem eine&nbsp;Rückkehr zur Vollzeit für viele Frauen oft nicht möglich&nbsp;sein. Ingrid Moritz sieht hier auch langfristig Probleme für ein unabhängiges Erwerbseinkommen der Frauen, aber auch für die Pensionen. Auch hier zeigt sich einmal mehr: Ein seit langem bestehendes Problem, nämlich die deutlich niedrigeren Frauenpensionen und die Altersarmut bei Frauen, wird durch die Corona-Krise noch zusätzlich verstärkt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Equal Pension Day am 30. Juli machten Frauenverbände und Arbeitnehmervertretungen darauf aufmerksam, dass an diesem Tag der durchschnittliche Pensionist seit Beginn des Jahres jene Summe erhalten hat, den die durchschnittliche Pensionistin erst mit Jahresende erreichen wird. Und das sind 2020 um skandalöse 42 Prozent weniger! Eine hohe Arbeitslosigkeit wird diese Schere in den nächsten Jahren noch vergrößern.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sorge vor dem Herbst</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während derzeit noch die Sommerbetreuung während der Schulferien für zahlreiche Familien eine Herausforderung darstellt, wartet die nächste Hürde im Herbst:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was, wenn nach dem Sommer eine zweite Welle kommt? Müssen dann Frauen einmal mehr zu Hause bei den Kindern bleiben?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es besteht die berechtigte Sorge, dass sich die Situation wieder verschärfen könnte. „Daher braucht es,“ so AMS Wien-Chefin Petra Draxl, „ein Corona-Management wo man dafür sorgt, dass einzelne kleine Gruppen in Quarantäne geschickt werden, aber nicht sofort Einrichtungen gesperrt werden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Draxl will die „stille Reserve“, also Frauen, die daheim bei den Kindern sind, zurück in den Arbeitsmarkt bringen. Daher sieht sie Kinderbetreuung und Schulen als versorgungskritische Einrichtungen, deren Verfügbarkeit sichergestellt werden muss. Frauen sollen auch motiviert werden, Kinder wieder in Betreuung zu geben, damit sie Arbeit suchen können oder Weiterbildung.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Daher braucht es ein Corona-Management, wo man dafür sorgt, dass einzelne kleine Gruppen in Quarantäne geschickt werden, aber nicht sofort Einrichtungen gesperrt werden.&#8220;</p><cite>Petra Draxl, AMS Wien</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit will das AMS Frauen ein verstärktes Beratungsangebot anbieten. Die Nachfrage nach Bildungskarenz ist wieder im Steigen, was Draxl als gutes Zeichen wertet. Angeboten werden auch Neuqualifizierungen, weg vom Dienstleistungssektor, hin zu IT- und technischen Berufen, aber auch im Pflege- und Gesundheitssektor gibt es Arbeit.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gewerkschaftliche Forderungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der ÖGB kritisiert, dass die Bundesregierung bis dato viel zu wenig gegen die Rekordarbeitslosigkeit unternommen hat und legt ein Programm vor, das mindestens 150.000 Menschen innerhalb eines Jahres in Beschäftigung bringen soll. Außerdem beharrt der ÖGB auf seiner Forderung, das Arbeitslosengeld zu erhöhen und lehnt ein degressives Arbeitslosengeld ab: „Der Vorschlag für ein degressives Arbeitslosengeld ist eine sozial kalte Ansage und bringt weder mehr Menschen in Beschäftigung, noch kann sich der Staat dadurch etwas ersparen&#8220;, kritisiert Ingrid Reischl, Leitende Sekretärin im ÖGB.</p>



<p class="wp-block-paragraph">ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende Korinna Schumann fordert: &#8222;Was wir brauchen, ist die dringende Wiedereinführung der Verwendung von zumindest 50 Prozent des AMS-Förderbudget für Frauen, die unter der letzten Regierung abgeschafft wurde.&#8220;</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Wir wissen, dass 400.000 Beschäftigte in Österreich ihre Arbeitszeit gerne reduzieren würden. Wenn nur jeder zehnte davon mitmacht, dann schaffen wir damit 10.000 Jobs.&#8220;</p><cite>Barbara Teiber, GPA-djp-Vorsitzende</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die GPA-djp hat gegen die Arbeitslosigkeit das <a href="https://kompetenz-online.at/2020/07/13/warum-freiwillige-arbeitszeitverkuerzung-jetzt-helfen-kann/" aria-label="Modell „90 für 80“">Modell „90 für 80“</a> entwickelt: Ein/e ArbeitnehmerIn kann freiwillig die Arbeitszeit auf 80 Prozent reduzieren und bekommt dafür 90 Prozent Gehalt, die Differenz zahlt das AMS. Voraussetzung ist, dass für die freiwerdende Zeit jemand neu im Betrieb aufgenommen wird. Für je vier Personen, die sich für das Modell entscheiden, könnte also eine neue Vollzeitstelle geschaffen werden. Vom Modell „90 für 80“`profitieren auch die Unternehmen durch eine steigende Produktivität.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wissen, dass 400.000 Beschäftigte in Österreich ihre Arbeitszeit gerne reduzieren würden. Wenn nur jeder zehnte davon mitmacht, dann schaffen wir damit 10.000 Jobs. Wenn sich ein Viertel für das Modell entscheidet, wären es sogar 25.000 neue Arbeitsplätze“, erklärt Barbara Teiber, Bundesvorsitzende der GPA-djp, das große Potential des Modells.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut WIFO-Prognose kommt jeder zweite Job, der heuer durch Corona verloren geht, nächstes Jahr nicht zurück. „Mit dem Modell ‚90 für 80`haben wir die Chance, die Arbeitslosigkeit bis inklusive 2021 abzufedern“, so Barbara Teiber.</p>
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