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	<title>Reparaturzentrum R.U.S.Z. &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Interview mit Sepp Eisenriegler: Pionier der Kreislaufwirtschaft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Heike Hausensteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2016 14:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2016/06]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Heike Hausensteiner]]></category>
		<category><![CDATA[Reparaturzentrum R.U.S.Z.]]></category>
		<category><![CDATA[Sepp Eisenriegler]]></category>
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					<description><![CDATA[Sepp Eisenriegler vom Reparatur- und Service-Zentrum im KOMPETENZ-Interview. KOMPETENZ: Wann war eigentlich bei Ihnen zu Hause zuletzt ein Gerät kaputt? Eisenriegler: Das war so eine Kaffeemaschine vor etwa einem Jahr. KOMPETENZ: Was haben Sie damit gemacht? Eisenriegler: Ich habe sie hierher ins Reparatur- und Service-Zentrum (R.U.S.Z.) gebracht. Man sieht in solchen Fällen, dass die angeblichen [&#8230;]]]></description>
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<p><strong>Sepp Eisenriegler vom Reparatur- und Service-Zentrum im KOMPETENZ-Interview.</strong></p>
<p><span id="more-3895"></span></p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Wann war eigentlich bei Ihnen zu Hause zuletzt ein Gerät kaputt?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Das war so eine Kaffeemaschine vor etwa einem Jahr.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Was haben Sie damit gemacht?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Ich habe sie hierher ins Reparatur- und Service-Zentrum (R.U.S.Z.) gebracht. Man sieht in solchen Fällen, dass die angeblichen Verschwörungstheorien wirklich existieren. Das Mahlwerk der Kaffeemaschine wird vom Motor über eine Metallschnecke angetrieben, die in dieses Zahnrad aus schlechtem Kunststoff greift. Aber die Zähne werden mit der Zeit abgerieben, wie Sie hier am weißen Abrieb sehen können. Deshalb läuft irgendwann der Motor leer durch, die Bohnen werden nicht mehr gemahlen.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Warum ist Reparieren besser als ein Neukauf?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Wir müssen zur Kenntnis nehmen, was uns Studien – und die gibt es meterweise – sagen: Dass bereits bei der Produktion und Distribution von Waschmaschinen, ab der Rohstoffgewinnung bis zur Lieferung zu den KundInnen, 53 Prozent der Umweltbelastungen verursacht werden; also bevor ich ein Neugerät einschalte, ist bereits mehr als die Hälfte der Umweltbelastungen passiert. Nur 47 Prozent können die KonsumentInnen selbst steuern.</p>
<p>Und wenn man uns einredet, dass wir wegen der Energieeffizienz Millionen von Waschmaschinen tauschen sollen, ist das Bauernfängerei. Denn zum energieeffizienten Waschen gibt es ein einziges Programm, meist ist es das 60-Grad-Eco-Programm, das drei bis vier Stunden dauert. Alle anderen, speziell die Kurzwaschprogramme, verbrauchen viel mehr Energie. Der Löwenanteil des Stroms wird nämlich beim Aufheizen des Wassers benötigt, die Wäsche selbst wird nur etwa 30 Grad warm. Dass nur mit dem Ökolabel-Programm energiesparend gewaschen wird, steht in den Bedienungsanleitungen. Aber die sind schlecht lesbar, deshalb haben wir es uns abgewöhnt – nur acht Prozent lesen diese überhaupt.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Ist bei einer Reparatur nicht oft eine Arbeitsstunde teurer als ein Neugerät?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Also es ist schlimm genug, aber nicht so schlimm. Durch das Reparieren wird schon einmal der ökologische Fußabdruck, der in der Produktion passiert ist, relativ verringert.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Ich kann mich erinnern, dass Sie vor 20 Jahren eher belächelt wurden. Jetzt haben Sie ein Buch herausgebracht und geben zwei Interviews pro Tag. Ist Ihre Botschaft im Mainstream angekommen?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Bei den Medien und den Kunden und Kundinnen hat die Idee, Geräte statt wegzuwerfen zu reparieren, schon immer Gefallen gefunden. Wir sind gegen die geplante Obsoleszenz vorgegangen, also dass in Geräten Zählwerke und Sollbruchstellen eingebaut werden, damit sie nach kurzer Zeit kaputtgehen. Die Branchenvertreter dachten zuerst, sie könnten das aussitzen. Aber jetzt sehen das auch die KonsumentInnen so. Von daher ist die Botschaft im Mainstream angekommen.</p>
<p>Der beste Beweis ist, dass die konservative EU-Kommission vor einem Jahr einen Aktionsplan veröffentlicht hat, der einen systemischen Wandel von der linearen zur Kreislaufwirtschaft vorsieht.</p>
<p>Es geht in Wirklichkeit ja um die Rohstoffe: Die EU ist knapp vor China der größte Wirtschaftsraum, aber wie kein anderer abhängig von Rohstoffimporten – aus mehrheitlich politisch instabilen Ländern. Dass die EU-Kommission deshalb für einen sorgsameren Umgang mit den Rohstoffen ist, kann mir nur recht sein. Wir sind seit Jahren in Brüssel dahinter. Da darf man nicht neidisch sein bezüglich geistigen Eigentums, sondern wichtig ist, dass es jetzt passiert. Die Entkopplung des Rohstoffverbrauchs von weiterem Wachstum ist irreversibel. Die Industrie wird das nur verzögern, aber nicht verhindern können.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Kann man damit etwa sagen, der Neukauf ist ein kapitalistischer Akt des Wohlstands, während Reparieren das sozial verantwortungsbewusstere Handeln widerspiegelt?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Durchaus. Wir bemühen uns, das Reparieren attraktiv und bequem zu machen. Deshalb haben wir ein Jahr nach dem R.U.S.Z. ein wienweites Reparaturnetzwerk gegründet. Derzeit hat es mehr als 80 – seriöse – Mitgliedsbetriebe. Das ist automatisch so gewachsen, weil sich immer mehr Betriebe unterscheiden wollen von den vielen schwarzen Schafen, die als verlängerter Arm der Verkaufsabteilungen agieren. Und es wird immer noch die Arbeit zu stark besteuert.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Sie fordern seit langem eine ökosoziale Steuerreform …</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> … Seit 40 Jahren.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Was stimmt Sie optimistisch, dass es in Österreich dazu kommen wird?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Wenn die oberste EU-Behörde einen Aktionsplan beschließt, um die Kreislaufwirtschaft zu fördern, kann man auch das Steuersystem ändern. Ich glaube, das eine bedingt das andere. Eigentlich ist das In-Besitz-Nehmen ein Problem, das wir uns selbst schaffen. Wir brauchen neue Konsummodelle. Zum Beispiel unbefristete Mietverträge für Waschmaschinen, die wir anbieten. Diese Produkt-Dienstleistungssysteme sollten eigentlich die Hersteller gemeinsam mit dem Elektrohandel anbieten. Aber die stationären Elektrohändler verhalten sich wie die Lemminge. Die großen Elektromärkte brauchen enormen Umsatz, um noch Profit machen zu können.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Sie meinen, das ist nicht nachhaltig durchdacht?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Die Branchenvertreter des Elektrohandels sind nur am Umsatzwachstum interessiert, und gleichzeitig schreiben sie den Herstellern vor, wie lange die Geräte zu funktionieren haben. Darauf gehe ich auch in meinem Buch näher ein.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Es heißt „Konsumtrottel – Wie uns die Konzerne austricksen und wie wir uns wehren“. Was sollten KonsumentInnen bei den Weihnachtseinkäufen beachten?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Ein Neukauf ist aus ökologischer Sicht das Schlechteste, was man machen kann. Aber wenn man schon ein Gerät neu kauft, sollte man immer danach fragen, wie lange Ersatzteile verfügbar sind. Daraus lässt sich schließen, für wie lange ein Gerät gebaut wurde.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Über Sie liest man verschiedene Definitionen, Aufklärer, Lobbyist, Weltverbesserer … wie sehen Sie sich selbst?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Am ehesten entspricht mir die Bezeichnung Pionier der Ressourcenschonung. Das war ich immer schon. Angefangen von der Umweltberatung Wien, die ich in den 80er-Jahren initiierte; mein Beruf war meine Berufung und ist es heute immer noch. Ressourcenschonung ist die Mutter des Umweltschutzes. Würden wir weniger Materialien aus der Erdkruste extrahieren und daraus Produkte machen, hätten wir heute keinen Klimawandel.</p>
<p><strong>KOMPETENZ:</strong> Könnten Sie sich vorstellen, in die aktive Politik einzusteigen?</p>
<p><strong>Eisenriegler:</strong> Nein. Das ist nicht meines. So muss ich mich mit keinem Herrn Strache ärgern oder mit anderen Populisten, deren einziges Interesse darin besteht, populistischen Sand ins Getriebe zu streuen.</p>
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		<title>Repariert Maschinen und Menschen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2012/10/08/repariert-maschinen-und-menschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Resei]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2012 12:32:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2012/06]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitslosigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Resei]]></category>
		<category><![CDATA[Reparaturzentrum R.U.S.Z.]]></category>
		<category><![CDATA[Sepp Eisenriegler]]></category>
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					<description><![CDATA[Reparieren macht Sinn &#8211; nicht bloß für Umwelt und Börse, sondern auch für den Arbeitsmarkt. Das Reparatur und Service Zentrum R.U.S.Z. beweist, wie nachhaltig das Leben sein kann.   Riesenhafte Ersatzteillager finden sich in den Kellern des Reparatur und Service Zentrums, kurz R.U.S.Z., in Wien Penzing. Von Waschmaschinenmotoren und -trommeln bis zu Bild- und Radioröhren, einem [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="992" height="661" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547.jpg" alt="" class="wp-image-15256" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547.jpg 992w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_06_12_RUSZ_8547-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 992px) 100vw, 992px" /><figcaption>Reparatur- und Servicezentrum R.U.S.Z. (c) N. Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p><strong>Reparieren macht Sinn &#8211; nicht bloß für Umwelt und Börse, sondern auch für den Arbeitsmarkt. Das Reparatur und Service Zentrum R.U.S.Z. beweist, wie nachhaltig das Leben sein kann.  </strong></p>



<span id="more-1552"></span>



<p>Riesenhafte Ersatzteillager finden sich in den Kellern des Reparatur und Service Zentrums, kurz R.U.S.Z., in Wien Penzing. Von Waschmaschinenmotoren und -trommeln bis zu Bild- und Radioröhren, einem eigenen Lager für Geschirrspülkörbe und jede Menge Elektronik-Ersatzteile, die als veraltet gelten. Für viele lassen diese Teile das Herz höher schlagen: Radios aus den 50er-Jahren übertragen wieder störungsfrei, die gute alte Eudora wäscht besser denn je und manch tot geglaubter Videorecorder spielt einwandfrei ab.</p>



<p>Reparieren statt Mistplatz, nutzen statt Müll produzieren, Nachhaltig leben statt die Wegwerfgesellschaft unterstützen &#8211; und vor allem Ressourcen schonen. R.U.S.Z.- Projektleiter Sepp Eisenriegler: „Als wir 1998 starteten, war eine Waschmaschine durchschnittlich 12 Jahre in Gebrauch, heute sind es sechseinhalb.&#8220; Das R.U.S.Z. gilt als Zentrum des Waschmaschinen-Tunings. Was nach auffrisierten Boliden klingt, bedeutet für eine Waschmaschine ein verlängertes Leben mit Sparpotenzial. Effektivere Waschmittel sorgen für weniger Wasser- und Stromverbrauch, das R.U.S.Z. verändert die Einstellungen alter Geräte: statt 120 Liter reichen beim heutigen Waschgang 60 bis 70 Liter. Eine Prüf- und Justierstation &#8211; aus einer griechischen Campingwaschmaschine selbst gefertigt &#8211; hilft dabei.</p>



<p>R.U.S.Z. kommt auch zum Kunden: Ein Vorort-Service für Haushaltsgroßgeräte, sei es E-Herd, Waschmaschine oder Trockner, setzt das Gerät ab Anruf üblicherweise innerhalb von drei Tagen an Ort und Stelle wieder in Stand. Meist sind es ältere ArbeitnehmerInnen, die im R.U.S.Z. eine Beschäftigung finden. Derzeit arbeiten 20 Personen in der Reparatur, zwei weitere werden bald aufgenommen.</p>



<p><em>Der Waschmaschinenmechaniker</em></p>



<p>Vor 36 Jahren kam Mahmut Hassan, heute 64 Jahre alt, aus dem kurdischen Teil des Irak nach Österreich. Nun ist er bereits das zweite Jahr bei R.U.S.Z. und sorgt für Waschmaschinen-Tuning und Reparatur: „Ich habe mit vielen verschiedenen Marken zu tun und muss immer wieder nach neuen Lösungen suchen &#8211; das macht meinen Job sehr abwechslungsreich.“ In den 1970er Jahren baute er in Österreich die Vorläufer der Personalcomputer zusammen. „Damals habe ich noch mit dem legendären Intel 8080 Prozessor zu tun gehabt“, erzählt der Elektroniker, der über Jahrzehnte in der gleichen Firma arbeitete &#8211; doch der Tod seines Chefs beendete auch die Firmengeschichte. Sein Schicksal: langzeitarbeitslos. Vor einigen Jahren war Mahmut Hassan schon einmal bei R.U.S.Z. und wurde nach ein paar Monaten erfolgreich weiter vermittelt. Doch die Jobs der neuen Arbeitswelt waren zumeist nicht von langer Dauer. Der 64-Jährige ist froh, hier im Reparatur Zentrum nicht zum Alteisen zu gehören.</p>



<p><em>Der Radiomechaniker</em></p>



<p>Der Radiomechaniker Horst Skribek hat noch im alten Philips-Werk in Wien Favoriten gelernt und arbeitete danach 15 Jahre im Unternehmen. „Ich habe noch die komplette Video 2000 Entwicklung mitgemacht. Das war ein Videosystem, wo die Kassetten beidseitig nutzbar waren.“ Seit Mitte der 1990er Jahre ist das System Geschichte, doch Enthusiasten verwenden die Videogeräte heute noch. Geht etwas kaputt, hilft Herr Skribek. Doch vor allem ist der Radiomechaniker freilich auf Radioapparate spezialisiert, repariert ganz besondere Schmankerl. Etwa eine Phonothek aus dem Jahre 1958: „Die hat damals 8.000 Schilling gekostet! Und konnte mit einem Plattenwechsler insgesamt acht Schallplatten hintereinander abspielen.“ Geräte wie die Phonothek oder Röhrenradios kommen mit allen Retrowellen zum Glück nie aus der Mode und solid sind sie obendrein. „Ich bin Baujahr 1956, ich habe die Technik von damals noch gelernt&#8220;, erklärt Skribek und weiß auch mit älteren Semestern umzugehen. Seit 13 Jahren ist der Radiomechaniker nun bei R.U.S.Z.: „Als Spezialist ist es sonst nicht leicht, einen Job zu finden. Ich bin froh, dass ich eine Chance bekommen habe.“</p>



<p><em>Profit nicht an erster Stelle</em></p>



<p>Seit 14 Jahren ist R.U.S.Z. eine Nachhaltigkeits-Institution mit Vorbildwirkung. Eisenriegler, 59, ausgebildeter AHS-Lehrer für Englisch und Geographie, führte den sozioökonomischen Betrieb mit einer Vermittlungsquote von 71 Prozent bis Ende 2007, dann wurde privatisiert: „Für das AMS üben wir zu hochschwellige Tätigkeiten aus, sozioökonomische Betriebe sollen niederschwellig gehalten werden. Andere sperrten zu, wir haben privatisiert.“</p>



<p>Ursprünglich wurde das Reparatur Zentrum als Mitinitiator und Entwickler der Ö3 Wundertüte bekannt. Dabei wurden alte Handys gesammelt und entweder repariert oder deren Altmetalle verwertet. Nun hat die Caritas entschieden, den Weg allein fortzusetzen. Für das R.U.S.Z. eine Enttäuschung, denn: „Die Finanzsituation macht es schwer, Rücklagen zu erwirtschaften. Besonders wenn Sonderzahlungen anstehen, können wir nicht ruhig schlafen“, berichtet Sepp Eisenriegler. Ideen, die Abhilfe schaffen können, hat der Projektleiter schon: „Wir könnten Generalreparateure für größere Unternehmen sein. Firmen sind auch herzlich eingeladen, eine Patenschaft für einen Reparaturarbeitsplatz zu übernehmen.“</p>



<p>Der Betrieb „repariert Maschinen und Menschen&#8220;, weiß Sepp Eisenriegler. Das Schicksal Langzeitarbeitslosigkeit durch strukturelle Einsparungen in Firmen kennt er von vielen MitarbeiterInnen zur Genüge. Eisenrieglers Hoffnung: „Der dritte Sektor sollte die Sozialwirtschaft sein. Unternehmen, die den Profit nicht an die erste Stelle setzen und eine soziale Komponente leben.“ Das Reparatur und Service Zentrum hat übrigens auch Zuwachs bekommen: das ReparaturNetzWerk (<a title="Reparaturnetzwerk" href="http://www.reparaturnetzwerk.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="www.reparaturnetzwerk.at) (öffnet in neuem Tab)"><span style="text-decoration: underline;">www.reparaturnetzwerk.at</span>)</a> und die TrashDesignManufaktur (<a title="Trashdesign" href="http://www.trashdesign.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="www.trashdesign.at (öffnet in neuem Tab)"><span style="text-decoration: underline;">www.trashdesign.at</span></a>) gehören mit zur Familie.</p>



<p><strong><span style="color: #ff0000;">Info</span> </strong></p>



<p>Das Reparatur und Service Zentrum R.U.S.Z., Verein zur Förderung von Sozialwirtschaft, in Wien 14, Lützowgasse 12-14, repariert und verkauft gebrauchte Elektro- und Haushaltsgeräte.</p>



<p>Mehr dazu auf <span style="color: #3366ff;"><a title="R.U.S.Z." href="http://www.rusz.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer" aria-label="www.rusz.at (öffnet in neuem Tab)"><span style="color: #3366ff;"><strong>www.rusz.at</strong></span></a> </span>, Servicetelefon: <span style="color: #ff0000;"><strong>(01) 982 16 47 &#8211; 15</strong></span></p>
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