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	<title>Schwerarbeitspension &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Ausdauer lohnt sich: Nachtschwerarbeit &#8222;erstritten&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Eva Wanka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2025 13:39:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/04]]></category>
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					<description><![CDATA[Es begann mit einer einfachen Info: Ein neuer Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens stellte fest, dass seine Schichtarbeit, die beim früheren Arbeitgeber als Nachtschwerarbeit galt, im aktuellen Betrieb nicht als solche eingestuft war. Er wandte sich an den Betriebsrat und dieser erkannte schnell den Ernst der Lage.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="800" height="530" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/08/Mchaela_Kerbl_erweitert.png" alt="" class="wp-image-22164" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/08/Mchaela_Kerbl_erweitert.png 800w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/08/Mchaela_Kerbl_erweitert-300x199.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/08/Mchaela_Kerbl_erweitert-150x99.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2025/08/Mchaela_Kerbl_erweitert-768x509.png 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption class="wp-element-caption"><em>Foto: Bernhard Friebl |</em> Michaela Kerbl aus der Rechtsabteilung der GPA OÖ konnte in einem aufwändigen Verfahren für zahlreiche Kolleg:innen Nachtschwerarbeit geltend machen.</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><strong>Es begann mit einer einfachen Info: Ein neuer Mitarbeiter eines Energieversorgungsunternehmens stellte fest, dass seine Schichtarbeit, die beim früheren Arbeitgeber als Nachtschwerarbeit galt, im aktuellen Betrieb nicht als solche eingestuft war. Er wandte sich an den Betriebsrat und dieser erkannte schnell den Ernst der Lage.</strong></strong></p>



<span id="more-22161"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Er führte zahlreiche Gespräche mit den betroffenen Kolleg:innen und wandte sich dann an Juristin Michaela Kerbl aus der Rechtsabteilung der GPA Oberösterreich.<br>Wenn Nachtschwerarbeit vorliegt, muss der Arbeitgeber nicht nur Meldung an die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) machen, sondern auch Beiträge dafür einzahlen. Arbeitnehmer:innen haben dann Anspruch auf einen vorzeitigen Ruhestand mit 57 Jahren, weil Nacht- und Schichtarbeit vor allem im Alter gesundheitlich stark belasten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Aufwändige Recherche</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Folge startete eine aufwändige Evaluierung: In Gesprächen mit der Geschäftsleitung wurde das Thema offengelegt, das Unternehmen zeigte sich bereit zu kooperieren. Dann folgte ein langwieriges Ermittlungsverfahren: Sichtung von Arbeitszeitaufzeichnungen und Störprotokollen, tiefgehende Befragungen, Analyse von Leitständen und Maschinenabläufen. Detailarbeit in höchstem Maße und sehr zeitaufwändig. Hinter all dem stand vor allem eines: großer persönlicher Einsatz. Der Betriebsrat opferte unzählige Stunden – Gespräche, Daten sammeln, auf Fragen antworten. Michaela Kerbl übernahm die Federführung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Alles dokumentieren, alles aufheben, wie zum Beispiel Zeitaufzeichnungen, Dienstpläne, verrichtete Tätigkeiten. Die Behörde will wirklich alles sehen. Nur mit der richtigen Dokumentation lässt sich nachweisen, was wirklich geleistet wird und nur dann klappt eine erfolgreiche Anerkennung!&#8220;</p>
<cite>Michaela Kerbl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Richtungsweisende Entscheidung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Juristin verbrachte selbst viele Stunden in Leitständen, ließ sich technische Abläufe erklären und holte jede Info – mit Erfolg: Die ÖGK bestätigte schließlich, dass es sich bei den zehn Betroffenen um Nachtschwerarbeit handelt. Drei von ihnen konnten quasi sofort in Pension gehen, statt bis 60 weiterzuarbeiten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch damit ist der Effekt nicht beendet. Dieses Urteil hat Signalwirkung für die gesamte Branche: Überall, wo ähnliche Tätigkeiten und Schichtmodelle gelten, können weitere Betriebsräte nun aktiv werden und ähnliche Anerkennungen erwirken. Ein großer Stein, den der Betriebsrat und die GPA hier ins Rollen gebracht haben.</p>



<p class="box-hervorheben wp-block-paragraph"><strong>Zur Person </strong><br>Juristin Mag. Michaela Kerbl verfügt als langjährige Mitarbeiterin der Rechtsabteilung der GPA Oberösterreich über einen enormen Erfahrungsschatz im Arbeits- und Sozialrecht und erstreitet laufend hohe Summen für Mitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>Schwerarbeitspension erkämpft</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/10/21/schwerarbeitspension-erkaempft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Wanka]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Oct 2022 10:15:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2022/04]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gewerkschaft GPA hat für einen Beschäftigten der voestalpine Gießerei in Linz die Anerkennung seiner Zeiten als Schwerarbeiter und damit einen früheren Pensionsantritt erkämpft. ]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="685" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-1024x685.png" alt="" class="wp-image-19058" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-1024x685.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-300x201.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-768x514.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/10/Arbeit-Hochofen_AdobeStock_338785449.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Gewerkschaft GPA hat für einen Beschäftigten der voestalpine Gießerei in Linz die Anerkennung seiner Zeiten als Schwerarbeiter und damit einen früheren Pensionsantritt erkämpft. </strong></p>



<span id="more-19057"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Nur mehr 19 Grad im Raum? Davon können Beschäftigte wie Peter R. nur träumen. Vor beinahe drei Jahren wandte sich das langjährige Gewerkschaftsmitglied an Michaela Kerbl, Rechtsberaterin und Juristin in der Gewerkschaft GPA Oberösterreich. Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA) wollte nicht anerkennen, dass ihm eine Schwerarbeitspension zusteht, obwohl Peter R. in den letzten 20 Jahren deutlich mehr als zehn Jahre an einem so  genannten Hitzearbeitsplatz Dienst versah. In der voestalpine Gießerei in Linz war er zunächst viele Jahre als Arbeiter beschäftigt und enormen körperlichen Anstrengungen ausgesetzt: Er stellte Werkstücke bei einer Hitze von bis zu 300 Grad her. Später wechselte Peter R. dann in ein Angestelltenverhältnis, was nach langer Betriebszugehörigkeit nicht unüblich ist. Unverändert blieb allerdings die Erschwernis an seinem Arbeitsplatz.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Ohne den Rechtsbeistand der GPA hätte Herr R. erst fünf Jahre später in Pension gehen können oder er hätte mit 62 Jahren große Abschläge in der Korridorpension hinnehmen müssen“</p><cite>Michaela Kerbl</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Mitglied sein lohnt sich </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die PVA wollte dennoch nicht akzeptieren, dass Herr R. mit 60 Jahren abschlagsfrei in Pension gehen kann, da die Zeit als Angestellter für sie nicht zählte. In einem unglaublich aufwändigen und langwierigen Verfahren mit mehreren Gutachten gelang es der Gewerkschaft GPA nun, nachzuweisen, dass Herrn R. die Schwerarbeitspension zusteht.<br>„Ich bin der Gewerkschaft unendlich dankbar und wahnsinnig froh, dass ich Mitglied bin, denn wenn ich mir diesen Prozess privat über einen Rechtanawalt zahlen hätte müssen, wäre sich das finanziell niemals ausgegangen“, freut sich Peter R. „Ohne den Rechtsbeistand der GPA hätte Herr R. erst fünf Jahre später in Pension gehen können oder er hätte mit 62 Jahren große Abschläge in der Korridorpension hinnehmen müssen“, ist Michaela Kerbl überzeugt davon, dass es sich wirklich lohnt, GPA-Mitglied zu sein.</p>



<p class="rotebox wp-block-paragraph"><strong>Du hast auch eine arbeitsrechtliche Frage?</strong><br>Im&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/themen/arbeitsrecht/arbeitsrechts-abc" target="_blank" aria-label="Arbeitsrechts-ABC d (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsrechts-ABC d</a>er Gewerkschaft GPA findest du Antworten auf viele Fragen. Du kannst dich aber auch direkt an die Rechtsberatung wenden.&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="Hier (öffnet in neuem Tab)">Hier</a>&nbsp;findest du alle Kontakte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



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