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	<title>Vordienstzeiten &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Vordienstzeiten angerechnet: 33.000 Euro für GPA-Mitglied</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2024/01/08/vordienstzeiten-angerechnet/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Eva Wanka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2024 14:14:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2024/01]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer bei einem Sozialversicherungsträger zu arbeiten beginnt und bei einem anderen Dienstgeber mindestens sechs Monate einschlägig beschäftigt war, kann sich diese Vordienstzeiten anrechnen lassen. Doch was sind „einschlägige“ Zeiten? Darüber waren sich eine Angestellte und ihr Arbeitgeber nicht einig.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer bei einem Sozialversicherungsträger zu arbeiten beginnt und bei einem anderen Dienstgeber mindestens sechs Monate einschlägig beschäftigt war, kann sich diese Vordienstzeiten anrechnen lassen. Doch was sind „einschlägige“ Zeiten? Darüber waren sich eine Angestellte und ihr Arbeitgeber nicht einig.</strong></p>



<span id="more-20387"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Katrin B.* war viele Jahre als Ordinationsassistentin beschäftigt und wechselte dann in die Sozialversicherung, wo ihr neuer Job neben dem Umgang mit Ärzt:innen und Patient:innen auch Verwaltungstätigkeiten beinhaltete. Sehr ähnliche Aufgaben hatte sie auch bei ihrem früheren Dienstgeber zu erledigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie beantragte daher eine Anrechnung dieser Zeiten, was aber mit der Begründung, sie hätte keine Praxiserfahrung mit Administration, abgelehnt wurde. Nachdem Frau B. schon seit 20 Jahren Mitglied der Gewerkschaft GPA ist, wandte sie sich an die Rechtsberatung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Regelung bei den Sozialversicherungsträgern sieht vor, dass es sich um einschlägige Vordienstzeiten handelt, wenn 75 Prozent der neuen Job-Inhalte mit den -vorangegangen übereinstimmen. Aus unserer Sicht war das hier der Fall“, so Sabine Ringler, GPA-Expertin für die Sozialversicherung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die GPA intervenierte beim Dienstgeber und legte ihre klare Rechtsmeinung dar, woraufhin Katrin B. eine Nachzahlung von 33.000 Euro (brutto) bekam. „Solche Summen bedeuten wirklich viel für unsere Mitglieder und zeigen, wie wichtig Interessensvertretung ist“, freut sich Ringler über den Erfolg.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch einige weitere ähnlich gelagerte Sachverhalte konnte die GPA in Oberösterreich bereits positiv abschließen und Summen zwischen 8.000 und 22.000 Euro für ihre Mitglieder erreichen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>*Name v. d. Redaktion geändert</em></p>
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			</item>
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		<title>Betriebsrat: Ohne Vertrauen geht nichts</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/03/09/betriebsrat-ohne-vertrauen-geht-nichts/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christof Mackinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Mar 2023 13:29:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Altenpflege]]></category>
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		<category><![CDATA[Christof Mackinger]]></category>
		<category><![CDATA[Margit Luxner]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Tirol]]></category>
		<category><![CDATA[Vordienstzeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Tiroler Pflegeassistentin und Betriebsrätin Margit Luxner kümert sich in ihrer Arbeit um ältere Menschen und die Belange ihrer überwiegend weiblichen KollegInnen. In ihrer Freizeit hingegen geht es um junge, fitte Männer - zum Ausgleich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-1024x682.png" alt="" class="wp-image-19625" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-1024x682.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-1536x1023.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Luxner_Margit-c-Gewerkschaft-GPA_gut.png 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: GPA-Tirol</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Tiroler Pflegeassistentin und Betriebsrätin Margit Luxner kümmert sich in ihrer Arbeit um ältere Menschen und die Belange ihrer überwiegend weiblichen KollegInnen. In ihrer Freizeit hingegen geht es um junge, fitte Männer &#8211; zum Ausgleich.</strong></p>



<span id="more-19623"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„Als Betriebsrätin kann man nur so gut sein, wie man von seinen MitarbeiterInnen unterstützt wird,“ weiß die gebürtige Kitzbühelerin. „Ohne Vertrauen geht nix,“ sagt&nbsp; Margit Luxner. Und sie muss es wissen, immerhin blickt die gelernte Pflegeassistentin auf eine mittlerweile 20-jährige Karriere als Betriebsrätin in der Altenpflege zurück.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An sich habe sie eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau gemacht, dann aber umgeschwenkt auf den Pflegeberuf, erzählt Luxner im Telefoninterview mit KOMPETENZ. Ihre ersten sieben Jahre in dem Bereich war sie für eine demenzkranke Frau zur Stelle um später dann bei einem Pflegedienstleister in der Region zu arbeiten. Zur Betriebsrätin ließ sie sich aufstellen, „weil ich es eigenartig gefunden habe, dass der einzige Aufgestellte in diesem Frauenberuf ein Mann war.&#8220; Davor hatte sie nie viel mit Gewerkschaften am Hut, das hat sich dann aber geändert. Vor gut 20 Jahren hat sie dann auch die Gewerkschaftsschule absolviert.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Echte Kämpfe </h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Wechsel in ein Tageszentrum im Jahr 2009 wurde es dann eine ganz zeitlang schwierig: „Ich habe mich mit dem damaligen Geschäftsführer nicht so gut verstanden. Das waren echt Kämpfe,“ blickt sie heute etwas belustigt zurück. Denn: Der einzige Weg sie als Betriebsrätin loszuwerden, war es, einen Teil des Unternehmens abzustoßen. „Deswegen wurde die ganze Abteilung, in der ich gearbeitet habe, zum Altenwohnheim Kitzbühel verschoben.“ Dort, wo Luxner auch heute noch arbeitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Altenwohnheim ist sie mittlerweile die Leiterin des Tageszentrums. Hier werden tagsüber bis zu zwölf alte Menschen betreut, um ihre Familien zu entlasten, mehr soziale Kontakte pflegen zu können und auch um bei der Körperpflege zu helfen, „weil daheim die Gegebenheiten oft nicht ausgebaut dafür sind,“ berichtet sie. „Bei uns gibt’s aber auch Aktivitäten wie Gedächtnistraining, Gymnastik oder auch mal Ausflüge. Wir kümmern uns aber auch um die Medikamenteneinnahme oder anstehende Arztbesuche.“ Damit lässt sich mindestens vorübergehend vermeiden, dass alte Menschen in eine stationäre Einrichtung umziehen müssten. So bleibt die Möglichkeit zu Hause zu wohnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einfach zuhören</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Jahr 2010 hat Margit Luxner den Betriebsratsvorsitz für das Personal des gesamten Altenwohnheims übernommen. In der Funktion vertritt sie aktuell genau 163 KollegInnen, darunter Diplomschwestern, Fachsozialbetreuer, PflegeassistentInnen, Heimhilfe, aber auch ihre KollegInnen, die in der Küche arbeiten, die Reinigung machen und und und. Inhaltlich gehe es da vor allem um Alltägliches, wie die Lohnabrechnung, Dienstpläne, Zeitausgleich und arbeitsrechtliche Belange. Immer wieder hilft Luxner neuen MitarbeiterInnen aus anderen Bundesländern bei der Wohnungssuche in Kitzbühel. „Aber oft geht’s auch einfach nur darum zuzuhören, sich die Sorgen der KollegInnen anzuhören,“ weiß sie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einer ihrer Erfolge sei, dass ihren KollegInnen alle facheinschlägigen Vordienstzeiten angerechnet werden würden. Das habe sie in Verhandlungen mit der Geschäftsführung erreicht. „Das ist noch besser als beim Kollektivvertrag!“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Oft geht’s auch einfach nur darum zuzuhören, sich die Sorgen der KollegInnen anzuhören.“</p>
<cite>Margit Luxner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und darüber hinaus: &#8222;‘Sch gib’ imma wos zum doan&#8220;, wie Luxner mit ihrem unverkennbaren tirolerischen Einschlag sagt. Sie nehme sich immer soviel Zeit, wie sie für ihre KollegInnen bräuchte. Aufgrund der Größe des Betriebs könnte sie sich als Betriebsrätin eigentlich freistellen lassen, das wolle sie aber nicht. „Weil ich meinen Beruf mag und außerdem ist man näher an den Leuten, wenn man auch normal mitarbeitet.“</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Hast du schon einmal überlegt selbst einen Betriebsrat zu gründen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es bei dir im Betrieb mindestens 5 Beschäftigte gibt, kann eine Betriebsratswahl stattfinden. Dein Chef/deine Chefin, darf die Wahl nicht behindern. Als Betriebsrätin/Betriebsrat hast du einen besonderen Kündigungsschutz und du kannst einen Teil deiner Arbeitszeit für die Betriebsratstätigkeit verwenden. Wir unterstützen und begleiten dich und deine KollegInnen bei der Durchführung der Betriebsratswahl.<br>Du möchtest mit uns darüber reden? Dann wende dich an unsere Beratung in deinem Bundesland. Alle Kontakte findest du hier: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="https://www.gpa.at/kontakt (öffnet in neuem Tab)">https://www.gpa.at/kontakt</a></p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben ihrem Job im Altenwohnheim ist Margit Luxner auch Gemeinderätin für Energiebelange und sowie Tirols Wirtschaftsbereichsvorsitzende für den Bereich Gesundheit und Soziales in der Gewerkschaft. Dazu brauche sie in ihrer Freizeit dringend Ausgleich. Sie reise zwar gerne, aber als Kontrastprogramm musste schon vor langer Zeit was Anderes her: „In der Arbeit, da hab ich den ganzen Tag mit Frauen und alten Menschen zu tun. Beim Fußball ist das genau umgekehrt!“ In der Saison schmeißt Luxner daher alle zwei Wochen die Kantine des Fußballclubs in Kitzbühel, auch für Trainingslager im Sommer sei sie für die Verpflegung der überwiegend jungen, fitten Männer zuständig, erzählt sie lachend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist es dort ja wie im Betriebsrat: Ohne hungrige Fußballer bringt die beste Kantine nichts….</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Richtig eingestuft, von Anfang an!</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2012/05/03/richtig-eingestuft-von-anfang-an/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 09:06:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2012/03]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstories]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
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		<category><![CDATA[Einkommensschere]]></category>
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		<category><![CDATA[Vordienstzeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie verdienen als Frau weniger als ihr gleichaltriger Kollege und machen aber den gleichen Job? Dann kann es sein, dass er gleich zu Anfang besser eingestuft wurde. Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Diese Einkommensunterschiede entstehen teilweise schon beim Berufseinstieg und können später oft nicht mehr wett gemacht werden. Die GPA-djp hat daher im [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large advgb-dyn-10ea355c"><img decoding="async" width="591" height="394" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_03_12_8718.jpg" alt="" class="wp-image-15120" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_03_12_8718.jpg 591w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_03_12_8718-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_03_12_8718-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2020/10/KOM_03_12_8718-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 591px) 100vw, 591px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sie verdienen als Frau weniger als ihr gleichaltriger Kollege und machen aber den gleichen Job? Dann kann es sein, dass er gleich zu Anfang besser eingestuft wurde.</strong></p>



<span id="more-1374"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Frauen verdienen immer noch weniger als Männer. Diese Einkommensunterschiede entstehen teilweise schon beim Berufseinstieg und können später oft nicht mehr wett gemacht werden. Die GPA-djp hat daher im April mit der Aktionswoche „Richtig eingestuft von Anfang an“ in den Betrieben auf das Thema aufmerksam gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Als Faustregel gilt: Rund ein Drittel der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern entsteht beim Einstieg“, analysiert Barbara Marx, Leiterin der GPA-djp-Bundesfrauenabteilung. Deshalb ist es gerade für Frauen ganz besonders wichtig, korrekt eingestuft zu werden und eventuelle Vordienstzeiten richtig angerechnet zu bekommen. Doch das ist nicht immer so einfach. „Einstufungs- und Verwendungsgruppen sind keine objektiv feststehenden Kategorien. Meistens ist ein gewisser Handlungsspielraum vorhanden, der oft zu ungunsten von Frauen ausgelegt wird“, berichtet Marx aus der Praxis. Die Folge: Frauen werden oft in die jeweils niedrigere Verwendungsgruppe eingereiht. Der Grund dafür, so Marx weiter, „sind mehr oder weniger bewusste Vorstellungen und Bewertungen, die die Arbeit und Fähigkeiten von Männern höher einschätzen als jene von Frauen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während der Aktionswoche im April hat die GPA-djp vor allem BetriebsrätInnen auf ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten aufmerksam gemacht: BetriebsrätInnen haben das Recht, über alle Themen, die die betrieblichen Interessen der Belegschaft betreffen, informiert zu werden und sie haben das Recht und die Pflicht, Rechtsvorschriften zu kontrollieren. Dazu gehören auch Einsichtnahme in Gehaltslisten und in Arbeitszeitaufzeichnungen sowie die Überprüfung, ob beim Einstieg alles korrekt abgelaufen ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mehr Chancengleichheit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass es umso weniger Möglichkeiten für die bewusste oder unbewusste Schlechterstellung von Frauen gibt, je standardisierter (Einstellungs-)Prozesse sind. Das gilt aber nur, solange dem Prozess selbst keine Diskriminierung zu Grunde liegt. Barbara Marx empfiehlt daher, Regeln und Standards zu entwickeln, aber dennoch in regelmäßigen Abständen &#8211; so alle zwei bis fünf Jahre &#8211; den Prozess als Ganzes kritisch zu hinterfragen. Denn: „Was vor 10 Jahren auf dem neuesten Stand war, ist heute vielleicht schon veraltert. Auch unser Verständnis von Geschlechtergerechtigkeit entwickelt sich ständig weiter und muss darum auch immer wieder überprüft werden“, betont Marx. Eine weitere wichtige Voraussetzung für Chancengleichheit ist Transparenz: Ein Betriebsklima, das es ermöglicht, offen über Kriterien der Arbeitsbewertung etc. zu sprechen, lässt nur wenig Spielraum für ungerechtfertigte Bevorzugungen. Darüber hinaus können Probleme dadurch schneller erkannt und beseitigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Bahnbrechendes OGH-Urteil</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Meilenstein war das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom Juni 2011, wo klar entschieden wurde, dass Kassierinnen im Handel in der Verwendungsgruppe 3 eingestuft werden müssen – und nicht wie meist praktiziert in Gruppe 2 – da die Arbeit an der Kassa sehr wohl eine schwierige und keine einfache Tätigkeit sei. „Diese Herabstufung von Kassierinnen ist ein klassisches Beispiel für die Geringschätzung von Arbeitsplätzen von Frauen“, kritisiert Marx. Auch ein nur geringer Gehaltsunterschied zu Beginn einer Berufskarriere kann im Laufe der Jahre zu fünfstelligen Summen anwachsen. „Wir haben nachgerechnet, wie viel hundert Euro brutto Unterschied bei der Einstufung nach 20 Jahren ausmachen können“, erklärt die Frauensekretärin, „und auch bei der Nicht-Anrechnung von Vordienstzeiten summiert sich der Verdienstentgang rasch zu erheblichen Summen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einstufung überprüfen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Marx rät daher, bei der Bewerbung sehr genau nach der Begründung zur Einstufung zu fragen und dort, wo es einen Betriebsrat gibt, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Sie appelliert aber auch an die BetriebsrätInnen, hier noch stärker als bisher aktiv zu werden: „Die Mitwirkungsrechte sind vorhanden, sie müssen aber auch gezielt genutzt werden!“</p>
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