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	<title>Wearables &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Virtual Reality am Arbeitsplatz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Clara Fritsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Dec 2019 07:56:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsvereinbarung]]></category>
		<category><![CDATA[Clara Frisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Brille, die Daten einer Maschine ausliest und bei der Reparatur anleitet. Ein Handschuh, der angibt, wo im Lager ein bestimmtes Teil zu finden ist. Wearables, also anziehbare Computer, halten in Form von Arbeitsutensilien Einzug in den ganz normalen Arbeitsalltag.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="685" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-1024x685.png" alt="" class="wp-image-12428" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-1024x685.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-300x201.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-768x514.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/12/eddie-kopp-ZkRVjJivs9Q-unsplash.png 1501w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> Photo by&nbsp;Eddie Kopp&nbsp;on&nbsp;<a href="https://unsplash.com/s/photos/virtual-reality?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText" aria-label="Unsplash">Unsplash</a> </figcaption></figure>



<p><strong>Eine&nbsp;Brille, die Daten einer Maschine ausliest und bei der Reparatur anleitet. Ein&nbsp;Handschuh, der angibt, wo im Lager ein bestimmtes Teil zu finden ist.&nbsp;Wearables, also anziehbare Computer, halten in Form von Arbeitsutensilien Einzug in den ganz normalen Arbeitsalltag.</strong></p>



<span id="more-12418"></span>



<h4 class="wp-block-heading">Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Wearables</h4>



<p>Vor sechs Jahren wurden erstmals Smart Glasses einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Max und Maximiliane Mustermann sollten ihren Alltag durch Brillen mit Kamera, Suchfunktion, Navigation und noch ein paar Extras bereichern – stellte sich google vor. Um diese&nbsp;<a href="https://www.sueddeutsche.de/digital/datenbrillen-wie-google-glass-die-rueckkehr-der-smart-glasses-1.3865436" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="google glasses&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">google glasses&nbsp;</a>ist es mittlerweile wieder relativ ruhig geworden, VirtualReality sind den meisten Menschen wohl eher aus der Welt der Spielkonsolen vertraut. Doch es betraten in den letzten Jahren die&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_HoloLens" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="HoloLense von Microsoft&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">HoloLense von Microsoft&nbsp;</a>oder die verschiedenen&nbsp;<a href="https://www.ubimax.com/de/loesungen/#ar-support" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Smart Glasses von Ubimaxx (öffnet in neuem Tab)">Smart Glasses von Ubimaxx</a>&nbsp;die Bühne. Sie werden in der Arbeitswelt eingesetzt.</p>



<p>Die<a href="http://www.report.at/index.php/blogs/firmen-news/entry/202951-smart-glasses-f%C3%BCr-%C3%B6bb-postbus" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="&nbsp;ÖBB setzt Smart Glasses bei ihren Postbussen ein (öffnet in neuem Tab)">&nbsp;ÖBB setzt Smart Glasses bei ihren Postbussen ein</a>, sodass die Kollegen von er Inspektion nun beide Hände zum Arbeiten frei haben. In der&nbsp;<a href="https://www.devicemed.de/augmented-reality-in-der-medizin-und-darueber-hinaus-a-786104/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Medizin, wo derzeit am meisten mit der Technologie gearbeite (öffnet in neuem Tab)">Medizin, wo derzeit am meisten mit der Technologie gearbeite</a>t wird, wird mit Hilfe von Smart Glasses recherchiert, sterilisiert und operiert.</p>



<p>Die Industrie jubelt, dass ihre&nbsp;<a href="https://industrieanzeiger.industrie.de/technik/fertigung/smart-glasses-helfen-werkzeugbauern-servicezeiten-und-kosten-massiv-zu-senken/" aria-label="Servicezeiten durch Smart Glasses kürzer">Servicezeiten durch Smart Glasses kürzer</a>&nbsp;werden, die Angebote nun noch weniger an Orte gebunden sind und last but not least der Absatz dieser Technologie steigen wird.</p>



<p>Smarte Brillen mit eingebauter Kamera, die bei medizinischen Eingriffen in Echtzeit genaueste Bilder aus dem Körperinneren liefern, oder Handschuhe mit Sensorik und Scannern, die den Lagerarbeiter*innen unnötige Wege ersparen, all das kann die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit unterstützen, kann helfen einzelne Arbeitsschritte besser zu koordinieren und kann Expert*innen hinzuziehen, ohne das diese physisch anwesend sein müssen. Mitunter soll das Tragen von&nbsp;<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Smartglasses" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Smart Glasses bei der Arbeit&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">Smart Glasses bei der Arbeit&nbsp;</a>auch die Körperhaltung verbessern.</p>



<p>Die Wearables haben jedoch auch eine Kehrseite. Smarte Brillen, Smarte Handschuhe &amp; Co sind „ausbaufähig“; sie können die Arbeitsleistung kontrollieren, das Verhalten der Kolleg*innen überwachen, die Arbeitsgeschwindigkeit vorgeben, die Beschäftigten untereinander in Echtzeit vergleichen, Klopausen berechnen (Anm; dies ist eine rein hypothetische Erfindung der Autorin) und nebenbei die Umgebung mit erfassen und vermessen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wearables sind Betriebsvereinbarungspflichtig</h4>



<p>Die meisten Wearables werden eingesetzt, um einzelne Arbeitsschritte genau vorzugeben (z.B. die Reparatur einer Produktionsmaschine) und gegebenenfalls hilfreich einzugreifen (z.B. per Ferndiagnose die passende Reparaturmaßnahme vorgeben). Wearables können jede Menge Daten erfassen (z.B. Bilder der Fehlerquelle direkt aus der Maschine an eine*n Expert*in übertragen aber auch die Kolleg*innen filmen, die sich gerade zufällig in der Umgebung aufhalten). Generell nehmen Wearables eine Menge personenbezogener Daten direkt am Menschen auf (z.B. Stimmlage, Schnelligkeit von Bewegungen, etc.), da sie eng am Körper getragen werden und einen Großteil der Arbeitszeit mitgeführt werden (müssen?). So entsteht eine sehr intensive Kontrollmöglichkeit, die die Menschenwürde berührt. Derartige Instrumente bedürfen somit der Zustimmung durch den Betriebsrat, also den Abschluss einer Betriebsvereinbarung gemäß&nbsp;<strong>§ 96 Absatz 1 Ziffer 3 Arbeitsverfassungsgesetz</strong>.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu klären ist…</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>…der&nbsp;Zweck&nbsp;der Anwendung; z.B. Reparatur, Unterstützung.</li><li>…welche&nbsp;Daten&nbsp;personenbezogen erfasst werden; z.B. die individuellen Einstellungen der Smart Glasses, die</li><li>…was&nbsp;ausgewertet&nbsp;wird? z.B. Dauer der Reparatur</li><li>…wann die Daten wieder&nbsp;gelöscht&nbsp;werden.</li><li>…welche&nbsp;Einsichtsrechte&nbsp;bestehen; Wer liest was mit? Erhält der Hersteller der Wearables bestimmte Daten? Wenn ja, welche?</li><li>…ob die betroffenen Kolleg*innen ausreichend&nbsp;geschult&nbsp;wurden und eine kompetente&nbsp;Ansprechperson&nbsp;für allfällige Nachfragen, Fehlermeldungen, Ausfälle, und Ähnliches zur Verfügung steht</li><li>…welcher&nbsp;Ausgleich für die gesundheitlichen Belastungen&nbsp;, die das Tragen von Wearables mit sich bringt (z.B. Beanspruchung der Nackenmuskulatur durch das zusätzliche Gewicht, Beanspruchung des Auges durch das Einblenden von virtuellen Bildern, etc.), geschaffen wird (z.B. gratis Angebot von Supervision, Freizeittage, bessere ärztliche Angebote, etc.)</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Auszuschließen ist…</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>…eine&nbsp;Leistungserfassung&nbsp;oder daraus abgeleitete Maßnahmen, die die Lohngestaltung oder eine Mitarbeiter*innenbeurteilung betreffen.</li><li>…&nbsp;Rankings&nbsp;aus denen hervorgeht, wer wann wo am schnellsten, effizientesten, kostengünstigsten gearbeitet hat – schon gar nicht in Echtzeit</li><li>… die Erfassung und Auswertung von nicht zweckmäßigen Daten wie beispielsweise der&nbsp;Umgebung&nbsp;(„Beifang“)</li><li>…eine Reduzierung des&nbsp;Personalstands als Auswirkung des Wearable-Einsatzes.</li></ul>



<p>Diese kurze&nbsp;Liste&nbsp;ist nur ein Anfang und bildet die Grundlage für eine Betriebsvereinbarung. Am besten, man setzt sich mit dem / der betriebsbetreuenden Sekretär*in aus der&nbsp;<a href="https://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_3.9/ueber-uns/kontakt" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="GPA-djp&nbsp; (öffnet in neuem Tab)">GPA-djp&nbsp;</a>zusammen und erstellt eine Liste mit Fragen, die genau auf den Betrieb und das dort eingesetzte Wearable abgestimmt ist.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft"><img decoding="async" src="https://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/files/2012/12/muffin.jpg" alt="" class="wp-image-2166"/></figure></div>



<p>Was mitunter praktisch und süß aussieht, muss nicht auch gut schmecken… Mitunter hilft es, sich die&nbsp;Kostenfrage&nbsp;zu stellen um festzustellen, ob Wearables im Betrieb tatsächlich eingeführt werden sollen. Und auf jeden Fall hilft es, die genaue Zusammensetzung und Wirkung zu kennen, bevor man in den Muffin beißt…</p>



<p></p>



<p>Der Beitrag ist erstmals am 13. 12. 2019 am Blog <a rel="noreferrer noopener" href="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/" target="_blank" aria-label="http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/ (öffnet in neuem Tab)">http://arbeitundtechnik.gpa-djp.at/</a> erschienen. </p>
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