<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Berufsschule &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<atom:link href="https://kompetenz-online.at/tag/berufsschule/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 May 2024 12:44:19 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.3</generator>

<image>
	<url>https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/index-1-150x150.png</url>
	<title>Berufsschule &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Jugendvertrauensrat: Ansprechpartner auf Augenhöhe</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2024/05/02/jvr-auva/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrea Rogy]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 12:16:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Stangl]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Rogy]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Erik Lenz]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Unfallversicherung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=20815</guid>

					<description><![CDATA[Die AUVA-Landesstelle Graz hat seit Dezember einen eigenen Vertrauensrat für junge Beschäftigte eingerichtet. Er hilft bei der Integration in den Betrieb und hat ein Ohr für ihre spezifischen Anliegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="782" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-1024x782.jpg" alt="" class="wp-image-20816" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-1024x782.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-300x229.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-150x115.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-768x587.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-1536x1174.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/alexander-Stangl1-2048x1565.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Alexander Stangl ist Jugendvertrauensrat bei der Unfallversicherung in Graz.</strong><br>Foto: privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die AUVA-Landesstelle Graz hat seit Dezember einen eigenen Vertrauensrat für junge Beschäftigte eingerichtet. Er hilft bei der Integration in den Betrieb und hat ein Ohr für ihre spezifischen Anliegen.</strong></p>



<span id="more-20815"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Alexander Stangl ist 21 Jahre alt und als Verwaltungsassistent in der Landesstelle Graz der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) beschäftigt. Obwohl er erst am Beginn seines Arbeitslebens steht, interessiert er sich „sehr dafür, andere Beschäftigte zu unterstützen: Ich höre gerne anderen Menschen zu und helfe, wo ich kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Kindern und Jugendlichen hat Stangl immer schon gerne gearbeitet, zunächst als Fußball-Jugendtrainer, aktuell engagiert er sich als Vorstandsmitglied bei der Katholischen Jugend: „Ich nehme die Probleme junger Leute ernst und weil ich selbst noch jung bin, kann ich mich gut in ihre Lebenswelten und Problemlagen hineinversetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Dezember ist Stangl der erste und bislang einzige Jugendvertrauensrat innerhalb der Unfallversicherung, dabei hat er rasch die Erfahrung gemacht, dass „junge Arbeitnehmer:innen in manchen Fällen lieber mit einem jungen Belegschaftsvertreter sprechen, als mit etablierten Betriebsrät:innen: Es plaudert sich oft ungezwungener, wenn man in einem ähnlichen Alter ist.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erste konkrete Hilfestellung für Berufsschüler:innen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als erste Initiative hat Stangl versucht, allen Lehrlingen in der Landesstelle die Teilnahme am jährlichen Betriebsausflug der AUVA zu ermöglichen: „Das Problem war, dass die Jugendlichen im Normalfall immer erst sehr kurzfristig erfahren, wann sie in die Berufsschule einberufen werden – meist erst zwei bis drei Wochen davor. Wenn sich diese Termine dann mit dem Betriebsausflug überschneiden, können die jungen Kolleg:innen nicht mitfahren.“ Auch die Urlaubsplanung würde so erschwert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das sei aus Sicht von Stangl aber „sehr schade, denn gerade im ungezwungenen Rahmen eines Betriebsausfluges lernt man die Kolleg:innen auf einer sehr persönlichen Ebene kennen und knüpft wichtige berufliche Kontakte: Ich habe Kontakt mit der Berufsschule aufgenommen und versucht, die Kurszeiten früher in Erfahrung zu bringen.“ Da die Schule diese Termine nicht bekanntgeben konnte, fragte Stangl bei der Bildungsdirektion nach und vereinbarte im Sinne der Lehrlinge, dass diese „zu Beginn des Lehrganges anrufen können um zu erfahren, wann ihre Schulzeiten voraussichtlich eingeteilt sind: Das macht eine Teilnahme am Betriebsausflug sowie die Urlaubsplanung schon ein wenig leichter.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich kümmere mich um die Anliegen aller jungen Mitarbeiter:innen, die mit mir ins Gespräch kommen möchten.“</p>
<cite>Alexander Stangl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Welche Mitarbeiter:innen mit ihren Anliegen zu Stangl kommen können, ist nicht ganz genau definiert, er selbst fühlt sich „für die Probleme aller Kolleg:innen zuständig, die Orientierung, Information oder konkrete Unterstützung brauchen: Ich habe ein offenes Ohr für alle jungen Mitarbeiter:innen. Neben unseren vier Lehrlingen fühle ich mich auch für die ausgelernten Kolleg:innen und alle, die noch recht jung sind, zuständig.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei regelmäßigen Besuchsrunden in den verschiedenen Abteilungen versucht Stangl „ein Gefühl für Themen zu bekommen, die junge Mitarbeiter:innen beschäftigen: Ich will einen guten Kontakt zu allen haben und ein Gespür dafür bekommen, was die Kolleg:innen so brauchen.“ Auch die gegenseitige Vernetzung spiele dabei eine große Rolle, weshalb Stangl noch im Mai eine persönliche Gesprächsrunde mit allen jungen Mitabeiter:innen abhalten möchte: „So können sich Leute aus unterschiedlichen Abteilungen kennenlernen und jene zwei Lehrlinge, die gerade ein Modul in der Berufsschule absolviert haben, können über ihre Erfahrungen berichten.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Derartige Treffen, die in der Dienstzeit abgehalten werden sollen, dienten „dem Austausch und der Orientierung im Unternehmen, aber auch der Intensivierung persönlicher Kontakte: Ich finde es wichtig, dass wir neben der Arbeit auch eine menschliche Ebene zu Kolleg:innen finden um uns zu vernetzen und voneinander zu lernen.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ich frage die Kolleg:innen gerne, wie es ihnen geht. Wenn man an ehrlichen Antworten interessiert ist, bekommt man die Probleme auch zu hören.“</p>
<cite>Alexander Stangl</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Stangl geht mit viel Elan an seine Tätigkeit heran, potentielle Reibungsflächen zur Geschäftsführung schrecken ihn nicht: „Betriebsrat und Unternehmensführung ziehen bei uns an einem Strang und arbeiten gut zusammen. Obwohl wir unterschiedliche Herangehensweisen haben, wollen wir für alle auftauchenden Probleme eine gemeinsame Lösung finden. Ich spüre da kein Gegeneinander, sondern ein Miteinander.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Stangl, der in seiner Freizeit gerne Fußball spielt und neben dem Job die Matura nachholen möchte, ist auch „langfristig bereit, sich für Kolleg:innen einzusetzen: Ich möchte eine Person sein, die zuhört, anpackt und hilft: Es braucht Menschen, die man kontaktieren kann, wenn es Probleme im Betrieb gibt und die dann helfen, eine Lösung zu finden. Das ist eine sehr wichtige Arbeit.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Funktion eines Jugendvertrauensrates ist für den motivierten jungen Mann daher „ein erster wichtiger Schritt, der mir die Türe zur weiteren betriebsrätlichen Arbeit öffnet: Ich bin bereit, mich für meine Kolleg:innen einzusetzen.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Jugendvertrauensrat als erste Stufe betriebsrätlicher Arbeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Unterstützung bekommt Stangl dabei vom Betriebsratsvorsitzenden der AUVA-Landesstelle Graz, Markus Lippitsch, der den Jugendvertrauensrat „zu den Betriebsrats-Sitzungen einlädt, damit er Inputs bekommt, mit wichtigen Themenstellungen in Berührung kommt und viele Eindrücke gewinnt: Er ist für mich ein wichtiges Bindeglied zu den jungen Arbeitnehmer:innen.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="731" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-1024x731.jpg" alt="" class="wp-image-20819" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-1024x731.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-300x214.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-150x107.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-768x549.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-1536x1097.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2024/05/Markus-Lippitsch_PORTRAIT_SFG_GRUENDERMESSE_0035-2_a-2048x1463.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Für den Betriebsratsvorsitzenden der AUVA-Landesstelle Graz, Markus Lippitsch, ist der Jugendvertrauensrat ein wichtiges Bindeglied zwischen der Belegschaftsvertretung und allen jungen Kolleg:innen im Betrieb.</strong><br>Foto: SFG Gründermesse</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Um langfristig als Belegschaftsvertretung zusammenzuwachsen, sei „eine stetige Unterstützung des Jugendvertrauensrates durch den Betriebsrat wichtig und wegweisend: Es geht hier um eine kleine Gruppe an Beschäftigten, die mit dem jungen Vertrauensrat leichter ins Gespräch kommt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kontaktpflege zu den Lehrlingen und Berufsschülern sieht Lippitsch als „wichtigen Baustein unserer betriebsrätlichen Arbeit: Da findet eine sehr lebendige Kommunikation statt. Alexander hat sein Ohr wirklich nahe bei der Jugend und kann Probleme sehr rasch zu mir tragen.“ Auch Fortbildungen könne der junge Betriebsrat absolvieren, für Lippitsch eine „wichtige Vorstufe im Werdegang zum Betriebsrats: Ein Jugendvertrauensrat kommt mit der Gewerkschaft in Kontakt und ist während seiner zweijährigen Funktionsperiode ein wichtiger Multiplikator für Jugendliche, die selbst Interesse haben, sich als Belegschaftsvertreter:in zu engagieren.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Idee eines Konzern-Jugendvertrauensrats fände Lippitsch „attraktiv, vorerst werde das Konzept an einzelnen Standorten ausgebaut: Jugendvertrauensräte für die Unfallkrankenhäuser in Graz und in Klagenfurt sind angedacht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Vorsitzende des AUVA-Zentralbetriebsrates, Erik Lenz findet es gut, dass „junge Arbeitnehmer:innen in der Unfallversicherung durch eine besondere Vertrauensperson speziell unterstützt werden: So können unsere Lehrlinge noch reibungsloser in die Betriebsstruktur integriert werden.“ Lenz ist sicher, dass „jugendliche Beschäftigte in der AUVA durch einen Jugendvertrauensrat auf vielen Ebenen profitieren: Wir wollen dieses wichtige Bindeglied zur etablierten Belegschaftsvertretung auch in der Hauptstelle in Wien möglichst rasch realisieren.“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph">Die <strong>GPA Jugend</strong> ist die laute Stimme für Fairness in der Arbeitswelt: faire Arbeitszeiten, faire Entlohnung und eine gute Ausbildung! Wende dich an uns, wenn du Fragen zu deinen Rechten hast oder wenn du einen JVR gründen willst.<strong><br>050301/21510 oder jugend@gpa.at</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<h4 class="wp-block-heading">Lerne noch weitere engagierte Betriebsrät:innen und Jugendvertrauensrät:innen kennen</h4>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-kompetenz-online wp-block-embed-kompetenz-online"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="J2Nvvv1x9m"><a href="https://kompetenz-online.at/2024/04/09/gemeinsam-sind-wir-staerker/" aria-label="Gemeinsam sind wir stärker">Gemeinsam sind wir stärker</a></blockquote><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Gemeinsam sind wir stärker&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2024/04/09/gemeinsam-sind-wir-staerker/embed/#?secret=2iH5gtsPEj#?secret=J2Nvvv1x9m" data-secret="J2Nvvv1x9m" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-kompetenz-online wp-block-embed-kompetenz-online"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="XHbnKOZCzA"><a href="https://kompetenz-online.at/2023/07/25/eine-engagierte-stimme-fuer-ihre-kolleginnen/" aria-label="Eine engagierte Stimme für ihre Kolleg:innen">Eine engagierte Stimme für ihre Kolleg:innen</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Eine engagierte Stimme für ihre Kolleg:innen&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2023/07/25/eine-engagierte-stimme-fuer-ihre-kolleginnen/embed/#?secret=z5Y1iTDClB#?secret=XHbnKOZCzA" data-secret="XHbnKOZCzA" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>



<figure class="wp-block-embed is-type-wp-embed is-provider-kompetenz-online wp-block-embed-kompetenz-online"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="YE8xJXbke9"><a href="https://kompetenz-online.at/2023/07/05/die-jugendarbeit-ist-vielfaeltig-und-sehr-wertschaetzend/" aria-label="„Die Jugendarbeit ist vielfältig und sehr wertschätzend!“">„Die Jugendarbeit ist vielfältig und sehr wertschätzend!“</a></blockquote><iframe loading="lazy" class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;„Die Jugendarbeit ist vielfältig und sehr wertschätzend!“&#8220; &#8212; KOMPETENZ-online" src="https://kompetenz-online.at/2023/07/05/die-jugendarbeit-ist-vielfaeltig-und-sehr-wertschaetzend/embed/#?secret=njoqRTZIqR#?secret=YE8xJXbke9" data-secret="YE8xJXbke9" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe>
</div></figure>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Die Lehre muss aufgewertet werden!“</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/08/10/die-lehre-muss-aufgewertet-werden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2022 15:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bank Austria]]></category>
		<category><![CDATA[Banken]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre mit Matura]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Mohab Finjan]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18688</guid>

					<description><![CDATA[Als Vorsitzender des Jugendvertrauensrates vertritt Mohab Finjan zusammen mit seinem JVR-Team die Lehrlinge der Bank Austria. Wichtige Anliegen sind ihm das Ansehen der Lehrausbildung und die Lehre mit Matura.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-1024x683.png" alt="" class="wp-image-18689" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/M_Finjan_KO.png 1288w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als Vorsitzender des <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Jugendvertrauensrates (öffnet in neuem Tab)">Jugendvertrauensrates</a> vertritt Mohab Finjan zusammen mit seinem JVR-Team die Lehrlinge der Bank Austria. Wichtige Anliegen sind ihm das Ansehen der Lehrausbildung und die Lehre mit Matura.</strong></p>



<span id="more-18688"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„Eine Lehre ist eine vollwertige Berufsausbildung. Lehrlinge leisten nicht weniger als Schüler, finden aber nicht die gleiche Anerkennung“, findet Mohab Finjan (19), fertig gelernter Bankkaufmann in der Bank Austria. Rund 80 Lehrlinge werden in der Bank Austria derzeit ausgebildet. Finjan vertritt ihre Anliegen als Vorsitzender des <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Jugendvertrauensrates (öffnet in neuem Tab)">Jugendvertrauensrates</a>. Er selbst hat vor knapp einem Jahr seine Lehre erfolgreich abgeschlossen und arbeitet in einer Filiale in Wien. Bereits 2018 wurde er in den Jugendvertrauensrat gewählt, seit Frühjahr 2021 hat er den Vorsitz inne.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Neues Team im JVR</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als er den Vorsitz übernahm, erzählt Finjan, konnte er ein ganz neues Team auf die Beine stellen – und das in seinem dritten Lehrjahr, kurz vor der Lehrabschlussprüfung. „Das war dann schon zeitweise ein bisschen stressig“, erinnert er sich. Das JVR-Team ist ausgewogen, darauf legt er großen Wert: jeweils vier junge Frauen und Männer, und Lehrlinge aus den Bundesländern sind natürlich auch mit dabei. Mit ihm selbst sind sie insgesamt acht JugendvertrauensrätInnen, vier ordentliche und vier Ersatzmitglieder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Jedes Anliegen soll gehört werden, alle sollen sich vertreten fühlen, das ist mir einfach wichtig“, betont er. Außerdem hat er darauf geachtet, dass jede/r im JVR-Team zwei Einsatzperioden mitmachen kann, damit die Zusammenarbeit gut klappt. Einmal im Monat findet eine Teamsitzung statt, egal unter welchen Umständen. Während Corona lief das via Skype, jetzt treffen sich alle wieder am Campus der Bank Austria am Rothschildplatz, und die Bundesländer werden elektronisch dazugeschaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Finjan hat seine Lehre mit 15 begonnen. Als Klassensprecher war er gewohnt, den Mund aufzumachen, wenn etwas nicht rund lief. Mit dem alten JVR-Vorsitzenden hatte er sich gut verstanden, der holte ihn dann auch ins Team. „Als Jugendvertrauensrat hast du ein offenes Ohr für alle Sorgen und Probleme der Lehrlinge und jungen KollegInnen. Mir persönlich ist es wichtig, dass die Lehrausbildung als solche aufgewertet wird. Wir sind die Fachkräfte von morgen“, umreißt Finjan seine Rolle als Jugendvertrauensrat.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><a href="https://kompetenz-online.at/2022/05/02/unterricht-in-der-arbeitszeit-macht-lehre-mit-matura-attraktiver/" aria-label="Lehre mit Matura">Lehre mit Matura</a></h4>



<p class="wp-block-paragraph">In der Bank Austria, hebt er hervor, funktioniert das Zusammenspiel zwischen Personalabteilung, <a href="https://kompetenz-online.at/2020/03/17/das-corona-virus-hat-die-kollektivvertragsverhandlungen-massiv-beeinflusst/" aria-label="Betriebsrat">Betriebsrat</a> und Jugendvertrauensrat hervorragend. Es gibt einen wöchentlichen Austausch, und das Unternehmen nimmt die Betreuung der Lehrlinge sehr ernst. „Das ist Gold wert in einem Betrieb“, betont Finjan.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Jedes Anliegen soll gehört werden, alle sollen sich vertreten fühlen, das ist mir einfach wichtig“</p><cite>Mohab Finjan</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel dafür, welche Türen so eine gute Zusammenarbeit öffnen kann, ist die Lehre mit Matura. Ein Thema, für das sich die<a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="GPA (öffnet in neuem Tab)"> GPA </a>derzeit bundesweit stark macht. „Bei uns ist es schon seit mehreren Jahren möglich, sich die Lernzeit in der Maturaschule als Arbeitszeit anrechnen zu lassen“, erzählt Finjan. Wer also abends z.B. drei Stunden in der Maturaschule Kurse besucht, bekommt diese Stunden gutgeschrieben. Die <a href="https://kompetenz-online.at/2022/01/31/meilenstein-fuer-lehrlinge/" aria-label="Lehre mit Matura">Lehre mit Matura</a> wird von den Lehrlingen im Unternehmen gut angenommen: Rund 40 Prozent lernen für den zusätzlichen Abschluss. Für viele ist es auch ein gutes Argument, ihre Lehre bei der Bank Austria zu beginnen. Diese Qualifikation, findet Finjan, „ist eine enorme Aufwertung der Ausbildung bei uns in der Bank. Ich würde mir wünschen, dass mehr Betriebe ein solches Angebot schaffen!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zwei Jahre Pandemie</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Während des ersten Corona-Jahrs war Finjan selbst noch Berufsschüler. „Es war extrem anstrengend“, erinnert er sich, „die Lernzeit in der Berufsschule für die Lehrabschlussprüfung hat gefehlt, daher war es um einiges schwieriger, sich auf die Prüfung vorzubereiten. Distance Learning ist da einfach nicht das gleiche.“ Auch in der Bank haben keine Seminare oder Kurse stattgefunden. „Das war ein wichtiger Lernaspekt, der plötzlich gefehlt hat. Dazu kommt, dass man sich sehr viel selbst beibringen musste, es gab ja keine Treffen oder Vernetzung.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Krankenstände und die Quarantäne machten den Lehrlingen zu schaffen: Da die Banken geöffnet blieben, musste oft Eingesprungen und Ausgeholfen werden, denn die Kundenfrequenz blieb hoch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aktuell arbeitet die Bank Austria daran, dass sich nach den langen Pandemie-Monaten endlich alle Lehrlinge in der Bank untereinander kennenlernen. Der Austausch, auch jahrgangsübergreifend, sollte eigentlich selbstverständlich sein, doch in den letzten beiden Jahren kam das viel zu kurz. Das große Projekt für diesen Sommer: eine Woche Ende August für alle Lehrlinge in der Bank Austria-Academy am Kaiserwasser in Wien zu organisieren. „Für alle Lehrlinge aus ganz Österreich natürlich!“, erzählt Finjan. „Damit wir uns endlich mal zu allen wichtigen Themen untereinander austauschen können.“ Der JVR hat durch die tolle Zusammenarbeit mit der Firmenleitung die Möglichkeit, einen Tag dieser Woche als Sporttag für alle anwesenden Lehrlinge zu gestalten. Dazu gehören gemeinsame Freizeit, Wassersport am Kaiserwasser und nach einer Ehrung der diesjährigen positiven Absolventen der Lehrabschlussprüfung ein Grillfest zum Abschluss. „Das ist einfach eine tolle Möglichkeit, die den Lehrlingen und dem JVR geboten wird“, freut sich Finjan.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ansehen der Lehre</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vorsitzender des Jugendvertrauensrates ist er schon delegiert im Betriebsrat, wenn auch noch nicht stimmberechtigt. Betriebsrat, wäre das ein Wunsch für später? „Natürlich würde mich das interessieren. Noch liegen aber vier Jahre als Jugendvertrauensrat vor mir, und da habe ich noch viele Pläne!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein zentrales Anliegen ist ihm der Stellenwert der Lehre, dafür möchte er sich in den nächsten Jahren stark machen. „Was Lehrlinge leisten, das findet in unserer Gesellschaft zu wenig Ansehen. Da ist noch viel zu tun!“ Generell findet er es sehr wichtig, dass junge Menschen eine gute Interessenvertretung haben, auch SchülerInnen und StudentInnen. „Wir sind die FacharbeiterInnen und Führungskräfte von morgen, und wir sind das Potential für die Wirtschaft.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Daher ist Finjan auch in der GPA aktiv. Dazu gehört zuallererst, die Anliegen der Gewerkschaft unter die Leute zu bringen. Was genau macht die Gewerkschaft, wofür handeln und kämpfen wir gemeinsam? Drei der vier JugendvertrauensrätInnen in seinem Team sind im Vorstand der GPA Jugend Wien aktiv, und außerdem auch im Vorstand der FSG Jugend. Im Betrieb organisieren Finjan und sein Team Jugendversammlungen, um gewerkschaftliche Themen den Lehrlingen näher zu bringen – und natürlich auch, um neue Mitglieder zu werben: „Darin liegt unsere Verhandlungsmacht als ArbeitnehmerInnenvertretung! Ich schätze mal, acht von zehn Lehrlingen bei uns sind Gewerkschaftsmitglieder“, berichtet Finjan stolz.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Zur Person:</strong><br>Neben einem arbeitsintensiven Vollzeitjob, seiner Tätigkeit als Jugendvertrauensrat und seinem Engagement in der Gewerkschaft bleibt Mohab Finjan recht wenig Freizeit. Er schätzt jedoch die Zeit nach zwei intensiven Jahren Pandemie und steht den kommenden Jahren optimistisch gegenüber: „Es ist einfach großartig, nicht mehr ständig Abhängigkeit zu verspüren und in den vier Wänden sitzen zu müssen, eigene Entscheidungen zu treffen und sich als Person selber in der Gesellschaft zu etablieren. Jedoch bleibt das schönste momentan, draußen sein zu können und meine Liebsten zu treffen, das ist meine größte Motivation!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wozu&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" aria-label="JugendvertrauensrätInnen (öffnet in neuem Tab)">JugendvertrauensrätInnen</a>?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehrlinge (öffnet in neuem Tab)">Lehrlinge</a> und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeiten und Ausbildung.<br>So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass du gehört wirst und sind deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Jugendliche ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge dürfen auch während ihrer Arbeitsszeit mit Problemen und Anregungen zum/zur JugendvertrauensrätIn gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JugendvertrauensrätInnen sind meist selbst mitten in der Ausbildung oder haben diese gerade erst abgeschlossen. Genau darum Wissen sie auch wo der Schuh drückt und können deine Interessen bestens vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Technikerin mit Softskills</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/08/05/technikerin-mit-softskills/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2022 11:22:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2022/03]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[AUA]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Austrian Airlines]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Chiara-Alena Lintner]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre mit Matura]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18655</guid>

					<description><![CDATA[Chiara-Alena Lintner, angehende Mechatronikerin bei der AUA, liebt ihren abwechslungsreichen Beruf. Als Vorsitzende des Jugendvertrauensrates setzt sie sich mit viel Engagement für die Lehrlinge ein und hat in einer fragilen Branche geholfen, sie gut durch die Pandemie zu bringen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-18656" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/chiara_01_WEB.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: AK</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Chiara-Alena Lintner, angehende Mechatronikerin bei der AUA, liebt ihren abwechslungsreichen Beruf. Als Vorsitzende des <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Jugendvertrauensrates (öffnet in neuem Tab)">Jugendvertrauensrates</a> setzt sie sich mit viel Engagement für die <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" aria-label="Lehrlinge">Lehrlinge</a> ein und hat in einer fragilen Branche geholfen, sie gut durch die Pandemie zu bringen.</strong></p>



<span id="more-18655"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Chiara-Alena Lintner (23) absolviert ihr drittes Lehrjahr in Mechatronik und Fertigungstechnik bei den Austrian Airlines am Flughafen in Schwechat. Vor Beginn ihrer Lehre hat sie bereits die Matura abgelegt, im nächsten Februar wird sie zur Lehrabschlussprüfung antreten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Begonnen hatte Lintner eine Lehre als Flugzeugtechnikerin, dann kam Corona und plötzlich stand alles still. Mittels staatlicher Unterstützung und Kurzarbeit rettete man die Arbeitsplätze, aber würden junge FlugzeugtechnikerInnen weiterhin Jobs finden? „Mit dieser Ausbildung hast du außerhalb der AUA in Österreich keinen Arbeitsmarkt. Daher schien es uns allen sinnvoll, die Lehrlingsausbildung neu aufzustellen“, erzählt Lintner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die AUA-Lehrlinge folgen nun der Berufsschulausbildung für Mechatronik und Fertigungstechnik. Im Betrieb werden die Module für die Wartungslizenz durchgenommen. MechatronikerInnen haben in vielen Branchen beste Jobaussichten, und die Ausbildung als solche konnte auf diesem Weg inhaltlich optimiert werden.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Mit dieser Ausbildung hast du außerhalb der AUA in Österreich keinen Arbeitsmarkt. Daher schien es uns allen sinnvoll, die Lehrlingsausbildung neu aufzustellen.“</p><cite>Chiara-Alena Lintner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">„Im Jugendvertrauensrat war das natürlich ein wichtiges Thema“, erinnert sich Lintner. „Anfangs waren viele Lehrlinge verunsichert, weil sie befürchteten, womöglich nicht die Ausbildung zu bekommen, für die sie sich beworben hatten. Aber am Ende war der Beschluss einstimmig &#8211; es war die richtige Entscheidung.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ausbildung bei der AUA</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Als Jugendvertrauensrat bei der AUA, beschreibt Lintner, ist man bestens aufgehoben: „Freistellungen für Kurse sind nie ein Problem und wir haben ein hervorragendes Verhältnis zu den Vorgesetzten.“ Das mag auch daran liegen, dass im Unternehmen ein starker Betriebsrat fest verankert ist, der den Jugendvertrauensrat unterstützt. „Trotzdem ist es wichtig, dass es auch einen eigenen Jugendvertrauensrat gibt, der die spezifischen Probleme der Lehrlinge und jungen MitarbeiterInnen versteht und ihre Anliegen vertritt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lehrstellen bei der AUA waren immer heiß begehrt – Flugzeugtechnik ist eben doch ein Beruf mit einem gewissen Etwas. Vor Corona bewarben sich jährlich rund 300 KandidatInnen, seit der Pandemie sind es etwas weniger. Zehn bis zwölf Lehrlinge werden jedes Jahr mittels eines Assessmentcenters ausgewählt. Insgesamt sind derzeit rund 30 Lehrlinge in Ausbildung, üblicherweise werden alle Lehrlinge, sobald sie die Lehrabschlussprüfung abgelegt haben, vom Betrieb übernommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Die Lehre war während Corona natürlich nicht das gleiche. Als die Flugzeuge am Boden waren, gab es einfach zu wenig zu tun, sowohl bei der Wartung, als auch in den Werkstätten. Seither hat sich alles zum Glück wieder normalisiert“, beschreibt Lintner die vergangenen Monate.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie geht es weiter nach der Lehre? „Flugzeugwartung“, sagt Lintner, „ist ein Beruf, bei dem man ständig weiterlernen muss. Schon allein weil immer wieder neue Flugzeugtypen auf den Markt kommen.“ Während der Lehre belegt man Kurse für die sog. ‚Cat-A-Lizenz’, einem Zertifikat, das zu bestimmten Wartungsarbeiten berechtigt. Dafür sind etliche Module in Fächern wie Mathematik, Physik und Elektrotechnik notwendig, ebenso wie Praxisnachweise nach der Lehrzeit u.a.m. Danach kann man sich mittels weiteren Lizenzen spezialisieren. „Das dauert alles zehn Jahre und mehr“, erklärt Lintner, „Flugzeugtechnik ist anspruchsvoll, aber auch sehr abwechslungsreich.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Die Lehre war während Corona natürlich nicht das gleiche. Als die Flugzeuge am Boden waren, gab es einfach zu wenig zu tun, sowohl bei der Wartung, als auch in den Werkstätten. Seither hat sich alles zum Glück wieder normalisiert.“</p><cite>Chiara-Alena Lintner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besonderheit ist, dass alle Lehrlinge neben ihrer Lehre auch die Matura ablegen. Die Maturakurse finden während der Arbeitszeit statt, die LehrerInnen kommen sogar in den Betrieb, z.T. finden auch Maturaprüfungen im Betrieb statt. Das alles ist für die Lehrlinge kostenlos. „Mathematik ist bei uns ein zentrales Fach, und auch Englisch müssen wir ohnehin alle lernen, in unserer Branche ist gutes Englisch einfach ein Muss“, erklärt Lintner. Daher lernen alle zusätzlich noch für die Matura. Wer gute Noten hat, kann sich überdies auch für Erasmus für Lehrlinge bewerben und für eine Zeitlang ins Ausland gehen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Frauen in der Flugzeugtechnik</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In Lintners Lehrjahr sind drei Mädchen, insgesamt sind sie unter den Lehrlingen zu fünft. „Wir werden als Frauen vom Unternehmen sehr gut unterstützt. Mobbing oder sexuelle Übergriffe können z.B. gemeldet werden, die Fälle werden geprüft und gelöst“, lobt Lintner den Umgang mit etwaigen Problemen. „Dass es hier gute Vorkehrungen bzw. Maßnahmen gibt liegt wohl auch daran, dass wir generell im Betrieb eine gute Fehlerkultur haben. Wir gehen offen damit um. Es ist nicht schlimm, wenn Fehler passieren – schlimm wäre es nur, sie zu vertuschen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr Mädchen in technische Lehrberufe zu bringen, wie funktioniert das? Das Unternehmen geht auf junge Frauen zu, indem es z.B. auf Berufsmessen aktiv um Mädchen wirbt. Insgesamt besteht im technischen Bereich allerdings noch Nachholbedarf, die Mehrheit der Beschäftigten in der Technik sind nach wie vor Männer. „Es werden übrigens keine ‚Quotenmädchen’ aufgenommen!“, fügt Lintner hinzu, „Alle Lehrlinge müssen durchs Assessmentcenter, wo überprüft wird, ob ein Lehrlinge für den Beruf geeignet ist.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass weibliche Techniker mittlerweile normal sind, bemerkt man auch an Kleinigkeiten wie neuer Arbeitskleidung. „Unsere Polos sind unisex, aber die Hosen gibt es nun mit Damenschnitt. Nur die Jacken sind noch ein wenig zu groß“, beschreibt Lintner.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das vorgestrige Argument, Frauen hätten zu wenig Kraft für technische Berufe, widerlegt die junge Frau mit links: „Ja, für manche Tätigkeiten braucht es Kraft. Aber für andere muss man klein und flexibel sein, z.B. wenn wir zum Arbeiten in enge Räume klettern müssen, das kommt bei der Flugzeugwartung öfter vor. Und da bin ich als eher zierliche Frau dann im Vorteil! Die Mischung macht’s aus – in einem guten Team brauchen wir Leute mit verschiedenen Fähigkeiten, und eben auch mit unterschiedlicher Größe und Kraft.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Jugendvertrauensrätin</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kandidatur für den Jugendvertrauensrat war eine eher spontane Entscheidung. „Da ich sehr kommunikativ bin, war ich oft der Kummerkasten und habe bei Konflikten vermittelt“, erinnert sich Lintner. Als dann im zweiten Lehrjahr die JVR-Wahlen anstanden, machte sie aus ihrem Talent einen offiziellen Auftrag. Und seit der diesjährigen Neuwahl ist sie nun auch die frisch gebackene Vorsitzende des Jugendvertrauensrates! Mit mittlerweile 23 geht sich altersmäßig genau noch eine Periode aus, und so bleibt genug Zeit für eine geordnete Übergabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Großteil der Probleme, die es zu lösen gilt, beschreibt Lintner eher als Mediationsarbeit, nicht als offene Konflikte mit Vorgesetzten oder dem Unternehmen. So stellte sich bei einem Lehrling nach plötzlicher Erkrankung die Frage, wie und ob dieser seine Lehre abschließen könne. Bei einem anderen Fall war es notwendig das Verhalten der Lehrlinge untereinander zu verbessern. „Solche Probleme zu lösen ist knifflig, zeitintensiv und verlangt viel Fingerspitzengefühl“, umreißt Lintner ihre Arbeit. „In den JVR-Schulungen lernen wir viel Arbeitsrecht, aber ich brauche eigentlich mehr Softskills, da ich vor allem lernen muss, mit Menschen gut umzugehen. Das wichtigste ist, ein offenes Ohr für alle zu haben!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Verdienst</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eins steht fest: Wer als Technik-Lehrling bei der AUA arbeitet, der tut es nicht der hohen Bezahlung wegen. Denn die Lehrlingsentschädigung, kritisiert Lintner, ist leider doch ein Wermutstropfen in der ansonsten hervorragenden Ausbildung. „Wer diese Lehre absolviert und in dieser Branche arbeitet, der macht es aus Leidenschaft und Überzeugung.“ Derzeit muss man nach der Lehre nicht auf Plätze im Betrieb warten. Aufgrund einer Pensionierungswelle werden Stellen für junge ArbeitnehmerInnen frei. Man hat daher gute Chancen auf ein rasches Vorankommen auf der Karriereleiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Corona brachte ein Krisenpaket und einen Gehaltsverzicht mit sich. Bis 2024 wird auf jeden Fall noch gespart. „Aber danach werden wir bei den KV-Verhandlungen ordentlich Druck machen, denn so kann es nicht bleiben“, verspricht Lintner.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Gewerkschaft</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewerkschaft ist im Unternehmen fest verankert. Fast alle Lehrlinge sind Gewerkschaftsmitglieder – das gehört bei uns einfach dazu“, findet Lintner. „Wir haben einen sehr starken Betriebsrat, und zwischen Betriebsrat und Jugendvertrauensrat herrscht Einigkeit. Von der Gewerkschaft bekommen wir jederzeit Hilfe und Unterstützung. Lehrlinge, die neu zu uns kommen, verstehen bei Problemen immer sofort, warum das so wichtig ist!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was auf ihrer Agenda steht für ihre nächste Periode als Jugendvertrauensrätin: „Wenn wieder eine Krise kommt, so wie Corona, und der Betrieb aus welchem Grund auch immer stillsteht: Wir brauchen einen besseren Notfallplan für die Lehrlinge! Natürlich war der Stillstand eine Katastrophe für die Airline. Jeder Tag, an dem die Flugzeuge am Boden bleiben, bedeutet enorme Kosten.“ Doch aus solchen Situationen, argumentiert Lintner, lernt man auch. „Jugendliche müssen aufgefangen werden, die Ausbildung muss weiterlaufen. Es gab während der Pandemie zu große Defizite, das hatte auch psychische Folgen, gerade für junge Menschen. Daher brauchen wir einen besseren Plan für den Ernstfall, für eine schnellere und effektivere Zusammenarbeit.“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Zur Person: </strong><br>Chiara-Alena Lintner wohnt im Burgenland und legt täglich einen ziemlich weiten Weg an ihren Arbeitsplatz zurück. Das lässt ihr im Alltag wenig Freizeit. An den Wochenenden genießt sie die Natur direkt vor der Haustür, die Weinwanderwege, und auch die Sportmöglichkeiten als Ausgleich zur Arbeit. Ihr liebstes Hobby sind ihre Tiere: Nach und nach haben sich eine Cockerspaniel-Hündin, zwei Katzen, zwei Meerschweinchen und kürzlich auch zwei Welpen eingefunden. Mit viel Begeisterung betreut sie zu Hause ihren kleinen Zoo.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wozu <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="JugendvertrauensrätInnen (öffnet in neuem Tab)">JugendvertrauensrätInnen</a>?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeiten und Ausbildung.<br>So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass du gehört wirst und sind deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Jugendliche ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge dürfen auch während ihrer Arbeitsszeit mit Problemen und Anregungen zum/zur JugendvertrauensrätIn gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JugendvertrauensrätInnen sind meist selbst mitten in der Ausbildung oder haben diese gerade erst abgeschlossen. Genau darum Wissen sie auch wo der Schuh drückt und können deine Interessen bestens vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Auf sich allein gestellt</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/08/01/auf-sich-allein-gestellt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2022 13:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Elektro- und Elektronikindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Pascal Dietrich]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18649</guid>

					<description><![CDATA[Pascal Dietrich konnte heuer seine Lehrabschlussprüfung ablegen und ist nun Elektroniker. Hätte er sich als Jugendvertrauensrat allerdings nicht um die Prüfungsanmeldung und Vorbereitung auf die Prüfungsinhalte gekümmert, wären er und drei Kollegen wohl noch immer Lehrlinge.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-18650" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-1536x1024.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/08/DSC_1382.jpg 1620w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Pascal Dietrich konnte heuer seine Lehrabschlussprüfung ablegen und ist nun Elektroniker. Hätte er sich als <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Jugendvertrauensrat (öffnet in neuem Tab)">Jugendvertrauensrat</a> allerdings nicht um die Prüfungsanmeldung und Vorbereitung auf die Prüfungsinhalte gekümmert, wären er und drei Kollegen wohl noch immer Lehrlinge.</strong></p>



<span id="more-18649"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn der Name Osram fällt, dann denken viele vor allen an eines: Glühbirnen. Die Produktion von Leuchtmitteln macht aber nur einen kleinen Teil der Produktpalette von Ams Osram aus, erklärt Pascal Dietrich. Das Unternehmen sei vor allem in der Halbleitertechnik stark. Dietrich hat heuer seine Elektronik-Lehre mit Schwerpunkt Mikrotechnik abgeschlossen und ist nun im Werkt in Unterpremstätten als Facharbeiter in der Wartung von Maschinen eingesetzt. Rund 1.500 MitarbeiterInnen sind hier tätig, davon sind derzeit neun in der <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehrausbildung (öffnet in neuem Tab)">Lehrausbildung</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dietrich arbeitet gerne bei Ams Osram. Vor der Lehrausbildung hat er ein Jahr lang eine HTL für Automatisierungstechnik besucht, „aber der Beruf hat mir nicht so zugesagt“. In der Elektronik fühlt er sich dagegen wohl. Und sowohl Arbeitsklima als auch Bezahlung seien gut, betont Dietrich.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Entschluss Jugendvertrauensrat zu werden</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne ist er auch für den Jugendvertrauensrat tätig, dem er seit Oktober 2021 als Vorsitzender vorsteht. „Als der Betriebsrat dazu Informationen ausgeschickt hat, wusste sich sofort, dass ich das machen möchte, weil es darum geht, dass man für andere da ist, dass man helfen kann.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">In seiner Lehrausbildung hätte allerdings gegen Ende hin einiges besser laufen können. Erstmals hatten sich weder Berufsschule noch der Betrieb darum gekümmert, sowohl ihn als auch weitere drei Lehrlinge zur Lehrabschlussprüfung anzumelden. Zudem hatten die vier jungen Männer wichtige für das Ablegen der Prüfung nötige Inhalte in der Berufsschule nicht vermittelt bekommen. Daran hatte auch der Covid-bedingte Unterrichtsausfall Schuld.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Als der Betriebsrat dazu Informationen ausgeschickt hat, wusste sich sofort, dass ich das machen möchte, weil es darum geht, dass man für andere da ist, dass man helfen kann.“</p><cite>Pascal Dietrich</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Als Vorsitzender des Jugendvertrauensrats wurde er daher für alle, die kurz vor Beendigung der Lehre standen, aktiv. Er kümmerte sich einerseits um die Anmeldung zur Lehrabschlussprüfung und bat die Personalabteilung um eine Zusatzschulung der vier betroffenen Lehrlinge. Das konkrete Problem: „Bei der Lehrabschlussprüfung zum Elektroniker muss man Schaltungen programmieren, die einem vorgelegt werden.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lehrabschluss unters schwierigen Bedingungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das haben er und seine Kollegen bei Ams Osram allerdings nicht erlernt, da sie sich ja auf Mikrotechnik und allgemeine Elektronik spezialisiert hatten. In der Berufsschule wiederum sei man nicht immer auf dem aktuellen Stand. „Bei der Lehrabschlussprüfung hat mir ein Prüfer zugeflüstert, dass die Berufsschule seit 2019 um diese Inhalte der LAP weiß. Aber bis jetzt vermittelt sie das nicht, es gibt dazu keinen Unterricht.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Bitte, hier in Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung eine Schulung für die vier betroffenen Lehrlinge zu organisieren, stieß im Human Ressources Team zunächst auf taube Ohren, schildert Dietrich. „Aber als ich dann geschrieben habe, dass wir alle vier durchfallen werden, weil wir dieses Programmieren einfach nicht beherrschen, da wir es nicht vermittelt bekommen haben und uns auch nicht selbst beibringen können, haben wir Gott sei Dank einen einwöchigen Kurs beim bfi bekommen.“ Schlussendlich konnten dank dieses Programmierkurses alle vier Lehrlinge ihre Ausbildung positiv abschließen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seinen Einsatz für ArbeitnehmerInnenrechte will Dietrich unbedingt fortsetzen. Er hat bereits den einwöchigen Grundkurs der Gewerkschaft absolviert und freut sich schon auf den weiterführenden Kurs im nächsten Frühjahr. Zunächst steht für ihn aber nun die Absolvierung des Zivildienstes an. Diesen wird er als landwirtschaftlicher Zivildiener beim Maschinenring absolvieren. „Wenn ein Bauer in Not ist, bekommt er hier eine Arbeitskraft zugeteilt. Wir haben zu Hause auch eine Wirtschaft und daher bin ich das Traktorfahren gewohnt“, erzählt Dietrich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Danach geht es aber sicher wieder zurück zu Ams Osram. Schon als Lehrling habe er dort sehr selbstständig arbeiten können, sagt er. Die Maschinen im Unternehmen zu warten und auf deren Funktion zu überprüfen, mache ihm viel Freude. Und sich für die Interessen von KollegInnen einzusetzen, ebenso.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Zur Person: </strong><br>Pascal Dietrich, geb. 2002 in Deutschlandsberg, nach Mittelschule und einem Jahr an einer HTL für Automatisierungstechnik, Lehre zum Elektroniker mit einer Spezialisierung auf Mikrotechnik bei ASM Osram. Seit Oktober 2021 Vorsitzender des Jugendvertrauensrats. Dietrich wohnt mit seinen Eltern in der Nähe von Leibnitz und hilft in seiner Freizeit in der elterlichen Forstwirtschaft und Hackschnitzelproduktion. Außerdem spielt er Fußball im Verein Wettmannstätten.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wozu <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" aria-label="JugendvertrauensrätInnen (öffnet in neuem Tab)">JugendvertrauensrätInnen</a>?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeiten und Ausbildung.<br>So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass du gehört wirst und sind deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Jugendliche ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge dürfen auch während ihrer Arbeitsszeit mit Problemen und Anregungen zum/zur JugendvertrauensrätIn gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JugendvertrauensrätInnen sind meist selbst mitten in der Ausbildung oder haben diese gerade erst abgeschlossen. Genau darum Wissen sie auch wo der Schuh drückt und können deine Interessen bestens vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Die Lehre als erfolgreicher Bildungsweg</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/07/27/die-lehre-als-erfolgreicher-bildungsweg/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 11:13:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<category><![CDATA[Verena Findner]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18645</guid>

					<description><![CDATA[Verena Findner kämpfte auf Grund schwieriger Familienverhältnisse schulisch sehr. Gerne hätte sie ein Oberstufenrealgymnasium absolviert, doch sie scheiterte an der mangelnden Basis, wie sie es selbst formuliert. In der Berufsschule war dann jedoch alles anders, „da fängt man von vorne an“. Diesen Herbst wird sie ihre Lehre im Bereich Großhandel abschließen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-18646" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/IMG_20201025_164113.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Verena Findner kämpfte auf Grund schwieriger Familienverhältnisse schulisch sehr. Gerne hätte sie ein Oberstufenrealgymnasium absolviert, doch sie scheiterte an der mangelnden Basis, wie sie es selbst formuliert. In der Berufsschule war dann jedoch alles anders, „da fängt man von vorne an“. Diesen Herbst wird sie ihre <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehre (öffnet in neuem Tab)">Lehre</a> im Bereich Großhandel abschließen.</strong></p>



<span id="more-18645"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht jedes Kind wächst so auf, dass es erfolgreich eine Schullaufbahn absolvieren kann. Verena Findner musste wegen häufiger Umzüge oft die Schule wechseln, drei Mal in der Volksschule, drei Mal in der Hauptschule. Als sie zwölf Jahre alt war, wurde sie von der Fürsorge von ihrer Mutter, bei der sie damals gemeinsam mit einer Schwester – insgesamt hat sie zehn Geschwister beziehungsweise Halbgeschwister – lebte, getrennt. Sie wurde zunächst in einer Wohngemeinschaft des Jugendamts untergebracht und übersiedelte dann noch ein letztes Mal – ins SOS Kinderdorf Graz.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich lernt Findner leicht und gerne, wie sie erzählt. Das Oberstufenrealgymnasium schaffte sie aber dennoch nicht, obwohl sie die neunte Schulstufe dort zwei Mal absolvierte. „Es fehlte einfach an der Basis. Ich hätte sicher in der Schule bessere Noten schreiben können, wenn ich durchgehend in die Schule hätte gehen können.“ Das war ihr, als sie noch mit ihrer Mutter zusammenlebte, allerdings nicht möglich. Die Mutter kämpfte mit psychischen Problemen. Die Tochter musste daher viel im Haushalt mithelfen und ging oft gar nicht zur Schule. Dazu kamen massive Mobbingprobleme. „Wenn man so oft Schule wechselt und immer die Neue ist, dann hat man keine Freunde und wird rasch gemobbt.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Berufswunsch soziale Arbeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ihr eigentlicher Berufswunsch ging in Richtung Soziales, „ich hätte gerne etwas mit Kindern gemacht“. Doch dann musste sie umständehalber rasch eine Lehrstelle suchen – und fand sie bei Metro im Bereich Großhandel. „In den Handel wollte ich eigentlich nie gehen.“ Inzwischen ist sie jedoch froh, diesen Weg eingeschlagen zu haben. In der Berufsschule ging es ihr von Beginn an gut, „dort hatte ich überhaupt keine Probleme. Da fängt man mit allem neu an und deshalb habe ich mir leicht getan.“ Diesen Herbst wird sie ihre Ausbildung mit der Lehrabschlussprüfung abschließen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Das wichtigste bei dieser Tätigkeit ist, immer ein offenes Ohr für die Lehrlinge zu haben.“</p><cite>Verena Findner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und auch in der Abteilung, in der sie nun arbeitet – dem Backshop – gefällt es ihr gut. „Mit Großhandel hat das zwar wenig zu tun, es ist mehr wie die Arbeit in einem Supermarkt, nur dass wir große Mengen verkaufen.“ Aber das Team sei nett und dieses Gefühl beruhe auf Gegenseitigkeit: „Das Team mag mich und ich mag das Team.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich gefällt ihr die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen. Deshalb mag sie auch ihre Tätigkeit als stellvertretende Vorsitzende des Jugendvertrauensrats. Hier könne sie nun auch ihre soziale Ader gut ausleben. „Das wichtigste bei dieser Tätigkeit ist, immer ein offenes Ohr für die Lehrlinge zu haben.“ Rund 250 MitarbeiterInnen sind aktuell am Metro-Standort Graz tätig. Eine Lehre absolvieren dort derzeit sechs junge Menschen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Erste Anlaufstelle</h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir sind die erste Anlaufstelle“, schildert Findner. Zuletzt hat sie etwa viele Gespräche mit einer jungen Frau geführt, die sehr schüchtern war und mit ihrer Vorgesetzten nicht zurechtkam. Sie hat das Unternehmen inzwischen freiwillig verlassen. Warum hält sie die Existenz eines <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" aria-label="Jugendvertrauensrats">Jugendvertrauensrats</a> für wichtig? „Weil Jugendliche sich oft nicht zum normalen Betriebsrat zu gehen trauen und lieber mit Leuten sprechen, die im selben Alter sind. Von Älteren hört man öfter, das haben wir alle machen müssen und bei uns damals war es noch so und so. Das will man aber nicht hören. Man will mit jemandem sprechen, der die Probleme ernst nimmt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und das tut Findner. Hilfreich bei der Beratung war das Absolvieren des Grundkurses der Gewerkschaft. Hier werde sie sich sicher noch weiterbilden, sagt die junge Frau. Aber auch die Möglichkeit, doch noch eines Tages die Berufsreifeprüfung abzulegen, hat sie für sich noch nicht ganz beiseite geschoben. „Vielleicht in ein paar Jahren.“ Und bis dahin steht sie anderen jungen Menschen gerne zur Seite oder organisiert gemeinsame Ausflüge. „Auch das macht mir großen Spaß.“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Zur Person: </strong><br>Verena Findner, geb. 2000 in Graz, aufgewachsen in der Steiermark, dabei viele Schulwechsel in Volks- und Hauptschule auf Grund schwieriger Familiensituation, im Alter von zwölf Jahren von der Mutter behördlich getrennt und schließlich im SOS Kinderdorf in Graz aufgewachsen. Nach dem Pflichtschulabschluss Versuch, ein Oberstufenrealgymnasium zu besuchen, doch nach zwei Jahren schließlich Entscheidung für eine Lehre. Kommenden Herbst Abschluss der Großhandelslehre bei Metro in Graz. Dort heute im Backshop eingesetzt, zudem stellvertretende Vorsitzende des Jugendvertrauensrats. Findner lebt mit ihrem Partner in Graz und geht in ihrer Freizeit gerne auf Konzerne, klettert und zeichnet.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wozu <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" aria-label="JugendvertrauensrätInnen (öffnet in neuem Tab)">JugendvertrauensrätInnen</a>?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeiten und Ausbildung.<br>So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass du gehört wirst und sind deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Jugendliche ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge dürfen auch während ihrer Arbeitsszeit mit Problemen und Anregungen zum/zur JugendvertrauensrätIn gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JugendvertrauensrätInnen sind meist selbst mitten in der Ausbildung oder haben diese gerade erst abgeschlossen. Genau darum Wissen sie auch wo der Schuh drückt und können deine Interessen bestens vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wenn eine Krise auf die andere folgt</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/07/25/wenn-eine-krise-auf-die-naechste-folgt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2022 09:05:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[André Brunner]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Handel]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendvertrauensrat]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=18640</guid>

					<description><![CDATA[Nach der Corona-Krise spürt der Handel nun die massiv steigende Inflation. Für das Verkaufspersonal bedeutet das auch, das Sortiment immer wieder neu bepreisen zu müssen. André Brunner vertritt in dieser schwierigen Lage die Interessen von Lehrlingen bei Kastner &#038; Öhler.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-18641" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner-272x182.jpg 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/07/Andre_Brunner.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Nach der Corona-Krise spürt der Handel nun die massiv steigende I<a href="https://kompetenz-online.at/2022/05/24/wirtschaftsbegriffe-so-erklaert-dass-auch-normale-menschen-sie-verstehen/" aria-label="nflation">nflation</a>. Für das Verkaufspersonal bedeutet das auch, das Sortiment immer wieder neu bepreisen zu müssen. André Brunner vertritt in dieser schwierigen Lage die Interessen von <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehrlingen (öffnet in neuem Tab)">Lehrlingen </a>bei Kastner &amp; Öhler.</strong></p>



<span id="more-18640"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich hatte André Brunner ja vor, eine Lehre in einem Büro zu absolvieren. In der Polytechnischen Schule bekam er allerdings die Möglichkeit, in einem Ausbildungsbetrieb zu schnuppern „und da habe ich gemerkt, dass mir das gar nicht gefällt“. Stattdessen zog es ihn in den Handel und 2018 begann er seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im Stammhaus von Kastner &amp; Öhler in Graz. Die Handelskette beschäftigt österreichweit an verschiedenen Standorten rund 1.800 MitarbeiterInnen. 28 von ihnen sind Lehrlinge.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lehre im Textilhandel</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seine <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/lehrlinge" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Lehrzeit (öffnet in neuem Tab)">Lehrzeit</a> verbrachte Brunner in verschiedenen Textilabteilungen des Kaufhauses: Gut hat es ihm dabei in der Premium Herrenabteilung und besonders gut in der Hemdenabteilung gefallen. „Da braucht es Sachwissen und viel Beratung, Kunden brauchen Hilfe und man redet sehr viel. Und das tue ich sehr gerne.“ Weniger angetan war er dagegen von der Damenabteilung. Da frage kaum jemand um Rat. Im September 2021 schloss Brunner seine Lehre ab.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Seitdem er in der Home Abteilung des Kaufhauses aushelfen musste und merkte, wie gut es ihm auch dort gefiel, bestimmen Pfannen, Küchenmaschinen &amp; Co seinen Alltag. „Da geht es auch ganz stark um Beratung. Welches Gerät kann ich wofür verwenden? Wie funktioniert der Motor, wieviel Leistung hat er, was kann man damit zubereiten, was sollte man vermeiden?“ Viel habe er hier von KollegInnen gelernt. Und wenn neue Produkte ins Sortiment aufgenommen werden, dann informiere sich das ganze Team einerseits über die Herstellerseiten im Internet, andererseits könne man auch beim Vertreter oder der Vertreterin der Waren anrufen und sich Fragen beantworten lassen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Verkäufer mit Herz und Seele</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Brunner ist aber nicht nur Verkäufer mit Herz und Seele, er setzt sich auch gerne für andere ein. Als 2020, kurz vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, Betriebsrat und GewerkschaftsvertreterInnen über die Möglichkeit erzählten, einen Jugendvertrauensrat einzusetzen, „habe ich das sehr spannend gefunden und war sofort dabei“. Er stellte sich also der Wahl und ist seitdem Vorsitzender des Jugendvertrauensrats bei Kastner &amp; Öhler.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Inzwischen hat er auch den Basiskurs der Gewerkschaft absolviert, kommendes Jahr wolle er das nächste Modul besuchen. Es sei wichtig, zu wissen, was ein Kollektivvertrag ist und wie dieser ausverhandelt wird, sagt er. Aber auch über ArbeitnehmerInnenrechte Bescheid zu wissen, helfe ihm in seiner nun zusätzlichen Funktion.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was ihm als <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" aria-label="Jugendvertrauensrat">Jugendvertrauensrat</a> wichtig ist? Immer wieder durchs Haus zu gehen und mit den Lehrlingen zu sprechen, zu fragen, ob etwas Neues, aber auch, ob es Probleme gibt. Ab und zu organisiert er auch gemeinsame Unternehmungen, „damit man ein bisschen Leben in die Firma bringt“. Einmal sei das ein Eistag gewesen, ein anderes Mal ein Action Weekend, dann wieder ein „Exit the room“- Event, ein Escape-Game, bei dem es einem durch das Lösen von Rätseln gelingen muss, einen Raum zu verlassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wo aber drückt bei seinen jungen KollegInnen der Schuh, mit welchen Sorgen kommen sie zu ihm? Da gebe es die individuellen Anliegen und jene, die viele betreffen. In einem Fall gab es in einer Abteilung einfach physisch zu wenig Platz, um die Arbeit zu verrichten, es ging dabei darum, Ware, die nicht abgeholt worden war, wieder entsprechend zusammenzulegen und an den richtigen Platz im Kaufhaus zu bringen. „Da haben wir dann gemeinsam mit der Abteilungsleitung einen Tisch organisiert.“ In anderen Fällen fühlen sich Lehrlinge von einem oder einer Vorgesetzten unfair behandelt. Hier versuche er dann zu vermitteln.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Die Berufsschule in der Corona-Zeit war schon ein hartes Pflaster. Anfangs musste alles von daheim gemacht werden, aber es herrschte Chaos und die Aufgaben kamen nur über Email. </p><cite>André Brunner</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Bei strukturellen Problemen sei es dagegen schwerer, sofort etwas zu erreichen. Brunner nennt hier die Berufsschule in der Pandemiezeit. „Die Berufsschule in der Corona-Zeit war schon ein hartes Pflaster. Anfangs musste alles von daheim gemacht werden, aber es herrschte Chaos und die Aufgaben kamen nur über Email. Erst später wurde das über Microsoft Teams organisiert. Und wir haben zwar unsere Aufgaben zurückgeschickt und hatten einmal in der Woche Kontakt mit den LehrerInnen, aber da ist inhaltlich schon viel auf der Strecke geblieben.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Teuerung trifft Lehrlinge besonders</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Was im Moment sehr stark zu spüren sei, sei die Inflation, erzählt Brunner zudem. Dabei gehe es weniger um finanzielle Sorgen der Lehrlinge. „Sie leben ja alle noch zu Hause und bei Kastner &amp; Öhler ist es außerdem so, dass fleißige Lehrlinge mehr bezahlt bekommen. Mit einem guten Erfolg in der Berufsschule sind es zehn Prozent, bei einem ausgezeichneten Erfolg 20 Prozent.“ Er selbst habe in allen drei Jahren mit einem ausgezeichneten Erfolg abgeschlossen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nein, die Inflation bestimme derzeit den Arbeitsalltag massiv. „Fast täglich bekommen wir Preiserhöhungen von den Herstellern herein. Griller wurden zunächst um zehn Prozent teuer, kurz darauf nochmals um zehn Prozent. Und bei manchen Dingen ist es wirklich extrem: Für Kochschürzen ist der Preis um 50 Prozent gestiegen und ein Messerset kostete 250 Euro und nun kostet es 399 Euro.“ Die Kundschaft sei eigentlich recht verständnisvoll, sagt Brunner, aber da jedes Produkt einzeln bepreist werde, habe das Verkaufsteam alle Hände voll zu tun. „Wir kommen mit dem Umschreiben kaum mehr nach und manchmal passiert es dann auch, dass KundInnen an der Kassa stehen und dort dann ein höherer Preis zu bezahlen ist, als noch am Pickerl steht.“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Zur Person: </strong><br>André Brunner, geb. 2003 in Bruck an der Mur, aufgewachsen in Frohnleiten. Nach Haupt- und Polytechnischer Schule Lehre bei Kastner &amp; Öhler in Graz im Bereich Verkauf, Lehrabschluss zum Einzelhandelskaufmann 2021. Seit 2020 Vorsitzender des Jugendvertrauensrats. In seiner Freizeit ist Brunner gerne mit Freunden unterwegs. Im Sommer ist er oft am Tiebersee anzutreffen. Er wohnt bis heute in Frohnleiten, inzwischen aber seit diesem Frühjahr in seiner eigenen Wohnung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wozu&nbsp;<a href="https://www.gpa.at/die-gpa/jugend/jugenvertrauensraetinnen" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="JugendvertrauensrätInnen (öffnet in neuem Tab)">JugendvertrauensrätInnen</a>?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für Lehrlinge und jugendliche ArbeitnehmerInnen sind JugendvertrauensrätInnen die ersten AnsprechpartnerInnen für alle Fragen rund um die Themen Arbeiten und Ausbildung.<br>So wie BetriebsrätInnen die Interessen aller ArbeitnehmerInnen des Betriebes vertreten, sind JugendvertrauensrätInnen speziell für die Anliegen der Lehrlinge und der jugendlichen ArbeitnehmerInnen da. Sie kümmern sich darum, dass du gehört wirst und sind deine betriebliche Interessenvertretung mit Biss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig: Jugendliche ArbeitnehmerInnen und Lehrlinge dürfen auch während ihrer Arbeitsszeit mit Problemen und Anregungen zum/zur JugendvertrauensrätIn gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">JugendvertrauensrätInnen sind meist selbst mitten in der Ausbildung oder haben diese gerade erst abgeschlossen. Genau darum Wissen sie auch wo der Schuh drückt und können deine Interessen bestens vertreten.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Lehrlinge: Jugendliche zweiter Klasse?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/09/06/lehrlinge-jugendliche-zweiter-klasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Sep 2021 11:45:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2021/03]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Hofmann]]></category>
		<category><![CDATA[Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrlinge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=17302</guid>

					<description><![CDATA[Die Lehrlinge wurden während der Pandemie von der Bundesregierung vernachlässigt. Die Gewerkschaftsjugend fordert die Schaffung von Lehrstellen, Unterstützung für BerufsschülerInnen und eine bessere Berufsorientierung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-1024x683.png" alt="" class="wp-image-17303" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/09/christian-hoffmann.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Daniel Novotny</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Lehrlinge wurden während der Pandemie von der Bundesregierung vernachlässigt. Die Gewerkschaftsjugend fordert die Schaffung von Lehrstellen, Unterstützung für BerufsschülerInnen und eine bessere Berufsorientierung.</strong></p>



<span id="more-17302"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir befürchten, dass sich die Lage für Lehrlinge, die nach einer Lehrstelle suchen, im Herbst wieder zuspitzen wird,“ erklärt Christian Hofmann, Bundesjugendsekretär der GPA. Im Herbst werden mehr SchulabgängerInnen auf den Arbeitsmarkt drängen. „Auch wenn die Wirtschaft es abstreitet &#8211; in Wahrheit fehlen tausende Lehrstellen“, kritisiert Hofmann. Die offiziellen Zahlen spiegeln nicht die reale Situation wieder: Schon im Frühjahr zählten ÖGJ und Arbeiterkammer über 20.000 Lehrlinge ohne Lehrstelle in einem Betrieb. Entgegen den offizielle Zahlen der Regierung bezieht die Gewerkschaftsjugend bei ihrer Zählung auch jene Jugendlichen mit ein, die in einer Schulung sind oder in überbetrieblicher Ausbildung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Berufsschüler vernachlässigt</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Lehrlinge wurden während der Pandemie von der Regierung stiefmütterlich behandelt. Berufsschulen unterrichteten im Distance Learning, Betriebe waren in Kurzarbeit – all das ging zu Lasten der Qualität der Lehrausbildung. „Lehrlinge sind keine SchülerInnen zweiter Klasse, sie haben sich einen Bildungsminister verdient, der sich ihrer genauso ernsthaft annimmt, wie allen anderen SchülerInnen auch“, fordert Hofmann, „Vor allem muss sichergestellt sein, dass jede und jeder die Lehrabschlussprüfung schafft.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Berufsorientierung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In manchen Unternehmen bewerben sich mehrere hundert Jugendliche auf einige<br>wenige Lehrstellen. „Viele Lehrstellen sind überlaufen, gleichzeitig können anderswo freie Stellen nicht besetzt werden,“ berichtet Hofmann. Berufe wie Einzelhandelskaufmann/-frau, Kfz-TechnikerIn oder Bürokauffrau/-mann sind deutlich stärker nachgefragt als andere. Hier braucht es eine verbesserte Berufsorientierung, die traditionelle Rollenbilder in der Berufswahl aufbricht und die Neigungen und Interessen der Jugendlichen ernst nimmt.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schreckgespenst Jugendarbeitslosigkeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben als FacharbeiterIn ist die Lehrlingsausbildung: „Junge Menschen mit stabilen Beschäftigungsverhältnissen verdienen 10 bis 20 Prozent mehr als<br>Gleichaltrige ohne abgeschlossene Berufsausbildung, die immer wieder arbeitslos werden“, rechnet Hofmann vor. Dies hat Effekte auf ihr gesamtes weiteres Leben, bis hin zu einer geringeren Pension.<br>Im Sommer lag die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich mit 11 Prozent deutlich über der allgemeinen Arbeitslosenquote von 6,4 Prozent. Solche Zahlen, befürchtet Hofmann, sind ein Warnsignal und eine klare Aufforderung, endlich konkrete Schritte zu setzen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Forderungen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Der Bundesjugendsekretär appelliert an die Wirtschaft, mehr Ausbildungsplätze zu schaffen. „Große Betriebe müssen in der jetzigen Situation über Bedarf ausbilden, besonders in jenen Gegenden, in denen zu wenige Lehrstellen angeboten werden, die Regierung sollte hierfür Anreize schaffen.“ Kleine und mittlere Unternehmen benötigen zielgerichtete Unterstützungsgelder, um zusätzliche Lehrstellen schaffen zu können. Ebenso muss der öffentliche Dienst einspringen und verstärkt Lehrlinge aufnehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für alle, die keine Stelle im Betrieb finden können, sollte es ausreichend Plätze in der überbetrieblichen Ausbildung geben. Zur Unterstützung bei der Lehrabschlussprüfung will die Gewerkschaftsjugend eine Freistellung vom Betrieb für Lerntage.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Finanzierung für diese Maßnahmen könnte man mithilfe öffentlicher Gelder sicherstellen. „Die Vorschläge liegen seit dem letzten Jahr auf dem Tisch – allerhöchste Zeit, sie endlich umzusetzen“, richtet Hofmann seinen Appell an die Regierung.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie geht es weiter mit den Berufsschulen?</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/02/09/wie-geht-es-weiter-mit-den-berufsschulen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Hofmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2021 11:29:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Hofmann]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Distance Learning]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Lehre]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrling]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=16151</guid>

					<description><![CDATA[Mit 8. Februar 2021 haben die Berufsschulen wieder geöffnet. 
Wir geben einen kompakten Überblick über die Situation und Regelungen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-16155" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-1536x1024.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-2048x1365.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/ffp2-maske_AdobeStock_409504209-272x182.jpeg 272w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Mit 8. Februar 2021 haben die Berufsschulen wieder geöffnet. <br>Wir geben einen kompakten Überblick über die Situation und Regelungen.</strong></p>



<span id="more-16151"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Berufsschulen befinden nach den Semesterferien grundsätzlich in einem zweitägig wechselnden Präsenzunterricht. Konkret bedeutet dies in Anlehnung an alle anderen Schultypen: eine Gruppe am Montag und Dienstag, eine andere Gruppe am Mittwoch und Donnerstag. Für Freitag kann die Schule autonom entscheiden, in welchen Kleingruppen BerufsschülerInnen unterrichtet werden. Die Gruppen sollten sich dabei immer wochenweise abwechseln. An Berufsschulen mit Internatsbetrieb kann das Schichtmodell wochenweise umgesetzt werden. Eine notwendige Abweichung davon hat die Schulbehörde zu genehmigen.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Klassengröße</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gruppen/Klassen sind so einzuteilen, dass nicht mehr als 50 Prozent der SchülerInnen gleichzeitig am Schulstandort sind. Die Schulleitung oder die Schulbehörde kann für einzelne Schulstufen, Klassen oder Gruppen ortsungebundenen Unterricht anordnen. Für den ortungebundenen Unterricht gilt wie für die „normale“ Berufsschule, dass die Zeiten des Distance-Learnings als Arbeitszeiten anzurechnen sind.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Ganzjährige Berufsschulen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für Berufsschulen, die ganzjährig organisiert geführt werden, dürfen sich an jedem Schultag maximal die Hälfte der SchülerInnen an der Berufsschule befinden, wobei die SchülerInnen sich wochenweise im Präsenzunterricht abwechseln.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Internate</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Berufsschulen werden als blockweise Internate geführt, hier sind passende Hygienekonzepte besonders wichtig. Bei Ankunft im Internat ist verpflichtend eine Selbsttestung auf COVID19 durchzuführen. Während des Aufenthalts in Gemeinschaftsräumlichkeiten ist grundsätzlich eine FFP2 Maske zu tragen. Die Schulbetreiber als auch SchülerInnen sind angehalten darauf zu achten, dass die physische Interaktion im Internat auf ein absolutes Minimum reduziert wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sollte es im Zuge der Einhaltung der Corona dazu kommen, dass im Internat nicht genügend Plätze vorhanden sind, kann unter Umständen auch auf Beherbungsbetriebe in der Nähe der Berufsschule ausgewichen werden. Dies wird unter Umständen ähnlich den Internatskosten auch gefördert. Sollte diese Situation eintreten, berät die Jugendabteilung der Gewerkschaft GPA gerne</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Nachhilfe und Unterstützung für Betriebe</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Im Zuge der Corona Krise hat die Qualität des Unterrichts durch die widrigen Umstände gelitten, es gibt Möglichkeiten für Betriebe die Nachhilfe für ihre Lehrling öffentlich fördern zu lassen: wenn Lehrlinge eine Nachprüfung zum Aufstieg in das nächste Berufsschuljahr ablegen müssen, kann die Nachhilfe (Vorbereitungskurse) entsprechend öffentlich gefördert werden. Dies gilt auch, wenn Lehrlinge in der Berufsschule keine positive Benotung erhalten und daher die theoretische Zusatzprüfung zur Lehrabschlussprüfung über den Stoff der Berufsschule ablegen müssen.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Für alle Fragen zum Thema Berufsschule steht die Jugendabteilung der Gewerkschaft GPA zur Verfügung</strong><br><strong>05030121342 oder </strong><a href="mailto:jugend@gpa.at" aria-label="jugend@gpa.at"><strong>jugend@gpa.at</strong></a></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
