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	<title>Nachmittagsbetreuung &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Nachmittagsbetreuung &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Kinderfreunde Oberösterreich: Informieren, erklären, motivieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Deutschbauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2023 10:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/01]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Zwei Jahre lang haben die Beschäftigten in der Oberösterreichischen Kinderbildung und Betreuung für Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen im Kindergarten und in der Nachmittagsbetreuung gekämpft und sich durchgesetzt. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="652" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-1024x652.png" alt="" class="wp-image-19331" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-1024x652.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-300x191.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-150x96.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-768x489.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-1536x978.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Niederhauser-Gebauer-2048x1305.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Markus Niederhauser und Daniela Gebauer von der Familienzentren GmbH bei einer Protestaktion: „Viele begreifen jetzt, wie wichtig die Gewerkschaft ist.“</strong><br>Foto: Gewerkschaft GPA Oberösterreich</figcaption></figure>



<p><strong>Zwei Jahre lang haben die Beschäftigten in der oberösterreichischen Kinderbildung und -betreuung für Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen gekämpft und sich durchgesetzt. Daniela Gebauer und Markus Niederhauser von der Familienzentren GmbH und Bianca Schatz</strong> <strong>von den Kinderfreunden Oberösterreich</strong> <strong>erzählen, wie sie ihre KollegInnen immer wieder motiviert haben. </strong></p>



<span id="more-19329"></span>



<p>Oft untragbare Arbeitsbedingungen, die finanzielle Abhängigkeit von der oberösterreichischen Landesregierung, die die Forderungen von Beschäftigten und Gewerkschaft lange ignoriert hat – und eine „Filialstruktur“ mit Krabbelstuben, Horten, Kindergärten und der schulischen Nachmittagsbetreuung: Das ist das Arbeitsfeld der BetriebsrätInnen der Oberösterreichischen Kinderfreunde und der Familienzentren GmbH, die insgesamt fast 900 Beschäftigte vertreten.</p>



<p>Trotzdem – oder vielleicht auch deswegen – zählen die beiden Betriebsratsteams rund um Daniela Gebauer und Markus Niederhauser sowie Bianca Schatz zu den SpitzenreiterInnen, wenn es darum geht, ihre KollegInnen von einer Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft zu überzeugen. „Am wichtigsten ist natürlich das persönliche Gespräch. Wir nutzen aber auch E-Mails, Facebook und Instagram, um die KollegInnen auf dem Laufenden zu halten“, berichtet Betriebsratsvorsitzende Daniela Gebauer. „Wir wollen ja nicht nur über den aktuellen Stand im Konflikt informieren, sondern die KollegInnen auch motivieren, für ihre Arbeitsbedingungen mitzukämpfen. Und von da ist es dann nicht mehr weit zur Gewerkschaftsmitgliedschaft“, fasst sie die vergangenen Monate zusammen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Wir wollen ja nicht nur über den aktuellen Stand im Konflikt informieren, sondern die KollegInnen auch motivieren, für ihre Arbeitsbedingungen mitzukämpfen.&#8220;</p>
<cite>Daniela Gebauer</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Konflikt mit dem Land Oberösterreich</h4>



<p>Beinahe 2 Jahre dauerte der Konflikt mit dem Land Oberösterreich wegen der schlechten Arbeitsbedingungen im Kinderbildungs- und betreuungsbereich.  Unter dem Motto ‚unszreißt’s‘ hat die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/die-gpa/bundeslaender/oberoesterreich" target="_blank" aria-label="Gewerkschaft GPA Oberösterreich (öffnet in neuem Tab)">Gewerkschaft GPA Oberösterreich</a> gemeinsam mit der <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.younion.at/" target="_blank" aria-label="Younion (öffnet in neuem Tab)">Younion</a> zahlreiche Protestaktionen und Betriebsversammlungen durchgeführt und Warnstreiks vorbereitet.  Hunderte Beschäftigte aus Oberösterreichs Kinderbildung nahmen an Streikschulungen teil und waren bereit, für die notwendigen Verbesserungen zu kämpfen. Betroffen davon waren nicht nur Kindergärten und Krabbelstuben, sondern auch Horte und die Nachmittagsbetreuung. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19339" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-1536x1024.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-2048x1366.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/01/Schatz-1-272x182.png 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Bianca Schatz von den Kinderfreunden Oberösterreich bei einer Aktion im Rahmen der ‚unszreißt’s‘-Kampagne</strong>: <strong>„Der Konflikt macht uns stärker.“</strong><br>W. Spitzbart/AKOÖ</figcaption></figure>



<p>Bianca Schatz von den OÖ Kinderfreunden erlebte mit der Zuspitzung des Konflikts ein steigendes Interesse an der Gewerkschaft: „Die Beteiligungsmöglichkeiten bei der ‚unszreißt’s‘-Kampagne machten erstmals auch die sonst Uninteressierten auf die Gewerkschaft aufmerksam. Sie waren plötzlich bereit, die Argumente für eine Mitgliedschaft – von der Rechtsberatung über den Versicherungsschutz bis hin zu den Vergünstigungen – zu hören und zu sehen.“ Das wachsende Interesse der KollegInnen nutzte das Team der Familienzentren, um im persönlichen Gespräch bei vielen die GPA-Mitgliedschaft zu fixieren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Die Erkenntnis, dass wir nur gemeinsam viel erreichen können, war für einige tatsächlich neu und dass sich jetzt endlich etwas bewegt, beweist dass es stimmt.&#8220;</p>
<cite>Markus Niederhauser</cite></blockquote>



<p>„Von Frühling bis Sommer 2022 besuchten wir gut 70 Einrichtungen und führten persönliche Gespräche“, erzählt Markus Niederhauser. Rund 100 neue Mitglieder für die Gewerkschaft GPA konnte das Betriebsratsteam innerhalb eines Jahres gewinnen. „Die Erkenntnis, dass wir nur gemeinsam viel erreichen können, war für einige tatsächlich neu und dass sich jetzt endlich etwas bewegt, beweist dass es stimmt“, freut er sich. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Starke Gewerkschaft</h4>



<p>Auch bei den Kinderfreunden sehen das immer mehr Beschäftigte so. Mehr als zwanzig Beitrittserklärungen nahmen Bianca Schatz und ihr Team zuletzt entgegen. „Die GPA macht einfach eine gute Figur in dieser Auseinandersetzung. Die Leute erleben das Bemühen und die tolle Organisation bei den Versammlungen, Aktionen und in den Medien und durch die engagierte betriebliche Betreuung. Das schweißt schon zusammen – und viele wollen jetzt einfach ein Teil davon sein“, so Schatz.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Die GPA macht einfach eine gute Figur in dieser Auseinandersetzung.&#8220;</p>
<cite>Bianca Schatz</cite></blockquote>



<p>Die Mobilisierung und der Kampfgeist der BetriebsrätInnen und Beschäftigten hat sich jedenfalls ausgezahlt: Nach Monaten der Proteste war die oberösterreichische Landesregierung endlich zu ernsthaften Verhandlungen bereit. Im Dezember 2022 schlossen die Gewerkschaften GPA und Younion mit dem Land Oberösterreich ein <a href="https://www.gpa.at/die-gpa/bundeslaender/oberoesterreich/2023/kinderbildung-oberoesterreich--plus-250-euro-im-monat-fuer-vollz" aria-label="38-Millionen-Paket">38-Millionen-Paket</a> für die Kinderbildung und -betreuung ab, das unter Einbeziehung der Verringerung der Gruppengröße über zwei Jahre sogar 60 Millionen Euro ausmacht.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>„Dieses Paket, das den größten Teil unserer Forderungen erfüllt, war nur möglich, weil uns die Beschäftigten mit ihrem energischen Engagement wirklich den Rücken stärkten.“</p>
<cite>Wolfgang Gerstmayer</cite></blockquote>



<p>Wolfgang Gerstmayer, GPA-Geschäftsführer in Oberösterreich ist überzeugt, dass das engagierte Eintreten der BetriebsrätInnen, PersonalverteterInnen und Beschäftigten für die eigenen Interessen der Schlüssel zum Erfolg bei den Verhandlungen war. „Dieses Paket, das den größten Teil unserer Forderungen erfüllt, war nur möglich, weil uns die Beschäftigten mit ihrem energischen Engagement wirklich den Rücken stärkten“, so Gerstmayer.&nbsp;</p>



<p>Ähnlich wie in Kärnten, wo nach einem langen Kampf der Gewerkschaften gemeinsam mit den BetriebsrätInnen und Beschäftigten auch <a rel="noreferrer noopener" href="https://kompetenz-online.at/2022/10/25/kindergaerten-kaernten-macht-es-vor/" target="_blank" aria-label="viel für die Beschäftigten in der Kinderbildung und -betreuung passiert ist. (öffnet in neuem Tab)">viel für die Beschäftigten in der Kinderbildung und -betreuung passiert ist.</a></p>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr Geld und kleinere Gruppen</h4>



<p>Insgesamt 38,5 Millionen Euro werden in Oberösterreich nun in die Verbesserungen investiert. Der größte Teil davon in höhere Gehälter für die Beschäftigten: ElementarpädagogInnen bekommen künftig monatlich 250 Euro brutto mehr in allen Gehaltsstufen, HelferInnen bekommen 150 Euro mehr. Für die Berufsgruppe der HelferInnen wird ein eigenes Berufsbild „pädagogische Assistenzkräfte“ geschaffen. Außerdem bekommen die Beschäftigten dieser Berufsgruppe Anspruch auf einen zusätzlichen Urlaub von zehn Tagen (zwei Urlaubswochen) &#8211; und das wird jetzt auch gesetzlich verankert. Bislang war dies eine Kann-Bestimmung.</p>



<p>In einem stufenweisen Prozess wird die Gruppengrößenhöchstanzahl abgesenkt. Gruppenführende Pädagoginnen in Krabbelstuben bekommen eine zusätzliche Stunde Vorbereitungszeit. Außerdem wird die Leitungszeit in Kindergärten, Krabbelstuben und Horten um eine Stunde auf drei Stunden pro Gruppe erhöht. Wichtige Schritte hin zu besseren Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in der Kinderbildung und -betreuung in Oberösterreich.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren:</h4>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ein <a href="https://kompetenz-online.at/2022/10/25/kindergaerten-kaernten-macht-es-vor/" aria-label="neues Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz">neues Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz</a> bringt wesentliche Verbesserungen für die Beschäftigten in Kärntens Kindergärten und Kindertagesstätten (Krippen)<strong>.</strong></li>



<li><a href="https://kompetenz-online.at/2022/05/24/so-geht-es-in-den-kindergaerten-nicht-weiter/" aria-label="Betriebsrätinnen der St. Nikolausstiftung">Betriebsrätinnen der St. Nikolausstiftung</a> erzählen von ihrem schwierigen Arbeitsalltag und dem permanenten Kampf mit dem Personalmangel.  </li>



<li>Für die Beschäftigten in den Kindergärten ist <a href="https://kompetenz-online.at/2021/12/02/schluss-mit-lustig/" aria-label="Schluss mit lustig">Schluss mit lustig</a>. Was passieren muss, damit es Beschäftigten und Kindern dort besser geht. </li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Nachmittagsbetreuung in der Krise</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2022/01/25/nachmittagsbetreuung-in-der-krise/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Jan 2022 09:23:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
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					<description><![CDATA[Hort- und FreizeitpädagogInnen gestalten an Ganztagsschulen, in Horten und in Nachmittagsbetreuungseinrichtungen die Freizeit der SchülerInnen, die ganztägige Betreuung brauchen. Die MitarbeiterInnen arbeiten allerdings unter strukturell teils problematischen Bedingungen und beklagen, dass sie so ihrem pädagogischen Auftrag nicht nachkommen können. Dringend nötig wäre eine bundesweit einheitliche Regelung.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-1024x683.png" alt="" class="wp-image-17940" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-768x513.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Betreuerin-und-Kind-mit-Maske_AdobeStock_431669567.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Hort- und FreizeitpädagogInnen leisten pädagogisch wichtige Arbeit, die viel zu wenig gesehen und bezahlt wird.</strong><br>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p><strong>Hort- und FreizeitpädagogInnen gestalten an Ganztagsschulen, in Horten und in Nachmittagsbetreuungseinrichtungen die Freizeit der SchülerInnen, die ganztägige Betreuung brauchen. Die MitarbeiterInnen arbeiten allerdings unter strukturell teils problematischen Bedingungen und beklagen, dass sie so ihrem pädagogischen Auftrag nicht nachkommen können. Dringend nötig wäre eine bundesweit einheitliche Regelung.</strong></p>



<span id="more-17938"></span>



<p>Mit wem auch immer man im Bereich der Hort- und Freizeitpädagogik spricht: geklagt wird vor allem über Personalmangel. Dass es für diesen Bereich schwer ist, PädagogInnen zu finden, ist nur die eine Seite der Geschichte. Oft ist das angebotene Stundenausmaß zu gering, dass man sich damit sein Leben ausreichend finanzieren könnte. Wer also bei einem anderen Träger eine Anstellung mit höherer Stundenverpflichtung findet, wechselt. Entsprechend hoch ist auch die Fluktuation in der Branche. Dazu kommt, dass die hohe Anzahl an zu betreuenden Kindern pro Gruppe qualitätsvolle Arbeit meist nicht möglich macht.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu viele Kinder in den Gruppen</h4>



<p>25 Kinder in einer Gruppe sind eher die Regel als die Ausnahme. „Wenn es aber zu Ausfällen kommt, steht ein Betreuer auch schon einmal mit 40 Kindern alleine da. Das ist dann wirklich nur mehr ein Beaufsichtigen“, erzählt Stefan Schwarz, Betriebsrat bei der Städtischen Tagesbetreuung Graz. Im Moment seien zwar alle Planstellen besetzt, aber es gebe einen großen Mangel an SpringerInnen. Bei Krankenständen oder Quarantänen komme es da rasch zu einem Engpass.</p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-17966 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-1024x1024.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-768x768.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-1536x1536.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-2048x2048.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Stefan-Schwarz_neu-500x500.png 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Wenn es zu Ausfällen kommt, steht ein Betreuer auch schon einmal mit 40 Kindern alleine da. Das ist dann wirklich nur mehr ein Beaufsichtigen.“</p><cite>Stefan Schwarz</cite></blockquote>
</div></div>



<p></p>



<p>FreizeitpädagogInnen sehen sich als „Wegbegleiter, die einen Ordnungsrahmen vorgeben, in denen sich die Kinder wohlfühlen, um dann kreativ zu sein, Spiele zu spielen oder sich zu bewegen“, so Schwarz. Wichtig sei ihnen zudem, Konfliktsituationen so aufzuarbeiten, dass die Lage nicht nur nicht eskaliere, „sondern das einen Mehrwert hat“. Essensbegleitung, Tischgespräche, das Vermitteln von Tischmanieren seien weitere Aufgaben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kaum Vollzeitjobs</h4>



<p>Die städtische Tagesbetreuung Graz beschäftigt aktuell rund 550 MitarbeiterInnen, nur drei von ihnen sind Vollzeit-beschäftigt, sie arbeiten allerdings in der Verwaltung und sind keine PädagogInnen. Das Stundenausmaß der anderen Beschäftigten variiere zwischen sechs Stunden in der Frühbetreuung und 30 Wochenstunden. Die Teilzeitarbeit sieht Schwarz als strukturelles Problem, das im Moment zu Existenzsorgen und später wegen der niedrigeren Einzahlungen ins Pensionssystem zu Altersarmut führe. Der Betriebsrat hielte sie aber für vermeidbar – es wäre seiner Ansicht nach durchaus möglich, mehr Vollzeitstellen zu schaffen, wenn es dazu den politischen Willen gäbe.</p>



<p>„FreizeitpädagogInnen könnten im Unterricht als zusätzliches Personal eingesetzt werden und dabei, ähnlich einer Schulassistenz, unterstützen, etwa in der Leseförderung.“ Auch das Lehrpersonal puste ja aus allen Löchern und viele Kinder bekämen oft nicht die Förderung, die sie bräuchten. Dass LehrerInnen von den Schulen, FreizeitpädagogInnen aber vom jeweiligen Träger bezahlt würden, sieht er dabei nicht als Hindernis. Am Ende handle es sich da wie dort um öffentliche Gelder. Was es brauche, sei eine grundsätzliche Erhöhung des Bildungsbudgets.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Horte werden abgeschafft</h4>



<p>Genau das Gegenteil scheint derzeit in Oberösterreich zu passieren. In diesem Bundesland gebe es eigentlich gesetzliche Regelungen für Horte, sagt Daniela Gebauer, Betriebsratsvorsitzende der Familienzentren GmbH der OÖ Kinderfreunde. „Aber was seit einigen Jahren passiert, ist, dass die Horte reihenweise abgeschafft und in Nachmittagsbetreuungen umgewandelt werden“, kritisiert sie. </p>



<p></p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-17958 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-1024x1024.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-768x768.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-1536x1536.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-2048x2048.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/Daniela-Gebauer-500x500.png 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Das, was jetzt in Oberösterreich an vielen Standorten stattfindet, hat nichts mehr mit Bildung zu tun, sondern kann man nur mehr als Betreuung bezeichnen.&#8220;</p><cite>Daniela Gebauer</cite></blockquote>
</div></div>



<p></p>



<p>Mit Folgen für Beschäftigte und Kinder: die Nachmittagsbetreuung sei für die Gemeinden und das Land Oberösterreich billiger. Hier gebe es kaum bis keine gesetzlichen Rahmenbedingungen, angefangen von keiner vorgeschriebenen Kinderhöchstzahl bis hin zu keinen Vorgaben zu Raumgröße und Ausstattung. Massive qualitative Unterschiede gebe es im Vergleich zu den Hortvorgaben zudem bei der Ausbildung. Die Beschäftigten sollten zwar die Ausbildung zum/r FreizeitpädagogIn vorweisen, die Realität sehe aber anders aus. „Wenn man irgendeinen pädagogischen Kurs gemacht hat, reicht das oftmals. Und wenn man keine geeigneten Personen findet, kann man auch irgendjemanden einstellen.“ Gebauer fordert: „Dieses Qualitätsdumping muss ein Ende haben.“</p>



<p>Beschäftigte von Horten würden zwar an einem anderen Standort oder bei einem anderen Träger rasch einen neuen Job finden. Aber à la longue schade es der Freizeitpädagogik, und dabei vor allem den Kindern. Das, was jetzt in Oberösterreich an vielen Standorten stattfinde, „hat nichts mehr mit Bildung zu tun, sondern kann man nur mehr als Betreuung bezeichnen“. Ein individuelles Eingehen auf jedes Kind sei jedenfalls nicht möglich. Wie man aus dieser verfahrenen Situation herauskommen könnte? „Die Politik muss endlich die Rahmenbedingungen verbessern und die Nachmittagsbetreuung ins Kinderbildungs- und betreuungsgesetz integrieren. Ansonsten wird es bald zu einem Systemkollaps kommen, dieser wird dann auch gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen“, befürchtet Gebauer.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine einheitliche Ausbildung</h4>



<p>Die Familienzentren GmBH der OÖ Kinderfreunde betreibt derzeit in Oberösterreich 23 Hort-Standorte und 30-Nachmitagsbetreuungs-Standorte (NABE), wobei nicht der Träger, sondern die jeweilige Gemeinde über die Form der Betreuung der SchülerInnen entscheidet. An diesen 53 Einrichtungen gebe es insgesamt rund 300 MitarbeiterInnen. Während an den Horten die Hälfte über eine Hortpädagogik-Ausbildung an einer BAFEP (Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik), ein Lehramtsstudium oder ein Fachhochschulstudium für Sozialpädagogik vorweisen könne, habe die Hälfte der an NABE-Standorten eingesetzten MitarbeiterInnen pädagogische Ausbildungen wie Freizeitpädagogik, aber eben auch nur diverse Kurse und Kurzausbildungen. Die andere Hälfte der NABE-Teams bestünden aus BetreuerInnen, die aber keine Ausbildung zur HorthelferIn bräuchten. In den Horten müssten es dagegen ausgebildete HelferInnen oder AssistenzhelferInnen für Integration sein.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-1024x1024.png" alt="" class="wp-image-17948 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-1024x1024.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-768x768.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-1536x1536.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-2048x2048.png 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2022/01/margit-mueller-500x500.png 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
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<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>„Wir leisten Pädagogik im Schatten.“</p><cite><br>Margit Müller</cite></blockquote>
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<p>Margit Müller ist Betriebsrätin im Hilfswerk Kärnten, das um die 120 PädagogInnen in Tagesbetreuungen an Ganztagsschulen beschäftigt. Das Problem in diesem Bundesland: die FreizeitpädagogInnen seien zwar Teil der Schulteams, würde aber nicht so gesehen. Manche Schulleitungen würden die Betreuungsarbeit schätzen und sich auch um eine Ausweitung der Stunden bemühen, andere „empfinden uns als Klotz am Bein“. Müller fordert hier mehr Anerkennung, „dass man uns im Schulsystem wahrnimmt“. „Wir leisten Pädagogik im Schatten“, meint sie. Man wolle aber nicht mehr länger nur als Anhängsel, „als Blinddarm der Pädagogik“ wahrgenommen worden, sondern eben als Teil des Schulsystems.</p>



<p>Wie auch ihre KollegInnen Gebauer und Schwarz fordert sie im Sinn der Kinder und der Beschäftigten einen besseren Betreuungsschlüssel. „Zehn Kinder pro PädagogIn wäre schon ein Anfang“, sagt Müller. Es gebe zudem Kinder, die am Vormittag auf Grund einer medizinischen Diagnose zusätzliche Unterstützung bekämen, am Nachmittag aber nicht. „Da fühlt man sich oft ein bisschen verloren.“ Ein besonderes Problem sei da die Betreuung von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und von Integrationskindern. Diese am Nachmittag ohne zusätzliche Hilfe in eine Gruppe zu integrieren, sei schwer. Aber auch, dass in Kärnten Zusatzaufgaben wie die Essensausgabe auf die FreizeitpädagogInnen abgewälzt würden, sei nicht in Ordnung. „Das ist im Grund nicht unsere Aufgabe und es fällt dadurch ein/e PädagogIn als Aufsichtsperson aus.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Für ein bundeseinheitliches Betreuungssystem</h4>



<p>Stephanie Veigl vertritt in der GPA die Interessen von rund 2.500 FreizeitbetreuerInnen in Österreich – und kennt daher auch deren Sorgen. Hier ein bundeseinheitliches Betreuungssystem zu schaffen, sei dringend nötig, sagte sie. Um die Arbeitssituation der Beschäftigten, aber auch die Betreuungssituation für Kinder von sechs bis 14 Jahren (SchülerInnen an Volksschulen, Mittelschulen, AHS-Unterstufen) zu verbessern, brauche es mehr Vorbereitungszeit für die PädagogInnen (was auch die Wochenarbeitszeit erhöhen würde), einen besseren PädagogIn-Kind-Schlüssel von etwa 1:12 zum Beispiel durch eine Verkleinerung der Gruppen, mehr Personal in Gruppen mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen, sinnvolle Regelungen für Betreuung und Arbeitszeit an schulfreien und Ferientagen, aber auch mehr Räume und Ausstattung für die Freizeitpädagogik. Veigl fordert zudem mehr Vollzeitstellen für FreizeitpädagogInnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Unbezahlte Arbeit</h4>



<p>Was es vor allem nicht mehr geben dürfe: dass PädagogInnen, die an verschränkten Ganztagsschulen arbeiten und dort den ganzen Tag über eingesetzt seien, aber nicht in jeder Stunde Kinder betreuen, nur als Teilzeitbeschäftigte eingestuft würden, ergänzt dazu Schwarz. In den Stunden dazwischen könnten sie entweder Kaffee trinken oder herumsitzen oder aber sie würden Vorbereitungsarbeiten erledigen – und das sei meist der Fall. Diese Arbeit würden sie aber nicht bezahlt bekommen, so Schwarz.</p>



<p>Ebenso ergeht es KollegInnen, die sich Arbeit mit nach Hause mitnehmen, erzählt Müller. „Wir planen genauso wie LehrerInnen Projekte, weil wir eine pädagogisch sinnvolle Arbeit machen wollen. Aber oft ist es zum Beispiel vor Ostern oder vor dem Laternenfest nicht möglich, das am Standort zu machen, weil die Vorbereitungszeit zu knapp bemessen ist. Die KollegInnen wollen das aber nicht auf dem Rücken der Kinder austragen und leisten so zu Hause Arbeit, die niemand sieht.“</p>
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		<title>Der Betriebsratsgründer</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/04/19/der-betriebsratsgruender/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2021 17:09:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Ganztagsschule]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittagsbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Schwarz]]></category>
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					<description><![CDATA[Stefan Schwarz verbindet beruflich seine Sportbegeisterung und sein Herz für Kinder. Der Sportwissenschafter und Trainer ist seit 2009 in Graz in der städtischen Nachmittagsbetreuung von VolksschülerInnen tätig. 2020 gründete er gemeinsam mit KollegInnen einen Betriebsrat und kümmert sich nun als freigestellter Betriebsratsvorsitzender um die Interessen von 400 MitarbeiterInnen.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="686" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-1024x686.png" alt="" class="wp-image-16682" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-1024x686.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-300x201.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-150x101.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-768x515.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/AdobeStock_kinder_schule_maske.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p><strong>Stefan Schwarz verbindet beruflich seine Sportbegeisterung und sein Herz für Kinder. Der Sportwissenschafter und Trainer ist seit 2009 in Graz in der städtischen Nachmittagsbetreuung von VolksschülerInnen tätig. 2020 gründete er gemeinsam mit KollegInnen einen Betriebsrat und kümmert sich nun als freigestellter Betriebsratsvorsitzender um die Interessen von 400 MitarbeiterInnen.</strong></p>



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<p>Ja, doch, er vermisse die tägliche Arbeit mit Kindern schon, erzählt Stefan Schwarz. Da er aber weiter nebenbei als Trainer, etwa mit fußballbegeisterten Kindern, arbeite, müsse er nicht ganz darauf verzichten und dann seien da ja auch noch seine beiden Söhne, drei und sieben Jahre alt, der ältere kickt schon fleißig. Die Betriebsratsarbeit sei aber „total spannend“ und vor allem kann er so sein Anliegen umsetzen, dafür zu sorgen, dass das Arbeitsleben für alle MitarbeiterInnen angenehmer werde. „Mir ist es wichtig, dass mit den KollegInnen gerecht und fair und wertschätzend umgegangen wird.“</p>



<p>Der Anstoß, für die Belegschaft der Städtischen Tagesbetreuung Graz GmbH, die in der steirischen Landeshauptstadt an 50 Schulstandorten VolksschülerInnen nachmittags betreut (hier ist die Mehrzahl der rund 400 MitarbeiterInnen tätig) sowie zudem Förderung für Kindergartenkinder etwa durch Logopädie oder Ergotherapie anbietet (in diesem Bereich sind an die 40 entsprechende Fachkräfte im Einsatz), einen Betriebsrat zu gründen, kam von einem guten Freund Schwarz’, dem GPA-Regionalsekretär Andreas Katzinger. Er selbst habe zudem zunehmend gespürt, dass eine bessere Vernetzung der KollegInnen, die einander oft nicht kennen, da sie an verschiedenen Standorten arbeiten, deren Interessen und Sorgen aber oft ähnliche sind, von Vorteil wäre. So kam die Initiative ins Rollen, einen Betriebsrat zu gründen. Bei der Wahl im März 2020 trat dann eine Liste an: die ULF, die Unabhängige Liste Freizeit- und Tagesbetreuung Graz.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Pandemie erschwert persönliche Kontakte</h4>



<p>Als die Wahl organisiert wurde, war von der Coronapandemie noch keine Rede. Als die Wahl abgehalten wurde, war man auf Grund des inzwischen verhängten ersten Lockdowns froh, diese als Briefwahl angelegt zu haben. So konnte sie trotz Pandemie ordnungsgemäß über die Bühne gebracht werden. Als Listenerster steht Schwarz seitdem dem Betriebsrat als Vorsitzender vor. Die Pandemiesituation erschwerte dann einerseits, sofort mit allen MitarbeiterInnen persönlich in Kontakt zu treten. Andererseits war es so für die Belegschaft leichter, ihre virusbedingten Sorgen und Anliegen gebündelt dem Dienstgeber zu kommunizieren.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Wir sind bisher zwei Mal in Kurzarbeit gewesen“ </p><cite>Stefan Schwarz</cite></blockquote>



<p>„Wir sind bisher zwei Mal in Kurzarbeit gewesen“, sagt Schwarz. Eltern seien angehalten worden, ihre Kinder zu Hause bleiben zu lassen. „Das schafft bei den MitarbeiterInnen natürlich Unsicherheit – werde ich meinen Job behalten?“ Da allerdings dann der Betreuungsschlüssel heruntergesetzt worden sei, hätten doch wieder mehr MitarbeiterInnen als zuvor gedacht, ihre vollen Stunden machen können. „Aber man muss sagen: das war und ist eine unsichere Zeit.“</p>



<p>Unsicherheiten gab es bei den MitarbeiterInnen aber auch bezüglich ihrer Gesundheit und ihrem Ansteckungsrisiko. „Die Frage war: wie kann man mit Masken, Abstand, Hygiene die Betreuung für alle möglichst sicher durchführen?“ Sorgen machten sich vor allem Schwangere und KollegInnen, die einer Risikogruppe angehörten. Sie wurden teils freigestellt, teils Maßnahmen erarbeitet, damit sie keinem Risiko ausgesetzt sind.</p>



<p>Daneben wurden in vielen Gesprächen, die Schwarz in diesem Jahr mit KollegInnen (zwar nicht persönlich, aber doch in vielen Telefonaten und Online-Konferenzen) führte, aber auch die grundsätzlichen Problemlagen klar. Während die einen PädagogInnen es schätzen, das Programm mit den zu betreuenden Kindern selbstständig und damit auch recht frei gestalten zu können, wünschen sich andere klarere Vorgaben. Und: obwohl es sich bei allen 50 Standorten um öffentliche Schulen handle, würden einige Einsatzorte als „das gelobte Land“ empfunden, andere seien so genannte Brennpunktschulen. Wovon das abhänge? „Vom Einzugsgebiet“, betont Schwarz. Es gebe Schulen mit überwiegend Kindern aus gutbürgerlichem Elternhaus und dann eben auch Schulen mit überwiegend Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Herausforderung &#8222;Brennpunktschulen&#8220;</h4>



<p>Wobei Schwarz betont: nicht der Migrationshintergrund per se werde hier zum Problem. Womit die PädagogInnen an den Brennpunktschulen zu kämpfen hätten, seien einerseits schlechte Schulleistungen vieler Kinder, andererseits erhöhte Konfliktpotenziale, Raufhändel, insgesamt Aggressivität. „Mir ist es aber hier wichtig zu sagen: es ist nicht der Migrationshintergrund, der hier für Aggressivität steht.“ Es gehe vielmehr darum, wie Kinder zu Hause aufgehoben seien, was für einen Rückhalt sie in der Familie bekämen. Wenn Kinder unglücklich mit sich oder der Situation seien, würden sie „leichter aus der Haut fahren“. Kurz: es geht um die soziale Situation der Kinder.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8222;Es ist ein sehr fordernder Beruf. Und wenn man teilweise mit 25 Kindern alleine ist, dann wird es schwierig, wenn da auch noch ständig Konfliktlösungen unterschiedlicher Natur notwendig werden.&#8220; </p><cite>Stefan Schwarz</cite></blockquote>



<p>Und hier kommt dann für die MitarbeiterInnen, die in der Betreuung von Kindern tätig sind, ein grundsätzliches Problem besonders zum Tragen: der Betreuungsschlüssel. „Es ist ein sehr fordernder Beruf. Und wenn man teilweise mit 25 Kindern alleine ist, dann wird es schwierig, wenn da auch noch ständig Konfliktlösungen unterschiedlicher Natur notwendig werden.“ Hier möchte Schwarz auf Arbeitgeberseite auch weiterhin Bewusstsein schaffen, dass weniger Kinder pro PädagogIn nicht nur eine bessere Betreuung für die Kinder schaffen, sondern auch die Arbeitsbedingungen für die MitarbeiterInnen verbessern.</p>



<p>Was er in seinem ersten Jahr als Betriebsratsvorsitzender schon erreicht habe? Eine bessere Vernetzung der MitarbeiterInnen einerseits, eine bessere Kommunikation mit der Geschäftsführung andererseits. Und es konnte ein Arbeitsmediziner installiert werden. Gerade in der Pandemiesituation habe sich zudem gezeigt, dass die Geschäftsführung ihrerseits über den Betriebsrat gezielter mit den MitarbeiterInnen kommunizieren konnte. „Da sieht man auch, dass es nicht immer schlecht für den Arbeitgeber ist, dass es einen Betriebsrat gibt.“ Im Vordergrund stünde aber natürlich, die Vertretung der Belegschaft zu sein.</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="700" height="700" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio.png" alt="" class="wp-image-16685 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio.png 700w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio-300x300.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio-600x600.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/04/Stefan-Schwarz_bio-500x500.png 500w" sizes="auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<p> Zur Person </p>



<p> <strong>Stefan Schwarz, </strong>geb. 1982 in Graz, nach der Matura Studium der Sportwissenschaften an der Uni Graz. Nach dem Abschluss zunächst selbstständig tätig, nach der Insolvenz eines großen Auftraggebers Wechsel in die Freizeitbetreuung an einer Volksschule. Inzwischen seit 2009 für die Städtische Tagesbetreuung Graz GmbH (bzw. ihre Vorgängerorganisationen) tätig. Seit März 2020 Vorsitzender des auf seine Initiative neu gegründeten Betriebsrats und für diese Tätigkeit freigestellt. Schwarz ist verheiratet und Vater zweier Buben. In seiner Freizeit sportelt und kocht er gerne. </p>
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