<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Stefan Kraker &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<atom:link href="https://kompetenz-online.at/tag/stefan-kraker/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 02 Mar 2023 12:13:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0.1</generator>

<image>
	<url>https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/02/index-1-150x150.png</url>
	<title>Stefan Kraker &#8211; KOMPETENZ-online</title>
	<link>https://kompetenz-online.at</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Caritas-Betriebsrat: Die Kunst des Möglichen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/03/02/betriebsrat-die-kunst-des-moeglichen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Resei]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Mar 2023 12:09:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Betreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Caritas]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Resei]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Kraker]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19588</guid>

					<description><![CDATA[Stefan Kraker Betriebsrats-Vorsitzender bei der Caritas. Er vertritt 2.300 Menschen in der Steiermark.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-1024x768.png" alt="" class="wp-image-19594" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-1024x768.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-300x225.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-150x113.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-768x576.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-1536x1152.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Stefan-Kraker3-2048x1536.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: privat</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Im Zivildienst kam Stefan Kraker zur Caritas. Er blieb und ist heute Betriebsrats-Vorsitzender für 2.300 Menschen in ganz Steiermark.</strong></p>



<span id="more-19588"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Zur steirischen Caritas kam der ehemalige Student der Informatik und technischen Mathematik während seines Zivildienstes 1993. Dort hätte Stefan Kraker gemäß seiner Vorbildung eigentlich eine Schnittstelle zwischen zwei Rechner-Systemen programmieren sollen. „Doch dann ist der Bosnienkrieg ausgebrochen und es gab wichtigere Aufgaben“, erinnert sich Kraker an seine Anfänge mit 27Jahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der vorgesehene Indoor-Job, wuchs zur Betreuung der damals so eben aus Bosnien geflüchteten Menschen heran. „Das Projekt wurde immer größer“, erzählt der gebürtige Grazer. Neben den bosnischen Flüchtlingen wurden auch rund 250 AsylwerberInnen von Ehrenamtlichen betreut. Es wurden Menschen, die meist alles verloren hatten, quer durch das Bundesland von SteirerInnen aufgenommen. „Die Anteilnahme war hoch und die Integration am Arbeitsmarkt hat noch wesentlich besser funktioniert als heute“, weiß der Caritas-Betriebsratsvorsitzende. „Dass es inzwischen anders geworden ist, haben wir Jörg Haider zu verdanken.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Eine Lebensaufgabe</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan Kraker fuhr durch das Bundesland und erkundete, wie es den Geflüchteten geht und was etwa noch für sie getan werden kann. Er fungierte als Bindeglied zwischen BetreuerInnen, Flüchtlingen und den staatlichen Vorgaben. Die Aufgaben häuften sich, Kraker entschloss sich auch nach dem Zivildienst bei der Caritas zu bleiben: „Das war ein spannender Job, ich konnte dabei ganz viel lernen“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Verwaltungsarbeit und Bürokratie gehörten dazu. „Mein Großvater war Beamter, deshalb war mir die kameralistische Verwaltung nicht unbekannt“, erzählt der Betriebsratsvorsitzende. Kraker lernte bald, wo er die richtigen Anträge stellen musste. Integration erlebte er durchwegs positiv: „Es hat gut getan, zu beobachten, was in einer Region, wenn sich die Menschen drum kümmern, alles möglich ist“. Wie etwa ein Fußball-Verein im Ort zur Integration beitragen kann, wie alles geht, wenn nur der Wille da ist. Kraker traf enorm engagierte Menschen – querbeet von BürgermeisterInnen bis zu ArbeiterInnen und Pfarren mit all ihren Ressourcen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Anfangs war ich skeptisch, ein Freund, der die Liste übernommen hatte, setzte mich auf den letzten Platz.“</p>
<cite>Stefan Kraker</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser Zeit wurde er auch erstmals von seinem damaligen Betriebsrat angesprochen. „Anfangs war ich skeptisch, ein Freund, der die Liste übernommen hatte, setzte mich auf den letzten Platz.“ Mit der Zeit rückte Kraker weiter vor und wurde Teil des Betriebsratsgremiums, eine Aufgabe, die ihn anspornte. Als die damalige Betriebsratsvorsitzende erkrankte, avancierte Kraker vom Kassier zur Vertretung – 2002 wurde er dann selber zum Vorsitzenden gewählt. Bis auf eine kurze Pause, ist Kraker bis heute Betriebsratsvorsitzender der Caritas Steiermark, obwohl es nie sein „Karriereziel“ war und vertritt MitarbeiterInnen der Kinder-, Jugend- und Flüchtlingsbetreuung ebenso wie jene in der Alten-und Familienbetreuung. Die Bandbreite der Caritas-Einrichtungen und Angebote reicht dabei u.a. von Lerncafés, Jugendwohngemeinschaften und Sozialläden bis hin zu Altenpflege, Rechtsberatung für MigrantInnen, Streetwork für Drogensüchtige und Behindertenarbeit. Insgesamt vetritt er 2.300 ArbeitnehmerInnen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das jenseitige Konto</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Derzeit zählt der Personalmangel&nbsp; zu den größten Problemen in der Caritas Steiermark. Es fehlen nicht nur SozialarbeiterInnen und Pflegefachkräfte auch MitarbeiterInnen im Außendienst wie im Innendienst – werden ebenso gesucht wie Menschen für die Personalverrechnung oder IT-Fachleute. Viele in der Belegschaft müssen deshalb an ihre Belastungsgrenzen gehen. Bekannt ist auch der Mangel an Kräften in der&nbsp; Pflege. „Hier sind&nbsp; in den letzten Jahren die Qualitätsansprüche stark gestiegen“, sagt Stefan Kraker. Diese höheren&nbsp; Standards bedingen auch einer genaueren Dokumentation, damit bleibt jedoch weniger Zeit für die Betreuungsleistung und das wirkt sich auf die Arbeitsbelastung aus. Eine PflegerIn muss über jeden Schritt Buch führen, Krankheit und Tod gehören zu ihrem Berufsalltag. Für viele sind daher Jobs mit geringerer Belastung und weniger Verantwortung attraktiver. Auch ist die Caritas dafür bekannt, keine besonders hohen Gehälter zu bezahlen. „Wer bei uns arbeitet sollte bereit sein, auch ein bisschen an das jenseitige Konto zu glauben“, schmunzelt Kraker.</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Hast du schon einmal überlegt selbst einen Betriebsrat zu gründen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es bei dir im Betrieb mindestens 5 Beschäftigte gibt, kann eine Betriebsratswahl stattfinden. Dein Chef/deine Chefin, darf die Wahl nicht behindern. Als Betriebsrätin/Betriebsrat hast du einen besonderen Kündigungsschutz und du kannst einen Teil deiner Arbeitszeit für die Betriebsratstätigkeit verwenden. Wir unterstützen und begleiten dich und deine KollegInnen bei der Durchführung der Betriebsratswahl.<br>Du möchtest mit uns darüber reden? Dann wende dich an unsere Beratung in deinem Bundesland. Alle Kontakte findest du hier: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="https://www.gpa.at/kontakt (öffnet in neuem Tab)">https://www.gpa.at/kontakt</a></p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Abgrenzung und Austausch</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für seine KollegInnen ist Stefan Kraker an Arbeitstagen von 7.30h bis 18 Uhr zu sprechen, er gönnt sich aber freie Wochenenden. „Mir ist keine Notsituation vorgekommen, die nicht zwei, drei Tage Zeit hätte, dass man sie bespricht“, erklärt der Betriebsratsvorsitzende. Oft genug geht Krakers Job nach dem offiziellen Dienstschluss unter der Woche weiter, wenn er etwa Teamsitzungen in einem Pflege-Wohnhaus besucht, die erst um 18 Uhr beginnen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Wenn wir mit Hilfe der GPA nicht gemeinsam drangeblieben wären, hätten uns die Arbeitgeber auseinander dividiert und wir wären gescheitert.“</p>
<cite>Stefan Kraker</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Vernetzung ist für einen Betriebsrat sehr wichtig, sie wird durch die GPA ermöglicht, über deren Strukturen „Gott sei Dank sehr viel passiert“, weiß Kraker. Der betreuende GPA-Sekretär ist Helmut Krivec. „Was er sagt, hat immer Hand und Fuß“, lobt Kraker. Um sich auszutauschen, gibt es eine offene Plattform von Betriebsräten im kirchlichen Bereich und Treffen unter den österreichweiten Caritas-Betriebsräten. Eine wertvolle Quelle: „Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, sondern können von unseren Erfolgen und auch vom Scheitern lernen“. Die Vernetzung untereinander und mit ArbeitnehmerInnen-Vertretern aus anderen karitativen Organisationen hat auch geholfen, die&nbsp; Arbeitszeitverkürzung durchzusetzen. Für Diakonie, Caritas und Sozialwirtschaft Österreich ist sie über alle drei Sozialkollektiv-Verträge hin gültig. Betriebsratsvorsitzender Kraker: „Wenn wir mit Hilfe der GPA nicht gemeinsam drangeblieben wären, hätten uns die Arbeitgeber auseinander dividiert und wir wären gescheitert“.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Vernünftige Verhandlung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Betriebsräte sollten durchaus spezielle Eigenschaften mitbringen. „Sie sollten fremde Bedürfnisse über die eigenen stellen und müssen es mögen für andere etwas zu tun.“, sagt Stefan Kraker. Auch nicht all zu hoher Respekt vor den Vorgesetzten und ein gesundes Selbstbewusstsein helfen. Gleichzeitig ist es wichtig ein gewisses Augenmaß zu bewahren „Denn nach den Verhandlungen müssen beide Seiten leben können. Wenn die Gegenseite das Gesicht verliert, verbessert das die Gesamtsituation leider nicht.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Denn nach den Verhandlungen müssen beide Seiten leben können. Wenn die Gegenseite das Gesicht verliert, verbessert das die Gesamtsituation leider nicht.“</p>
<cite>Stefan Kraker</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch mit privaten Probleme&nbsp; wenden sich MitarbeiterInnen an Stefan Kraker etwa wenn es um die Lehrstelle für ein Kind geht. Kraker versucht auch hier weiterzuhelfen, immerhin konnte er bereits einen Schulplatz und eine Arbeitsstätte vermitteln.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Ein Virus, das glücklich macht</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Privat kehrt der Grazer gerne zu den Zahlen und der Genauigkeit zurück, wenn er das Modell eines Feuerwehr-Autos zusammensetzt. Die bekannteste Größe nennt sich H0, sie entspricht etwa dem Maßstab 1:87. „Eine Freundin hat mir einmal einen Bausatz geschenkt, ab dann war ich mit diesem Virus infiziert“, erinnert sich Stefan Kraker. „Modellbau ist ein guter Ausgleich, eine Konzentrationsübung, die auch nicht immer funktioniert. Es gibt Tage, da spüre ich, das wird nichts und andere, da versinke ich darin und merke nicht, dass es hell oder dunkel wird.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehr als 1.000 Feuerwehren hat Kraker bereits in liebevoller Präzision geschaffen, und sucht nun eine Möglichkeit, sie alle aufzustellen. Auch seine Tochter hat von jeher eine Affinität zur Technik, wurde darin bestärkt und arbeitet als technische Zeichnerin von Entlüftungs- und Abwasseranlagen in Krankenhäusern. Nur Betriebsrätin ist sie bisher keine.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren: </h4>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://kompetenz-online.at/2023/02/23/rasche-sechste-urlaubswoche-erreicht/" aria-label="Ronald Freudenthaller">Ronald Freudenthaller</a> ist Betriebsrat bei Transgourmet. Gemeinsam mit seinen KollegInnen hat er ein Goodie-Paket ausgehandelt, zu dem auch die 6. Urlaubswoche gehört.</li>



<li><a href="https://kompetenz-online.at/2022/12/05/sportlich-in-die-vier-tage-woche/" aria-label="Daniel Hochkofler">Daniel Hochkofler</a> seit kurzem Betriebsrat Hervis und setzt sich dort für die 4-Tage-Woche ein. </li>



<li>Mehr über die&nbsp;<a href="https://kompetenz-online.at/2020/03/17/bindeglied-zwischen-chef-und-beschaeftigten/" aria-label="Rechte und Pflichten eines Betriebsrats">Rechte und Pflichten eines Betriebsrats</a>&nbsp;verrät dir unsere Rechtsexpertin Andrea Komar.</li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Leistungssport Pflege</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2019/10/03/leistungssport-pflege/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Resei]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Oct 2019 12:01:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2019/04]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstories]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[35-Stunden-Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Resei]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstory]]></category>
		<category><![CDATA[Eva Scherz]]></category>
		<category><![CDATA[Pflege]]></category>
		<category><![CDATA[Pflegefinanzierung]]></category>
		<category><![CDATA[Ria Brandlhuber]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stefan Kraker]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=11389</guid>

					<description><![CDATA[Wer in der Pflege arbeiten möchte, muss körperlich fit, kommunikativ und empathisch sein. Portrait einer Berufsgruppe, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens braucht. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Pflege1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-11430" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Pflege1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Pflege1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Pflege1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Pflege1-768x461.png 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Fotos: links: iStock, rechts: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wer in der Pflege arbeiten möchte, muss körperlich fit, kommunikativ und empathisch sein. Portrait einer Berufsgruppe, die jeder Mensch im Laufe seines Lebens braucht. </strong></p>



<span id="more-11389"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Maria schwelgt in Erinnerungen. Nicht bloß angenehmen. Etwa, wie es damals nach dem Krieg noch kein fließendes Wasser am heimischen Bauernhof gab und es ihre Aufgabe war, jeden Samstag genügend Wasser für die gesamte Familie zu holen. Rund eine Viertelstunde zum Gemeindebrunnen hin, der Rückweg mit der schweren Last dauerte freilich länger. Ihre Jugend war hart und entbehrungsreich, ein Lichtblick als sie sich in ihren späteren Ehemann verliebte. „Das war am Palmsonntag, er war früher ein ganz fescher Bursch“, erzählt die Pensionistin. Auch an das erste Auto, das sich das Ehepaar gemeinsam leistete, hat Frau Maria noch genaue Erinnerungen &#8211; ein gebrauchter VW Käfer mit „Brezel“-Scheiben. „Wir waren sehr stolz auf das Auto, später sind halt die Gänge immer wieder raus gehüpft während der Fahrt“, schmunzelt sie. Bloß an die vergangene Woche kann sie sich nicht mehr so genau erinnern. Frau Maria ist sich nicht sicher, ob sie beim praktischen Arzt war oder die Zeit doch nur zu Hause verbracht hat. Es ist verblüffend, wie sich die 81-Jährige an Details einer Geschichte erinnert, die über 60 Jahre zurückliegt. Die Gegenwart ist der gebürtigen Steirerin fremd. Bei einer Demenzerkrankung purzeln die Erinnerungen gleich Dominosteinen dahin, das Gedächtnis verliert die Möglichkeit, wieder darauf zuzugreifen. Dabei arbeitet sich die Krankheit immer tiefer ins Gedächtnis hinein – was den erkrankten Menschen am längsten zur Verfügung steht, sind die Erinnerungen aus einer oft Jahrzehnte zurückliegenden Vergangenheit, in der sie nun wieder leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau Maria ist eine von rund 130.000 Demenzkranken in Österreich. Die Tendenz ist steigend, bis 2030 soll sich die Zahl verdoppeln und im Jahr 2050 sprechen die Prognosen gar von einer Verdreifachung.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Pflege länger daheim</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was in den Pflegeberufen alles&nbsp; geleistet wird“, erklärt Ria Brandlhofer, diplomierte Sozialarbeiterin und Zentral -Betriebsrats-Vorsitzende in Vertretung beim Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser „Häuser zum Leben“. Brandlhofer vertritt immerhin circa 4.500 KollegInnen &#8211; vom diplomierten Pflegepersonal, PflegeassistentInnen, Heimhilfen, FachsozialbetreuerInnen, ÄrztInnen, PsychologInnen, Physio- und ErgotherapeutInnen SozialarbeiterInnen, technische HausbetreuerInnen, Büroangestellte und das Küchenpersonal von den Küchenhilfen bis zu den KöchInnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide"><figure class="wp-block-media-text__media"><img decoding="async" width="500" height="500" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Ria-Brandlhofer_6257-1.png" alt="" class="wp-image-11545" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Ria-Brandlhofer_6257-1.png 500w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Ria-Brandlhofer_6257-1-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Ria-Brandlhofer_6257-1-300x300.png 300w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, was in den Pflegeberufen alles&nbsp; geleistet wird“ </p><cite>Ria Brandlhofer, Zentral-Betriebsratsvorsitzende in Vertretung, Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser</cite></blockquote>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten älteren Menschen, die in eines der „Häuser zum Leben“ übersiedeln, brauchen zu Beginn meist noch relativ wenig Unterstützung, doch mit der Zeit steigt der Pflegebedarf. „Wir haben 30 Standorte, die BewohnerInnen bleiben in der Regel bis sie sterben bei uns“, weiß die ZBR Vorsitzende in Vertretung. Für die BewohnerInnen wird ein individueller Pflege- und Betreuungsplan erstellt, die kleinen Wohnungen sind mit eigenen Möbeln beziehen. Daneben verfügen die „Häuser zum Leben“ über stationäre Bereiche, in zwei Häusern gibt es eine Remob-Station und eines ist mit einer Demenz Station ausgerüstet. Das Durchschnittsalter, in dem sich SeniorInnen für ein Pensionisten-Wohnhaus oder Altersheim entscheiden, ist in den letzten Jahren gestiegen. „Schuld“ daran ist ein eigentlich erfreulicher Aspekt. Ältere Menschen können heutzutage länger zu Hause leben, weil es weniger Substandard-Wohnungen gibt und immer mehr Häuser mit Liften nachgerüstet werden. „Es ist aber dann ein riesiger Schritt, wenn die Menschen eine Wohnung, in der sie bis zu 60 Jahre gelebt haben, für immer verlassen“, weiß Ria Brandlhofer. Vielleicht sogar der größte. </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Persönlicher Kontakt wichtig</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die immer älter werdenden BewohnerInnen intensiviert sich die Arbeit der Pflegekräfte.Die Zahl der Demenz-, Diabetes- oder Depressionserkrankungen nimmt zu. Psychische Erkrankungen und psychische Auffälligkeiten kommen mehr zum Vorschein. Pflegekräfte sind dabei sehr gefordert. Demenz etwa tritt in unterschiedlichen Phasen auf &#8211; bei manchen Menschen merkt man sie kaum, andere werden intensiver. „Wir können die Menschen nur dort abholen, wo sie stehen“, erklärt Brandlhofer. Anfangs überspielen viele ihre Demenz und behaupten.„das habe ich jetzt vergessen“ oder „das hast du mir nie erzählt“. Es gehört auch zu den Aufgaben der Fachkräfte, das zu beobachten und zu erkennen. Dafür müssen die Betreuenden die zu pflegenden Menschen besser kennen lernen. „Da ist es wichtig, die Persönlichkeit einschätzen zu können und mit den Angehörigen Kontakt zu haben, die über Biographie und Historie der BewohnerInnen Bescheid wissen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erleichtert auch, die BewohnerInnen so anzunehmen, wie sie sich durch ihre Krankheit verändert haben. Im Umgang mit Demenzerkrankten sollten auch einige Regel beachtet werden. „Es ist ganz wichtig, die Menschen nicht dauernd auszubessern, wenn etwas falsch ist.“ Wichtig ist es auf die Gefühle einzugehen und die Realität der PatientInnen anzunehmen. Wenn etwa eine alte Frau auf ihre Mutter wartet, so hat es wenig Sinn zu sagen, dass diese schon längst verstorben ist. Es hilft eher über die Mutter zu reden und ein angenehmes Gesprächsklima zu erzeugen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotzdem kann es ziemlich stressig werden. Oftmals wollen von Demenz Betroffene etwa nicht einsehen, dass eine Körperhygiene erforderlich ist oder es nötig ist, Nahrung zu sich zu nehmen. Diese Situationen verlangen von den Fachkräften viel Verständnis und ein Vorgehen mit reichlich Herz und Seele. „In unseren Berufen ist viel Eigenengagement notwendig. Ich muss professionell und empathisch sein“, gibt Brandlhofer zu Bedenken.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls loop poster="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/09/Grafik_Schritte1.png" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Kompetenz_4_2019_ohneCoverohne-Musik.mp4"></video><figcaption><strong> Pflege ist Leistungssport: 24.000 Schritte in einem Nachtdienst – also knapp 17 Kilometer – sind keine Seltenheit. </strong> </figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Tägliche Höchstleistungen</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Kein Wunder, dass es laut Wifo bald einen Mangel an Pflegekräften geben wird. Etwa 20.000 Pflegekräfte in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, Arztpraxen, in der Langzeitpflege und -betreuung oder in der Aus- und Weiterbildung werden bis 2030 fehlen. So unterschiedlich ihre Tätigkeit im Arbeitsfeld ist, eines haben alle Pflegekräfte gemeinsam: Sie erbringen täglich Höchstleistungen zum Wohle sehr verletzlicher Gruppen wie Ältere, Kranke oder Menschen mit besonderen Bedürfnissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat untersucht welche Spitzenwerte ein Pflegedienst tagtäglich hervorbringt: 24.000 Schritte in einem Nachtdienst – also knapp 17 Kilometer – sind keine Seltenheit. Oft betreut eine Fachkraft im Nachtdienst eine ganze Station alleine und ist für mehr als 50 BewohnerInnen im Alten- und Pflegeheim zuständig. Zeit zum Verschnaufen bleibt da kaum. Einsatzkräfte in der mobilen Pflege und Betreuung legen teils mehr als 60 Kilometer im Stadtverkehr pro Tag im Auto zurück, um in einem Dienst bis zu 20 KlientInnen zu versorgen – für die auch dringend benötigte Zuwendung und Gespräche bleibt kaum ein Moment. </p>



<div class="wp-block-media-text alignwide"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Scherz_6220.png" alt="" class="wp-image-11550" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Scherz_6220.png 500w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Scherz_6220-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Eva-Scherz_6220-300x300.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Ohne dem enormen Engagement der Pflegekräfte würde das System schon längst vor sehr großen Problemen stehen.“</p><cite> Eva Scherz, GPA-djp, Wirtschaftsbreichssekretärin, GPA-djp</cite></blockquote>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Wer in der Pflege arbeiten möchte, der muss auch Gerüche vertragen,&nbsp; gerne Menschen um sich haben und etwas für sie tun wollen. Insbesondere ist aber auch Kompromissfähigkeit gefordert: „Es sollte ein Verständnis dafür geben, was ich persönlich gut finde, der andere aber gar nicht schätzt und wie deshalb ein besserer gemeinsamer Weg gefunden werden kann“, macht Brandlhofer deutlich. „Ohne dem enormen Engagement der Pflegekräfte würde das System schon längst vor sehr großen Problemen stehen“, ist sich Eva Scherz, Wirtschaftsbereichssekretärin der GPA-djp, sicher. Immerhin 73 Prozent der Pflegekräfte erleben ihre Arbeit als sinnstiftend, das zeigt der&nbsp; Arbeitsklima Index der Arbeiterkammer Oberösterreich. In anderen Branchen sind es bloß 64 Prozent. In der Pflege werden das gute Miteinander und die Teamarbeit geschätzt.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Hoher
Dokumentationsaufwand</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stefan
Kraker ist Betriebsrats-Vorsitzender bei der Caritas Steiermark und vertritt mehr
als 2000 MitarbeiterInnen, rund die Hälfte davon ist in der Pflege beschäftigt.
Der gelernte Programmierer ist auch für den Arbeitsschutz zuständig. „Die
Arbeit im Sozialbereich ist sehr herausfordernd und wird immer anstrengender,
das sehe ich, weil ich auch über den ArbeitnehmerInnenschutz in alle
Einrichtungen komme“, erzählt Kraker. Er plaudert mit seinen KollegInnen und
erfährt, wie es ihnen ergeht, wie die Arbeit mit den KlientInnen läuft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neben einer oft
körperlich anstrengenden Tätigkeit, gehören der Beistand bei großen Schmerzen,
Sterbebegleitung oder auch der Trost Angehörigen zu ihren Aufgaben. Hilfe, die
wesentlich mehr wert ist, als dies derzeit sowohl in der Entlohnung als auch in
der zur Verfügung stehenden Zeit zum Ausdruck kommt. Einige ArbeitnehmerInnen sind
knapp vor dem Burnout. Stefan Kraker ist sich sicher, dass seine KollegInnen
bei der Caritas eine hohe Frustrationstoleranz haben und ihre Klientinnen nicht
im Stich lassen wollen. „Allerdings wäre es oft
gesünder, wenn sich die Leute früher aus dem Stress raus nehmen“. Der
Druck in der Arbeit steigt, die Fachkräfte müssen weit mehr als die reine
KlientInnen-Arbeit meistern: Betriebsrats-Vorsitzender Kraker: „Tendenziell
nimmt der Dokumentationsaufwand zu, was nicht bloß schlecht ist, denn die
Fachkräfte müssen sich ja auch absichern. Doch die Arbeit wird nicht leichter,
wenn ich jeden Arbeitsschritt zusätzlich dokumentieren muss.“</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="500" height="500" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Stefan-Kraker_6163.png" alt="" class="wp-image-11554" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Stefan-Kraker_6163.png 500w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Stefan-Kraker_6163-150x150.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Stefan-Kraker_6163-300x300.png 300w" sizes="auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> „Ich bin für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, weil ich einfach merke, wie der Wunsch nach mehr Freizeit unter den KollegInnen immer stärker wird.“ </p><cite> Stefan Kraker,  Betriebsrats-Vorsitzender, Caritas Steiermark </cite></blockquote>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">Grundsätzlich ist es dringend notwendig die Pflegeberufe attraktiver zu machen. Die Ausbildung muss stärker beworben werden, die Gehälter müssen steigen und die Arbeitszeit verkürzt werden. „Es gibt ganz viele KollegInnen, die, wenn es sich finanziell ausgehen würde, nicht 38 Stunden, sondern weniger arbeiten wollen. Doch weil unser Lohnniveau insgesamt nicht so hoch ist, können sie es sich mit ihren Verpflichtungen nicht leisten“, erklärt Kraker „Ich bin für die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, weil ich einfach merke, wie der Wunsch nach mehr Freizeit unter den KollegInnen immer stärker wird.“ sagt Kraker. In der Pflege sind immer mehr Teilzeitkräfte und AlleinerzieherInnen aktiv, Menschen die häufig armutsgefährdet sind. „Es wird höchste Zeit, dass sie von ihrem Engagement auch etwas haben“, fordert Ria Brandlhofer. Denn für die entsprechende Qualität die täglich erbracht wird, braucht es genug Zeit zur Entspannung. „Jeder soll seinen eigenen Tank wieder vollmachen können und genug Zeit für die eigene Familie haben“, führt Ria Brandlhofer vom Kuratorium Wiener Pensionisten-Häusern aus.</p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>Maßnahmen gegen den Stress </strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gemeinsam mit der Geschäftsleitung wird dort an der Umgestaltung der Arbeitszeitmodelle gearbeitet: „Wir wollen schauen, was die KollegInnen möchten und was möglich ist, wo wir einen Konsens finden müssen und wie wir das an die Arbeitszeit anpassen können“, sagt Brandlhofer. „Wir sind circa 4500 KollegInnen und müssen einen Weg finden, uns der modernen Zeit anzupassen – für unsere BewohnerInnen da sein und die Wünsche unserer MitarbeiterInnen einplanen.“ Keine einfache Aufgabe. Rund um die Uhr ist die Pflege in der stationären Abteilung tätig, je nach Bedarf von sieben bis 21 Uhr in den Wohnungen der „Häuser zum Leben“. In den Wiener Pensionisten-Wohnhäusern wird auf Stressabbau auch durch Kommunikation gesetzt. „Manchmal ist es gut, mit den KollegInnen Psychohygiene zu betreiben. Tod, Alter oder Krankheit dürfen kein Tabu sein und wir reden freilich auch im KollegInnen-Kreis darüber, wenn jemandem eine Pflege sehr nahe gegangen ist“, erklärt Brandlhofer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit
der Zeit hat die diplomierte Sozialarbeiterin ihre eigene Technik entwickelt
Belastungen nicht nach Hause mitzunehmen: „Wenn ich mit BewohnerInnen zu tun
habe und sie zum Lächeln bringen konnte oder wir gemeinsam ein kleines Ziel
erreicht haben, ist das wirklich schön. Dann gehe ich zufrieden heim, weil ich
einen Menschen für den Moment glücklich gemacht habe.“ I</p>



<p class="wp-block-paragraph">In
ihrem Beruf Sozialarbeiterin schätzt sie es, wenn sich Familien wieder näher
kommen. „Eltern und Kinder, die schon jahrelang nicht mehr miteinander geredet
haben, haben wieder miteinander Kontakt, weil BewohnerInnen merken, das Leben
geht langsam zu Ende.“ Dabei gibt es noch so viel zu klären mit dem Sohn, der
Tochter oder anderen Familienmitgliedern. „Das Vertrauen der BewohnerInnen
geschenkt zu bekommen, ist bereichernd. Und sie wissen die Hilfe auch
wertzuschätzen.“ </p>



<h4 class="wp-block-heading"><strong>KV-Verhandlungen im Herbst</strong></h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die gebürtige Burgenländerin ist gelernte Rauchfangkehrerin, doch in Wien kam ihr die Freude an Schornsteinen und Kamintürchen abhanden. „Die Arbeit war viel zu anonym. Deshalb habe ich umgesattelt und bin auf die Akademie für Sozialarbeit gegangen“, Mittlerweile arbeitet sie seit 14 Jahren im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser. Im Herbst ist erstmals im engeren Kollektiv-Vertrag-Verhandlungsteam vertreten. Ihr Ziel ist es unter anderem eine Verbesserung bei den Arbeitszeiten zu erreichen. Angst vor den langwierigen Sitzungen hat sie keine. „Denn als Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern bin ich ausreichend verhandlungserprobt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Alle Kollektivverträge auf einen Blick</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ihren persönlichen Kollektivvertrag können Sie kostenlos auf der Website der GPA-djp suchen und herunterladen. <br><a href="https://www.gpa-djp.at/cms/A03/A03_2a/kollektivvertrag" aria-label="https://www.gpa-djp.at/kollektivvertrag">https://www.gpa-djp.at/kollektivvertrag</a> </p>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph">     </p>
]]></content:encoded>
					
		
		<enclosure url="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2019/10/Kompetenz_4_2019_ohneCoverohne-Musik.mp4" length="5112226" type="video/mp4" />

			</item>
	</channel>
</rss>
