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	<title>Zufriedenheit &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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		<title>Jobzufriedenheit: 6 Tipps, um wieder voll motiviert zur Arbeit zu gehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 14:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gehalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie läuft’s bei dir im Job? Bist du voller Tatendrang, fühlst dich in deiner Firma respektiert und die Zahlen am Konto klettern nach oben - oder eher das Gegenteil? Wir sagen dir, wie du deine Zufriedenheit steigern kannst!]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-19669" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1536x1025.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-2048x1366.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-272x182.jpeg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie läuft’s bei dir im Job? Bist du voller Tatendrang, fühlst dich in deiner Firma respektiert und die Zahlen am Konto klettern nach oben &#8211; oder eher das Gegenteil? Wir sagen dir, wie du deine Zufriedenheit steigern kannst!</strong></p>



<span id="more-19667"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erfülltes Berufsleben, gute Zusammenarbeit im Team, ein motivierendes Gehalt und eine überzeugende Perspektive – so könnte man Jobzufriedenheit definieren. Doch mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz steht es nicht allzu gut: Laut dem letzten <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/Arbeitsklima_Index-_Frauen_bekommen_weniger_Geld.html#heading_Arbeitszufriedenheit_von_Frauen_seit_Corona_massiv_verschlechtert" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Arbeitsklima-Index der AK OÖ (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima-Index der AK OÖ</a> vom Februar ist die Zufriedenheit im Sinken begriffen und nähert sich besonders bei den Frauen einem historischen Tiefstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du an deinem Arbeitsplatz unzufrieden bist, so gibt es einige Schrauben, an denen du drehen kannst. Oder denkst du schon drüber nach, dir einen neuen Job zu suchen? Wir geben dir Tipps, wie du deine Situation verändern kannst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu wenig Geld?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du deinen Gehaltszettel ansiehst, bist du nicht sicher, ob du lachen oder weinen sollst, ganz besonders in diesen schwierigen Zeiten der Teuerung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Gehalt richtet sich nach der Branche, in der du arbeitest und dem gültigen <a href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag" aria-label="Kollektivvertrag">Kollektivvertrag</a>. Auf deinem Dienstzettel, den du zu Beginn deiner Tätigkeit von deinem Dienstgeber erhalten hast, ist deine Einstufung laut Kollektivvertrag ersichtlich. Wenn du denkst, dass deine Bezahlung nicht deiner Ausbildung und Berufserfahrung entspricht, dann besprich das mit deinem Betriebsrat. Deine jährlich Gehaltserhöhung passiert übrigens nicht automatisch, die verhandelt deine Gewerkschaft GPA für dich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechne auch deine Überstunden bzw. deine Mehrarbeitsstunden nach: Wurde alles ausbezahlt? Auch hier kann dir dein Betriebsrat helfen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Melanie D., Kundenberaterin in einer großen Bank, war in ihrer Arbeit in den letzten Jahren sehr erfolgreich und wollte nicht nur eine Prämie, sondern eine nachhaltige Gehaltserhöhung: „Ich habe mich vom Betriebsrat beraten lassen, so konnte ich dann im Gespräch mit meiner Vorgesetzten meine Forderung durchsetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du also eine Gehaltserhöhung beanspruchen möchtest, dann mal los! Finde einen Termin mit deinem/r Vorgesetzen für ein Gespräch. Bereite dich gut darauf vor und überleg auch, welche Forderung realistisch wäre. Einen Leitfaden dafür findest in ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2021/11/30/7-tipps-fuer-eine-erfolgreichegehaltsverhandlung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="7 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung (öffnet in neuem Tab)">7 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung</a>‘.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph">Oder du nutzt unser <a href="https://bit.ly/3uwagoa" aria-label="gratis online Tool">gratis online Tool</a> und trainierst, wie du die nächste Gehaltsverhandlung perfekt meisterst. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Karriereaussichten?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du würdest gern mal was Neues versuchen oder die Karriereleiter nach oben klettern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es dir um Aufstiegschancen geht, so kannst du selbst aktiv werden. Fehlen dir Kompetenzen für eine Beförderung? Informiere dich, wie du dich weiterbilden könntest: Reicht ein einwöchiges Seminar um spezielle Kenntnisse zu erwerben, oder willst du einen höherwertigen Abschluss? Viele Arbeitgeber sind durchaus bereit in die Ausbildung ihrer MitarbeiterInnen zu investieren und ihnen Schulungen zu bezahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder du beantragst eine Bildungskarenz: Dabei handelt es sich um eine bezahlte Auszeit. Du kannst mindestens zwei, längstens zwölf Monate lang eine Bildungsmaßnahme besuchen, die vom AMS übernommen wird. Dein/e ArbeitgeberIn muss einverstanden sein. Genauere Infos dazu findest du in unserem Beitrag ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/17/in-10-schritten-zur-bildungskarenz/" aria-label="In 10 Schritten zur Bildungskarenz">In 10 Schritten zur Bildungskarenz</a>‘.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selin G., Elementarpädagogin aus Linz, hat sich im Laufe ihres Arbeitslebens verstärkt für die Arbeit mit Kindern mit Behinderungen zu interessieren begonnen. „Ich habe daher letzten Herbst Bildungskarenz genommen um eine Ausbildung in Sonderpädagogik zu absolvieren. Das war die beste Entscheidung meines Lebens, ich freu mich schon jetzt auf meine neuen Aufgabengebiete nach dem Abschluss!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schreckliche KollegInnen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du bist mit deiner Arbeit inhaltlich zufrieden, aber du teilst dein Büro mit einem intriganten Kollegen, der dich piesackt oder gar mobbt? Die Stimmung im Team ist unter null und alle misstrauen sich gegenseitig? Falls die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum stark beeinträchtigt ist, solltest du aktiv werden! Sprich mit deiner/m Vorgesetzten oder wende dich an den Betriebsrat! Sinnvoll wären hier etwa Coaching oder Teambuilding-Aktivitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In unserem Team war eine Kollegin, die sich einfach nicht einfügen wollte. Für Fehler versuchte sie immer andere verantwortlich zu machen, hinter unserem Rücken redete sie schlecht über uns. Irgendwann wollte keiner mehr mit ihr zusammenarbeiten,“ erzählt Joachim, Labortechniker in einer Chemiefirma. „Unsere Bereichsleiterin hatte die Nase voll. Sie hat zusammen mit dem Betriebsrat Teambuilding-Aktivitäten organisiert und Gespräche geführt. Die schwierige Kollegin hat schließlich verstanden, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, sich ins Team einzufügen.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Unmögliche Arbeitszeiten?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen wurde in Österreich eine intensive Debatte zum Thema Teilzeit geführt. Die einen arbeiten zu viel, die anderen zu wenig, oft kann man sich seine Arbeitszeit nämlich nicht aussuchen. Verena P., Angestellte bei einer großen Supermarktkette im Raum Amstetten, fasst zusammen, was viele junge Familien betrifft: „Ich arbeite Teilzeit, 20 Stunden pro Woche, anders geht es nicht wegen der Kinder, der Kleine geht noch in den Kindergarten, die Große in die Volksschule. Mein Mann, der macht ständig Überstunden, denn sonst geht es sich mit dem Geld nicht aus.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was kannst du nun konkret tun, wenn dich die Arbeit auffrisst?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie läuft dein Arbeitstag ab, machst du z.B. regelmäßig Pausen? Wer länger als 6 Stunden arbeitet, hat Anspruch auf eine halbe Stunde Ruhepause. Antworten auf die meistgestellten Fragen dazu findest in unserem ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2019/10/21/faktencheck-arbeitspausen/" aria-label="Faktencheck Arbeitspausen‘.">Faktencheck Arbeitspausen‘.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast auch ein Recht auf Ruhezeiten! Du musst elf Stunden pro Tag und am Wochenende durchgängig 36 Stunden ruhen können. Auch im Homeoffice musst du nicht rund um die Uhr erreichbar sein, sondern nur zu deinen Arbeitszeiten. Normalarbeitszeit (also deine regelmäßige Arbeitszeit, z.B. 38 oder 40 Stunden) und Überstunden zusammen dürfen bestimmte Höchstgrenzen nicht überschreiten. Das gilt auch bei All-In-Verträgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Höchstgrenzen und die Arbeitszeitregelungen können je nach Betrieb und Branche unterschiedlich ausfallen. Wenn du mit deinen Arbeitszeiten unzufrieden bist, aber nicht sicher, welche Regelung auf dich zutrifft: Frag deinen Betriebsrat oder deine Gewerkschaft GPA!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wo ist der Betriebsrat?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es läuft nicht rund in der Arbeit, die Stimmung ist im Keller, die ersten kündigen. Und der Betriebsrat? „<a href="https://kompetenz-online.at/2022/09/12/4-irrtuemer-rund-um-eine-betriebsratsgruendung/" aria-label="Der Betriebsrat, der bringt doch eh nichts">Der Betriebsrat, der bringt doch eh nichts</a>, ich mach‘ mir das schon selbst aus mit meinem Chef!“, sagt der Kollege, der immer meckert und nie zufrieden ist&#8230; Es gibt jede Menge Themen im Betrieb, wo der Betriebsrat zuständig ist. Und wenn es „Brösel“ gibt, so ist der Betriebsrat immer die beste Adresse!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In deinem Betrieb sind demnächst Betriebsratswahlen und du könntest dir vorstellen, dich zu engagieren? Du hast Ideen und Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme im Betrieb? Als Mitglied des Betriebsrats kannst du aktiv mitgestalten. Du könntest dann nicht nur deine eigene Jobzufriedenheit verbessern, sondern auch die deiner KollegInnen. Für viele BetriebsrätInnen stellt ihre Tätigkeit eine erfüllende Aufgabe dar, bei manchen wird es – bei einer Freistellung &#8211; zu einem neuen Fulltime-Traumjob. Lies hier das Porträt einer <a href="https://kompetenz-online.at/2023/01/20/betriebsraetin-mit-vollem-einsatz/" aria-label="Betriebsrätin mit vollem Einsatz">Betriebsrätin mit vollem Einsatz</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es in deinem Betrieb allerdings noch keinen Betriebsrat gibt, dann wäre es vielleicht an der Zeit, einen neu zu gründen? Ein Betriebsrat kann u.a. Betriebsvereinbarungen abschließen und dadurch die Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten wesentlich verbessern, z.B. bei der Arbeitszeit. Besonders bei ernsthaften Problemen sind Betriebsräte als eine gesetzliche Körperschaft ungleich effektiver und rechtlich abgesichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du ernsthaft überlegst, einen Betriebsrat bei dir im Unternehmen neu zu gründen, dann wende dich am besten direkt an die Rechtsberatung deiner Gewerkschaft GPA! Auch wenn du (noch) kein Mitglied bist, beraten dich unsere Profis in einer gratis Erstberatung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nichts geht mehr?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du alles versucht hast und sich schon länger das Gefühl breit macht, du bist in einer Sackgasse angelangt, dann hilft wahrscheinlich nur eins: den Job wechseln!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das will wohlüberlegt sein – einfach beim Chef reinmarschieren und ihm die Kündigung auf den Tisch knallen ist keine gute Idee! Klüger ist es, wenn du dir einen neuen Job suchst und erst danach kündigst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kündigen kannst du immer zum Monatsletzten, die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Um mit 30. April zu kündigen, muss dein Kündigungsschreiben also spätestens am 31. März einlangen. Vorsicht, wenn du es bist, die/der kündigt, dann hast du erst nach vier Wochen Wartefrist Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wir haben für dich die wichtigsten Punkte bei einer <a href="https://kompetenz-online.at/2023/03/16/jobwechsel-ich-kuendige/" aria-label="ArbeitnehmerInnen-Kündigung">ArbeitnehmerInnen-Kündigung</a> zusammengestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitsmarkt ist in etlichen Branchen übrigens so gut wie schon lange nicht mehr! Viele Firmen suchen „händeringend“ nach Arbeitskräften. Bei Verhandlungen um die Arbeitszeit oder das Gehalt hast du daher gute Karten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Firmen bieten sogar ganz besondere „Zuckerl“ wie z.B. die <a href="https://kompetenz-online.at/2023/02/23/4-tage-woche-in-gb-beschaeftigte-sind-begeistert/" aria-label="4-Tage-Woche">4-Tage-Woche</a> an, um gute MitarbeiterInnen ins Unternehmen zu bringen. Viele Betriebe setzen verstärkt auf Homeoffice oder auf attraktive Arbeitszeitmodelle. Wenn du dich also beruflich verändern möchtest, dann wäre es jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit der 4-Tage-Woche gegen den Fachkräftemangel</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2021/08/25/mit-der-4-tage-woche-gegen-den-fachkraeftemangel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Gress]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Aug 2021 13:15:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Internationales]]></category>
		<category><![CDATA[4-Tage-Woche]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Coronakrise]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Modell 90 für 80]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Erfahrungen zeigen: Kürzere Arbeitszeiten führen zu gesünderen und zufriedeneren Beschäftigten sowie höhere Produktivität.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large advgb-dyn-13c31c8a"><img decoding="async" width="1024" height="765" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-1024x765.jpg" alt="" class="wp-image-17273" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-1024x765.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-300x224.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-150x112.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-768x574.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-1536x1148.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2021/08/bernd_roecke_vierzudrei-2048x1531.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Bernd Röck wirbt für seinen Handwerksbetrieb Ruchti mit der 4-Tage-Woche um Fachkräfte</strong><br>Foto: Ruchti</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><a href="https://kompetenz-online.at/2022/08/29/vier-tage-woche-der-weg-aus-dem-hamsterrad/" aria-label="Vier Tage arbeiten, drei Tage frei">Vier Tage arbeiten, drei Tage frei</a>. Das mag in der Kreativbranche funktionieren, aber klappt das auch im Handwerk? Die deutsche Firma Ruchti hat’s versucht.</strong></p>



<span id="more-17272"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn bei Firma Ruchti nichts mehr hilft, dann müssen James Bond und Bruce Willis herhalten. Zum geplanten Kinostart des neuen „007“-Streifens im März 2020 produzierte der baden-württembergische Handwerksbetrieb eigens einen Werbespot. Mit der Synchronstimme von Bruce Willis sollte das neue Arbeitszeitmodell der Firma beworben werden: 4 Tage arbeiten, 3 Tage frei, bei vollem Lohnausgleich. Sollte. Denn dann kam Corona, die Kinos blieben zu, Bruce Willis stumm. Aber die 4-Tage-Woche kam trotzdem. Rückblickend eine gute Entscheidung? „Jein“, sagt Geschäftsführer Bernd Röck.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Thema <a href="https://kompetenz-online.at/2022/03/02/vier-tage-woche-wer-weniger-arbeitet-leistet-mehr/" aria-label="Arbeitszeitverkürzung">Arbeitszeitverkürzung</a> existieren Dutzende wissenschaftliche Studien, aufwendige Kalkulationen zu möglichen Effizienzsteigerungen, gesundheitlichen Kosten und Finanzierbarkeit diverser Modelle – Studien, die Ruchti-Chef Röck alle nicht gelesen hat. „Denn hätte ich mir das vorher alles durchgerechnet, hätte ich das nicht gemacht“, sagt er heute. „Das war mehr so eine Augen-zu-und-durch-Entscheidung“.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Verlängertes Wochenende steigert physische und psychische Gesundheit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Für ihn stand einerseits die „<a href="https://kompetenz-online.at/2019/11/26/wir-brauchen-ein-3-tage-wochenende/" aria-label="Work-Life-Balance">Work-Life-Balance</a>“ seiner MitarbeiterInnen im Vordergrund. Andererseits mangelt es gerade bei Auftragsspitzen in seinem gut 80 Personen zählenden Betrieb oftmals an Personal. Für Röck, der in seiner Firma unter anderem SchreinerInnen, SchlosserInnen, MalerInnen und LackiererInnen beschäftigt, ist „<a href="https://kompetenz-online.at/2022/10/13/fachkraeftemangel-selber-schuld/" aria-label="Fachkräftemangel">Fachkräftemangel</a>“ wahrlich kein Fremdwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dementsprechend offensiv wurde das neue Arbeitszeitmodell zum Start beworben. Auf der Website der Firma findet sich noch heute keine Unterseite und kein Stellenangebot, wo die 4-Tage-Woche nicht hervorgehoben wird. Anfangs durchaus mit Erfolg: die 40 Bewerbungen, die bei Ruchti zuvor jährlich eingingen, kamen nun pro Woche.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Menschen brauchen Zeit, um sich von physisch und psychisch anstrengenden Tätigkeiten zu erholen. Mehr Zeit, als ihnen oftmals zur Verfügung steht. Eine Arbeitszeitverkürzung ist daher eine seit Jahren von verschiedensten Seiten vorgebrachte und breit diskutierte Forderung. Im Juli sorgte ein groß angelegter Versuch in <a href="https://kompetenz-online.at/2021/07/27/island-und-irland-testen-arbeitszeitverkuerzungen/" aria-label="Island">Island</a> für mediales Aufsehen. 2.500 Beschäftigte (1,3 Prozent der isländischen Bevölkerung) wechselten ohne Gehaltskürzung für fünf Jahre in den 4-Tage-Modus und arbeiteten statt bisher 40 nunmehr 36 bzw. 35 Stunden. Die TeilnehmerInnen gaben an, sie fühlen sich seither fitter, gesünder, glücklicher und waren weniger anfällig für Burnout oder Stresssymptome. Männer in heterosexuellen Beziehungen übernahmen mehr unbezahlte Heimarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut den ForscherInnen seien die Ergebnisse zudem „<a href="https://kompetenz-online.at/2021/09/06/kuerzer-arbeiten-mehr-leben/" aria-label="bahnbrechende Beweise für die Effizienz von Dienstzeitreduzierung">bahnbrechende Beweise für die Effizienz von Dienstzeitreduzierung</a>“. Denn die Produktivität der TeilnehmerInnen sei gleichgeblieben, teilweise sogar gestiegen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Letzte Arbeitszeitverkürzung liegt in Österreich 46 Jahre zurück</h4>



<p class="wp-block-paragraph">WissenschafterInnen verweisen zudem auf die ökologischen Auswirkungen einer Arbeitszeitverkürzung: Aufgrund des verringerten PendlerInnen-Verkehrs könnten in Österreich durch die flächendeckende Einführung einer 4-Tage-Woche jährlich 250.000 Tonnen CO2 eingespart werden, errechneten VolkswirtInnen des ÖGB . ExpertInnen sehen darin außerdem eine Möglichkeit, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit Menschen wieder vermehrt in Lohnarbeitsverhältnisse zu bringen – indem die vorhandene Arbeit einfach auf mehrere Schultern aufgeteilt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Kollektivverträgen von Handel, Metall- und Baugewerbe wurde die 4-Tage-Woche bereits (unter bestimmten Voraussetzungen) verankert. Die letzte gesetzliche, für alle Branchen gültige Arbeitszeitverkürzung in Österreich liegt allerdings 46 Jahre zurück.</p>



<h4 class="wp-block-heading">„Es kam punktuell zu extremen Leistungssteigerungen“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Die MitarbeiterInnen der Firma Ruchti können seit März 2020 wählen: vier Mal pro Woche neun Stunden, entweder Montag bis Donnerstag oder Dienstag bis Freitag; oder fünf Mal die Woche 7,2 Stunden. Die Jüngeren würden sich tendenziell für die 4-Tage-Variante entscheiden, ältere MitarbeiterInnen eher für die 5-Tage-Woche, beobachtet Röck. Aber für alle gilt: für denselben Lohn arbeiten sie nun statt bisher 40 nur mehr 36 Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch wenn manche etwas skeptisch dreinblickten, als Röck seinen MitarbeiterInnen das Konzept präsentierte, Beschwerden gab es keine. Denn einen Zwang zur Reduktion gibt es nicht – „und niemand wehrt sich gegen eine Lohnerhöhung“. Für Röck selbst ist das neue Arbeitszeitmodell nach wie vor ein riskantes Unterfangen. Seine „Augen-zu-und-durch-Entscheidung“ kam zwar bei den MitarbeiterInnen gut an, diese seien dank 3-Tage-Wochenende deutlich entspannter, verbringen mehr Zeit mit Hobbys, FreundInnen und Familie; aber die Lohnkosten im Unternehmen stiegen dadurch von einem Tag auf den anderen um zwölf Prozent.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ob diese Mehrbelastung durch die steigende Produktivität der MitarbeiterInnen am Ende aufgewogen wird – viele Studien legen genau das nahe – kann Röck nicht mit Gewissheit sagen. „Es kam punktuell zu extremen Leistungssteigerungen“, aber durch die Corona-Krise seien Arbeitsabläufe und finanzielle Kalkulationen dermaßen durcheinandergebracht worden, dass eine seriöse Aussage kaum möglich sei.</p>



<h4 class="wp-block-heading">„Ich würd’s wieder machen!“</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Röck, der den Familienbetrieb Ruchti in vierter Generation führt und für den eher die 7-Tage-Woche Usus ist, sagt heute dennoch: „Ich würd’s wieder machen!“. Gerade junge BetriebsinhaberInnen aus der Region würden sich sein Modell mittlerweile zum Vorbild nehmen. Er schätzt, dass es noch sechs oder sieben Jahre dauern wird, bis das in seiner Branche ohnehin die Regel sein wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nachdem die Werbekampagne Ruchtis im Herbst vergangenen Jahres auslief, sank auch die Zahl der BewerberInnen wieder. In Sachen Fachkräftemangel stehe man nun wieder am Anfang. Die gute Nachricht für die Firma Ruchti und Geschäftsführer Röck: Nachdem der Start mehrmals verschoben wurde, soll im Herbst endlich „Keine Zeit zu sterben“ in den Kinos anlaufen. Und mit dem neuen „007“-Film auch Ruchtis Werbespot. „Und wenn James Bond läuft, dann soll das wieder durch die Decke gehen!“.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Das könnte dich auch interessieren:</h4>



<ul class="wp-block-list">
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