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	<title>Ausgabe 2023/02 &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<title>Ausgabe 2023/02 &#8211; KOMPETENZ-online</title>
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	<item>
		<title>Kika/Leiner: Der große Ausverkauf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Gürtler]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2023 08:23:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Teiber]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Gürtler]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie René Benko ein gutes Geschäft macht, während hunderte Kika/Leiner-Beschäftigte ihre Jobs verlieren und Steuerzahler:innen zur Kasse geben werden. „Österreichische Lösung zur Weiterführung von Kika/Leiner sichert 5.000 Arbeitsplätze“. So titelt eine Presseaussendung des damaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz und seines Vizekanzlers Heinz-Christian Strache im Juni 2018. Hintergrund der Jubelmeldung: Die SIGNA-Gruppe des österreichischen Milliardärs René Benko [&#8230;]]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="631" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner-1024x631.png" alt="" class="wp-image-19899" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner-1024x631.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner-300x185.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner-150x92.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner-768x473.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Barabra-mit-Kika-Leiner.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Daniel Novotny</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie René Benko ein gutes Geschäft macht, während hunderte Kika/Leiner-Beschäftigte ihre Jobs verlieren und Steuerzahler:innen zur Kasse geben werden.</strong></p>



<span id="more-19898"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„Österreichische Lösung zur Weiterführung von Kika/Leiner sichert 5.000 Arbeitsplätze“. So titelt eine Presseaussendung des damaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz und seines Vizekanzlers Heinz-Christian Strache im Juni 2018. Hintergrund der Jubelmeldung: Die SIGNA-Gruppe des österreichischen Milliardärs René Benko hatte gerade die Kika/Leiner Gruppe gekauft. Kurz und Strache sprechen davon, dass sie „in den Verhandlungen einen Beitrag zum Weiterbestand“ leisten konnten. Es klingt wie im Märchen. Nur ohne Happy End.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tatsächlich sind bereits Anfang des Jahres 2023 von den ursprünglich 5.000 Jobs nur noch 3.900 übrig. Das Möbelgeschäft ist gesellschaftsrechtlich von den hochprofitablen Immobilien getrennt, Benko verkauft beides separat. Die Immobilien, die durch die Mieteinnahmen Millionen vom geschäftlichen Unternehmensteil erhalten haben, gehen an Frank Albert, einen Immobilienmogul aus Deutschland, der 2017 an die Kurz-ÖVP gespendet hatte. Das Möbelgeschäft geht an den Manager Hermann Wieser – inklusive der Arbeitsplätze. Wieser meldet Insolvenz an und kündigt an, 1.900 Mitarbeiter:innen zu kündigen. „Einfach Wahnsinn“, wie GPA-Vorsitzende Barbara Teiber im KOMPETENZ-Gespräch sagt: „Was da passiert ist, geht auf keine Kuhhaut: Benko kauft Kika/Leiner, wirtschaftet schlecht, profitiert vom Staat, verkauft Immobilien und Geschäft getrennt, macht Profit und lässt Beschäftigte und Steuerzahler:innen draufzahlen. Albert kauft die wertvollen Immobilien und hat kein Problem mit dem Unternehmen, das auf unser aller Kosten saniert werden soll.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Was da passiert ist, geht auf keine Kuhhaut: Benko kauft Kika/Leiner, wirtschaftet schlecht, profitiert vom Staat, verkauft Immobilien und Geschäft getrennt, macht Profit und lässt Beschäftigte und Steuerzahler:innen draufzahlen.&#8220;</p>
<cite>Barbara Teiber</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewerkschafterin spielt damit auf Millionen an Steuerschulden an, die Kika/Leiner während der Corona-Pandemie gestundet wurden und die aufgrund des Insolvenzverfahrens wohl nicht mehr an die Republik gezahlt werden. „Was da passiert ist, stinkt zum Himmel“, sagt Teiber, die die Untersuchung des Falles durch eine unabhängige Kommission fordert. Die <a href="https://www.falter.at/morgen/20230615/die-kikaleiner-pleite-und-ein-steuerdeal-fur-milliardar-benko" aria-label="Wochenzeitung FALTER">Wochenzeitung FALTER</a> hatte unlängst einen Steuerdeal mit dem Finanzamt im Zusammenhang mit Benkos Kauf der kika/Leiner-Gruppe öffentlich gemacht, man erinnert sich an den „Beitrag zum Weiterbestand“, den Kurz und Strache laut Eigenaussage geleistet hätten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gewerkschaft GPA ist indes damit beschäftigt, sich um die Anliegen der Beschäftigten zu kümmern. „Gemeinsam mit der Arbeiterkammer führen wir in allen vierzig Filialen des Unternehmens Betriebsversammlungen durch und beraten die Kolleginnen und Kollegen. Das Wichtigste ist jetzt, nichts zu unterschreiben, das nicht vorher durch unsere Expertinnen und Experten geprüft wurde“, sagt Teiber. Beschäftigte könnten um viele Ansprüche umfallen, wenn sie sich mit dem Unternehmen auf eine einvernehmliche Lösung einigten oder vorzeitig das Unternehmen verlassen würden. Was den Beschäftigten durch die Insolvenz verwehrt bleibt, ist, dass die Gewerkschaft GPA mit den Betriebsrät:innen einen Sozialplan verhandeln kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Der Fall Kika/Leiner ist nicht nur für die direkt Betroffenen dramatisch und ein Desaster für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. Er zeigt auch auf, dass es massive Gesetzeslücken gibt“, ist die GPA-Vorsitzende überzeugt: „Wir brauchen dringend Änderungen im Insolvenzrecht. Dass reiche Investoren Unternehmen ausnehmen wie einen Gebrauchtwagen und fette Profite machen, während der Steuerzahler die Kosten auffängt, ist ein Skandal. Das Gesetz muss jetzt so angepasst werden, dass ein solches Vorgehen künftig nicht nur moralisch verwerflich, sondern auch rechtlich fassbar ist. Außerdem muss das Finanzministerium eine Rückabwicklung des Benko-Deals prüfen.“</p>



<p class="rotebox wp-block-paragraph"><strong>Rechtsberatung:</strong><br>Du arbeitest bei KIKA oder Leiner und hast eine Frage oder brauchst Unterstützung? Betroffene können sich jederzeit bei der Gewerkschaft GPA für eine Beratung melden: 05/0301 oder service@gpa.at</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Unsere Kollektivverträge: Starke Gewerkschaften, nachhaltige Gehaltserhöhungen!</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/22/unsere-kollektivvertraege-starke-gewerkschaftennachhaltige-gehalts-erhoehungen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 14:31:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstories]]></category>
		<category><![CDATA[Kollektivvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Lavaud]]></category>
		<category><![CDATA[Barbara Teiber]]></category>
		<category><![CDATA[Coverstory]]></category>
		<category><![CDATA[Gehaltserhöhung]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Karl Dürtscher]]></category>
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		<category><![CDATA[Teuerung]]></category>
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					<description><![CDATA[In Zeiten der Rekordteuerung sind nachhaltige Gehaltserhöhungen wichtiger denn je. In den Lohnrunden der letzten Monate gingen Gewerkschafter:innen und Beschäftigte mit hohen Forderungen in die KV-Verhandlungen. Sie konnten erfolgreich Reallohnverluste ausgleichen und gute Abschlüsse erkämpfen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19892" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/IMG_9392.png 1500w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>In Zeiten der Rekordteuerung sind nachhaltige Gehaltserhöhungen wichtiger denn je. In den Lohnrunden der letzten Monate gingen Gewerkschafter:innen und Beschäftigte mit hohen Forderungen in die KV-Verhandlungen. Sie konnten erfolgreich Reallohnverluste ausgleichen und gute Abschlüsse erkämpfen.</strong></p>



<span id="more-19891"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Gewerkschaft GPA verhandelt für fast zwei Millionen Beschäftigte in Österreich den Kollektivvertrag (KV), in dem die jährlichen Lohn- und Gehaltserhöhungen festgelegt werden. Die aktuellen Ergebnisse können sich sehen lassen: Sie konnten trotz der schwierigen Bedingungen die extreme Teuerung abfedern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Gerade in Zeiten großer Unsicherheit müssen sich die Menschen darauf verlassen können, dass ihre Löhne und Gehälter nach oben angepasst werden. Die hohe kollektivvertragliche Abdeckung in Österreich schafft dafür eine gute Grundlage“, betont der Bundesgeschäftsführer und Chefverhandler der GPA, Karl Dürtscher.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Österreich hat keine inflationsdämpfende Maßnahmen ergriffen. Die Regierung muss endlich handeln.&#8220;</p>
<cite>Barbara Teiber</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">GPA-Vorsitzende Barbara Teiber fordert von der Politik eine effiziente Bekämpfung der Teuerung: „Österreich hat keine inflationsdämpfende Maßnahmen ergriffen. Die Regierung muss endlich handeln. So dürfen z.B. die Mieten nicht weiter steigen. Einmalzahlungen alleine reichen nicht aus, ebenso wenig wie bei den KV-Verhandlungen. Die GPA konnte hier in den Lohnrunden des vergangenen Jahres Maßstäbe setzen!“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Was steht im KV</strong><br>Deine Gewerkschaft GPA verhandelt jedes Jahr mit den Arbeitgeberverbänden den <a href="https://www.gpa.at/themen/kollektivvertragstartseite/aktionswoche-kollektivvertrag" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Kollektivvertrag (öffnet in neuem Tab)">Kollektivvertrag</a>. Er gilt für die gesamte Branche und bestimmt, wieviel die Beschäftigten mindestens verdienen müssen. Verhandelt werden außerdem die Zuschläge, z.B. für Arbeit an Sonntagen oder in der Nacht, sowie die Zulagen. Neben dem Gehalt werden auch Arbeitszeit, Vorrückungen, Spesen sowie Überstunden und Mehrstunden im KV geregelt. Auch das Urlaubs- und das Weihnachtsgeld bekommst du nur dank des Kollektivvertrags, das steht nicht im Gesetz!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einmalzahlungen reichen nicht!</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Einmalzahlungen, wie sie von Unternehmen oft anstelle von prozentuellen Erhöhungen angeboten werden, sind zwar eine Möglichkeit, über eine schwierige Situation hinweg zu kommen. Sie können aber kein Ersatz für eine nachhaltige Lohn- und Gehaltsentwicklung sein. „Die Einmalzahlung verpufft, aber die Inflation bleibt. Gerade im letzten Jahr war Nachhaltigkeit besonders wichtig“, betont Dürtscher, „Ich halte es für enorm wichtig, dass sich die Arbeitnehmer:innen auf die Regeln der Lohn- und Gehaltsfindung verlassen können. Wir konnten bei den Verhandlungen für alle Branchen eine nachhaltige Erhöhung über der Inflationsrate erzielen.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Lohn-Preis-Spirale</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Oft versuchen Arbeitgeber und Politik, gegen die gewerkschaftlichen Forderungen die sog. ‚Lohn-Preis-Spirale‘ ins Spiel zu bringen. Eine solche Spirale gibt es allerdings nicht, denn: „Grundlage der Verhandlungen ist immer die durchschnittliche Inflationsrate der vergangenen 12 Monate. Wir verhandeln also immer über den zurückliegenden Zeitraum!“ erklärt Dürtscher.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Die Einmalzahlung verpufft, aber die Inflation bleibt.&#8220;</p>
<cite>Karl Dürtscher</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Was aber immer öfter beobachtet werden kann, ist eine Gewinn-Preis-Spirale: Wenn Unternehmen Preise erhöhen, ohne dass die Produktionskosten steigen und dadurch hohe Gewinne abschöpfen, kommt es einer solchen Gewinn-Preis-Spirale. Auch die Mietpreise, bei denen eine Inflation ab fünf Prozent zu einer „automatischen“ Mieterhöhung führt, heizen die Inflation weiter an. Das bedeutet: Löhne reagieren auf Preise – nicht umgekehrt!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Überdurchschnittliche KV-Abdeckung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Besonderheit in Österreich ist die hohe kollektivvertragliche Abdeckung für über 98 Prozent der Beschäftigten. Daher gibt es auch keinen gesetzlichen Mindestlohn wie in anderen Ländern. Welchen Unterschied macht das? Im Gegensatz zum gesetzlichen Mindestlohn regelt der KV nicht nur die Gehälter, sondern auch viele Zulagen, Zuschläge und Sonderzahlungen &#8211; wie das Urlaubsgeld und das Weihnachtsgeld -, die Arbeitszeit oder die Überstunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Grundlage für die KV-Verhandlungen ist die durchschnittliche Inflationsrate der letzten zwölf Monate („rollierende Inflation“). Dazu kommen weitere Faktoren wie die Produktivitäts- und Gewinnentwicklung der Branche sowie der gesamtwirtschaftliche Produktivitätszuwachs.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Wie kommen die Löhne und Gehälter zustande?</strong> <br>Deine Gewerkschaft GPA verhandelt rund <a href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="175 Kollektivverträge (öffnet in neuem Tab)">175 Kollektivverträge</a> – darunter die ganz großen wie z.B. die Metallindustrie, den Handel oder die Sozialwirtschaft. Besonders gute Erhöhungen konnten diesmal auch für die untersten Gehaltsstufen und bei den Lehrlingen erkämpft werden. Für viele Abschlüsse war ein Arbeitskampf mit Betriebsversammlungen oder Kundgebungen im öffentlichen Raum notwendig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das European Trade Union Institute (ETUI) kommt in einer Studie zu dem Schluss, dass Österreich bei den Kollektivverträgen überdurchschnittlich gut abschneidet: Zum einen werden vorwiegend Kollektivverträge mit der Laufzeit von nur einem Jahr abgeschlossen, daher sind die jährlichen Steigerungsraten größer. Dazu kommen auch Erhöhungen bei Zulagen und Zuschlägen. Das ETUI betont, dass der Verzicht auf Einmalzahlungen der richtige Weg ist, weil das den nachhaltigen Lohnerhöhungen Vorrang gibt. Besonders positiv hervorgehoben wird auch die solidarische Lohnpolitik, die überproportionale Steigerungen für untere Lohngruppen erkämpft.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was heißt nachhaltige Gehaltserhöhung?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie wirkt es sich auf das Lebenseinkommen der Beschäftigten aus, ob es einen guten Abschluss gab oder nur eine Einmalzahlung? Das Wirtschaftsforschungsinstitut ‚Economica‘ hat diese Frage in einer Studie für die GPA beantwortet: Wenn man alle Gehaltserhöhungen betrachtet, die in den Kollektivverträgen von der GPA verhandelt wurden, und auch die Prämien und Lehrlingseinkommen, so wurde &#8211; über die gesamte berufliche Karriere gerechnet -, im Durchschnitt 6 Prozent zusätzliches Lebenseinkommen erreicht!<br>Diese Berechnung wurde außerdem auch für eine Karriere ab 40 angestellt: Auch dann ergibt das noch eine fast gleichwertige Steigerung für das Lebenseinkommen von 5,6 Prozent.<br>„Das ist enorm viel Geld! In absoluten Zahlen ist das ein Betrag, der sich auf mehr als drei Jahresgehälter beläuft“, rechnet Teiber vor. „Was wir hier für die Beschäftigten erkämpft haben, sind Gehaltserhöhungen, die deutlich messbare Auswirkungen auf das Lebenseinkommen der Menschen haben – also nicht nur auf das, was sie jetzt gleich im Geldbörsel haben, sondern auch für ihre Zukunft!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Absicherung von Konsum und Sozialstaat</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Umgekehrt würde eine reine Einmalzahlung einen deutlichen Verlust für das Lebenseinkommen darstellen. Dazu kommt außerdem die Stärkung der Kaufkraft, die notwendig ist, um den Konsum stabil zu halten. „Insbesondere bei Lebensmitteln, Energie und Mieten war die Teuerung über das letzte Jahr hinweg dramatisch“, kritisiert Teiber, „Man stelle sich vor, welchen gesamtwirtschaftlichen Schaden es angerichtet hätte, wenn wir als Gewerkschaft keine guten Gehaltserhöhungen erkämpft hätten!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nicht nur der Konsum wird von den Gehaltserhöhungen gestärkt, sondern auch die soziale Absicherung. Teiber: „Man darf nicht vergessen, auf diese Gehälter zahlen die Beschäftigten ja auch ihre Sozialversicherungsbeträge. Daher sichern die guten KV-Abschlüsse zugleich auch unseren Sozialstaat ab!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit Blick auf die kommende Herbstlohnrunde sieht Chefverhandler Dürtscher keinen Grund zur Bescheidenheit: „Auch hier wird wie immer die Teuerungsrate der letzten zwölf Monate ausschlaggebend sein.“ Im Vorjahr lag die Inflationsrate bei 8,4 Prozent, im Mai dieses Jahres bei 9,0 Prozent. Für das Gesamtjahr 2023 prognostiziert die Österreichische Nationalbank 7,4 Prozent. „Wir werden daher keine Zurückhaltung üben und wie jedes Jahr im Herbst Gehaltsabschlüsse über der rollierenden Inflation fordern! Darauf können sich die Beschäftigten verlassen!“</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>Wichtig für die Wirtschaft</strong><br>Das Wirtschaftsforschungsinstitut ‚Economica‘ hat errechnet, dass die Nettoeinkommen der Angestellten in GPA-Kollektiverträgen im vergangenen Jahr um 3,2 Milliarden Euro gestiegen sind. Für Lehrlinge ist das Netto- Einkommen um 38,3 Millionen Euro gestiegen. Kollektivvertragsverhandlungen sind der wichtigste Treiber und Stabilisator der Inlandsnachfrage.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alles rund um&#8217;s Dienstzeugnis</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/22/alles-rund-ums-dienstzeugnis/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrea Komar]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 14:18:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Komar]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Codes]]></category>
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		<category><![CDATA[qualifiziertes Dienstzeugnis]]></category>
		<category><![CDATA[Tätigkeitsbeschreibung]]></category>
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					<description><![CDATA[Egal, wie ein Dienstverhältnis endet: die Beschäftigten haben Anspruch auf Ausstellung eines gesetzeskonformen Dienstzeugnisses bzw. Arbeitszeugnisses.]]></description>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-19889" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-1536x1024.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-2048x1365.jpg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/dienstzeugnis_AdobeStock_33255612-272x182.jpg 272w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Egal, wie ein Dienstverhältnis endet: die Beschäftigten haben Anspruch auf Ausstellung eines gesetzeskonformen Dienstzeugnisses.</strong></p>



<span id="more-19861"></span>



<p class="wp-block-paragraph">In diesem Zeugnis sind Arbeitnehmer:in wie auch Arbeitgeber:in genau zu bezeichnen und die Dauer des Dienstverhältnisses sowie die Art der verrichteten Tätigkeiten anzuführen. Dabei genügen reine Berufsbezeichnungen oft nicht; der oder die Leser:in des Dienstzeugnisses muss sich ein klares Bild davon machen können, was alles zu den Aufgaben des oder der Beschäftigten gehört hat.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Qualifiziertes Dienstzeugnis</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Ein solches Dienstzeugnis legt Piotr B. seiner GPA-Rechtsberaterin vor. „Ich habe sieben Jahre lang für diese Firma gearbeitet“, beschwert er sich, „und alles, was ich bekomme, ist dieser Wisch. Ich hätte mir zumindest erwartet, dass die Qualität meiner Arbeitsleistung sowie mein Engagement lobend hervorgehoben werden. Immerhin war ich ein ausnehmend tüchtiger, flexibler und initiativer Mitarbeiter.“ Was Piotr B. nun wissen möchte, ist, wie er ein sogenanntes „qualifiziertes Dienstzeugnis“ durchsetzen kann. Zu seiner großen Enttäuschung erfährt er, dass darauf kein Rechtsanspruch besteht. Weder eine positive Bewertung seiner Arbeitsleistung noch lobende Ausführungen zu seiner Person wie z.B. besonderer Fleiß oder außergewöhnlicher Einsatz können erzwungen werden. „Trotzdem sollten wir mit Ihrem ehemaligen Arbeitgeber reden“, schlägt die Rechtsberaterin vor. „Wenn er Ihnen beruflich nichts in den Weg legen möchte, erklärt er sich bestimmt dazu bereit, Ihnen ein Dienstzeugnis nach Ihren Vorstellungen auszustellen.“ Die Gewerkschaft GPA wird für Piotr B. bei seinem ehemaligen Chef intervenieren und eine Kulanzlösung anstreben.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Dienstzeugnis einklagen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Adele S. hat ein anderes Problem. In ihrem Dienstzeugnis ist vermerkt, dass sie gekündigt wurde. Außerdem findet sich darin folgender Passus: Frau Adele S. war stets sehr bemüht. „Sehr bemüht“, ärgert sie sich. „Das klingt, als hätte ich nichts geleistet.“ Genauso ist dieser Passus auch zu verstehen. Es wird unterstellt, Adele S. habe sich zwar redlich bemüht, aber nichts zuwege gebracht. „Dieses Dienstzeugnis“, ahnt sie, „wird mir bei der Jobsuche nur wenig helfen.“ Es beruhigt sie zu hören, dass das Dienstzeugnis nicht gesetzeskonform ausgestellt wurde. Es darf nämlich weder Angaben zur Art und Weise der Beendigung des Dienstverhältnisses noch Beurteilungen enthalten, die geeignet sind, das Erlangen einer neuen Anstellung zu erschweren. Ihr Chef wird ein ordnungsgemäßes Dienstzeugnis ausstellen müssen. „Und wenn er sich weigert?“, fragt sie nach. „Er wird sagen, er hätte mir bereits ein Dienstzeugnis ausgehändigt.“ „Mit gesetzwidrigen, für Sie schädlichen Inhalten“, erfährt sie. „Sollte Ihr Arbeitgeber das nicht einsehen wollen, können Sie mit unserer Unterstützung ein ordnungsgemäßes Dienstzeugnis einklagen.“ Adele S. hofft, dass das nicht notwendig sein wird. Außerdem benötigt sie dringend ein herzeigbares Dienstzeugnis. „Ich bin arbeitslos“, sagt sie, „und brauche einen Job.“ Auch in ihrem Fall wird die Gewerkschaft GPA erst einmal bei ihrem ehemaligen Arbeitgeber intervenieren.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Lange Verjährungsfrist</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Elena Y. meldet sich in der Telefonberatung. „Mein letztes Dienstverhältnis hat vor 4 Jahren geendet“, schilderte sie ihre Situation, „und weil ich mich damals selbständig machen wollte, habe ich kein Dienstzeugnis verlangt. Nun haben sich meine familiären Verhältnisse geändert und ich suche wieder eine unselbständige Erwerbstätigkeit.“ Ihre Sorge ist, dass sie nach Ablauf von 4 Jahren ihren Anspruch auf Ausstellung eines Dienstzeugnisses verloren haben könnte. „Keine Sorge“, beruhigt sie der GPA-Rechtsberater. „Ein Dienstzeugnis können Sie auch noch nach 10 oder 20 Jahren verlangen. Hier gilt nicht die kurze 3-jährige Verjährungsfrist, sondern die lange 30-jährige.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Codes im Dienstzeugnis</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders tückisch sind Codes, die potentielle Arbeitgeber:innen quasi zwischen den Zeilen lesen lassen. Da nichts Negatives über ehemalige Beschäftigte niedergeschrieben werden darf, wird der Umweg über derlei Codes genommen.<br>Einen dieser Codes haben wir bei Adele S. bereits kennengelernt: Wer „bemüht“ ist, leistet nicht viel. Doch selbst qualifizierte Dienstzeugnisse haben ihre Tücken. Formulierungen wie „hat sehr gut gearbeitet“, „war zur vollen Zufriedenheit für uns tätig“ oder „kann empfohlen werden“ haben in einem 1A-Dienstzeugnis nichts verloren.<br>Wer Arbeitnehmer:innen tatsächlich weiterempfehlen möchte, verwendet Superlative wie „zur vollsten/höchsten Zufriedenheit“ oder „kann wärmstens empfohlen werden“.<br>Wünschenswert wäre außerdem ein abschließender Satz, in dem man dem oder der ausscheidenden Beschäftigten auf dem weiteren Lebensweg alles Gute wünscht.<br>Aber Vorsicht: Wünscht man dem oder der ehemaligen Mitarbeiter:in viel Glück könnte das so gelesen werden, als würde er oder sie Glück benötigen, um einen neuen Arbeitsplatz zu finden!</p>



<div class="wp-block-group blauebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<p class="wp-block-paragraph">Da ein Dienstzeugnis nichts Negatives enthalten darf, verwenden Arbeitgeber häufig Codes. Hier haben wir ein paar Beispiele aus unserer Beratungspraxis für dich entschlüsselt:</p>



<figure class="wp-block-table"><table><tbody><tr><td>„hat seine Arbeit stets ordnungsgemäß verrichtet“</td><td>tut nur das Notwendigste, zeigt keine Eigeninitiative</td></tr><tr><td>„war bei Kollegen und Kolleginnen sehr beliebt“, „trug viel zum guten Betriebsklima bei“, „ist ein sehr kommunikativer Mensch“</td><td>tratscht viel</td></tr><tr><td>„setzte sich stets für die Belange der<br>Belegschaft ein“</td><td>lässt sich nicht alles/wenig gefallen; außerdem könnte es ein Hinweis auf Betriebsratstätigkeit oder Gewerkschaftsmitgliedschaft sein</td></tr><tr><td>„zeigte viel Selbstvertrauen“</td><td>große Klappe, nichts dahinter</td></tr><tr><td>„hat im Rahmen seiner Fähigkeiten gearbeitet“</td><td>die Fähigkeiten sind begrenzt</td></tr><tr><td>„war bei Kunden und Kundinnen rasch beliebt“</td><td>wenig Verhandlungsgeschick, macht zu viele Zugeständnisse</td></tr></tbody></table></figure>
</div></div>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



<p class="rotebox wp-block-paragraph"><strong>Du hast auch eine arbeitsrechtliche Frage?</strong><br>Im&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/themen/arbeitsrecht/arbeitsrechts-abc" target="_blank" aria-label="Arbeitsrechts-ABC d (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsrechts-ABC d</a>er Gewerkschaft GPA findest du Antworten auf viele Fragen. Du kannst dich aber auch direkt an die Rechtsberatung wenden.&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="Hier (öffnet in neuem Tab)">Hier</a>&nbsp;findest du alle Kontakte.</p>



<p class="wp-block-paragraph"> </p>



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</ul>
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		<title>Familienarbeit ist immer noch weiblich</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/22/familienarbeit-ist-immer-noch-weiblich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lucia Bauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2023 08:50:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Befragung]]></category>
		<category><![CDATA[Familienarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[gender pay gap]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen leisten auch 2023 noch überwiegend die unbezahlte Arbeit in der Familie. Mehr als 90 Prozent der Mütter würden das gerne ändern. Die Väter dagegen sind sehr zufrieden damit. Kein Wunder, denn es sind noch immer vorwiegend Frauen, die sich um sämtliche Arbeit rund um den Familienalltag kümmern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1024x614.png" alt="" class="wp-image-19902" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Grafik_Familienarbeit-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: AdobeStock<br>Quelle: Befragung von Vorwerk Österreich gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TQS</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frauen leisten auch 2023 noch überwiegend die unbezahlte Arbeit in der Familie. Mehr als 90 Prozent der Mütter würden das gerne ändern. Die Väter dagegen sind sehr zufrieden damit. Kein Wunder, denn es sind noch immer vorwiegend Frauen, die sich um sämtliche Arbeit rund um den Familienalltag kümmern.</strong></p>



<span id="more-19901"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Immer noch leisten Frauen den überwiegenden Teil der sogenannten Care-Arbeit. Laut &nbsp;laut einer Umfrage von Vorwerk Österreich gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TQS fühlt sich jede zweite Frau (48 Prozent) damit in ihrem Alltag stark belastet. Besonders der &#8222;Mental Load&#8220; wird als besonders belastend empfunden &#8211; also die ganzen Denkaufgaben rund um die Familie: Das reicht von der Begleitung der Kinder zu Arztterminen, dem Denken an neue Kleider für die Kinder, dem Besorgen von Geschenken bis hin zu finanziellen Angelegenheiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Den Vätern fällt zwar auf, dass ihre Partnerinnen meist eine höhere &#8222;Mental Load&#8220; haben, allerdings schätzen sie ihren eigenen Beitrag meist als höher ein als viele es vermuten. Entsprechen zufrieden sind Väter mit der Situation in der Familie: &nbsp;71 Prozent der befragten Väter&nbsp;sagen, dass sie bezüglich der Aufgabenverteilung&nbsp;eher bis sehr zufrieden sind. Bei den Müttern sind es nur 42 Prozent. Als Hauptgrund für ihre Unzufriedenheit nennen Frauen die knappe Zeit für sich selbst. 93 Prozent der Frauen sind auch der Meinung, dass die aktuelle Aufteilung im Haushalt geändert werden sollte. &nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Studie zeigt außerdem, dass auch Unterstützung von außen überwiegend weiblich ist.  Großmütter sind die wichtigsten Helferinnen (31 Prozent). Weit abgeschlagen dahinter folgen Freund:innen (18 Prozent), Babysitter:innen (5 Prozent) oder&nbsp;Reinigungskräfte (5 Prozent).</p>



<p class="wp-block-paragraph">503 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Österreich, die in Mehrpersonenhaushalten mit Kindern wohnen beteiligten sich an der Umfrage. Der Untersuchungszeitraum war März 2023.</p>
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		<title>„Wir brauchen Preisdeckel für Lebensmittel, Energie und Wohnen“</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/20/wir-brauchen-preisdeckelfuer-lebensmittel-energie-und-wohnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Alexia Weiss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 13:21:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Alexia Weiss]]></category>
		<category><![CDATA[Delogierung]]></category>
		<category><![CDATA[Fachstelle für Wohnungssicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Inflation]]></category>
		<category><![CDATA[Mieten]]></category>
		<category><![CDATA[Mietkosten]]></category>
		<category><![CDATA[Mietpreisbremse]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestpension]]></category>
		<category><![CDATA[Mindestsicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Tanja Wehsely]]></category>
		<category><![CDATA[Volkshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnschirm]]></category>
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					<description><![CDATA[Auch immer mehr Menschen, die erwerbstätig sind, haben Probleme, die laufenden Kosten vor allem fürs Wohnen zu stemmen. Das spürt auch die Volkshilfe Wien, die seit 2022 im Auftrag des Sozialministeriums den Wohnschirm organisiert. Die KOMPETENZ sprach dazu mit Tanja Wehsely, der Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-19871" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-1536x1024.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-2048x1365.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/wohnschirm_AdobeStock_119355266-272x182.jpeg 272w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Auch immer mehr Menschen, die erwerbstätig sind, haben Probleme, die laufenden Kosten vor allem fürs Wohnen zu stemmen. Das spürt auch die Volkshilfe Wien, die seit 2022 im Auftrag des Sozialministeriums den Wohnschirm organisiert. Die KOMPETENZ sprach dazu mit Tanja Wehsely, der Geschäftsführerin der Volkshilfe Wien.</strong></p>



<span id="more-19870"></span>



<p class="wp-block-paragraph">„Geringfügig Beschäftigte, Bezieher:innen der Mindestpension, kinderreiche Familie und andere vulnerable Gruppen sind besonders hart von den aktuellen Teuerungen betroffen“, sagt Wehsely. „Allerdings betrifft das auch immer mehr Menschen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen“, fügt sie hinzu. Entweder würden vom Arbeitgeber nicht genügend Stunden angeboten und das Gehalt sei daher geringer als bei einer Vollzeitstelle oder das grundsätzliche Einkommen sei nicht genügend an die allgemeinen Teuerungen angepasst oder aber Ansprüche auf ein ausgleichendes Einkommen könnten nicht geltend gemacht werden. „Die Gründe dafür sind so vielfältig wie mittlerweile das Klientel, welches unsere Beratungsstelle aufsucht.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr Menschen in Notlagen</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Tanja Wehsely aus dem Alltag der Fachstelle für Wohnungssicherung (FAWOS) erzählt, wird rasch spürbar, warum sich immer mehr Menschen in einer Notlage befinden. Da ist zum Beispiel Frau T. Sie lebt seit dem Frühjahr alleine in ihrer Wohnung. Im Mai 2022 hatte sie eine Anstellung in einem Büro angenommen, diese aber im Juni darauf wieder verloren, da die Firma Stellen abbaute. Frau T. ging es daraufhin psychisch so schlecht, dass sie sich um Alltägliches kaum mehr kümmern konnte und keinen Antrag auf Unterstützung stellte. Seit April 2023 ist sie wieder berufstätig und arbeitet nun Vollzeit als Sprachlehrerin. So kann sie auch ihre Miete wieder laufend zahlen. Doch zwischenzeitlich konnte sie das nicht und daher brachte der Vermieter eine Räumungsklage ein. Die Rückstände in Höhe von 3.127, 90 Euro kann Frau T. mit ihrem aktuellen Nettoeinkommen von monatlich 1.700 Euro nicht stemmen. Diese wurden nun vom Wohnschirm übernommen, sodass Frau T. in ihrer Wohnung bleiben kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herr Y. wiederum lebt seit 1. Juni 2021 alleine in einer Wohnung, für die anfänglich 760 Euro an Miete zu bezahlen war. Inzwischen beläuft sich diese allerdings bereits auf 1.210,01 Euro. Herr Y. arbeitet Vollzeit und verdient 1.547,80 Euro. Er kann sich die Wohnung nun nicht mehr leisten und nach und nach entstanden ein Mietrückstand sowie Klags- und Anwaltskosten in Höhe von insgesamt 2.420,20 Euro. Herr Y. hat inzwischen zwar eine neue, günstigere Wohnung, in die er nun mit seiner Lebensgefährtin und deren Kindern umgezogen ist. Kaution und Übersiedlungskosten dafür hätte er aber nicht abdecken können. Auch hier half der Wohnschirm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Frau R. lebt seit 2020 mit ihren beiden Söhnen in einer Wohnung. Die monatliche Miete beträgt 564,51 Euro. 2022 verlor die Frau ihre Arbeit und das Arbeitslosengeld wurde auf Grund von Missverständnissen gekürzt. Aus Unwissenheit beantragte sie die Wiener Mindestsicherung nicht und der Vater der Kinder weigerte sich anfangs, Alimente für die beiden Kinder zu überweisen. Schließlich konnte Frau R. die Miete in den Monaten November und Dezember nicht bezahlen. Seit Jänner ist Frau R. wieder berufstätig, ihre Stelle als Betreuerin für Menschen mit Behinderung ist allerdings nur ein 25-Stunden-Job, obwohl Frau R. gerne Vollzeit arbeiten würde. Sie kommt mit den laufenden Kosten wieder zurecht, kann aber die Rückstände nicht abdecken. Der Wohnschirm übernimmt das nun und mit der Hausverwaltung konnte daher vereinbart werden, dass keine Klage eingebracht wird.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Wir teilen hier die Einschätzung von WIFO, Arbeiterkammer und Momentum-Institut: Demnach ist ein Preisdeckel für Lebensmittel, Energie und Wohnen dringend notwendig.“</p>
<cite>Tanja Wehsely</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wohnschirm, der auf Initiative der Volkshilfe, aber auch der Arbeiterkammer eingerichtet wurde, leistet viel. Er hilft seit 2022 bei Mietrückständen und seit 2023 auch bei Problemen, die Energiekosten zu zahlen. Bis 2026 stehen hier insgesamt 139 Millionen Euro zur Verfügung. Der Wohnschirm kann aber vor allem dann nicht mehr helfen, wenn die laufenden Kosten dauerhaft nicht mehr bestritten werden können. „Er wurde für Miet- und Energierückstände auf Grund von Covid19 geschaffen“, erklärt Wehsely. „Für die aktuelle Multikrise ist dieser dauerhaft nicht tauglich.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Mehr leistbarer Wohnraum</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie aber ist diese Krise zu lösen? „Es braucht leistbaren Wohnraum, Arbeit und entsprechendes Einkommen sowie eine positive Perspektive für die Klient:innen“, sagt Wehsely. Und, in Richtung Regierung: „Wir teilen hier die Einschätzung von WIFO, Arbeiterkammer und Momentum-Institut: Demnach ist ein Preisdeckel für Lebensmittel, Energie und Wohnen dringend notwendig.“ Denn: Sozialpolitik sei keine Wohnpolitik, der Krise könne also nicht nur durch Unterstützungszahlungen begegnet werden, die Kosten an sich müssten eingedämmt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut Statistik Austria waren bereits sechs Prozent der Bevölkerung &#8211; das sind mehr als 300.000 Menschen – schon einmal mit einem drohenden Wohnungsverlust konfrontiert. Das entspreche auch der Wahrnehmung der Volkshilfe, die einen steigenden Zulauf bei ihrer Fachstelle für Wohnungssicherung verzeichnet, so Wehsely.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nächste Mieterhöhung steht bevor</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser könnte in Bälde weiter ansteigen. Denn rund 135.000 Haushalten steht mit Juli österreichweit bereits die nächste Mieterhöhung ins Haus. Konkret geht es um die Kategoriemieten. Das sind Mietverträge für Wohnungen in vor 1945 privat errichteten Gebäuden, die vor dem 1. März 1994 abgeschlossen wurden. Die Erhöhung wird voraussichtlich bei plus 5,5 Prozent liegen. Die Crux: Das wäre dann für diese Mieter:innen bereits die vierte Erhöhung in 15 Monaten – insgesamt dann von fast 24 Prozent. „Das ist für viele nicht mehr machbar“, klagt Walter Rosifka, Wohnrechtsexperte in der AK Wien, an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Wehsely sieht inzwischen eine Zuspitzung der Situation, zu den steigenden Mieten kämen ja auch noch die hohen Energiekosten. Gerade letztere würden teilweise die Leistbarkeit einer Wohnung verhindern. „Dies betrifft natürlich besonders kinderreiche Familien, in denen der Bedarf an Strom und Gas auch in den Sommermonaten erhöht ist, da die Eltern den Kindern zumindest einmal am Tag eine warme Mahlzeit zubereiten wollen.“ Aber auch die Betriebskosten schlagen immer stärker zu Buch. „Es rufen Menschen bei uns an, die teilweise seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung leben und nun erstmals die Betriebskostenabrechnung nicht mehr begleichen können.“ </p>
]]></content:encoded>
					
		
		
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		<item>
		<title>Wie der gemeinnützige Wohnbau allen nutzt</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/20/wie-der-gemeinnuetzige-wohnbau-allen-nutzt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Johannes Gress]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Jun 2023 11:13:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Verteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gemeinnütziger Wohnbau]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Gress]]></category>
		<category><![CDATA[Mieten]]></category>
		<category><![CDATA[Mietpreis]]></category>
		<category><![CDATA[WIFO]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnbau]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnbauförderung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19853</guid>

					<description><![CDATA[Steigt der Anteil gemeinnütziger Wohnungen um zehn Prozent, sinkt der Quadratmeterpreis von Privatwohnungen um bis zu 40 Cent. Klingt kompliziert, ist aber so – und Wifo-Ökonom Michael Klien erklärt im KOMPETENZ-Interview wieso.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19856" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien_7458.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Michael Klien ist Senior Economist am Wifo und hat gemeinsam mit Kolleg:innen eine Studie zur preisdämpfenden Wirkung des Gemeinnützigen Wohnbaus herausgebracht.</strong><br>Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Steigt der Anteil gemeinnütziger Wohnungen um zehn Prozent, sinkt der Quadratmeterpreis von Privatwohnungen um bis zu 40 Cent. Klingt kompliziert, ist aber so – und Wifo-Ökonom Michael Klien erklärt im KOMPETENZ-Interview wieso.</strong></p>



<span id="more-19853"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Sie haben sich in einer Studie mit der preisdämpfenden Wirkung des gemeinnützigen Wohnbaus auseinandergesetzt. Zuallererst: Was bedeutet „gemeinnütziger Wohnbau“?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> In Österreich wird oft sozialer Wohnbau, kommunaler Wohnbau und gemeinnütziger Wohnbau vermischt. Gemeinnütziger Wohnbau ist, neben dem Staat und dem Privatsektor, ein dritter Sektor in Form von Non- oder Limited-Profit Unternehmen. Diese Anbieter sind gesetzlich dazu verpflichtet, dass die Mieten den Kosten entsprechen. Den Mieter:innen werden die Baukosten, die Grundkosten, die Finanzierungskosten und so weiter monatlich abgerechnet – nicht mehr.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Und diese Wohnungen sind automatisch günstiger?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> In allen Bundesländern oder Gemeinden sieht man Unterschiede zwischen dem privaten Segment und dem Gemeinnützigen. Mit Blick auf vergleichbare Wohnungen sind die Gemeinnützigen durchwegs günstiger als die Privaten. Wie groß der Abstand ist, das hängt stark vom lokalen Wohnungsmarkt ab: wie groß die Nachfrage ist, ob viel oder wenig gebaut wurde. Je nach dem wie angespannt der Wohnungsmarkt ist, ist es für private Vermieter:innen möglich, deutlich höhere Aufschläge draufzulegen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">&#8222;Wenn der Anteil der Gemeinnützigen groß genug ist, etwa in einem Verhältnis von 50:50 zu den Privaten, dann sieht man, dass Privatvermieter:innen geringere Aufschläge verlangen können.&#8220;</p>
<cite>Michael Klien</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong>  Konkret: Ich wohne in einer Privatwohnung, umgeben von sehr vielen gemeinnützigen Wohnungen. Zahle ich deshalb weniger Miete?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> Wenn der Anteil der Gemeinnützigen groß genug ist, etwa in einem Verhältnis von 50:50 zu den Privaten, dann sieht man, dass Privatvermieter:innen geringere Aufschläge verlangen können. Das heißt, vom gemeinnützigen Wohnbau profitieren nicht nur Mieter:innen dieser Wohnungen, sondern es gibt einen Spillover-Effekt mit preisdämpfenden Auswirkungen im privaten Segment.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Lässt sich das beziffern?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> Grob lässt sich sagen: Wenn sich das Verhältnis von gemeinnützig zu privat um zehn Prozent Richtung gemeinnützig verschiebt, wird der Quadratmeter in Privatwohnungen 30 bis 40 Cent günstiger</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Was folgt daraus politisch? Sollte man den Anteil gemeinnütziger Wohnungen so weit wie möglich erhöhen?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> Ich möchte die Studie nicht so verstanden wissen, dass private Bautätigkeit oder private Vermietung per se schlecht wäre. Angebotsseitige Politik im Wohnbau ist notwendig, vor allem vor dem Hintergrund des starken Bevölkerungswachstums der letzten Jahrzehnte. Hohe Nachfrage und ein geringes Angebot ermöglicht es Vermieter:innen, hohe Aufschläge auf die Kostendeckung zu verlangen. Das heißt, wenn wir auf der Angebotsseite nichts tun, wird sich das Problem nicht lösen. Wir müssen froh sein, dass die Bautätigkeit in Wien, in Graz und in vielen anderen Regionen Österreichs stark war, um diese Nachfrage abdecken zu können. Was noch schlimmer wäre als teure Privatwohnungen wären gar keine Wohnungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber jetzt, wo der Bauboom im Privatsektor vorbei ist, ist es wohnungspolitisch sinnvoll, wenn die Bautätigkeit fortgesetzt wird. Und die Gemeinnützigen würden sich dafür aus verschiedensten Gründen anbieten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="341" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien-1024x341.png" alt="" class="wp-image-19858" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien-1024x341.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien-300x100.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien-150x50.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien-768x256.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Michael-Klien.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>&#8222;Wichtig wäre hier eine entsprechende Wohnbauförderung durch die Länder. Günstige Darlehen sind die einzige Möglichkeit, wie gemeinnütziger Wohnbau weiter forciert werden kann&#8220;, sagt Michael Klien im Interview</strong><br>Fotos: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Inwiefern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Mieten sind zuletzt stark gestiegen. Um hier Entspannung reinzubringen, muss weiter gebaut werden. Private werden das wegen der hohen Bau- und Finanzierungskosten derzeit kaum machen, da winken keine Profite. Wenn die Länder gemeinnützigen Wohnbau jetzt fördern, stabilisiert das einerseits die Bauwirtschaft und bietet andererseits die Möglichkeit, Mieten zu senken. Bei den Gemeinnützigen hätten wir eine doppelte Dividende: Wir können das Angebot erweitern und zusätzlich die Preise im Privatsektor dämpfen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Das heißt, für eine erfolgreiche Wohnbaupolitik braucht es eine ausgewogene Balance zwischen privat und gemeinnützig?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> Den Wohnungsmangel können die Gemeinnützigen alleine oder der kommunale Wohnungsbau in der Geschwindigkeit nicht schaffen. Das ist langfristig ihr Vorteil, dass sie nicht so stark auf Marktreize reagieren und ihre Preise stabiler sind. Aber wenn man sich die Bevölkerungsentwicklung beispielsweise in Wien anschaut oder auch in anderen urbanen Regionen, das hätten die Gemeinnützigen oder der kommunale Wohnbau nicht stemmen können. Es war gut, dass Private Profite gesehen haben und aktiv geworden sind. Es war gut, dass es in dieser Nachfragesituation viel privaten Wohnungsbau gegeben hat. Aber wenn sich jetzt die Marktanteile wieder hin zu den Gemeinnützigen verschieben, trägt das zur Stabilisierung der Mieten und dem Wohnungsmarkt insgesamt bei.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>KOMPETENZ:</strong> Mit Blick in die Zukunft: Wie wird sich die Lage am Wohnungsmarkt Ihrer Meinung nach entwickeln?</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Michael Klien:</strong> Wir sehen anhand aktueller Zahlen, dass der Wohnungsbau sehr stark zurückgeht. Das hat sich schon vor Corona angedeutet. Das Jahr 2019 war in Sachen Baubewilligung die Spitze, derzeit sind viel weniger Neubauten geplant. Das heißt, es wird in den nächsten Jahren weniger neue Privatwohnungen auf dem Markt geben. Für Private ist die Situation gerade sehr unattraktiv: Die Baukosten, die Zinssätze und Finanzierungskosten sind enorm hoch. Die Kreditvergaben sind eingebrochen. Bei den Gemeinnützigen erwarten wir eine stabilere Entwicklung, aber auch hier wird weniger gebaut werden. Wichtig wäre hier eine entsprechende Wohnbauförderung durch die Länder. Günstige Darlehen sind die einzige Möglichkeit, wie gemeinnütziger Wohnbau weiter forciert werden kann.<br>Aber meiner Meinung nach sind die Länder hier auf einem guten Weg. Wird mehr gemeinnützig und wenig privat gebaut, bedeutet das, dass sich der Anteil des gemeinnützigen Wohnbaus im Vergleich zu den Privaten erhöhen wird. Wovon, wie gesagt, alle Mieter:innen profitieren könnten.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph"><strong>ZUR PERSON:</strong><br>Michael Klien, 40, ist Senior Economist am Institut für Wirtschaftsforschung Wifo. Im Mai 2023 veröffentlichte er mit Peter Huber, Peter Reschenhofer (WIFO), Gerlinde Gutheil-Knopp-Kirchwald und Gerald Kössl die Studie „Die preisdämpfende Wirkung des gemeinnützigen Wohnbaus“.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Betriebsrat für, sondern mit den Kolleg:innen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/06/13/kein-betriebsrat-fuer-sondern-mit-den-kolleginnen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christof Mackinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jun 2023 08:05:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung im Mittelpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[BiM]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeitbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeitpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderbetreuung]]></category>
		<category><![CDATA[Pädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Selma Schacht]]></category>
		<category><![CDATA[Streik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19840</guid>

					<description><![CDATA[Selma Schacht ist Betriebsratsvorsitzende bei der Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM). Am 15. Juni 2023 tritt ihre Belegschaft in den Streik - aus Protest gegen eine Bildungsreform, ohne Mitbestimmung der Betroffenen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-1024x683.png" alt="" class="wp-image-19841" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-1024x683.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-300x200.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-150x100.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-768x512.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-600x400.png 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-720x480.png 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872-272x182.png 272w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht_8872.png 1500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Selma Schacht ist Betriebsratsvorsitzende bei der Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM)</strong>.<br>Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Am 15. Juni 2023 tritt ihre Belegschaft in den Streik &#8211; aus Protest gegen eine Bildungsreform, ohne Mitbestimmung der Betroffenen. Die Betriebsratsvorsitzende Selma Schacht im Gespräch über Freizeitpädagogik, Mitbestimmung in der Arbeitnehmer:innen-Vertretung, und Monster in der Stadthalle.</strong></p>



<span id="more-19840"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Die Betriebsratsvorsitzende der Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM) ist dieser Tage eine gefragte Person. Erst die geheimen Pläne des Bildungsministers, ein Beschluss zum Streik, Solidarität vom ÖGB, nächste Woche schon die Aktionswoche – bei Selma Schacht geht’s derzeit drunter und drüber. Aber alles der Reihe nach…</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kritik</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit einem Paukenschlag veröffentlichte der Betriebsrat der BiM vor zwei Wochen, die bis dahin unbekannten Pläne des Bildungsministeriums: Freizeitpädagog:innen an öffentlichen Schulen sollen österreichweit in den öffentlichen Dienst überführt werden. Bisher sind sie bei Unternehmen, wie der BiM, oder bei Vereinen angestellt. Klingt nicht unlogisch, der Teufel aber liegt, wie sooft, im Detail: Die Umsetzung des Plans würde der „Eliminierung der Freizeitpädagogik“ gleichkommen, heißt es in einer <a href="https://www.betriebsrat-bim.at/2023/05/22/das-aus-fuer-die-freizeitpaedagogik-so-nicht/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Stellungnahme vom Betriebsrat (öffnet in neuem Tab)">Stellungnahme vom Betriebsrat</a>, „verbunden mit katastrophalen Verschlechterungen der Dienstverhältnisse, der Ausbildung und der Betreuung sowie massive Personalkürzungen und das Ende der Bildung im Mittelpunkt GmbH.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„So nicht!“ sagen die Betriebsrät:innen und stellen eine <a href="https://www.betriebsrat-bim.at/2023/05/30/petition-so-nicht-freizeitpaedagogik-bleibt/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Petition (öffnet in neuem Tab)">Petition</a> , gegen die undurchsichtigen Pläne des Bildungministers Martin Polaschek, ins Netz. In einer Betriebsversammlung wurde zu Tausendst der Streik beschlossen, eine ganze <a href="https://www.betriebsrat-bim.at/aktions-streikwoche/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Aktions- und Streikwoche (öffnet in neuem Tab)">Aktions- und Streikwoche</a> vom 12.- 16. Juni wird ausgerufen. Federführend beteiligt: Selma Schacht, streitbare Betriebsratsvorsitzende, Freizeitpädagogin und Kommunistin.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Biografie</h4>



<p class="wp-block-paragraph">„Seit ich denken kann, setze ich mich für andere ein,“ blickt Schacht auf Jahrzehnte der politischen Organisierung zurück. Die gebürtige Linzerin war schon bei Schüler:innen-Organisationen, im Gymnasium dann Schulsprecher-Stellvertreterin und Bundes-Studierenden-Vertreterin. </p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Seit ich denken kann, setze ich mich für andere ein.&#8220;</p>
<cite>Selma Schacht</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Schacht ist eigentlich diplomierte Sozialarbeiterin, hat nach Fortbildungen aber vor 25 Jahren begonnen als Freizeitpädagogin zu arbeiten. Um den Austausch unter den auf viele Schulen verstreuten Kolleg:innen, zu fördern, habe sie damals mit anderen die &#8222;MitarbeiterInnen-Zeitung&#8220; gegründet. Seit 2001 ist sie im Betriebsrat aktiv, vier Jahren später übernahm sie den Vorsitz. Dort vertritt sie heute an die 2.300 Freizeitpädagog:innen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="341" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-1024x341.png" alt="" class="wp-image-19844" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-1024x341.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-300x100.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-150x50.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-768x256.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-1536x512.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/06/Selma-Schacht-2048x682.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Selma Schacht ist seit 2001 im Betriebsrat der Bildung im Mittelpunkt GmbH (BiM) aktiv und vertritt dort etwa 2.300 Freizeitpädagog:innen.</strong><br>Fotos: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Freizeitpädagogik</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Freizeitpädagogik ist für sie, „die sinnerfüllte Freizeit im schulischen Rahmen,“ erklärt das „Stahlstadt-Kind.“ Das könne Theater, Sport, Musisches oder andere kreative Tätigkeiten sein. Unterricht und Freizeit sollen Hand in Hand gehen, die formelle Bildung nach Lehrplan und Phasen zur freien Entfaltung. „Zum Beispiel das Konzert der <a href="https://tvthek.orf.at/profile/Seitenblicke/4790197/Seitenblicke/14181399/VIP-Konzert-der-Monsterfreunde/15406121" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Monsterfreunde (öffnet in neuem Tab)">Monsterfreunde</a> , letzte Woche in der Stadthalle, das haben auch Freizeitpädagog:innen an den Schulen mit den Kindern vorbereitet.“ Bei dem Projekt wurden Kinder im Volksschulalter durch das Semester von „Monstern“ begleitet. Höhepunkt war ein Konzert zum Mitmachen, mit Kostümen, Tanz und gemeinsamem Singen. In Summe 16.000 Kinder aus unzähligen Schulklassen, hätten laut Schacht bei den acht Konzerten der Monsterfreunde teilgenommen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Eine Matura als Voraussetzung bedeutet, dass hunderte Menschen ihren Job nicht weitermachen könnten.“</p>
<cite>Selma Schacht</cite></blockquote>



<h4 class="wp-block-heading">Der Haken an der Reform</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Das aktuelle Problem: Mit der geplanten Bildungsreform verschwinde die gesetzliche Grundlage für ihre ganze Profession. „Der entsprechende Lehrgang auf den Pädagogischen Hochschulen soll komplett aus dem Gesetz gestrichen werden.“ Die ersatzweise geplante „Assistenzpädagogik“ umfasse nur die Hälfte der Ausbildungszeit von Freizeitpädagog:innen. Die Pläne des Ministeriums bedeuten nicht nur bis zu einem Fünftel weniger Lohn für viele von Schachts Kolleg:innen, sondern auch eine „Verschärfung der Aufnahmebedingungen,“ wie es in einer <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.betriebsrat-bim.at/2023/05/22/das-aus-fuer-die-freizeitpaedagogik-so-nicht/" target="_blank" aria-label="Stellungnahme (öffnet in neuem Tab)">Stellungnahme</a> des Betriebsrats heißt. „Eine Matura als Voraussetzung bedeutet, dass hunderte Menschen ihren Job nicht weitermachen könnten.“ Viele der Freizeitpädagog:innen hätten keine Matura. „Wir haben im Betrieb eine irrsinnig diverse Belegschaft.“ Geschätzte 60 Prozent der Freizeitpädagog:innen haben ihre Wurzeln nicht in Österreich und bringen Mehrsprachigkeit und Multikulturalität in die Schule. „Sie zeigen damit tagtäglich, dass sie gute Arbeit machen,“ so Schacht. Auch in der Betriebsratsarbeit: „Auch in der Gewerkschaftsbewegung, die vor xenophoben Ressentiments nicht gefeit ist, ist es wichtig, dass gerade diese Kolleg:innen repräsentiert sind.“ Das versuche der BiM-Betriebsrat abzubilden.</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading advgb-dyn-2f536297">Hast du schon einmal überlegt selbst einen Betriebsrat zu gründen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es bei dir im Betrieb mindestens 5 Beschäftigte gibt, kann eine Betriebsratswahl stattfinden. Dein Chef/deine Chefin, darf die Wahl nicht behindern. Als Betriebsrätin/Betriebsrat hast du einen besonderen Kündigungsschutz und du kannst einen Teil deiner Arbeitszeit für die Betriebsratstätigkeit verwenden. Wir unterstützen und begleiten dich und deine KollegInnen bei der Durchführung der Betriebsratswahl.<br>Du möchtest mit uns darüber reden? Dann wende dich an unsere Beratung in deinem Bundesland. Alle Kontakte findest du hier: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="https://www.gpa.at/kontakt (öffnet in neuem Tab)">https://www.gpa.at/kontakt</a></p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Geschichte</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Und das mit Erfolg. „In Streikzeiten ist klar, dass nicht ich den Ton angebe, sondern das Streikkomitee.“ Die Kolleg:innen von der Basis sollen mitgestalten und -diskutieren können, findet die Betriebsratsvorsitzende. Und die blickt auf eine kämpferische Geschichte zurück: Der BiM-Betriebsrat war einer der ersten in dem Bereich, der während KV-Verhandlungen Protestaktionen organisierte, die Betriebsversammlungen im öffentlichen Raum abhielt. „Unsere Belegschaft war Motor vieler Streikbewegungen im Sozial- und Gesundheitsbereich der letzten Jahre.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der geplanten Bildungsreform steht aber auch Schachts Betriebsrat selbst zur Disposition. „Ob ein Weitermachen als kollektiv-kämpferisches BR-Team möglich ist, wenn wir in öffentlichen Dienst überführt werden, steht in den Sternen. Daher sagen wir auch: Kein Tag ohne Interessensvertretung!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dafür gehen die Freizeitpädagog:innen ab Montag (12.06.) in eine Streik- und Aktionswoche. Die ganze Woche lang gibt es Infotische, Kundgebungen, Demos und Streiks an unterschiedlichen Schulstandorten in Wien. Am 15. Juni veranstalten Beschäftigte im gesamten Bildungsbereich und Gewerkschaften in ganz Österreich Aktionen, an denen sich auch Schachts Kolleg:innen mit einem <a rel="noreferrer noopener" href="http://ganztägigen Streik beteiligen: https://aktion-bildung.at/aktionen-termine/" target="_blank" aria-label="ganztägigen Streik (öffnet in neuem Tab)">ganztägigen Streik</a> beteiligen.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zur Person</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn sie nicht am Organisieren, Beraten oder Vernetzen ist, dann geht Selma Schacht in die Berge oder singt Revolutions &#8211; und Arbeiter:innenlieder mit dem <a href="http://hor29n.wordpress.com" data-type="URL" data-id="hor29n.wordpress.com" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Hor 29. Novembar (öffnet in neuem Tab)">Hor 29. Novembar</a> , einem selbstorganisierten Chor in Wien. Dazu hat sie gerade wenig Zeit, aber: „Ich mache den Job einfach wirklich gerne!“ Er verbinde Arbeit mit Menschen und politische Arbeit. Es mache ihr Spaß gemeinsam was zu bewegen. Das entspreche ihrer Überzeugung: „Ich bin Kommunistin. Als solche ist für mich eine Gesellschaft ohne Ausbeutung, das was es zu erreichen gilt.“ Man müsse dafür sorgen, dass jene, die in diesem System unter die Räder kommen, sich selbst ermächtigen können.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Faktencheck Pensionen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/03/28/faktencheck-pensionen-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[David Mum]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Mar 2023 12:43:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Faktencheck]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kompetenz-online.at/?p=19697</guid>

					<description><![CDATA[Wir stellen einige der gängigsten Mythen über Pensionen richtig: Das Pensionssystem ist weder zu teuer, noch steuert es auf einen Kollaps zu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-19701" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-1536x1024.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-2048x1365.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pension-Alter-Mann-und-Frau-von-hinten-springen-AdobeStock_576059518-272x182.jpeg 272w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wir stellen einige der gängigsten Mythen über Pensionen richtig: Das Pensionssystem ist weder zu teuer, noch steuert es auf einen Kollaps zu.</strong></p>



<span id="more-19697"></span>



<h4 class="wp-block-heading">Behauptung: Das Pensionssystem wird immer teurer. Daher ist eine Pensionsreform notwendig.</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Faktencheck:</strong> Es stimmt, dass die Ausgaben für das öffentliche Pensionssystem in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen sind.  Alles andere wäre aber auch unplausibel, denn es steigen auch die Preise, die Einkommen der Erwerbstätigen, die Steuereinnahmen und die Staatsausgaben. Man muss den Pensionsaufwand daher in Relation zu anderen Größen setzen, um zu einer aussagekräftigen Information zu kommen. Sinnvollerweise misst man den Pensionsaufwand in Relation zum gesellschaftlichen Gesamteinkommen (BIP). Dieser Anteil entwickelt sich stabil und wird in den nächsten Jahren leicht zunehmen. Das ist auch sinnvoll, weil der Anteil der PensionistInnen an der Bevölkerung zunimmt. Der Anteil der Pensionen am Gesamteinkommen ist mit ca. 14 Prozent weitaus geringer als der Anteil der PensionistInnen an der Bevölkerung (28,4 Prozent 2021). Es ist also falsch, dass die PensionistInnen einen überproportionalen Teil des gesamtwirtschaftlichen Wohlstands bekommen würden. Das Gegenteil ist richtig.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Behauptung: Das Pensionssystem wird unfinanzierbar, weil der „Altenanteil“ immer mehr zunimmt.</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Faktencheck:</strong> Die Tatsache, dass die Menschen älter werden, ist nicht neu und zudem eine erfreuliche Tatsache. Zu bedenken ist: Es steigt nicht nur der Anteil der PensionistInnen, sondern es steigt auch die Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft. Für die Frage der Finanzierbarkeit des Pensionssystems kommt es nicht nur auf die Höhe der Pensionsausgaben an, sondern auch darauf, wie hoch das gesamte volkswirtschaftliche Einkommen ist, aus dem die Pensionen finanziert werden. Es ist absurd zu behaupten, dass sich eines der reichsten Länder der Welt seine Bevölkerung nicht mehr „leisten“ kann. Fakt ist: Der Anteil der Pensionen am BIP wird bis 2035 leicht von 14 auf 15,4 Prozent steigen. Damit wird er viel geringer wachsen, als der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung. Das ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die Beamtenpensionen mit dem Pensionsrecht der ArbeiterInnen und Angestellten harmonisiert werden und ab 2024 das Frauenpensionsalter an das der Männer angeglichen wird. Außerdem steigt das faktische Pensionsalter an. </p>



<p class="wp-block-paragraph">2021 lag das Pensionsantrittsalter bei Alterspensionen bei 61,8 Jahre (Männer 63,2 Jahre, Frauen 60,7 Jahre). Wenn das Wirtschaftswachstum 1,3 Prozent pro Jahr beträgt, dann steigt das BIP 2022 bis 2042 um insgesamt 29,5 Prozent. Nach Abzug der Pensionsausgaben bleibt immer noch eine Steigerung von 28,6 Prozent. Das gibt für Alarm nichts her.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="614" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-1024x614.png" alt="" class="wp-image-19699" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-1024x614.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-300x180.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-150x90.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-768x461.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-1536x922.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Pensionsausgaben-und-Pensionen-ueber-65-1-2048x1229.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Die Pensionsausgaben wachsen langsamer als der Bevölkerungsanteil über 65.</strong></figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Behauptung: Das Pensionsloch wird immer größer, Jahr für Jahr steigen die Zuschüsse aus dem Budget in das Pensionssystem.</h4>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Faktencheck: </strong>Neben den zweckgebundenen Pensionsversicherungsbeiträgen der ArbeitnehmerInnen und Arbeitgeber werden die Pensionen zu einem Teil auch aus Steuermitteln finanziert (Bundesbeitrag). Das war von Beginn an so vorgesehen. Daher ist es falsch, den steigenden Bundesbeitrag als „Pensionsloch“ oder „Defizit“ zu bezeichnen. Dass die Steuerzuschüsse zunehmen ist klar, denn es steigen auch die Pensionen, die Lohn- und Gehaltssumme, die Pensionsbeiträge und die Steuereinnahmen. Der Anteil der Steuermittel an den Pensionsausgaben ist hingegen relativ konstant. Steuermittel decken etwa ein Viertel der Pensionsausgaben, die restlichen drei Viertel werden durch die Pensionsversicherungsbeiträge gedeckt. Am höchsten ist der durch Pensionsbeiträge finanzierte Anteil bei den ArbeiterInnen und Angestellten (80 Prozent). Der Steuerzuschuss wird unter anderem für Ausgleichszulagen sowie für die Anrechnung von Kindererziehungs- und Präsenz- und Zivildienstzeiten verwendet. Der Steuerzuschuss verteilt sich sehr unterschiedlich. Bei den ArbeitnehmerInnen liegt er unter 15 Prozent, bei den Selbständigen ca. 45 Prozent und den Bauern 77 Prozent!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Der Vergleich macht sicher: Österreichs Pensionssystem bringt im internationalen Vergleich gute Leistungen.</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Pensionskonto und seiner Berechnungsformel bleibt Österreich ein Land mit einem guten öffentlichen Pensionssystem. Das zeigen u.a. Vergleichsberechnungen der OECD (Industriestaaten) für Menschen, die neu auf den Arbeitsmarkt kommen. Die OECD simuliert die Pensionshöhe eines Erwerbstätigen, der 2020 im Alter von 22 Jahren auf den Arbeitsmarkt kommt und ohne Unterbrechung bis zum jeweiligen zukünftigen Regelpensionsalter arbeitet. Die Pension liegt dann bei einem Pensionsantritt mit 65 Jahren Jahren in Österreich bei 74,1 Prozent des Bruttoeinkommens. Betrachtet man die Nettopension mit dem Nettoeinkommen schaut es besser aus. Diese beträgt im selben Fall 87,1. Diese ist höher, weil PensionistInnen geringere Abzüge haben (keine Pensions- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge). Das heißt, das Pensionssystem bietet auch für all jene, die neu auf den Arbeitsmarkt kommen, eine vergleichsweise gute finanzielle Absicherung im Alter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die österreichische Pensionsversicherung erbringt deutlich höhere Leistungen als die deutsche Rentenversicherung. Im Jahr 2019 waren bei neu angetretenen Pensionen die Leistungen in Österreich um 2/3 höher, Alterspensionen um 70 Prozent, krankheitsbedingte Pensionen um 47 Prozent.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Jobzufriedenheit: 6 Tipps, um wieder voll motiviert zur Arbeit zu gehen</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/03/16/jobzufriedenheit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Barbara Lavaud]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Mar 2023 14:43:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Service]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Gehalt]]></category>
		<category><![CDATA[Gehaltsverhandlung]]></category>
		<category><![CDATA[Jobwechsel]]></category>
		<category><![CDATA[Kündidung]]></category>
		<category><![CDATA[Work-Life-Balance]]></category>
		<category><![CDATA[Zufriedenheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie läuft’s bei dir im Job? Bist du voller Tatendrang, fühlst dich in deiner Firma respektiert und die Zahlen am Konto klettern nach oben - oder eher das Gegenteil? Wir sagen dir, wie du deine Zufriedenheit steigern kannst!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1024x683.jpeg" alt="" class="wp-image-19669" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1024x683.jpeg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-300x200.jpeg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-150x100.jpeg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-768x512.jpeg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-1536x1025.jpeg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-2048x1366.jpeg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-600x400.jpeg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-720x480.jpeg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Frau_Buero_zufrieden_AdobeStock_520758786-272x182.jpeg 272w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Adobe Stock</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wie läuft’s bei dir im Job? Bist du voller Tatendrang, fühlst dich in deiner Firma respektiert und die Zahlen am Konto klettern nach oben &#8211; oder eher das Gegenteil? Wir sagen dir, wie du deine Zufriedenheit steigern kannst!</strong></p>



<span id="more-19667"></span>



<p class="wp-block-paragraph">Ein erfülltes Berufsleben, gute Zusammenarbeit im Team, ein motivierendes Gehalt und eine überzeugende Perspektive – so könnte man Jobzufriedenheit definieren. Doch mit der Zufriedenheit am Arbeitsplatz steht es nicht allzu gut: Laut dem letzten <a href="https://ooe.arbeiterkammer.at/service/presse/Arbeitsklima_Index-_Frauen_bekommen_weniger_Geld.html#heading_Arbeitszufriedenheit_von_Frauen_seit_Corona_massiv_verschlechtert" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Arbeitsklima-Index der AK OÖ (öffnet in neuem Tab)">Arbeitsklima-Index der AK OÖ</a> vom Februar ist die Zufriedenheit im Sinken begriffen und nähert sich besonders bei den Frauen einem historischen Tiefstand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du an deinem Arbeitsplatz unzufrieden bist, so gibt es einige Schrauben, an denen du drehen kannst. Oder denkst du schon drüber nach, dir einen neuen Job zu suchen? Wir geben dir Tipps, wie du deine Situation verändern kannst.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Zu wenig Geld?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du deinen Gehaltszettel ansiehst, bist du nicht sicher, ob du lachen oder weinen sollst, ganz besonders in diesen schwierigen Zeiten der Teuerung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dein Gehalt richtet sich nach der Branche, in der du arbeitest und dem gültigen <a href="https://www.gpa.at/kollektivvertrag" aria-label="Kollektivvertrag">Kollektivvertrag</a>. Auf deinem Dienstzettel, den du zu Beginn deiner Tätigkeit von deinem Dienstgeber erhalten hast, ist deine Einstufung laut Kollektivvertrag ersichtlich. Wenn du denkst, dass deine Bezahlung nicht deiner Ausbildung und Berufserfahrung entspricht, dann besprich das mit deinem Betriebsrat. Deine jährlich Gehaltserhöhung passiert übrigens nicht automatisch, die verhandelt deine Gewerkschaft GPA für dich!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Rechne auch deine Überstunden bzw. deine Mehrarbeitsstunden nach: Wurde alles ausbezahlt? Auch hier kann dir dein Betriebsrat helfen!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Melanie D., Kundenberaterin in einer großen Bank, war in ihrer Arbeit in den letzten Jahren sehr erfolgreich und wollte nicht nur eine Prämie, sondern eine nachhaltige Gehaltserhöhung: „Ich habe mich vom Betriebsrat beraten lassen, so konnte ich dann im Gespräch mit meiner Vorgesetzten meine Forderung durchsetzen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du also eine Gehaltserhöhung beanspruchen möchtest, dann mal los! Finde einen Termin mit deinem/r Vorgesetzen für ein Gespräch. Bereite dich gut darauf vor und überleg auch, welche Forderung realistisch wäre. Einen Leitfaden dafür findest in ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2021/11/30/7-tipps-fuer-eine-erfolgreichegehaltsverhandlung/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="7 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung (öffnet in neuem Tab)">7 Tipps für eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung</a>‘.</p>



<p class="blauebox wp-block-paragraph">Oder du nutzt unser <a href="https://bit.ly/3uwagoa" aria-label="gratis online Tool">gratis online Tool</a> und trainierst, wie du die nächste Gehaltsverhandlung perfekt meisterst. </p>



<h4 class="wp-block-heading">Keine Karriereaussichten?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du würdest gern mal was Neues versuchen oder die Karriereleiter nach oben klettern?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es dir um Aufstiegschancen geht, so kannst du selbst aktiv werden. Fehlen dir Kompetenzen für eine Beförderung? Informiere dich, wie du dich weiterbilden könntest: Reicht ein einwöchiges Seminar um spezielle Kenntnisse zu erwerben, oder willst du einen höherwertigen Abschluss? Viele Arbeitgeber sind durchaus bereit in die Ausbildung ihrer MitarbeiterInnen zu investieren und ihnen Schulungen zu bezahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oder du beantragst eine Bildungskarenz: Dabei handelt es sich um eine bezahlte Auszeit. Du kannst mindestens zwei, längstens zwölf Monate lang eine Bildungsmaßnahme besuchen, die vom AMS übernommen wird. Dein/e ArbeitgeberIn muss einverstanden sein. Genauere Infos dazu findest du in unserem Beitrag ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/17/in-10-schritten-zur-bildungskarenz/" aria-label="In 10 Schritten zur Bildungskarenz">In 10 Schritten zur Bildungskarenz</a>‘.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Selin G., Elementarpädagogin aus Linz, hat sich im Laufe ihres Arbeitslebens verstärkt für die Arbeit mit Kindern mit Behinderungen zu interessieren begonnen. „Ich habe daher letzten Herbst Bildungskarenz genommen um eine Ausbildung in Sonderpädagogik zu absolvieren. Das war die beste Entscheidung meines Lebens, ich freu mich schon jetzt auf meine neuen Aufgabengebiete nach dem Abschluss!“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Schreckliche KollegInnen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Du bist mit deiner Arbeit inhaltlich zufrieden, aber du teilst dein Büro mit einem intriganten Kollegen, der dich piesackt oder gar mobbt? Die Stimmung im Team ist unter null und alle misstrauen sich gegenseitig? Falls die Zusammenarbeit über einen längeren Zeitraum stark beeinträchtigt ist, solltest du aktiv werden! Sprich mit deiner/m Vorgesetzten oder wende dich an den Betriebsrat! Sinnvoll wären hier etwa Coaching oder Teambuilding-Aktivitäten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„In unserem Team war eine Kollegin, die sich einfach nicht einfügen wollte. Für Fehler versuchte sie immer andere verantwortlich zu machen, hinter unserem Rücken redete sie schlecht über uns. Irgendwann wollte keiner mehr mit ihr zusammenarbeiten,“ erzählt Joachim, Labortechniker in einer Chemiefirma. „Unsere Bereichsleiterin hatte die Nase voll. Sie hat zusammen mit dem Betriebsrat Teambuilding-Aktivitäten organisiert und Gespräche geführt. Die schwierige Kollegin hat schließlich verstanden, dass es in ihrem eigenen Interesse ist, sich ins Team einzufügen.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Unmögliche Arbeitszeiten?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">In den letzten Wochen wurde in Österreich eine intensive Debatte zum Thema Teilzeit geführt. Die einen arbeiten zu viel, die anderen zu wenig, oft kann man sich seine Arbeitszeit nämlich nicht aussuchen. Verena P., Angestellte bei einer großen Supermarktkette im Raum Amstetten, fasst zusammen, was viele junge Familien betrifft: „Ich arbeite Teilzeit, 20 Stunden pro Woche, anders geht es nicht wegen der Kinder, der Kleine geht noch in den Kindergarten, die Große in die Volksschule. Mein Mann, der macht ständig Überstunden, denn sonst geht es sich mit dem Geld nicht aus.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Was kannst du nun konkret tun, wenn dich die Arbeit auffrisst?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wie läuft dein Arbeitstag ab, machst du z.B. regelmäßig Pausen? Wer länger als 6 Stunden arbeitet, hat Anspruch auf eine halbe Stunde Ruhepause. Antworten auf die meistgestellten Fragen dazu findest in unserem ‚<a href="https://kompetenz-online.at/2019/10/21/faktencheck-arbeitspausen/" aria-label="Faktencheck Arbeitspausen‘.">Faktencheck Arbeitspausen‘.</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Du hast auch ein Recht auf Ruhezeiten! Du musst elf Stunden pro Tag und am Wochenende durchgängig 36 Stunden ruhen können. Auch im Homeoffice musst du nicht rund um die Uhr erreichbar sein, sondern nur zu deinen Arbeitszeiten. Normalarbeitszeit (also deine regelmäßige Arbeitszeit, z.B. 38 oder 40 Stunden) und Überstunden zusammen dürfen bestimmte Höchstgrenzen nicht überschreiten. Das gilt auch bei All-In-Verträgen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Höchstgrenzen und die Arbeitszeitregelungen können je nach Betrieb und Branche unterschiedlich ausfallen. Wenn du mit deinen Arbeitszeiten unzufrieden bist, aber nicht sicher, welche Regelung auf dich zutrifft: Frag deinen Betriebsrat oder deine Gewerkschaft GPA!</p>



<h4 class="wp-block-heading">Wo ist der Betriebsrat?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Es läuft nicht rund in der Arbeit, die Stimmung ist im Keller, die ersten kündigen. Und der Betriebsrat? „<a href="https://kompetenz-online.at/2022/09/12/4-irrtuemer-rund-um-eine-betriebsratsgruendung/" aria-label="Der Betriebsrat, der bringt doch eh nichts">Der Betriebsrat, der bringt doch eh nichts</a>, ich mach‘ mir das schon selbst aus mit meinem Chef!“, sagt der Kollege, der immer meckert und nie zufrieden ist&#8230; Es gibt jede Menge Themen im Betrieb, wo der Betriebsrat zuständig ist. Und wenn es „Brösel“ gibt, so ist der Betriebsrat immer die beste Adresse!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In deinem Betrieb sind demnächst Betriebsratswahlen und du könntest dir vorstellen, dich zu engagieren? Du hast Ideen und Lösungsvorschläge für aktuelle Probleme im Betrieb? Als Mitglied des Betriebsrats kannst du aktiv mitgestalten. Du könntest dann nicht nur deine eigene Jobzufriedenheit verbessern, sondern auch die deiner KollegInnen. Für viele BetriebsrätInnen stellt ihre Tätigkeit eine erfüllende Aufgabe dar, bei manchen wird es – bei einer Freistellung &#8211; zu einem neuen Fulltime-Traumjob. Lies hier das Porträt einer <a href="https://kompetenz-online.at/2023/01/20/betriebsraetin-mit-vollem-einsatz/" aria-label="Betriebsrätin mit vollem Einsatz">Betriebsrätin mit vollem Einsatz</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es in deinem Betrieb allerdings noch keinen Betriebsrat gibt, dann wäre es vielleicht an der Zeit, einen neu zu gründen? Ein Betriebsrat kann u.a. Betriebsvereinbarungen abschließen und dadurch die Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten wesentlich verbessern, z.B. bei der Arbeitszeit. Besonders bei ernsthaften Problemen sind Betriebsräte als eine gesetzliche Körperschaft ungleich effektiver und rechtlich abgesichert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du ernsthaft überlegst, einen Betriebsrat bei dir im Unternehmen neu zu gründen, dann wende dich am besten direkt an die Rechtsberatung deiner Gewerkschaft GPA! Auch wenn du (noch) kein Mitglied bist, beraten dich unsere Profis in einer gratis Erstberatung.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Nichts geht mehr?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du alles versucht hast und sich schon länger das Gefühl breit macht, du bist in einer Sackgasse angelangt, dann hilft wahrscheinlich nur eins: den Job wechseln!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das will wohlüberlegt sein – einfach beim Chef reinmarschieren und ihm die Kündigung auf den Tisch knallen ist keine gute Idee! Klüger ist es, wenn du dir einen neuen Job suchst und erst danach kündigst.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kündigen kannst du immer zum Monatsletzten, die Kündigungsfrist beträgt einen Monat. Um mit 30. April zu kündigen, muss dein Kündigungsschreiben also spätestens am 31. März einlangen. Vorsicht, wenn du es bist, die/der kündigt, dann hast du erst nach vier Wochen Wartefrist Anspruch auf Arbeitslosengeld. Wir haben für dich die wichtigsten Punkte bei einer <a href="https://kompetenz-online.at/2023/03/16/jobwechsel-ich-kuendige/" aria-label="ArbeitnehmerInnen-Kündigung">ArbeitnehmerInnen-Kündigung</a> zusammengestellt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Arbeitsmarkt ist in etlichen Branchen übrigens so gut wie schon lange nicht mehr! Viele Firmen suchen „händeringend“ nach Arbeitskräften. Bei Verhandlungen um die Arbeitszeit oder das Gehalt hast du daher gute Karten!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manche Firmen bieten sogar ganz besondere „Zuckerl“ wie z.B. die <a href="https://kompetenz-online.at/2023/02/23/4-tage-woche-in-gb-beschaeftigte-sind-begeistert/" aria-label="4-Tage-Woche">4-Tage-Woche</a> an, um gute MitarbeiterInnen ins Unternehmen zu bringen. Viele Betriebe setzen verstärkt auf Homeoffice oder auf attraktive Arbeitszeitmodelle. Wenn du dich also beruflich verändern möchtest, dann wäre es jetzt vielleicht ein guter Zeitpunkt!</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Konkret zu helfen ist sehr erfüllend</title>
		<link>https://kompetenz-online.at/2023/03/15/konkret-zu-helfen-ist-sehr-erfuellend/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Andrea Rogy]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Mar 2023 08:43:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ausgabe 2023/02]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Porträt]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeit]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitszeitverkürzung]]></category>
		<category><![CDATA[Gerlinde Kandler]]></category>
		<category><![CDATA[Hanusch Krankenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialversicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Umziehzeiten]]></category>
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					<description><![CDATA[Als Betriebsrats-Vorsitzende des Hanusch-Krankenhauses hat Gerlinde Kandler gemeinsam mit der GPA eine Verkürzung der Arbeitszeit erreicht und ausverhandelt, dass alle MitarbeiterInnen, die sich vor und nach dem Dienst umkleiden müssen, rückwirkend mit Mai 2018 zehn Minuten Umziehzeit pro Tag ausbezahlt bekommen bzw. dies aktuell als Arbeitszeit angerechnet wird. Um aktuelle Stimmungen einzufangen, geht sie mit ihrem Team in Blitzaktionen durchs Haus. Bei der persönlichen Abgrenzung hilft ihr die „Betriebsrats-Familie“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-19639" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-1024x683.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-300x200.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-150x100.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-768x512.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-1536x1024.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-2048x1365.jpg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-600x400.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-720x480.jpg 720w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_6236-272x182.jpg 272w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Foto: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Als Betriebsrats-Vorsitzende des Hanusch-Krankenhauses hat Gerlinde Kandler gemeinsam mit der GPA eine Verkürzung der Arbeitszeit erreicht und ausverhandelt, dass alle MitarbeiterInnen, <a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/03/umziehzeit-wird-zur-arbeitszeit/" aria-label="die sich vor und nach dem Dienst umkleiden">die sich vor und nach dem Dienst umkleiden</a> müssen, rückwirkend mit Mai 2018 zehn Minuten Umziehzeit pro Tag ausbezahlt bekommen bzw. dies aktuell als Arbeitszeit angerechnet wird. </strong></p>



<span id="more-19638"></span>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Um aktuelle Stimmungen einzufangen, geht sie mit ihrem Team in Blitzaktionen durchs Haus. Bei der persönlichen Abgrenzung hilft ihr die „Betriebsrats-Familie“.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerlinde Kandler ist seit 2017 Vorsitzende des Angestellten Betriebsrates im Hanusch-Krankenhaus. Nach ihrer Ausbildung zur Bürokauffrau mit Schwerpunkt Rechnungswesen fing sie 1990 bei der damaligen Wiener Gebietskrankenkasse, in der Abteilung für Rezeptkontrolle an. Nach drei Jahren wechselte sie ins Spital und durchlief anfänglich als Springerin verschiedene Ambulanzen und Stationen der Verwaltung, bis sie schließlich im Rechnungswesen Fuß fasste, wo sie bis 2009 tätig war.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Einstieg als Betriebsrätin</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Kandlers Einstieg in die betriebsrätliche Tätigkeit war ein pragmatischer: der damalige Betriebsratsvorsitzende Martin Holzmann fragte sie, ob sie die Belegschaftsvertreterin als Rechnungsprüferin unterstützen wolle: „Somit hatte ich Einsicht in alle Belege und gewann rasch einen Überblick über das Geschehen.“ Vor den Wahlen 2003 tat Kandler ihr Interesse an einer vertieften Mitarbeit kund: „In meinem Arbeitsbereich war ich immer schon eine Art Sprecherin für die anderen, wenn etwas nicht gepasst hat. Ich bin ein sozialer und gerechter Mensch und traue mich auch etwas zu sagen.“ Ihre Fähigkeit heikle Fragen auf den Punkt zu bringen und ihren Mut wollte Kandler den MitarbeiterInnen im gesamten Haus zur Verfügung stellen.</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Ungerechtigkeiten regen mich maßlos auf – so ticke ich eben.“</p>
<cite>Gerlinde Kandler</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">So wurde die Gerechtigkeitsfanatikerin 2003 als ordentliches Mitglied in den Betriebsrat gewählt: „Ich wollte bei gewissen Sachfragen gerne als Betriebsrätin agieren können. Es regt mich wahnsinnig auf, wenn es nicht gerecht zugeht. Da kann ich dann auch mal lauter werden.“ Bei ihren regelmäßigen Rundgängen durchs Haus tauchte Kandler bald in die konkreten Problemlagen der Beschäftigten ein: „Manche hatten Probleme mit ihren Vorgesetzten, die meisten Beschwerden gab es aber zu den Dienstplänen. Viele KollegInnen empfanden die Einteilungen als ungerecht. Auf meinen Rundgängen kommt es oft zu spontanen Gesprächen, viele KollegInnen kommen mit konkreten Problemen direkt ins Betriebsratsbüro.“</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="341" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-1024x341.png" alt="" class="wp-image-19648" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-1024x341.png 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-300x100.png 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-150x50.png 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-768x256.png 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-1536x512.png 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler-2048x682.png 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption"><strong>Gerlinde Kandler ist seit 2017 Vorsitzende des Angestellten Betriebsrates im Hanusch-Krankenhaus.</strong><br>Fotos: Nurith Wagner-Strauss</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">Rechtliche Expertise durch Gewerkschaftsausbildung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Seit 2009 ist Kandler mit einer zweiten Kollegin dienstfreigestellte Betriebsrätin, insgesamt kümmert sich ein 15-köpfiges Betriebsrats-Team um die Anliegen der insgesamt 1600 angestellten ÄrztInnen, Pflegekräfte, Gesundheitsberufe und Verwaltungsangestellten. 15 KollegInnen stehen als Ersatz-Mandatare bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tätigkeitsspektrum des Teams ist sehr vielfältig: „Wir führen viele rechtliche Beratungen durch, es geht um Pensionierungen, Elternteilzeit oder Karenz. Oft unterstützen wir die KollegInnen dabei, Ansuchen zu schreiben oder begleiten sie zu problematischen Gesprächen.“ Rechtliche Expertise eignete sich Kandler über die Betriebsrats-Akademie an, auch als Arbeiterkammer-Rätin und als Laienrichterin am Arbeits- und Sozialgericht bekommt sie einen Überblick über aktuelle arbeitsrechtliche Entwicklungen und Entscheidungen: „Für mich ist es spannend zu lesen, was die Gutachter zu Themenbereichen wie Pflegegeldeinstufungen, Berufsunfähigkeitspensionen und anderen sozialrechtlichen Fragen wie Anfechtungen von Entlassungen ausführen – das hilft mir bei konkreten Beratungen im Betrieb manchmal weiter.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„Zu spüren, dass ich konkret helfen kann, ist sehr erfüllend.“</p>
<cite>Gerlinde Kandler</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Durch die Betriebsratsakademie hat Kandler fachlich und menschlich „einen Sprung gemacht: „Ich habe für mein Netzwerk viele wichtige Kontakte geknüpft.“ Sie ist stolz auf das, was sie geschafft hat: &#8222;Ich kann anderen helfen und mein Wissen vermitteln. Zu spüren, dass man konkret helfen konnte, ist sehr erfüllend. Dabei spürt man persönliche Wertschätzung und Dankbarkeit.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Sozialversicherungsreform</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtig ist Kandler, die auch im Landesfrauenvorstand der GPA engagiert ist, eine gute Gesprächsbasis zur Führungsebene: „Mit der Sozialversicherungsreform 2019/20 haben sich die Strukturen gravierend verändert. Vorher hatte ich regelmäßigen direkten Kontakt zur Generaldirektion und der Kollegialen Führung. Letzterer besteht auch heute noch, der neue Aufbau mit zentralisierten und schwerer unerreichbaren Führungspersonen ist gewöhnungsbedürftig. Direkter regelmäßiger Kontakt besteht nur zum Fachbereichsleiter.“ Als Zentralbetriebsrätin kennt sie zwar die neuen Vorstände: „Direkte Gespräche gibt es aber leider kaum mehr, die Kommunikation läuft hauptsächlich über den Vorsitzenden unseres Zentralbetriebsrates.“ Im März wurde Kandler zu einer seiner fünf StellvertreterInnen gewählt.</p>



<div class="wp-block-group rotebox"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained">
<h4 class="wp-block-heading">Hast du schon einmal überlegt selbst einen Betriebsrat zu gründen?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn es bei dir im Betrieb mindestens 5 Beschäftigte gibt, kann eine Betriebsratswahl stattfinden. Dein Chef/deine Chefin, darf die Wahl nicht behindern. Als Betriebsrätin/Betriebsrat hast du einen besonderen Kündigungsschutz und du kannst einen Teil deiner Arbeitszeit für die Betriebsratstätigkeit verwenden. Wir unterstützen und begleiten dich und deine KollegInnen bei der Durchführung der Betriebsratswahl.<br>Du möchtest mit uns darüber reden? Dann wende dich an unsere Beratung in deinem Bundesland. Alle Kontakte findest du hier: <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.gpa.at/kontakt" target="_blank" aria-label="https://www.gpa.at/kontakt (öffnet in neuem Tab)">https://www.gpa.at/kontakt</a></p>
</div></div>



<h4 class="wp-block-heading">Arbeitszeitverkürzung</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Stolz ist Kandler darauf, dass der Betriebsrat des Hanusch-Krankenhauses nach wie vor jene Agenden direkt verhandelt, die für das Haus notwendig und wichtig sind: „Wir sind ein eigenes unabhängiges Gremium und haben unterschiedliche Bedürfnisse als andere Organisationseinheiten der Sozialversicherung.“ Aktuell wird darum gerauft, trotz eingefrorenem Dienstpostenplan ausreichend Personal für die Pflege und ÄrztInnen zu bekommen. Ein wichtiger Erfolg dabei ist die Umsetzung einer Arbeitszeitverkürzung für alle Vollzeit- und Teilzeitkräfte mit Jahresbeginn, dringend nach zu besetzende Jobs im Krankenhaus werden so attraktiver für Stellensuchende: „Es ist keine richtige Verkürzung über den Kollektivvertrag, wir lösen das mit Gutstunden: die Beschäftigten arbeiten weiterhin 40 Stunden, können aber im Folgemonat ihre Gutzeit vereinbaren und kommen so auf das Vollzeitäquivalent von 37,5 Stunden.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Durch die Arbeitszeitverkürzung werden wir als Dienststelle attraktiver – die Leute wollen das heute so.“</p>
<cite>Gerlinde Kandler</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Arbeitszeitverkürzung ist für Kandler das wichtigste Thema der nahen Zukunft: „Neben einem ordentlichen Gehaltsabschluss, der das Leben leistbar erhält, wollen die junge ArbeitnehmerInnen mehr Freizeit durch eine Arbeitszeitverkürzung, manche wollen grundsätzlich in Teilzeit arbeiten.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Anrechnung von Umziehzeit als Arbeitszeit</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Erfolgreich umgesetzt hat Kandler mit ihrem Team auch die Anrechnung der Umziehzeiten als Teil der Arbeit: „Seit Jänner gilt eine Betriebsvereinbarung, <a href="https://kompetenz-online.at/2022/02/03/umziehzeit-wird-zur-arbeitszeit/" aria-label="das Umkleiden passiert nun im Rahmen der normalen Arbeitszeit">das Umkleiden passiert nun im Rahmen der normalen Arbeitszeit</a>. Wir haben sogar ausverhandelt, dass seit Mai 2018 angefallene Umziehzeiten rückwirkend ausbezahlt wurden.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz vieler Erfolge gibt es in Kandlers Arbeitsalltag auch Ärgernisse: „Seit 2021 gibt es ein großes Projekt zum Thema ´Gewalt am Arbeitsplatz´. Dazu hat uns der Dienstgeber ein Sicherheitskonzept versprochen, auf das wir sehr dringend warten.“ Für Kandler ein wichtiges Thema: „Wir brauchen rasch präventive Konzepte um den Übergriffen von KollegInnen, BesucherInnen oder auch PatientInnen auf einer sachlichen und fundierten Ebene begegnen zu können.“</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-center is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-center wp-block-paragraph">„Wir BetriebsrätInnen halten in schwierigen Zeiten zusammen wie eine große Familie.“</p>
<cite>Gerlinde Kandler</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Warten heißt es auch auf eine praktikable Lösung für schwangere Ärztinnen, die nach wie vor ab der 14. Woche aufgrund ihrer Dienstfreistellung die Überstundenpauschale verlieren und so starke Gehaltseinbußen erleiden. Geduld und Ausdauer zu zeigen, hat Kandler durch die Praxis aber auch in Kursen gelernt. Persönliche Betroffenheit aufgrund tragischer Situationen kann sie abseits der Arbeit ganz gut ablegen: „Ich schaffe es meist, den Schritt aus der Jobsituation hinaus ins Private zu machen und den Hut der Betriebsrätin in meiner Freizeit abzulegen.“ Dabei helfen regelmäßige Reflexionen und Gesprächsrunden mit anderen Betriebsrätinnen: „Da kann man sich aussprechen, wir helfen uns in schwierigen Situationen wie eine Familie.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kandler liebt ihre Tätigkeit, als Vorsitzende könne sie „glänzen, weil wir ein super Team sind: „Im Betriebsratsgremium leben wir solidarisch und besprechen alles miteinander. Es gibt viele KollegInnen, die sich konstruktiv einbringen und Ideen haben, gegenseitige Unterstützung ist dabei ganz wichtig.“ Mittels einer Betriebsrats-App erreicht sie die KollegInnen sehr direkt und unkompliziert: „Es ist eine wahre Errungenschaft für uns. Dienstordnung, Gehaltstabellen und Kollektivvertrag sind auf einen Klick verfügbar. Aktuelle Infos können rasch und zielgerichtet geteilt bzw. als Push-Nachricht verschickt werden.“</p>



<h4 class="wp-block-heading">Direkter Kontakt ist wichtig</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Kandler sucht regelmäßig den direkten Kontakt zu den MitarbeiterInnen und hat auch „keine Angst vor unangenehmen Wahrheiten: Als Betriebsrat gehen wir in sogenannten Blitzaktionen durchs Haus und machen uns ein Stimmungsbild. Wir sammeln Anregungen auf Kärtchen, so bleibt alles anonym.“ Kandler sieht sich als „Bindeglied zwischen DienstnehmerInnen und Dienstgeber: Meine Aufgabe ist es, bestehende Probleme anzugehen und zu lösen.“ Manchmal müsse sie aber „einer KollegIn erklären, dass der Dienstgeber sachlich Recht hat: Ich bleibe auch in solch unangenehmen Situationen pragmatisch.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">2024 stellt sich Kandler der Wiederwahl: „Es wäre meine letzte Funktionsperiode, ich würde mich freuen, nochmals Verantwortung zu übernehmen.“</p>



<div class="wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile blauebox"><figure class="wp-block-media-text__media"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-1024x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19643 size-full" srcset="https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-1024x1024.jpg 1024w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-300x300.jpg 300w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-150x150.jpg 150w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-768x768.jpg 768w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-1536x1536.jpg 1536w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-2048x2048.jpg 2048w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-600x600.jpg 600w, https://kompetenz-online.at/wp-content/uploads/2023/03/Gerlinde-Kandler_quadratisch-500x500.jpg 500w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure><div class="wp-block-media-text__content">
<h4 class="wp-block-heading">Zur Person</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Gerlinde Kandler ist seit 33 Jahren in der Sozialversicherung beschäftigt. Sie hat eine erwachsene Tochter und lebt in Wien. In ihrer Freizeit geht sie gerne mit ihrem Hund in die Natur, auch laufen und wandern stehen regelmäßig am Programm. Abseits ihrer Betriebsratsarbeit ist sie auch Mitglied des GPA-Bezirksforums für den 14. Bezirk.</p>
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