15.000 Euro nach Kündigung erkämpft

Hannes Puwein ist Rechtsberater bei der Gewerkschaft GPA Niederösterreich und hat für einen Angestellten 15.000 Euro in einem gerichtlichen Vergleich erkämpft.
Foto: GPA Niederösterreich

Ein Angestellter eines großen Unternehmens in Niederösterreich hat mit Unterstützung der Gewerkschaft GPA und seines Betriebsrats seine Kündigung angefochten und 15.000 Euro erhalten.

Leo R. arbeitete jahrelang als Angestellter eines großen Unternehmens in Niederösterreich – bis ihn sein Arbeitgeber völlig unerwartet kündigte. Nach Rücksprache mit seinem Betriebsrat, der der Kündigung widersprochen hatte, wandte er sich an die Rechtsberatung der Gewerkschaft GPA in Niederösterreich. Leo R. hatte am seinem Arbeitsplatz eine sehr spezifische Tätigkeit ausgeübt und fürchtete nun, nicht leicht wieder einen passenden Job finden zu können.

Hannes Puwein, von der GPA Niederösterreich teilte diese Einschätzung und riet Leo R. die Kündigung wegen Sozialwidrigkeit anzufechten. Eine Kündigung kann sozialwidrig sein, wenn eine Tätigkeit so spezifisch ist, dass sie nur schwer außerhalb des Unternehmens verwertbar ist und es daher nicht möglich ist, in zumutbarer Zeit einen gleichwertigen Arbeitsplatz zu finden.

„Wir raten allen Mitgliedern im Falle einer plötzlichen Kündigung mit ihrem Betriebsrat zu sprechen und in unsere Rechtsberatung zu kommen.“

Hannes Puwein, Rechtsberater, GPA Niederösterreich

Leo R. befolgte den Rat. Mit Hilfe der GPA focht er seine Kündigung wegen Sozialwidrigkeit bei Gericht an. Im Rahmen eines gerichtlichen Vergleiches einigte man sich schließlich darauf, dass das Dienstverhältnis von Leo R. um 6 Monate verlängert wird und er zusätzlich eine 15.000 erhält. Dadurch hat er genügend Zeit sich einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

Beschäftigten, die in eine ähnliche Situation kommen und plötzlich gekündigt werden, rät Puwein nichts zu unterschreiben und sich umgehend an ihren Betriebsrat zu wenden bzw. die Kündigung von der GPA-Rechtsberatung Rechtsberatung prüfen zu lassen.

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