„Kürzungen am Sozialstaat unnötig und destabilisierend“

„Kürzungen am Sozialstaat unnötig und destabilisierend“

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Foto: Nurith Wagner-Strauss

Die Ökonomin Lea Steininger schätzt die aktuell höheren Inflationsraten als vorübergehend ein und spricht sich angesichts der Klimakrise für Investitionen und Konjunkturstabilisation aus. Die Idee, Kosten der Coronakrise durch sozialstaatliche Kürzungspolitik hereinbekommen zu wollen, hält sie für kontraproduktiv. Warum, verrät sie im Interview mit der KOMPETENZ.

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„Staatsfinanzen funktionieren anders als private Haushalte“

„Staatsfinanzen funktionieren anders als private Haushalte“

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Foto: Johannes Gress

Derzeit lohnt der wirtschaftspolitische Blick in die USA, betont Philipp Heimberger, Ökonom am Wiener Institut für internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw). Höhere Steuern für Unternehmen und gezielte Investitionen sollte sich auch Österreich zum Vorbild nehmen.

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„Solidarität ist ein Überlebensprinzip“

„Solidarität ist ein Überlebensprinzip“

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Wolfgang Maderthaner, Historiker und ehemaliger Direktor des Österreichischen Staatsarchives.

Auch in einer Zeit der Umbrüche ist kollektive Solidarität mehr denn je gefragt. Der Historiker Wolfgang Maderthaner analysiert die Entwicklung von Solidarität unter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. „Heute“, sagt er, geht solidarisches Verhalten Hand in Hand mit einer „großen Bildungsbewegung. Es geht um ein neues sozial-egalitäres Bewusstsein“.

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No Jobs on a dead Planet

No Jobs on a dead Planet

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Foto: GPA-Jugend

Wie geht es mit dem Klimaschutz nach Corona weiter und welche Rolle können dabei GewerkschafterInnen und BetriebsrätInnen spielen? Und wie kann eine sozial-ökologische Transformation gelingen, die gerecht ist und nicht auf dem Rücken der Schwachen ausgetragen wird?

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G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer für Konzerne

G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer für Konzerne

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Foto: Adobe Stock

Seit längerer Zeit wird auf OECD-Ebene über eine Reform der Regeln für die Besteuerung multinationaler Konzerne verhandelt. Dabei geht es zum einen um eine Änderung bei der Verteilung der Besteuerungsrechte zwischen den Ländern und zum anderen um die Einführung von globalen effektiven Mindeststeuersätzen. Nun wurde im Rahmen eines Treffens der FinanzministerInnen der G7-Staaten eine erste Einigung über wichtige Eckpunkte erzielt. Dies stellt einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit dar, Details sind aber noch weitgehend offen.

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Wie geht zukunftsfähiges Wirtschaften?

Wie geht zukunftsfähiges Wirtschaften?

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Foto: WU Wien

Der Wirtschaftswissenschafter Andreas Novy ist Mitautor des Lehrbuches „Zukunftsfähiges Wirtschaften“. Im Interview mit KOMPETENZ Online erklärt er, wie wir in eine Vielfachkrise geschlittert sind und was das mit Asien und MAN in Steyr zu tun hat. Und insbesondere: Was es braucht, um die Wirtschaftskrise hinter uns zu lassen.

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OECD spricht sich für (höhere) Erbschaftssteuern aus

OECD spricht sich für (höhere) Erbschaftssteuern aus

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Eine neue Studie der OECD kommt zum Ergebnis, dass Erbschafts- und Schenkungssteuern eine stärkere Rolle beim Abbau von sozialen Ungleichheiten zukommen könnte, und diese – gerade vor dem Hintergrund der enormen staatlichen Ausgaben zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie – auch zur Entlastung der öffentlichen Haushalte beitragen würden. In Österreich ist die Erbschafts- und Schenkungssteuer 2008 ausgelaufen, es besteht daher dringender Handlungsbedarf.   

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Zeit für mehr Gerechtigkeit!

Zeit für mehr Gerechtigkeit!

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Die Vorsitzende der Gewerkschaft GPA Barbara Teiber bei der Aktion für eine Millionärssteuer
am Ballhausplatz.

Foto: Daniel Novotny

Viel ist in letzter Zeit vom notwendigen Neuaufbau der Wirtschaft die Rede. Einig sind sich alle, dass die öffentliche Hand riesige Geldbeträge für Investitionen in die Hand nehmen muss.

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„Vermögenden wird in der Politik mehr Gehör geschenkt“

„Vermögenden wird in der Politik mehr Gehör geschenkt“

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Foto: Nurith Wagner-Strauss

Die Datenlage zur Vermögensverteilung in Österreich ist dürftig. Ökonomin Franziska Disslbacher ging der Sache auf die Spur. Ergebnis: Ein Prozent der Haushalte verfügt über 37 Prozent des Vermögens.

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Österreich legt nationalen Aufbauplan für Verwendung der EU-Hilfsgelder vor

Österreich legt nationalen Aufbauplan für Verwendung der EU-Hilfsgelder vor

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Als Reaktion auf die enormen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die EU bereits Ende 2020 ein 750-Milliarden-Euro Hilfspaket auf den Weg gebracht. Für Österreich sind darin 4,5 Milliarden Euro an direkten Zuschüssen vorgesehen.

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Mitbestimmung wirkt

Mitbestimmung wirkt

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Foto: Unsplash

Der deutsche Wirtschaftsprofessor Simon Jäger weist in zwei internationalen Studien die positiven Effekte betrieblicher Mitbestimmung nach. Sind ArbeitnehmervertreterInnen an den Entscheidungsprozessen beteiligt, verbessern sich die Kommunikation und die Kapitalintensität in den Unternehmen. Auch eine positive Wirkung auf Gesundheit und individuelle Jobzufriedenheit der ArbeitnehmerInnen war feststellbar.

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So geht echter Wohlstand

So geht echter Wohlstand

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Eine spannende fächerübergreifende Analyse unseres Wirtschaftssystems hat die Soziologin und Kulturhistorikerin Riane Eisler vorgelegt. Sie träumt von einer Fürsorge-Wirtschaft.

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Die lineare Wirtschaft hat ausgedient

Die lineare Wirtschaft hat ausgedient

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Einen anspruchsvollen Sammelband, der einen Überblick über die Kreislaufwirtschaft in der EU aus mehreren Blickwinkeln liefert, hat Sepp Eisenriegler herausgebracht.

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Corona lässt Arm und Reich noch weiter auseinanderdriften

Corona lässt Arm und Reich noch weiter auseinanderdriften

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Foto: Sonja Spitzer

Rekordwerte am Aktienmarkt, tiefer Einbruch in der Realwirtschaft verbunden mit historisch hoher Arbeitslosigkeit: Österreich ist gefordert „Vermögen oder Kapitaleinkommen stärker zu besteuern“, um der zunehmenden Einkommensungleichheit entgegen zu wirken, sagt Emanuel List, Ökonom an der Wiener Wirtschaftsuniversität.

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Wir brauchen eine Millionärssteuer – Jetzt!

Wir brauchen eine Millionärssteuer – Jetzt!

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Vermögen ist in Österreich extrem ungleich verteilt: Etwa 40 Milliardärshaushalte besitzen insgesamt mehr als 140 Milliarden Euro.
Foto: Daniel Shaked

Vor dem Hintergrund der enormen Kosten der staatlichen Hilfsmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise und der Frage wer diese im Endeffekt bezahlen wird, ist die Forderung nach einer Millionärssteuer aktueller denn je. Diese würde zu mehr Steuergerechtigkeit führen und zudem ein erhebliches Steuermehraufkommen bringen, mit dem z.B. Investitionen in den Sozialstaat und zur Bekämpfung der Klimakrise finanziert werden könnten.

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Arbeitsplätze und Klimaschutz – ein Widerspruch?

Arbeitsplätze und Klimaschutz – ein Widerspruch?

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Foto: privat

Bei der Bearbeitung der ökologischen Krise kommt Gewerkschaften und BetriebsrätInnen eine zentrale Rolle zu, fordert der Politikwissenschafter Ulrich Brand. In der Corona-Krise dürfe Umweltschutz nicht zur „Luxusfrage“ werden.

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Das Ungleichheitsvirus

Das Ungleichheitsvirus

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In Brasilien wird der Kontrast zwischen arm und reich besonders deutlich. Wer arm ist erholt sich nicht nur langsamer von der Wirtschaftskrise sondern hat auch ein höheres Risiko an Corona zu erkranken und zu sterben.
Foto: Adobe Stock

In einer Sammelstudie kommt die NGO OXFAM zum Schluss die Maßnahmen gegen die Coronakrise verschärfen die Armut. Was dagegen zu tun sei, sei längst bekannt.

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Gewerkschaftsgründung bei Google: Klassenkampf 2.0

Gewerkschaftsgründung bei Google: Klassenkampf 2.0

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Foto: Adobe Stock

MitarbeiterInnen bei Google haben zu Jahresbeginn eine gewerkschaftliche Vertretung gegründet. Ein bemerkenswerter Erfolg in einer Branche, wo Gewerkschaften stark unterrepräsentiert sind.

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"Alles ist unmöglich – bis man es macht."

„Alles ist unmöglich – bis man es macht.“

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Foto: Donau-Universität Krems

Die Politikwissenschafterin Ulrike Guérot beschreibt in ihrem neuen Buch „Nichts wird so bleiben, wie es war?“ die aktuelle Coronakrise als Chance. Mit ihr eröffne sich ein Fenster, das nicht nur Waren und Währung den gleichen rechtlichen Rahmen biete, sondern auch Europas BürgerInnen.

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„Nicht denen helfen, die am besten vernetzt sind, sondern jenen, die am meisten Unterstützung brauchen“

„Nicht denen helfen, die am besten vernetzt sind, sondern jenen, die am meisten Unterstützung brauchen“

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Foto: Adobe Stock

Mit einer Diskussionsreihe unter dem Titel „Leben und Arbeiten in Zeiten von Corona“ wird die Gewerkschaft GPA in den kommenden Monaten die politische Debatte um die Corona-Krise begleiten, Analysen liefern und mögliche Perspektiven für Zivilgesellschaft und Gewerkschaften aufzeigen.

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Ungleichheit bei Einkommen schlimmer als gedacht

Ungleichheit bei Einkommen schlimmer als gedacht

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Foto: Suzy Hazelwood von Pexels

Eine aktuelle Studie der Wiener Wirtschaftsuniversität zeigt, dass für den Großteil der ÖsterreicherInnen das reale Einkommen zwischen 2004 und 2016 stagnierte. Besonders Junge haben zu kämpfen.

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Der Klimawandel wird jene stärker treffen, die benachteiligt sind

Der Klimawandel wird jene stärker treffen, die benachteiligt sind

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Foto von icon0.com von Pexels

Die Klimaerwärmung wird die Arbeitswelt auch in den kommenden Jahrzehnten drastisch verändern. Neben der Wertschöpfung wird aber auch die körperliche und mentale Gesundheit von uns Menschen darunter leiden.

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Das Budget 2021 kurz analysiert

Das Budget 2021 kurz analysiert

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Foto von Karolina Grabowska von Pexels

Trotz steigender Ausgaben fehlen Mittel für Arbeitsmarkt, Gesundheit und Klima. Wir analysieren das Budget der türkisgrünen Regierung und erklären, wo es noch Nachbesserungen braucht.

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Wege aus der Jobmisere

Wege aus der Jobmisere

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Illustration: PM Hoffmann

Die Corona-Krise hat den Arbeitsmarkt auf den Kopf gestellt. Und der Höhepunkt steht zur Jahreswende noch bevor. Dennoch gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern. Voraussetzung dafür ist ein breiter Schulterschluss in der Gesellschaft – und das Nachdenken, wie Arbeit neu verteilt werden kann.

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„Österreich muss Geld in Beschäftigung investieren“

„Österreich muss Geld in Beschäftigung investieren“

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Foto: Ingo Pertramer

Der Ökonom Oliver Picek plädiert im Interview für neue Konjunkturpakete, Programme zur Senkung der Langzeitarbeitslosigkeit und warnt vor einem verfrühten Sparkurs.

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