Evelyn Regner, geboren 1966, ist seit Juli 2009 Europaabgeordnete. Fast neun Jahre lang leitete sie das ÖGB-Europabüro in Brüssel bis sie 2008 als Leiterin der Stabsstelle EU und Internationales im ÖGB nach Wien zurückkehrte. Foto Nurith Wagner-Strauss

„It’s a shame“

/
Evelyn Regner, geboren 1966, ist seit Juli 2009 Europaabgeordnete. Fast neun Jahre lang leitete sie das ÖGB-Europabüro in Brüssel bis sie 2008 als Leiterin der Stabsstelle EU und Internationales im ÖGB nach Wien zurückkehrte. Foto Nurith Wagner-Strauss
Evelyn Regner, geboren 1966, ist seit Juli 2009 Europaabgeordnete. Fast neun Jahre lang leitete sie das ÖGB-Europabüro in Brüssel bis sie 2008 als Leiterin der Stabsstelle EU und Internationales im ÖGB nach Wien zurückkehrte.
Foto Nurith Wagner-Strauss

Im KOMPETENZ-Interview zieht die EU-Parlamentarierin Evelyn Regner Bilanz über die österreichische Ratspräsidentschaft und erklärt, warum wählen gehen gerade in diesen Zeiten wichtig ist.

Weiterlesen

Tom Schmid, Geschäftsführer von „DAS BAND – gemeinsam vielfältig“

Interview mit Tom Schmid: Selbstbestimmung ade

/
Tom Schmid, Geschäftsführer von „DAS BAND – gemeinsam vielfältig“
Tom Schmid, Geschäftsführer von „DAS BAND – gemeinsam vielfältig“, Foto: Das Band

Sozialrechtsexperte Tom Schmid, Politikwissenschafter und Geschäftsführer von „DAS BAND – gemeinsam vielfältig“, erklärt im Interview, was die Streichung der erhöhten Familienbeihilfe für behinderte Menschen bedeutet und warum die Beschäftigung in Einrichtungen der Tagesstruktur keine ausreichende sozialrechtliche Absicherung bringt.

Weiterlesen

Foto: dewi

„ArbeitnehmerInnen sind der Regierung völlig egal“

/
Foto: dewi
Foto: dewi

Die neue geschäftsführende Vorsitzende der GPA-djp, Barbara Teiber, legt die Nachteile des 12-Stunden-Tages auf den Tisch und erklärt, warum die Verkürzung der Arbeitszeit weiterhin auf der Agenda der Gewerkschaften steht. Die Sozialpartnerschaft sieht sie massiv gefährdet.

Weiterlesen

Quelle: Clara Fritsch

Datenschutz: Betriebsrat verhindert Weitergabe von Krankenstands-Auswertungen

/
Quelle: Clara Fritsch
Quelle: Clara Fritsch

Ein Betriebsrat berichtet im Interview, wie es ihm gelang die Auswertung und Weitergabe sensibler Beschäftigtendaten zu verhindern. Er möchte anonym bleiben.

Weiterlesen

Wolfgang Schaden ist Unfallchirurg und stellvertretender ärztlicher

Hochorganisierte Umverteilung nach oben

/
Wolfgang Schaden ist Unfallchirurg und stellvertretender ärztlicher
Wolfgang Schaden ist Unfallchirurg und stellvertretender ärztlicher
Direktor der AUVA. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Der Unfallchirurg Wolfgang Schaden, Mitglied der Zukunftskommission der Österreichischen Gesellschaft für Unfallchirurgie, erklärt im Interview, warum die Selbstverwaltung vor politischer Einflussnahme schützt, und warum das hohe Niveau der medizinischen Versorgung mit Einsparungen nicht aufrechterhalten werden kann.

Weiterlesen

Arbeitszeitverkürzung über Kollektivverträge erfolgreich umgesetzt

Arbeitszeitverkürzung über Kollektivverträge erfolgreich umgesetzt

/
Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, Karl Dürtscher
Foto: Michael Mazohl

Karl Dürtscher, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-djp, erklärt, warum flexible Modelle der Arbeitszeitverkürzung Zukunft haben. Im Rennen um die besten Köpfe müssten die Arbeitszeitbedürfnisse der Beschäftigten noch stärker berücksichtigt werden.

Weiterlesen

Helmut Wolff, Betriebsratsvorsitzender Unify GmbH (Bild: Jonas Müller)

Service, Strategie und „Superkräfte“

/
Helmut Wolff, Betriebsratsvorsitzender Unify GmbH (Bild: Jonas Müller)
Helmut Wolff, Betriebsratsvorsitzender Unify GmbH (Bild: Jonas Müller)

Helmut Wolff, ehemaliger Europa-Betriebsrat bei unify im Interview mit Datenschutzexpertin Clara Fritsch

Weiterlesen

Didem Strebinger, Betriebsrätin bei der Austrian Airlines AG, Foto: Erwin Schuh

„Ich lasse mich nicht hetzen.“

/
Didem Strebinger, Betriebsrätin bei der Austrian Airlines AG, Foto: Erwin Schuh
Didem Strebinger, Betriebsrätin bei der Austrian Airlines AG, Foto: Erwin Schuh

AUA-Betriebsrätin Didem Strebinger im Gespräch mit Datenschutzexpertin Clara Fritsch.

Weiterlesen

Verena Spitz ist seit 2004 Betriebsrätin bei der BAWAG PSK und seit kurzem auch stellvertretende Vorsitzende des Zentralbetriebsrats. ­Außerdem ist sie Vorsitzende des Beirats für Arbeit und Technik der GPA-djp. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Zusammenarbeit von Betriebsrat und betrieblicher Datenschutzbeauftragter – der Beginn einer guten Partnerschaft?

/
Verena Spitz ist seit 2004 Betriebsrätin bei der BAWAG PSK und seit kurzem auch stellvertretende Vorsitzende des Zentralbetriebsrats. ­Außerdem ist sie Vorsitzende des Beirats für Arbeit und Technik der GPA-djp. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Verena Spitz ist seit 2004 Betriebsrätin bei der BAWAG PSK und seit kurzem auch stellvertretende Vorsitzende des Zentralbetriebsrats. ­Außerdem ist sie Vorsitzende des Beirats für Arbeit und Technik der GPA-djp. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Die BAWAG-Betriebsrätin Verena Spitz in Interview mit Datenschutzexpertin Clara Fritsch

Weiterlesen

Heinz Mayer im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Emotionalisierung statt vernünftigem Abwägen

/
Heinz Mayer im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Heinz Mayer im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Der Verfassungsrechtler Heinz Mayer sieht im KOMPETENZ-Interview bei Österreichs Regierung Tendenzen einer Postdemokratie und die Tendenz, dass es nicht über die wirklichen Themen diskutiert wird, sondern es zu einer Emotionalisierung kommt.

Weiterlesen

Jörg Flecker ist Professor für Soziologie an der Universität Wien. Foto: Nurith Wagner-Strauss

In die verkehrte Richtung

/
Jörg Flecker ist Professor für Soziologie an der Universität Wien. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Jörg Flecker ist Professor für Soziologie an der Universität Wien. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Der Soziologe Jörg Flecker kritisiert im Interview mit der KOMPETENZ die Pläne der neuen Regierung und plädiert für andere Reformansätze.

Weiterlesen

Schifteh Gerdehi, Mitinitiatorin des Frauenvolksbegehrens 2018. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Für gleiche Teilhabe und gleiche Rechte

/
Schifteh Gerdehi, Mitinitiatorin des Frauenvolksbegehrens 2018. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Schifteh Hashemi Gerdehi, Mitinitiatorin des Frauenvolksbegehrens 2018. Foto: Nurith Wagner-Strauss

20 Jahre nach dem ersten Frauenvolksbegehren initiierte eine Gruppe von Frauen einen neuen Forderungskatalog. Von 12.02.2018 bis 12.3.2018 werden Unterstützungserklärungen gesammelt.

Weiterlesen

Martin Kocher, wissenschaftlicher Direktor des IHS, und Agnes Streissler-Führer, Mitglied der GPA-djp-Bundesgeschäftsführung. Foto: Michael Mazohl

Digitalisierung als Chance

/
Martin Kocher, wissenschaftlicher Direktor des IHS, und Agnes Streissler-Führer, Mitglied der GPA-djp-Bundesgeschäftsführung. Foto: Michael Mazohl
Martin Kocher, wissenschaftlicher Direktor des IHS, und
Agnes Streissler-Führer, Mitglied der GPA-djp-Bundesgeschäftsführung. Foto: Michael Mazohl

Martin Kocher, wissenschaftlicher Direktor des IHS, und Agnes Streissler-Führer, Mitglied der GPA-djp-Bundesgeschäftsführung, im KOMPETENZ-Gespräch über Nutzen und Risiken der Digitalisierung.

Weiterlesen

Judith Pühringer, Geschäftsführerin von arbeit plus im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss

„Erwerbsbiografien dauern länger als Legislaturperioden“

/
Judith Pühringer, Geschäftsführerin von arbeit plus im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Judith Pühringer, Geschäftsführerin von arbeit plus im KOMPETENZ-Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Langzeitarbeitslosigkeit hat fatale Folgen. Die Betriebswirtin Judith Pühringer, Geschäftsführerin des Netzwerks „arbeit plus“, unterstreicht daher, wie wichtig die „Aktion 20.000“ und die sozialen Unternehmen in Österreich sind.

Weiterlesen

Martin Schenk ist Sozialwissenschaftler und Mitinitiator zahlreicher sozialer Initiativen wie „Die Armutskonferenz“, „Hunger auf Kunst und Kultur“ (Kultur für Leute ohne Geld), Verein Hemayat (Betreuung schwer Traumatisierter). Foto: Nurith Wagner-Strauss

Wenn der Staat Armut fördert

/
Martin Schenk ist Sozialwissenschaftler und Mitinitiator zahlreicher sozialer Initiativen wie „Die Armutskonferenz“, „Hunger auf Kunst und Kultur“ (Kultur für Leute ohne Geld), Verein Hemayat (Betreuung schwer Traumatisierter). Foto: Nurith Wagner-Strauss
Martin Schenk ist Sozialwissenschaftler und Mitinitiator zahlreicher sozialer Initiativen wie „Die Armutskonferenz“, „Hunger auf Kunst und Kultur“ (Kultur für Leute ohne Geld), Verein Hemayat (Betreuung schwer Traumatisierter). Foto: Nurith Wagner-Strauss

Vor Hartz IV in Österreich und Folgeschäden warnt der Sozialwissenschaftler Martin Schenk von der Armutskonferenz im Interview mit der KOMPETENZ.

Weiterlesen

Interview mit Konrad Pesendorfer: „Es braucht auch die Kultur mit der Unabhängigkeit leben zu können"

Interview mit Konrad Pesendorfer: „Es braucht auch die Kultur mit der Unabhängigkeit leben zu können“

/
Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria im KOMPETENZ Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Konrad Pesendorfer, Generaldirektor der Statistik Austria im KOMPETENZ Interview. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Gesellschaftlich relevante Daten zu präsentieren, ist Aufgabe der Statistik Austria. Politische Einflussnahme weist Generaldirektor Konrad Pesendorfer im Interview zurück.

Weiterlesen

Agnes Streissler-Führer; Mitglied der GPA-djp Bundesgeschäftsführung: "Technik und Technologie müssen den Menschen dienen und nicht umgekehrt." Foto: Michael Mazohl

Agnes Streissler-Führer und Christoph Neumayer im Streitgespräch: „Wir können nicht billiger sein, aber besser!“

/
Agnes Streissler-Führer; Mitglied der GPA-djp Bundesgeschäftsführung: "Technik und Technologie müssen den Menschen dienen und nicht umgekehrt." Foto: Michael Mazohl
Agnes Streissler-Führer; Mitglied der GPA-djp Bundesgeschäftsführung: „Technik und Technologie müssen den Menschen dienen und nicht umgekehrt.“ Foto: Michael Mazohl

Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung und Agnes Streissler-Führer, Mitglied der GPA-djp-Bundesgeschäftsführung diskutieren über den Wirtschaftsstandort Österreich.Weiterlesen

Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien fordert, dass Asylverfahren nicht länger als zwei Monate dauern. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Interview mit Peter Hacker: „Unerträglich, dass wir die Leute zum Nichtstun zwingen“

/
Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien fordert, dass Asylverfahren nicht länger als zwei Monate dauern. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Peter Hacker, Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien fordert, dass Asylverfahren nicht länger als zwei Monate dauern. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Peter Hacker, der Wiener Flüchtlingskoordinator, fordert im KOMPETENZ-Interview legale Arbeitsmöglichkeiten für Asylsuchende und kürzere Verfahren. Anstelle des Innenministeriums sollte ein aufgeschlossenes Familienministerium dafür zuständig sein.

Weiterlesen

Ein Streitgespräch von GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein mit Lothar Roitner, dem Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Foto: Nurith Wagner-Strauss

Dwora Stein und Lothar Roitner im Streitgespräch: Brauchen wir ein neues Arbeitszeitgesetz?

/
Ein Streitgespräch von GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein mit Lothar Roitner, dem Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Foto: Nurith Wagner-Strauss
Ein Streitgespräch von GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein mit Lothar Roitner, dem Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI). Foto: Nurith Wagner-Strauss

Unternehmer wollen das Arbeitszeitgesetz für mehr Flexibilisierung aufschnüren. Von Gewerkschaftsseite gibt es dazu ein klares Nein. Ein Streitgespräch von GPA-djp-Bundesgeschäftsführerin Dwora Stein mit Lothar Roitner, dem Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Weiterlesen

Sepp Eisenriegler, Autor und „Pionier der Ressourcenschonung“ Foto: Nurith Wagner-Strauss

Interview mit Sepp Eisenriegler: Pionier der Kreislaufwirtschaft

/
Sepp Eisenriegler, Autor und „Pionier der Ressourcenschonung“ Foto: Nurith Wagner-Strauss
Sepp Eisenriegler, Autor und „Pionier der Ressourcenschonung“ Foto: Nurith Wagner-Strauss

Sepp Eisenriegler vom Reparatur- und Service-Zentrum im KOMPETENZ-Interview.

Das Interview führte Heike HausensteinerWeiterlesen

Simon Dubbins ist internationaler Sekretär der Gewerkschaft „unite“, der größten Gewerkschaftsorganisation in Großbritannien. Sie vertritt rund 1,4 Mio. Mitglieder in 21 Fachbereichen, darunter so wichtige Zweige wie Auto- und Druckindustrie. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Interview mit Simon Dubbins: „Der Alptraum ist Realität geworden.“

/
Simon Dubbins ist internationaler Sekretär der Gewerkschaft „unite“, der größten Gewerkschaftsorganisation in Großbritannien. Sie vertritt rund 1,4 Mio. Mitglieder in 21 Fachbereichen, darunter so wichtige Zweige wie Auto- und Druckindustrie. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Simon Dubbins ist internationaler Sekretär der Gewerkschaft „unite“, der größten Gewerkschaftsorganisation in Großbritannien. Sie vertritt rund 1,4 Mio. Mitglieder in 21 Fachbereichen, darunter so wichtige Zweige wie Auto- und Druckindustrie. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Der britische Gewerkschafter Simon Dubbins ist erschüttert über den BREXIT. Er sieht negative Auswirkungen für ArbeitnehmerInnen, Wirtschaft und den gesamten europäischen Kontinent.Weiterlesen

Staatssekretärin Muna Duzdar spricht im KOMPETENZ-Interview über neue Arbeitsformen, die Notwendigkeit einer Wertschöpfungsabgabe und ihren Kampf gegen Hass im Netz. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Interview mit Muna Duzdar: Positive Effekte der Digitalisierung für die Gesellschaft nutzen

/
Staatssekretärin Muna Duzdar spricht im KOMPETENZ-Interview über neue Arbeitsformen, die Notwendigkeit einer Wertschöpfungsabgabe und ihren Kampf gegen Hass im Netz. Foto: Nurith Wagner-Strauss
Staatssekretärin Muna Duzdar spricht im KOMPETENZ-Interview über neue Arbeitsformen, die Notwendigkeit einer Wertschöpfungsabgabe und ihren Kampf gegen Hass im Netz. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Staatssekretärin Muna Duzdar spricht im KOMPETENZ-Interview über die Auswirkungen der Digitalisierung, über Hass im Netz und neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Asylsuchende

Weiterlesen

ROLAND ATZMÜLLER ist Assistenzprofessor an der Johannes-Kepler-Universität Linz in der Abteilung für theoretische Soziologie und Sozialanalysen. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Interview mit Roland Atzmüller: „Allein kann man keine Probleme lösen.“

/
ROLAND ATZMÜLLER ist Assistenzprofessor an der Johannes-Kepler-Universität Linz in der Abteilung für theoretische Soziologie und Sozialanalysen. Foto: Nurith Wagner-Strauss
ROLAND ATZMÜLLER ist Assistenzprofessor an der Johannes-Kepler-Universität Linz in der Abteilung für theoretische Soziologie und Sozialanalysen. Foto: Nurith Wagner-Strauss

Der Soziologe Roland Atzmüller spricht im KOMPETENZ INTERVIEW über aktuelle Fehlentwicklungen in der EU und was sich seiner Meinung nach ändern müsste.

Weiterlesen

Elektronische Werkzeuge helfen Arbeitsprozesse

Interview mit Andreas Krisch: An der Digitalisierung kommt kein Betrieb vorbei

/
Elektronische Werkzeuge helfen Arbeitsprozesse
Elektronische Werkzeuge helfen Arbeitsprozesse zu vereinfachen. Datenschutzexperte Andreas Krisch warnt davor, dass es dabei leicht auch zu einer massiven Kontrolle von MitarbeiterInnen
kommen kann. Bild: Michael Mazohl – ÖGB Verlag

Datenschutzexperte Andreas Krisch im Gespräch mit der KOMPETENZ.

Weiterlesen

In den Niederlanden können Gewerkschaften auch Selbstständige mit organisieren, sagt Arbeits- und Sozialrechtsexperte Martin Risak von der Uni Wien im Interview. (Foto: Nurith Wagner-Stauss)

Interview mit Martin Risak: „Die Frage ist, wie die Früchte der Arbeit verteilt werden“

/

 

In den Niederlanden können Gewerkschaften auch Selbstständige mit organisieren, sagt Arbeits- und Sozialrechtsexperte Martin Risak von der Uni Wien im Interview. (Foto: Nurith Wagner-Stauss)
In den Niederlanden können Gewerkschaften auch Selbstständige mit organisieren, sagt Arbeits- und Sozialrechtsexperte Martin Risak von der Uni Wien im Interview. (Foto: Nurith Wagner-Stauss)

Arbeits- und Sozialrechtsexperte Martin Risak von der Uni Wien bestätigt im Interview eine Risikoverlagerung zu immer mehr selbstständigen und dennoch abhängigen Erwerbstätigen.

KOMPETENZ: Die Arbeitsverhältnisse verändern sich, die prekäre Arbeit steigt. Bedeutet das auch mehr Ausbeutung?

Martin Risak: Seit den 80er Jahren merken wir die Tendenz Richtung atypische Arbeitsverhältnisse. Also die unproduktiven Zeiten gering zu halten. Das sehen wir an den Teilzeitarbeitsverhältnissen, wo die Arbeit verdichtet; oder bei den befristeten Arbeitsverhältnissen, wo der Kündigungsschutz wegfällt. Die Grundidee war: Ein Arbeitsverhältnis ist eine Vollzeitbeschäftigung, unbefristet, mit vollem sozialen Schutz. Dann ist das Normalarbeitsverhältnis erodiert. Wir haben Befristung, Teilzeit, Arbeitskräfteüberlassung. Der, für den ich arbeite, ist nicht unbedingt mein Vertragspartner. Ab 2000 haben wir eine massive Debatte über die Flexibilisierung innerhalb der Arbeitsverhältnisse: Es gibt einen 12-Stunden-Arbeitstag, verstärkt wird Gleitzeit eingesetzt. Jetzt kommen die Informations- und Kommunikationstechnologien dazu. Um ArbeitnehmerInnen effizienter einzusetzen und das Risiko für ArbeitgeberInnen noch geringer zu halten. Wenn man das als Ausbeutung bezeichnen möchte, dann wohl schon.

KOMPETENZ: Weil das Risiko verlagert wird.

Martin Risak: Die Frage ist, wie die Früchte der Arbeit verteilt werden. Wir erleben eine Risikoverlagerung zu den ArbeitnehmerInnen. Ursprünglich war das Risiko der UnternehmerInnen das Argument, weshalb sie besonders viel Geld verdienen.

KOMPETENZ: Das Risiko der freien ArbeitnehmerInnen ist doch ungleich höher?

Martin Risak: Es ist anders. Hier arbeiten Menschen unter Verwertung ihrer Arbeitskraft, weil sie nichts anderes zu verwerten haben. Ursache ist die Ungleichverteilung von Vermögen. Wenn es gleich verteilt wäre, könnten wir alle kleine unternehmerische Strukturen aufbauen, uns zusammenschließen, wären gleichberechtigt in einer Kapitalgesellschaft oder kooperativ in einer Genossenschaft. Bei unterschiedlichem Vermögen ist der Nimbus des Risikotragens geringer. Gefühlt ist es immer noch ein hohes Risiko, die Villa oder das fünfte Auto zu verlieren. Aber es ist nicht so existenziell wie für jemanden, der einen Teilzeitjob um 1000 Euro macht oder knapp an der Mindestsicherung schrammt und mehrere Kinder hat.

KOMPETENZ: Wie hält die Gesetzgebung mit den neuen Arbeitsformen mit?

Martin Risak: Österreich hat ein recht eng gewebtes Netz an Schutzbestimmungen für ArbeitnehmerInnen. Das kommt aus der Zwischenkriegszeit. Inzwischen hatten wir einen Wechsel zu mehr Dienstleistungen, wo auch massiv Wertschöpfung gemacht wird. Unser Schutzniveau ist hoch für eine Kerngruppe. An den Rändern wird es schwierig. Für kleine Selbstständige, etwa „WissensarbeiterInnen“. Diese Arbeitsleistungen konnten früher nicht ordentlich kontrolliert werden. Mittlerweile schaffen wir sogar hier eine super Kontrolldichte. Durch die Computerisierung. Drittens kommt die plattformbasierte Arbeit hinzu, wo außerhalb der klassischen Hierarchie des Unternehmens Arbeit organisiert wird.

KOMPETENZ: Konkret?

Martin Risak: Zum Beispiel bei Amazon oder Uber. Jemand schafft etwas an, und es wird kontrolliert, ob das eingehalten wird. Das gibt es sowohl in Industriebetrieben als auch in Dienstleistungsunternehmen. Die PackerInnen bei Amazon tragen Scanner an der Hand, die alle ihre Aktivitäten aufzeichnen. Die Plattformen setzen andere Mechanismen ein. Das eine ist die Crowd, die Menge derer, die zur Verfügung stehen. Dann wird ein Auftrag ausgeschrieben. Wobei virtuelle DienstleisterInnen aus Bangalore, Neuseeland oder Deutschland quasi gegeneinander antreten.

Man hat angenommen, die Wissensarbeit sei gegen die Auslagerung immun, weil das Produkt nicht so herumschiebbar ist. Jetzt geht das durch das Internet leichter, als ein T-Shirt auszulagern. Man kann die Röntgenbilder in Indien begutachten lassen, während wir hier schlafen. Also nicht mehr gute Qualifikation schützt uns davor, dass ein Auftrag ausgelagert wird – bis dato schützen uns Sprachbarrieren. Ab dem Zeitpunkt, wo wir eine sehr gute Übersetzungssoftware haben, ist auch dieser Schutzmechanismus abgebaut.

KOMPETENZ: Gibt es in Europa ein Best practice-Land, wo AuftragnehmerInnen und AuftraggeberInnen in den neuen Arbeitsformen ausreichend geschützt sind?

Martin Risak: Bei befristeter Beschäftigung, Teilzeitarbeit und Arbeitskräfteüberlassung gibt es einen europäischen Mindeststandard, den man sicherlich immer verbessern kann. Österreich ist richtig gut bei der flächendeckenden Sozialversicherung für alle, die eine Erwerbstätigkeit ausüben, unabhängig davon, ob sie Gewerbescheine haben oder nicht. Auf die neuen Selbstständigen hat Österreich verhältnismäßig früh reagiert. Was das plattformbasierte Arbeiten betrifft, gibt es noch nirgends Vorbilder. In den Niederlanden können Gewerkschaften auch Selbstständige mit organisieren und für sie Kollektivverträge abschließen. Das ist ein extremer Vorteil, von dem man sich etwas abschauen könnte. Am Ende haben ganz klar die Verhandlungsmacht jene, die die Aufträge vergeben. Selbstständige befinden sich in einem Wettbewerbsmodus. Angestellte ArbeitnehmerInnen haben im Lauf der Jahrhunderte gemerkt, dass eine gewisse Form der Solidarisierung ganz gut ist; hier haben besonders Gewerkschaften den Wettbewerbsgedanken aus den Köpfen herausgenommen.

KOMPETENZ: Werden die Normalarbeitsverhältnisse ganz verschwinden aus betriebswirtschaftlichen Gründen?

Martin Risak: Wir haben ein bipolares System von selbstständig und unselbstständig Erwerbstätigen. Die zeitlich und sonst flexiblen freien MitarbeiterInnen, die den ArbeitnehmerInnen gegenüber schlechter gestellt sind, befinden sich dazwischen. Entweder wir weiten den ArbeitnehmerInnen-Begriff aus oder wir finden eine Zwischenkategorie.

KOMPETENZ: Das wäre?

Martin Risak: Wir haben in Österreich „arbeitnehmerähnliche Personen“. In Italien, Ungarn oder anderen Ländern wird damit experimentiert, indem man sagt, diese Gruppe braucht wahrscheinlich nicht das ganze Spektrum an Schutz oder keine betriebsrätliche Vertretung. Ich bin mir da nicht so sicher. Warum sollen die wirtschaftlich abhängigen selbstständig Beschäftigten nicht auch Einblick in die wirtschaftliche Zukunft eines Unternehmens haben, für das sie arbeiten, um sich darauf einzustellen, wie es weiter geht?

KOMPETENZ: Sollten sich die Gewerkschaften stärker öffnen?

Martin Risak: Absolut. Ich weiß nicht, inwieweit es fürs Überleben der Gewerkschaften essentiell ist. Aber wenn der Schutzgedanke weitergefahren werden soll, ist das eine Gruppe, die abgeholt werden muss. Sie wird in der Wirtschaftskammer nicht vertreten. Die neuen Selbstständigen sind auch in der Arbeitnehmervertretung nicht wirklich repräsentiert.

Martin Risak ist außerordentlicher Universitätsprofessor am Institut für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien.

Wird geladen...
Scroll to top